Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit Facharztwahl überfordert - wer kann helfen?
Hallo,
Folgendes: Ich bin zwei Jahre aus dem Studium raus und mir fällt die Facharztwahl unsagbar schwer. Für mich ist es einfach echt hart, eine Entscheidung treffen zu müssen, die potentiell mein ganzes Leben beeinflusst, insbesondere, da es hier viele Variabeln gibt, die sich ggf. mal ändern oder die man nicht absehen kann (Arbeitsalltag? Ist das auf Dauer interessant? Wie realistisch sind meine Ziele? Wie sieht es geldmäßig aus?).
Wie habt ihr eure Facharztentscheidung getroffen? Was sollte eurer Meinung nach das wichtigste Kriterium sein?
Wen's interessiert, zu mir, wobei ihr auch gerne eure Meinung mitteilen könnt, ohne das zu lesen:
Ich war ein Jahr in der KJP tätig. Dort hat es mir eigentlich echt gut gefallen, man hat jeden Tag "was Neues" erlebt und konnte sein Arbeiten auch frei selbst gestalten. Natürlich gab es auch oft belastende Situationen, die konnte ich aber eigentlich gut wegstecken. Sehr schwierig fand ich die Dienste, vor allem wegen aggressiver Patienten. Großen Spaß hatte ich an gutachterlichem Arbeiten (fürs Gericht) und könnte mir sogar vorstellen, dass ausschließlich zu machen, wobei das im KJP-Bereich noch seltener gemacht wird als im Erwachsenenbereich. Auch sowas wie Supervision zu machen, fände ich spannend. Ggf. würde ich mich später breit aufstellen wollen und auch einiges abseits des Patientenkontakts anstreben. Hier weiß ich allerdings nicht, wie realistisch mein "Geschäftsmodell" da überhaupt ist oder wie "leicht" es ist, in diesen Bereichen Fuß zu fassen.
Nach einem Jahr wollte ich noch mal was anderes ausprobieren - zu der Zeit muss ich sagen, war ich auch echt froh, von der KJP wegzukommen, hatte da aktuell echt schwierige Patienten und in den Diensten war es mehrfach recht heiß hergegangen. Weil ich's auch im PJ gemacht hatte tatsächlich, bin ich dann in die Augenheilkunde. Auch hier gefällt es mir irgendwie gut - mit dem eher älteren Patientenklientel komme ich irgendwie ziemlich gut zurecht, die Omis lieben mich richtig. Es ist auch schön, dass es ein Fach der "einfachen Lösungen" ist, ganz anders als Psychiatrie. Allerdings muss ich sagen, dass mich der Gedanke stört, jeden Tag dasselbe zu tun, was einfach extrem zutrifft, aktuell habe ich das Gefühl, dass ich zu 80% Formulararbeit mache, fast wie am Fließband. Auch hier war ich jetzt fast ein Jahr und die Zeit ging wahnsinnig schnell vorüber. Aus der KJP hab ich noch richtig viele Erinnerungen, aus der Augenheilkunde habe ich irgendwie kaum was mitgenommen. Der Gedanke gefällt mir überhaupt nicht, wenn die Zeit so wegrast. Andererseits gibt's in der Augenheilkunde aber auch nichts nervenaufreibendes, das ist auch gut.
Tatsächlich spiele ich zuletzt mit dem Gedanken, einfach mal ein Jahr Innere zu machen, um auch ärztlich etwas auf dem Kasten zu haben und ggf. die Rückfalloption Hausarzt zu haben. In den Praktika im Studium fand ich Hausarzt eigentlich immer ganz nett, das war recht vielfältig und meist entspannt. Andererseits will ich auch nicht "noch einen" Facharzt anfangen, wobei ich mir meine bisherige Zeit hierauf anrechnen lassen könnte. Auch fachlich habe ich großen Respekt vor der Inneren, hier hab ich einfach kaum Vorerfahrungen.
