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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Als Oberärztin in der Schweiz



xchax
12.08.2021, 17:08
Ich werde in die nächste Monate Fachärztin werden und habe mich für eine Oberarzt Stelle in Basel beworben, und wurde zum Gespräch eingeladen.
Nun Stelle ich mich mehrere Fragen und finde keine Antwort:

- zuerst, welche Unterschied gibt es zwischen der Rolle eines OA in der Schweiz und in Deutschland ?
- wie gut/schlecht ist Teilzeit gesehen? (mein Sohn ist 3 Jahre alt). Wie klug ist es nach teilzeit zu fragen beim Bewerbungsgespräch?
- soweit ich verstanden habe, eine normale Woche ist 50h , Bereitschaftsdienste sind aber in die 50 Stunden drin ?
- Quid der operative Weiterbildung in der operativen Gynäkologie in der Schweiz. Erwartet man, dass der Oberarzt schon alles selbständig operieren kann oder ist er noch da zum lernen?

Hoffentlich liest einer von euch und kann bisschen antworten !

ProximaCentauri
13.08.2021, 09:13
So weit ich das sehe (habe nie in D gearbeitet) sind die deutschen Oberärzte die leitenden Ärzte in der Schweiz - das Konzept von "Assistenten mit Facharzt" gibt es so nicht. Wenn man nen Facharzt hat wird man Oberarzt im Allgemeinen. So was ich von meinen Kollegen mitbekomme ist die Supervision von Assistenten enger, wir haben auf Station jeden Patienten jeden Tag mit dem OA durchbesprochen plus 2x die Woche Visite (1x mit OA, 1x mit CA).
Teilzeit hängt ganz von der Klinik ab, bei meinen letzten Jobs gab es immer Leute in Teilzeit. Ist halt die Frage ob du lieber Teilzeit willst und dafür auch nen anderen Job in Kauf nehmen würdest, oder ob es unbedingt genau dieser eine Job sein muss.

Bereitschaftsdienste: auch das hängt wieder von der Klinik etc. ab, bei uns gibts keine Bereitschaftsdienste, sondern wir haben ein Mehr-Schicht-System, und da zählt alles voll zu den 50 Stunden. Bereitschaftsdienste sind nur erlaubt, wenn man da auch den grossen Teil der Zeit nicht in die Klinik fahren muss und zu Hause sein kann etc. Alles, was man in Bereitschaft dann arbeitet zählt voll als Arbeitszeit.

Oberärzte haben eigentlich den OP-Katalog erfüllt und sollten operieren können, so weit ich informiert bin (bin nicht in einem operativen Fach tätig).

rafiki
15.08.2021, 18:27
Was die Psychiatrie betrifft, ist ein Oberarzt eine Art 1. Stationsarzt (nur für eine Station als Ansprechpartner/Supervisor für die Assis), also keineswegs unbedingt das, was sie mancherorts hier sind.
In den 50-h-Wochen sind Dienste nicht enthalten, man ist die 50 h unter der Woche vor Ort, exclusive 1 h Mittagspause, also 11 h/Tag.