Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beschäftigungsverbot und KV-Förderung
Feuerblick
15.09.2021, 22:14
Gerne. Wobei es eigentlich wieder interessant werden dürfte, wenn der Widerspruch der TE bei ihrem Arbeitgeber eingetroffen ist.
FirebirdUSA
16.09.2021, 13:38
Ich verstehe den AG nicht... klar will der nicht auf den Kosten sitzen bleiben, tut er aber ja nicht - die Krankenkasse trägt die Kosten (auch bei PKV?) und deshalb muss auch die Förderung gestoppt werden, ansonsten würde der AG ja die Kosten doppelt erstattet bekommen und sogar noch Gewinn machen durch Schwangerschaft seiner Mitarbeiterinnen.
Pralinchen
16.09.2021, 14:55
Ein Update und Happy-End:
Ich habe mich an den Anwalt des Marburger Bundes in meinem Bundesland gewendet. Der hat direkt Kontakt mit der Praxis aufgenommen und um Stellungnahme und schnelle Klärung gebeten da man sonst arbeitsgerichtlich dagegen hätte vorgehen müssen. (Man hat nur drei Wochen nach Kündigung Zeit um eine Arbeitschutzklage einzureichen.) Der Anwalt hat die Praxis über das Mutterschutzgesetz und den damit verbundenen Kündigungsschutz aufgeklärt. Außerdem hat er sie über das U2-Umlageverfahren informiert ( dass die Krankenkasse das Gehalt weiter bezahlt und sie auf den Kosten garnicht sitzen bleiben). Die Praxis zeigte sich danach relativ verständnisvoll und kooperativ. Der Anwalt meinte ich solle einfach mal von Unwissenheit und keinem bösen Willen ausgehen. Nach einigem Hin und Her wurde die Kündigung schriftlich zurück genommen und ich wieder bei der Krankenkasse und dem Versorgungswerk angemeldet. Das Gehalt wird zeitnah überwiesen.
Ich bin überglücklich das alles überstanden ist. Das waren ein paar aufreibende Tage für mich. Was aber übrig bleibt ist vor allem große Dankbarkeit gegenüber dem Anwalt des Marburger Bundes, er war wahnsinnig nett, super verbindlich und beruhigend, hat sich direkt nach unserem ersten Telefonat um alles gekümmert und mich mehrfach am Tag über Updates informiert. Also sollte das jemand in der Zukunft lesen und ebenfalls Hilfe brauchen, wendet euch auf jedenfall an den Marburger Bund!
Danke für euer Mutmachen die letzten Tage, ich hab immer wieder rein geschaut und mich über jeden Beitrag sehr gefreut!
Das sind ja erfreuliche Nachrichten. Super :-)
Das klingt doch schon mal gut, dann kannst du ja jetzt hoffentlich deine Schwangerschaft genießen :-) allerdings würde ich mir vielleicht für das Ende der Elternzeit schon mal ein paar berufliche Alternativen suchen, ob das arbeitsverhältnis unter diesen Voraussetzungen noch vertrauensvoll möglich ist, halte ich für unwahrscheinlich :-nix
*milkakuh*
16.09.2021, 15:20
Super, Pralinchen! Freue mich mit dir über den Ausgang. Im Elternthread ist es auch gemütlich, falls du es dir hier ein bisschen bequem machen willst. :-love
Feuerblick
16.09.2021, 15:57
Sehr schön! :-)
John Silver
16.09.2021, 17:44
Auch wenn es eher Unwissenheit als böser Wille war, würde ich mir einen anderen Weiterbilder suchen. Das ist schließlich keine Entschuldigung, sondern lediglich eine Erklärung. Wer weiß, auf welche Ideen ein solcher Vollpfosten sonst noch kommen kann.
Ich kann nicht glauben, dass man als Arbeitgeber heutzutage nicht weiß, dass man einer schwangeren nicht wirklich kündigen kann :-nix gerade als praxisinhaber sollte man das im Laufe der Weiterbildung bei der ein oder anderen mfa mitbekommen haben oder zumindest mal ein paar basics zum Thema Arbeitsrecht gehört haben. Außerdem hätte man sich erkundigen können bevor man die Kündigung rausschickt. Ich würde also nicht von Unwissenheit ausgehen.
FirebirdUSA
16.09.2021, 19:05
Auch wenn es eher Unwissenheit als böser Wille war, würde ich mir einen anderen Weiterbilder suchen. Das ist schließlich keine Entschuldigung, sondern lediglich eine Erklärung. Wer weiß, auf welche Ideen ein solcher Vollpfosten sonst noch kommen kann.
Das wundert mich gar nicht wenn man sich so mit Kollegen unterhält… ich würde es ehrlich gesagt von der Weiterbildung abhängig machen. Wenn die bisher gut war und der Rest passt, würde ich es als große Sorge auf hohen Kosten und keiner der arbeitet sitzen zu bleiben. Das kann ich schon nachvollziehen, obwohl die Unwissenheit immer wieder erschreckend ist.
Anne1970
17.09.2021, 02:03
@TE: das freut mich sehr :-) .
@alle: dies ist kein Einzelfall! :grins:
John Silver
17.09.2021, 06:09
Die Kollegen wissen so gut wie immer bestens um Dinge, die ihnen zum Vorteil gereichen. Es ist also nicht so, dass man sich nicht informiert.
FirebirdUSA
17.09.2021, 06:45
Ich würde mal unterstellen, dass in den üblichen Email-Newslettern der Berufsverbände die Dinge, die einem zum Vorteil reichen auch ausführlich diskutiert werden und Mutterschutz, Kündigungsschutz eher selten. Es zeugt aber trotzdem natürlich von einer gewissen Ignoranz und es ist erschreckend.
Es kann schon sein, dass man sich auch ggf. einen anderen Weiterbilder suchen sollte. Aber diese Entscheidung kann man ja jetzt in aller Ruhe abwägen. Vorteile/Nachteile/Risiken... das aus der Ferne zu beurteilen finde ich schwierig, deswegen finde ich es schwierig zu sagen man sollte auf jeden Fall die Stelle wechseln.
Der Kollege hat wahrscheinlich schlicht keine Ahnung.
Dann allerdings kurzentschlossen eine Schwangere vor die Tür zu setzen, zeigt aber eine unschöne Geisteshaltung, das geht gar nicht!
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.