Wenn ich mir meinen "Traumjob" basteln könnte, wäre mir wichtig, dass ich einfach selbstbestimmt arbeiten kann und meine Zeit flexibel einplanen - also mal Homeoffice oder mal einen Tag freihalten, sowas.
Hat jemand Tipps? Will jemand seinen Senf dazugeben? Was fällt euch ein, kennt ihr die Situation? Wie habt ihr euch entschieden?
Einfach machen, meist wird ja gegenseitig etwas anerkannt.
Im Studium war es für mich ganz klar Anästhesie und Notfallmedizin ... am liebsten hätte ich den Notfallmediziner gemacht (den es immer noch nicht gibt ... aber wenigstens interdisziplinäre NA, ich glaub, das wäre mein Favorit, wenn ich 10-15 Jahre jünger wäre). Die Famus und leider auch Blockpraktikum + Prüfung haben mich dann davon abgebracht. Dann fand ich Handchirurgie ganz spannend und plastische, dazu Famulaturen in der Kardio (fand ich auch recht spannend, hab da meine Diss angefangen) ... irgendwie wurde die letzten Famulatur recht zufällig (ich glaube, plastische mit Verbrennungszentrum am Unfallkrankenhaus Berlin wurde kurzfristig gecancelt) eine supertolle Sache in einer kleinen Klinik mitten in der Pampa (wirklich im Wald, auf dem Berg, nächster Ort 3 km entfernt, 1 Chef, 1 Oberarzt, keine Assistenten). Dazu hab ich nen STudenten getroffen, der PJ in der Ortho gemacht hatte ... wusste ich vorher gar nicht, dass das geht und zu dem Zeitpunkt hab ich ihn noch gefragt, wie man sich 2x Chirurgie im PJ antun kann, wo doch immer alle drüber meckern und er meinte ganz trocken halt "weil es mich interessiert" ... tja und so hab ich auch drüber nachgedacht und festgestellt, dass es mich interessiert.
Hab dann also in der gleichen Klinik Ortho-PJ gemacht und danach war die Sache immer noch nicht klar, ob nicht vielleicht doch Anästhesie. Bin eher ruhig, zurückhaltend, introviertiert ... jetzt nicht so der typische Unfallchirurg und dann noch als Frau (eher zart, teilweise damals Untergewicht) ... hab es dann doch gemacht, aber länger für passende Klinik gebraucht.
Nach 3 Jahren wurde mir das in der Chirurgie zu bunt, zu anstrengend. AUsbildung war gut, aber im 3. Jahr (neue KLinik, spezielle WS-Chirurgie) gab es miese Personalpolitik und nach 9 Monaten stand ich kurz vorm Burnout. Außerdem fand ich es furchtbar, was alles auf den OP-Tisch gezerrt wurde. Mich hatte eh immer der konservative Teil interessiert, Vertrag war glücklicherweise auf 1 Jahr beschränkt, also weg dort.
Danach hab ich dann auf die Rehabilitative Medizin gewechselt, weiterhin in einer orthopädischen Klinik, das interessiert mich ja immer noch. Durch meine ruhige Art hatte ich immer das Gefühl, eine Nische finden zu müssen und ich denke, im letzten Jahr hab ich sie gefunden. Ich arbeite in einer Rheumaklinik (tatsächlich auch 1 Famulatur und zufällig Blockpraktikum in der Rheumatologie gemacht) und mache nächstes Jahr ab April Ausbildung in Richtung Mind Body Therapie (Uni Essen/Duisburg), ein Programm für chronisch Kranke, was von der Harvard Medical University Boston stammt und tatsächlich vor ca. 25 Jahren in Deutschland etabliert wurde. Da kann ich meine konservative und alternative Schiene ausbauen, bleibe aber trotzdem zum großen Teil in der Schulmedizin. Gerade mit den Schmerzpatienten, insbesondere Fibromyalgie, kann ich irgendwie ganz gut, krieg da auch immer recht positives Feedback. Hoffe, die "sprechende Medizin" wird irgendwann mal besser vergütet, 1h Aufnahme geht in der Praxis draußen halt nicht.
