PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Lust mehr Arzt zu sein



Seiten : 1 2 3 4 5 6 [7] 8 9

Endoplasmatisches Reticulum
18.02.2022, 13:15
Die Option stellt sich doch gar nicht. :-nix
Eben! Das ist ja gerade der Gag! ;)


Da Du schlecht auf der ITS pflegerisch einen BD einführen kannst. Wer geht zum Alarm, wenn der BD schläft? Also ruht...
Wer schaut den Patienten in der Notaufnahme an, wenn der BD-Arzt schläft, also ruht? Aber lassen wir doch die ITS als Sonderfall mal außen vor. Da gelten ja auch ärztlich einige Sonderregeln.


Die Anästhesisten haben einen 20 Stunden BD. Und wenn man es über die Monate überblickt... ja, da sind halt immer wieder Scheißdienste dabei, aber im großen und ganzen passt es. Von den 12 Stunden Bereitschaftszeit dürfte gut die Hälfte Ruhezeit sein.
Dann ist doch alles gut? Ausgangspunkt war aber, dass jemand geschrieben hat, man würde die 24h vom Dienst im Wesentlichen durcharbeiten, was einfach nur stramm verboten ist, aber das sei halt besser als die Alternative Schichtdienst und deshalb spielt man mit. Warum ist die einzige Alternative Schichtdienst? Und wäre ein System mit kürzeren Bereitschaftsdiensten ohne ein Mehr an Arbeitstagen nicht trotzdem schöner? Oder will man unbedingt 48-56 Stunden im Monat arbeiten wegen des Geldes und die Frage ist hauptsächlich, wie man das mit dem geringsten biologischen Abrieb haben kann?


Okay, dann anders: In dem Bereich ITS kann, genauso wie auf den Stationen, kein BD seitens des Pflegedienstes angeordnet werden. Soweit sind wir uns einig?
Wieso sollte das auf Normalstationen grundsätzlich nicht gehen? Ein Spätdienst, der bis zum nächsten Morgen bleibt und Nachts halt nur die Klingeln nach Bedarf abarbeitet. Das kriegt man schon offiziell auf < 50 % Arbeitauslastung hingerechnet. Dann noch irgendwelche Gleit- oder Durchschnittsfloskeln in den Tarifvertrag wie bei uns, um Mistdienste auszugleichen, und im Zweifel sollen die Angestellten halt klagen. Ich sehe das Problem nicht. Will halt keiner - genau mein Argument. Aber wenn man sich die Nachtblöcke dadurch sparen könnte und dafür halt Beschiss im Bezug auf die 50% Auslastung im Dienst erträgt, wie bei uns? Wo wäre da der wesentliche Unterschied?

Und nein, ich sage nicht, dass das überall ginge. Und nein, ich attackiere auch nicht das Arbeitspensum der Kollegen aus der Pflege, yadda yadda yadda. Aber nochmal: Wenn das Argument bei uns ist, dass wir illegale Verhältnisse dulden, weil die (wahrgenommen einzige) Alternative schlimmer ist, kann bei der Pflege nicht das Argument für dieselbe Alternative sein, dass unser Modell schlimmer wäre. Das ist ein Widerspruch.


Zudem kann man den BD ja auch anpassen: Es muss doch kein 24h BD sein. Wenn ich erst um 12 oder 14 Uhr anfange, dann den Rest vom Tag abarbeite, ab 20 oder 22 Uhr BD habe und dann auch tatsächlich Ruhe ist, warum sollte das so schlimm sein?
Ich hatte ja geschrieben, dass genau das auch mein favorisiertes System ist. Die Alternative zum 24h-Dienst ist eben nicht ausschließlich Dreischicht. Deshalb ist die hier vorgebrachte Angst vor Dreischicht eben auch kein stichhaltiges Argument für die Beibehaltung eines knackig illegalen 24h-Dienstes. (Und damit meine ich einen illegalen 24h-Dienst, nicht dass jeder 24h-Dienst illegal ist.)


Aber zum Verarschen gehören doch immer zwei.
Das sehe ich im typisch assistenzärztlichen totalen Abhängigkeitsverhältnis ganz anders. Da setzt wieder die Gewerkschaft an, die wir im Parallelthema diskutieren. Und das ist auch der Grund, warum das dort vorgebrachte "Ihr müsst euch schon selbst um die Umsetzung der Tarifbeschlüsse kümmern" praktisch oft nicht funktioniert. Leider :(

cartablanca
18.02.2022, 13:40
[QUOTE=Brutus;2226359]Vor 10 Jahren war es eher die Ausnahme, dass Du Nachts nach 22/23 Uhr noch arbeiten musstest. Heute ist es eher die Ausnahme, wenn man pro Nacht mal länger als 1-2 Stunden Schlaf bekommt./QUOTE]

Wie kommt das? Was hat sich geändert? Früher mussten Ärzte dem Rettungsdienst bescheinigen dass es sich um einen Notfall handelt, damit abgerechnet werden kann. Man hat die Kontrollinstanz rausgenommen. Seitdem haben sich die Kosten für Rettungsdiensteinsätze verdreifacht.

nie
18.02.2022, 17:59
Vor 10 Jahren war es eher die Ausnahme, dass Du Nachts nach 22/23 Uhr noch arbeiten musstest. Heute ist es eher die Ausnahme, wenn man pro Nacht mal länger als 1-2 Stunden Schlaf bekommt.

