Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lohndumping angestellter Arzt in Praxis?
Das geht nicht so nach Gutdünken. Wenn man als Chef, Oberarzt usw. keine Ahnung von Arbeitsrecht hat, soll man sich Hilfe suchen bei der Juristerei, Personalrat, Verwaltung, jedoch nicht so'n Schmarrn fabrizieren und die eigenen Gesetze festlegen. .
Natürlich sollte man das nur denken und nicht sagen. Garnicht so einfach, diese Differenzen beizulegen ohne dass sich jmd. auf den Fuß getreten fühlt.
Ich habe mir nochmal den Vertrag durchgelesen und er enthält einige Fehler, die ihn anfechtbar machen. Ich habe 36 Urlaubstage und keine 6 Wochen, bei genauem Lesen muss ich eigentlich viel weniger Wochenstunden leisten. Zwar steht drin, dass Rufbereitschaft, Feiertage und Überstunden abgegolten sind, aber ich denke nicht, dass ich einen Urlaubstag an Feiertagen nehmen muss. Ich muss mir noch überlegen, wie viel Aufwand ich betreiben will.
Ich habe heute den Vertrag gekündigt und werde mit meinem Chef die Interpretationen nochmal besprechen. Das schwierige wird aber sein, im Guten auseinander zu gehen.
Zum eigentlichen Thema Lohndumping: man sollte bei Vertragsunterzeichnung nicht nur auf die Summe schauen, sondern auch nicht monetäre Aspekte beachten. Und mündliche Nebenabreden sind auch bei sehr kollegialen Verhältnissen keine gute Ideen.
Ich habe heute den Vertrag gekündigt und werde mit meinem Chef die Interpretationen nochmal besprechen. Das schwierige wird aber sein, im Guten auseinander zu gehen.
Dann viel Erfolg.
Auch bei meinem Vertrag im ambulanten Bereich außerhalb des Tarifrechts habe ich den Vertrag genau gelesen und es gab Ungereimheiten. z.B. war das Gehalt niedriger als mündlich besprochen. Habe dann freundlich nachgefragt und mir wurde gesagt, dass wäre ein 13. Monatsgehalt/Bonus auf freiwilliger Basis (bisher jedes Jahr) ausgezahlt wurde und nicht im Vertrag erwähnt werde. Sozusagen eine Extra-Sparoption für den AG für sehr schlechte Jahre.
Das ist ehrlich gesagt die schlechteste Option, die der AG da gewählt hat. Zahlt er jährlich ein 13. Gehalt, auch ohne dass es irgendwo festgelegt ist, so leitet sich daraus ein Anspruch für den AN ab. Für eine solche "Sparoption" braucht es einen expliziten Freiwilligkeitsvorbehalt im Arbeitsvertrag.
Das ist ehrlich gesagt die schlechteste Option, die der AG da gewählt hat. Zahlt er jährlich ein 13. Gehalt, auch ohne dass es irgendwo festgelegt ist, so leitet sich daraus ein Anspruch für den AN ab. Für eine solche "Sparoption" braucht es einen expliziten Freiwilligkeitsvorbehalt im Arbeitsvertrag.
Naja. Das 13. Gehalt wird nirgends erwähnt im Vertrag. Mal schaun wie's wird.
Passt jetzt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber wie schaut es ambulant eigentlich mit der Fachkunde Strahlenschutz aus? Ist die notwendig oder nicht? ich bin der Meinung, dass mindestens einer diese habe muss ( Strahlenschutzbeauftragter), wenn ich micht recht entsinne. Chef meint brauche keiner:-nix
John Silver
08.09.2021, 09:07
Wenn man eigenverantwortlich Strahlung am Menschen anwendet, muss man die entsprechende (!) Fachkunde haben. Ein Hausarzt braucht also i.d.R. keine, ein niedergelassener Chirurg oder Orthopäde meist schon.
ich dachte man braucht die sogar schon wenn man nur die Indikation stellt, also eigentlich jeder der auch zur Radiologie überweist?
ich dachte man braucht die sogar schon wenn man nur die Indikation stellt, also eigentlich jeder der auch zur Radiologie überweist?