Bedeutet allerdings dann auch, dass ich jetzt 7.5 Jahre dabei bin und jetzt erst vorm Facharzt stehe (Zeit ist seit August rum .. ich könnte,wenn ich mich denn mal trauen würde). Von 2,5 Jahren Chirurgie wird nur ein Jahr anerkannt, dafür das halbe Jahr Anästhesie aus dem Common Trunk. Zusätzlich brauchte ich noch halbes Jahr Innere oder Neuro (ersteres ging über die RHeumaklinik) und 3 Jahre Reha-Medizin, die ich halt über die 2 verschiedenen Rehakliniken bekommen habe. Manchmal braucht man halt etwas länger, um seinen Platz zu finden. Ein Jahr Innere finde ich übrigens gut ... ich ärger mich schon, dass ich da doch recht wenig investiert habe, aber jetzt will ich auf keinen Fall in die Akutklinik zurück.
_calendula_
02.12.2021, 14:32
Erfahrung in Innerer Medizin ist sehr gut, kann aber auch zur Qual werden. Je nach Klinik.
Wichtig finde ich gerade in der Inneren, dass man ein Ziel vor Augen hat, um schwierige Zeiten durchzuhalten.
Du hast ja schon mehrere Threads zu diesem Thema gestartet und auch schon viele Antworten bekommen. Insofern glaub ich nicht, dass wir da noch viel beitragen können. Die Entscheidung musst du letztlich selbst fällen, auch wenn es dir Angst macht. So eine Entscheidung ist ja zum Glück nicht unumstößlich, und auch innerhalb jedes Fachs gibt es viele unterschiedliche Spezialisierungen und Arten von Jobs.
Das wichtigste Kriterium sollte IMHO sein, ob man sich im Job wohlfühlt, ob man gerne zur Arbeit geht. Und ob einem das Fach realistisch betrachtet ein Arbeitsumfeld (stationär vs. ambulant vs. Praxis, Vollzeit vs. Teilzeit, hohe vs. niedrige Spezialisierung, usw.) bietet, das zu einem passt.
Ich selbst fand (bzw. finde) das Organ Auge und das Fach Augenheilkunde z.B. auch recht interessant, aber die Tatsache, dass es pure Fließbandarbeit ist, dass es finanziell ohne die operative Seite wenig interessant ist, und dass die operative Ausbildung oft erst sehr spät und nur einem Teil der Fachärzte möglich ist, hat mich daran gestört.
Allgemeinmedizin fand und finde ich ebenfalls sehr spannend, und das Fach bietet einem meines Erachtens eine wirklich enorme Flexibilität. Egal welcher Teil der Medizin einen interessiert, egal wo man arbeiten will (Praxis, MVZ, ZNA, Rehaklinik, öffentlicher Dienst, etc.), da ist wirklich für jeden was dabei. Es ist zwar Fließbandarbeit, aber sehr abwechslungsreich, und in einer richtigen Hausarztpraxis lernt man viele seiner Patienten auch wirklich kennen.
An der Psychiatrie fand ich von Anfang an schön, dass man eben einiges über die Patienten lernt, dass man sie oft auch bei ihren somatischen Erkrankungen betreuen kann/muss, dass man, um die Erkrankung und ihre Auswirkungen auf den jeweiligen Patienten zu verstehen, und somit ein sinnvolles Therapiekonzept für den jeweiligen Patienten entwerfen zu können, den Patienten und seine Lebenswelt (Kindheit, Ausbildung, Arbeit/Beruf, Beziehungen, Freunde, Familie, Lebensstil, Ernährung, Drogen, Sexualität, etc.) kennenlernen und verstehen muss. Das Fach ist im Vergleich zur KJP deutlich medizinischer und die Patienten in ihrem Verhalten, ihren Emotionen, ihrem Krankheitsverlauf deutlich stabiler.
