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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MD/PhD Programm



Ernald
01.08.2021, 16:18
Hi ihr,

kennt jemand von euch vielleicht ein strukturiertes PhD oder MD/PhD Programm für Mediziner, die neben der Tätigkeit in der Klinik laufen und im Bereich Immunologie/Tumorimmunologie angesiedelt sind? Fachbereich somit vor allem Rheumatologie, Hämato-Onko, Dermatologie oder Pathologie.

LG,
Lukas

Nefazodon
01.08.2021, 20:55
Spontan fällt mir zu dieser Fragestellung das Else-Kröner-Forschungskolleg ein, die auf Antrag verschiedene Projekte fördern und gelegentlich auch Anzeigen dazu im Ärzteblatt hatten.
Ich meine auch, mich in diesem Zusammenhang an Anzeigen, die sich auf Heidelberg und die LMU bezogen zu erinnern. Das ist aber schon eine Weile her und eine (sehr kurze) Googlesuche danach war leider ohne Ergebnis.:-nix

Tut mir leid, aber Genaueres kann ich dazu im Moment auch nicht sagen:-nix

Ich würde allerdings fast vermuten, dass mittlerweile viele Unis solche Programme haben. Also würde ich dir im Zweifel raten, dich durch die Webseiten der einzelnen Unis zu arbeiten...:-keks

Wenn Du konkretere Infos hast, kannst Du sie gerne hier teilen

medcat
01.08.2021, 21:16
Heidelberg hat definitiv ein MD/PhD Programm - allerdings halt Sechser im Lotto, ich glaube pro Jahr gab es dort Plätze für max. 2 Leute in dem Programm, zumindest war es vor einigen Jahren so. Aber mit Tumorimmuno und all solchen Dingen liegst du in HD sicherlich nicht falsch, vor allem mit dem DKFZ im Rücken...Eine Uni, die für Immunologie recht gut ist, ist Regensburg, ich weiss allerdings nicht ob dort ein MD/PhD Programm existiert...Ansonsten LMU oder MHH in Hannover.

WiWi18
02.08.2021, 08:27
Aus ehrlichem Interesse: Warum sollte man denn an einem solchen Programm teilnehmen?

Den damit verbundenen Forschungsaufwand (und die Ergebnisse) nutzt man doch besser für eine Habil, mit der man doch auch in der Forschung wesentlich weiter kommt als mit einem PhD?

Welchen Vorteil bietet der PhD?

Endoplasmatisches Reticulum
02.08.2021, 10:25
Man wird nicht mehr von Naturwissenschaftlern gemobbt wegen des an zwei Wochenenden zusammengeschriebenen Doktorgrades, für den man in Germanistik nichtmal einen Tutoriumsschein bekäme!

Evidence based
02.08.2021, 11:51
Naja... ein PhD ist ein international anerkannter wissenschaftlicher Abschluss. Das ist der deutsche MD nicht.

Mit ausreichend Publikationen sowie Lehrveranstaltungen kann ein MD/PhD sogar als Habil-Equivalent anerkannt werden. Solche Programme sind häufig in Graduiertenkollegs eingebunden, die einem zusätzliches Netzwerken ermöglichen und regelmäßig Fortbildungen anbieten. Außerdem ist so eine Forschungsstelle meistens für 2-3 Jahre durchfinanziert (sowohl die eigene Stelle als auch Verbrauchsmittel) und man muss nicht in seiner Freizeit forschen.

Jadoube
02.08.2021, 15:53
An der Uni in Lübeck gibt es soetwas im Rahmen strukturierter Graduiertenkollege im Bereich der Entzündungsmedizin, größtenteils angebunden an die Dermatologie im Hinblick auf autoinflammatorische Hauteerkrankungen und Grundlagenforschung.

-pixel
02.08.2021, 16:03
Sofern ich nicht falsch informiert bin, ist eine Habil auch PhD äquivalent.. würde dann auch eher meine Zeit in eine Habil investieren.. für das MD/PhD Programm meine ich muss man auch noch mal einen Master in Naturwissenschaften machen..

Evidence based
02.08.2021, 17:27
Sofern ich nicht falsch informiert bin, ist eine Habil auch PhD äquivalent.. würde dann auch eher meine Zeit in eine Habil investieren.. für das MD/PhD Programm meine ich muss man auch noch mal einen Master in Naturwissenschaften machen..
Die Creditpunkte für den Master bekommt man zumeist durch die Teilnahme an den Veranstaltungen des Graduiertenkollegs.

Der Vorteil ist, wie schon gesagt, dass man eine bezahlte Stelle bekommt und das Ganze nicht noch zusätzlich in der Freizeit machen muss.

Ich würde aber beide Wege niemandem empfehlen :D

h3nni
02.08.2021, 18:23
Ich würde aber beide Wege niemandem empfehlen :D

Wieso denn nicht?

PhD hat wohl den Vorteil, dass man sich im Ausland auch besser aufstellt, mit nem deutschen Prof kannst du keine PhD-Candidates betreuen, mit nem PhD eben schon