Das macht dann der/die Radiologe/in. Ist im Krankenhaus genauso ...
Das ist ehrlich gesagt die schlechteste Option, die der AG da gewählt hat. Zahlt er jährlich ein 13. Gehalt, auch ohne dass es irgendwo festgelegt ist, so leitet sich daraus ein Anspruch für den AN ab. Für eine solche "Sparoption" braucht es einen expliziten Freiwilligkeitsvorbehalt im Arbeitsvertrag.
Und wenn er nicht zahlt. Klagen und rumstreiten wegen 1x Gehalt?...Nö. Das lohnt net. Ist ja das ganze Arbeitsverhältnis futsch.
ich dachte man braucht die sogar schon wenn man nur die Indikation stellt, also eigentlich jeder der auch zur Radiologie überweist?
Die Überweisung zählt dann offiziell nicht als "Indikationsstellung" sondern als "Vorschlag an einen Fachkundigen (=Radiologen)" was man sich selbst überlegt hat mit was man eine gewisse Fragestellung klären könnte.
Und es kann auch mal passieren dass die Radiologen die Anforderung, teils ohne Rücksprache, einfach ändern. Wenn du beispielsweise im Krankenhaus ein CT-Angio zur Beurteilung der Durchblutungssituation der Beine "bestellst" aber ein MR-Angio bekommst. In vielen Fällen passt das auch, wenn nicht sollte die Anforderung genauer sein.
pashtunwali
10.09.2021, 18:49
kann man als FA eig. einfach ne PRaxis direkt übernehmen oder muss man vorher dort als Angestellter ne Zeit lang arbeiten?
DrSkywalker
10.09.2021, 19:56
Ganz einfach übernehmen yolo
Bonnerin
10.09.2021, 20:09
Ganz einfach übernehmen yolo
In gewissen Gegenden von Brandenburg, Meck-Pomm, der Eifel etc. ist das vielleicht gar nicht so unfassbar unrealistisch. Da gibts ausreichend freie KV-Sitze und die suchen oft so verzweifelt, dass man sicher auch nur ne Minimalsumme für die Location bezahlt.
@pashtunwali:
Ansonsten: Sobald man GKV-Patient:innen behandeln möchte, braucht man halt einen KV-Sitz. Da sollte man sich frühzeitig auf ne Liste setzen lassen. Oder sich auf Stellen bewerben, bei denen der KV-Sitz schon inkludiert ist und dir quasi "zur Verfügung" gestellt wird. Für eine eigene Praxis brauchst du aber eben einen ganz eigenen Sitz.
Da kommen aber eben auch nicht unerhebliche Kosten auf dich zu, darüber solltest du dir im Klaren sein.
In gewissen Gegenden von Brandenburg, Meck-Pomm, der Eifel etc. ist das vielleicht gar nicht so unfassbar unrealistisch. Da gibts ausreichend freie KV-Sitze und die suchen oft so verzweifelt, dass man sicher auch nur ne Minimalsumme für die Location bezahlt.
Das denke ich auch, insb. im Fach Allgemeinmedizin. Meist sind die älteren Besitzern schon geraume Zeit auf der Suche nach einem Nachfolger, bieten Einarbeitung und Übernahme an.
In den Radio Fächern dürfte es etwas schwieriger sein.
Hallo Nilani, stehe vor einer ähnlichen Situation, Rehaklinik in MV, ostseenah. Könntest du mir evtl. den Namen der Rehaklinik verraten, wo du dich beworben hast?
Clancy88
20.11.2021, 14:50
kann man als FA eig. einfach ne PRaxis direkt übernehmen oder muss man vorher dort als Angestellter ne Zeit lang arbeiten?
Je nach Region geht das schon. Es macht aber Sinn dort vor der Übernahme zu arbeiten (zumindest für ein halbes Jahr). Man lernt die bestehenden Strukturen, Angestellten und Patienten kennen. Auch das Nachbesetzungsverfahren wird dadurch positiv beeinflusst (sollten auch noch andere auf den Sitz bewerben)
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