Am Ende war es für mich eine relativ knappe Entscheidung zwischen Allgemeinmedizin und Psychiatrie. An beiden Fächern fand ich auch sehr positiv, dass es einfach unendlich viele Jobs gibt, und man deshalb geographisch und beruflich sehr flexibel ist und bleibt. Psychiatrie war halt immer das Fach, das mich am meisten fasziniert hat, wo ich am liebsten etwas nachgelesen habe, wo mir die Fälle am ehesten in Erinnerung geblieben sind. Insofern war klar, dass Psychiatrie für mich die beste Wahl ist. Bis jetzt bereue ich nichts :-))
Geld scheint bei dir ja eine große Rolle zu spielen, und du hast offenbar sehr große Angst, dich festzulegen, willst dir für dein Arbeitsleben möglichst viel Flexibilität bewahren. Warum machst du dann nicht einfach Allgemeinmedizin? Das Fach ist finanziell lukrativ, und es stehen dir damit etliche Möglichkeiten offen.
Innere im Krankenhaus kann einem die Freude an der Medizin leider schnell mal vermiesen. Da muss man sich eine gute Abteilung suchen und ein klares Ziel vor Augen haben.
_calendula_
02.12.2021, 15:27
Innere ist ein wunderbares Fach, auch im Krankenhaus.
Aber man braucht sein "Wozu" und eine Abteilung an der die Kompromisse, die man zweifellos eingehen muss, für einen passen.
Flexibel muss man zumindest als Assistenzarzt eher sein als dass einem das Fach Flexibilität für das Leben abseits der Arbeit bietet.
Ich fände auch ein paar Fächer schön und bin in der Inneren.
Mr. Pink online
02.12.2021, 15:38
Wenn ich das richtig verstanden habe war der TE ja jeweils nur ein Jahr in der KJP und ein Jahr in der Augenheilkunde. Ich glaube das reicht nicht um sagen zu können wie der Arbeitsalltag später wirklich aussehen wird. Das wird einem nach einem Jahr Innere nicht anders gehen. Ich denke wichtiger als alles mal probiert zu haben, ist es irgendwas auch mal länger durchzuziehen. Wer mal mit etwas Erfahrung mal in sich geht, wird sich erinnern, dass man nach dem ersten Jahr doch im Prinzip noch keine Ahnung von Tuten und Blasen hatte.
@Nilani: Das Programm ist echt spannend, hatte im Studium mal ein paar Schnuppertage in der dazugehörigen Abteilung und die haben es echt gut geschafft, die klassische Medizin mit den eher alternativen aber wirksamen Heilmethoden zusammenzubringen ohne dass es in den „Schwurbel“ abdriftet.
Zum Thema:
Irgendeine Entscheidung musst du treffen. Den „größten Schaden“ hast du, wenn du aus Angst vor einer Entscheidung jetzt noch ein paar Jahre ziellos rumeierst und dich immer noch nicht entschieden hast. Und letzten Endes kannst nur du die Entscheidung treffen. Das kann dir keiner abnehmen.
Ich habe vom ersten Semester bis Ende des PJ nur einen einzigen Fachwunsch gehabt: Anästhesie. Habe mein ganze Studium darauf ausgerichtet und nie ein anderes Fach nur in Erwägung gezogen.
Dann wurde mir zwei Wochen vor Ende des PJ eine Stelle in der Inneren angeboten und weil ich mit den Joboptionen, die ich zu dem Zeitpunkt für Anästhesie hatte, nicht ganz zufrieden war, hab ich die Stelle angenommen. Wollte ein Jahr bleiben und dann ganz sicher in die Anästhesie wechseln. Jetzt bin ich im 3. WBJ und immer noch in der Inneren. Und plane auch keinen Wechsel mehr.
Ich hab mir nie groß einen Kopf um irgendwelche „Lebensentscheidungen“ gemacht und einfach immer mal gemacht und geschaut was passiert. Und irgendwie kommt man immer voran. Nie im Leben hätte ich mich vor 5 Jahren dort gesehen wo ich jetzt bin und dennoch bin ich hier genau richtig und habe meine Nische gefunden. Hätte ich vorher nie gedacht und bin froh, dass ich mich habe vom Zufall so treiben lassen. Hätte ich meine kalkulierte Planung so durchgezogen, wäre ich nie hier gelandet und hätte nie rausgefunden, dass das genau mein Ding ist.
Bonnerin
02.12.2021, 17:52
Niemand kann dir wirklich helfen, weil es deine Entscheidung ist.
Ich bin immer so ein bisschen rumgeeiert, weil ich nie wirklich so ein unfassbar krasses Fach im Studium hatte.
HNO...Ortho, vielleicht Allgemeinmedizin. War halt immer recht unentschlossen. Im PJ habe ich dann auf Umwegen Anästhesie gemacht und fand das recht spannend. Habe dann in dem Fach angefangen und gemerkt, dass es so überhaupt nichts für mich ist. Ich habe viel mit nach Hause genommen, es ging mir nicht wirklich gut. Irgendwie habe ich aber 12 Monate durchgehalten, damit es angerechnet wird.
Inzwischen bin ich im Labor tätig und auch wenns durchaus stressig ist (viele Covid-PCRs) gefällt es mir bis jetzt viel besser als die klinische Arbeit am Patienten. Man kann es planen wie davo, oder eben irgendwie reinrutschen in eine Nische, wie nie oder ich.
Feuerblick
02.12.2021, 17:57
Wenn ich das richtig verstanden habe war der TE ja jeweils nur ein Jahr in der KJP und ein Jahr in der Augenheilkunde. Ich glaube das reicht nicht um sagen zu können wie der Arbeitsalltag später wirklich aussehen wird. Das wird einem nach einem Jahr Innere nicht anders gehen. Ich denke wichtiger als alles mal probiert zu haben, ist es irgendwas auch mal länger durchzuziehen. Wer mal mit etwas Erfahrung mal in sich geht, wird sich erinnern, dass man nach dem ersten Jahr doch im Prinzip noch keine Ahnung von Tuten und Blasen hatte.
Naja, Augenheilkunde macht man ja meistens in einer Klinik. Wer das schon als Fließband empfindet, der sollte in einer Augenheilkunde-Praxis gar nicht erst anfangen. ;-)
Denk dran dass man das Fachgebiet jederzeit wechseln kann. Aufschieben ist letztlich auch eine Entscheidung, selbst wenn es sich nicht so anfühlt. Ob du monatelang paralysiert überlegst und nichts machst oder eben in der Zeit in einem Fachgebiet arbeitest das dann noch nicht das ist was du dir vorgestellt hast macht wenig Unterschied. Beziehungsweise ist letzteres zumindest eine Erfahrung.
Was immer geht ist Innere Medizin, das kannst du dir auf unglaublich viele Fachrichtungen anrechnen lassen, und die dortigen Kompetenzen werden in fast jeder davon gebraucht. Nachteil ist, dass die Arbeitsbedingungen häufig sehr schlecht sind, es ist wie jedes große Fach in der unmittelbaren Patientenversorgung eben ein Knochenjob. An manchen Kliniken mag es weniger schlimm sein als an anderen, aber man ist flexibler als wenn man z.B. was Chirurgisches wählt und da dann raus will.
Falls es dir hilft eine Entscheidung zu treffen wäre vielleicht auch eine längere Hospitation sinnvoll, also vielleicht ungefähr eine Woche statt eben nur einen Tag. Manche Kliniken zahlen dir sogar die Anreise und stellen dir Unterkunft und das Drumrum dann kostenlos zur Verfügung.
cartablanca
03.12.2021, 20:59
Häufig ist es im Leben wichtiger überhaupt eine Entscheidung zu treffen als zu grübeln. Es gibt 17.000 Studiengänge, ein Dutzend Facharztweiterbildungen... man wird nie die optimale Entscheidung treffen. Aber wenn man einigermaßen zufrieden ist kann man darauf aufbauen. Wenn du zu Beginn mit der Klinik und KJP zufrieden warst bleib dabei. Wenn dir irgendwann langweilig wird mach eine zweite Facharztweiterbildung.
Matzexc1
03.12.2021, 21:25
Vielleicht ist es einfacher erstmal das auszuschließen was man gar nicht machen will und dann aus den anderen möglichkeiten das zu wählen was interessiert
Ich hab damals mit dem Ziel orthopädie/Unfallchirurgie gestartet, nach dem Physikum kam mikrobiologie,Rheumatologie und am Ende wurde es Anästhesie, weil ich internistische Arztbriefe einfach zum davonlaufen finde und chirurgische Arbeitszeiten(Morgens visite, dann Op/Ambulanz und zum Schluss Papierkram) einfach nicht schätze
Locutus001
08.12.2021, 13:12
1. Life-Work-Balance abwägen.
2. Selbstständig vs. Angestellt abwägen.
3.Geld gibts überall genug, aber das kann natürlich auch ein Faktor sein.
1 Jahr Innere kann man für alles gebrauchen.
Dann schnell weg aus der Klinik wenn Du mich fragst ^.^
Ansonsten so viel Klinik wie nötig, so wenig wie nötig und --> Ambulant.
--> Labor/MiBi/Patho, etc.
Je patientenferner, desto besser wenn Du mich fragst ;-P
Aber das hat eher was mit Punkt 1 Life-Work-Balance zu tun.
Wer für seine Arbeit glüht und darin aufgeht, für den kann das der absolut falsche Rat sein.
Wer sich nach einiger Zeit in der Klinik fragt, ob es denn bald mal besser wird... für den lautet die nüchterne Antwort meistens "wenn Du aus der Klinik raus bist!"
Viel Erfolg.
mache nächstes Jahr ab April Ausbildung in Richtung Mind Body Therapie (Uni Essen/Duisburg), ein Programm für chronisch Kranke, was von der Harvard Medical University Boston stammt und tatsächlich vor ca. 25 Jahren in Deutschland etabliert wurde.
Finde ich an sich tatsächlich spannend. Aber die Summer-School wird auch von der Carstens-Stiftung getragen bzw man kriegt Rabatt, wenn man dort Mitglied ist. Die steht für Homöopathie und deren Referent für Foeschung ist gegen so ziemlich alle Corona-Maßnahmen. Zum einen würde ich so einen Verein nicht unterstützen wollen, zum anderen ist für mich dann tatsächlich fraglich, wie ernsthaft die Evidenzbasierung wirklich genommen wird...
Leucovorin
14.12.2021, 06:15
1. Life-Work-Balance abwägen.
2. Selbstständig vs. Angestellt abwägen.
3.Geld gibts überall genug, aber das kann natürlich auch ein Faktor sein.
1 Jahr Innere kann man für alles gebrauchen.
Dann schnell weg aus der Klinik wenn Du mich fragst ^.^
Ansonsten so viel Klinik wie nötig, so wenig wie nötig und --> Ambulant.
--> Labor/MiBi/Patho, etc.
Je patientenferner, desto besser wenn Du mich fragst ;-P
Aber das hat eher was mit Punkt 1 Life-Work-Balance zu tun.
Wer für seine Arbeit glüht und darin aufgeht, für den kann das der absolut falsche Rat sein.
Wer sich nach einiger Zeit in der Klinik fragt, ob es denn bald mal besser wird... für den lautet die nüchterne Antwort meistens "wenn Du aus der Klinik raus bist!"
Viel Erfolg.
Ich kann deine Meinung nachvollziehen. Manche Leute lieben jedoch auch die Klinik.
Fachrichtungswahl ist schwierig, aber letztendlich eine persönliche Entscheidung. Man hat Famulaturen, Blockpraktika, Vorlesungen, PJ gemacht und somit einen guten Überblick über die Fächer.
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