Wie kommt das? Was hat sich geändert? Früher mussten Ärzte dem Rettungsdienst bescheinigen dass es sich um einen Notfall handelt, damit abgerechnet werden kann. Man hat die Kontrollinstanz rausgenommen. Seitdem haben sich die Kosten für Rettungsdiensteinsätze verdreifacht.

Das ist doch Quatsch. Vor 10 Jahren habe ich noch beim Rettungsdienst gearbeitet und da hat auch nicht der Arzt in der ZNA entschieden ob das jetzt ein Notfall war. Ja, die haben die Transportscheine unterschrieben. Das machen sie aber heute noch. Wenn der Patient bereits im Krankenhaus angekommen war. Dann war das Kind eh schon in den Brunnen gefallen.
Die Unterschriften, die mir in alle den Jahren bei Rettungsdienst verweigert wurden, kann ich an einer Hand abzählen. Und dann kriegen die Patienten eben eine Rechnung. Mir als Rettungsdienstler ist das doch egal. Und dem Arzt bringt es auch nichts, denn der Patient sitzt trotzdem in der ZNA und der Arzt muss sich drum kümmern. Selbst wenn er ihn nacht einer Stunde wieder heimschickt.

Wenn ich als Rettungsassistentin der Meinung war, dass der Patient in eine ZNA gehört, hab ich ihn dahin gefahren. Ob dann irgendein Arzt nachher den Wisch unterschreibt oder nicht, war nicht mein Problem. Das Problem landet am lange Ende wieder beim Patienten, der ne Rechnung bekommt.

hebdo
18.02.2022, 22:01
Wie kommt das? Was hat sich geändert? Früher mussten Ärzte dem Rettungsdienst bescheinigen dass es sich um einen Notfall handelt, damit abgerechnet werden kann. Man hat die Kontrollinstanz rausgenommen. Seitdem haben sich die Kosten für Rettungsdiensteinsätze verdreifacht.

Absoluter Quatsch. Als ob der Rettungsdienst Schuld an der übermäßigen Inanspruchnahme der Notaufnahmen ist. Die Kollegen können absolut nichts dafür. Für jeden quersitzenden Furz, müssen sie offiziell einen Notarzt rufen um den Patienten zu Hause lassen. Und wenn sich der quersitzende Furz weigert, müssen sie einen Notarzt rufen, damit die Transportverweigerung wasserdicht wird. Mit dieser Aussage wird einfach nur Berufsgruppenbashing betrieben. Egal ob Ärzte, Pflege, Assistenzberufe oder Rettungskräfte - wir sitzen alle im selben Boot.

Zum Thema Bereitschaftsdienst: Im Nachtdienst der Pflege fällt üblicherweise geplante Arbeit an (bspw. Visite, Infusionen, Tabletten richten und verteilen etc.). Das schließt per se einen Bereitschaftsdienst aus. Genauso gibt deshalb in einer ZNA und auf der ITS einen Schichtbetrieb.

Natürlich wird auch viel Routinearbeit in den Bereitschaftsdienst von Ärzten verlagert. Das ist auch ein Grund warum die meisten Bereitschaftsdienste gegen Gesetze verstoßen.

Endoplasmatisches Reticulum
19.02.2022, 10:27
Das schließt per se einen Bereitschaftsdienst aus.
Das ist nicht richtig. Der Arbeitgeber kann sehr wohl geplante Arbeit im Bereitschaftsdienst anordnen.

GP1001
19.02.2022, 11:27
Das ist nicht richtig. Der Arbeitgeber kann sehr wohl geplante Arbeit im Bereitschaftsdienst anordnen.

Vollkommen korrekt und macht auch Sinn. Ein Patient kommt notfallmäßig mit Beschwerden. Da kann man in der Regel vom Bereitschaftdienst erwarten Labor+ Aufklärung, Anmeldung, Organisation der Semi-notfallmäßigen Untersuchung oder OP am Folgetag in der regulären Kernarbeitszeit 8-16 Uhr durchzuführen.
Sonst könnte der Bereitschaftsdienst ja argumentieren: Ja also diese ganze Aufklärung, Organisation, Labor kann man ja auch noch am Folgetag machen in der normalen Arbeitszeit und die Untersuchung ist dann nachmittags.

Mr. Pink online
20.02.2022, 07:29
Das Thema Bereitschaftsdienst war schon immer emotional aufgeladen. Inzwischen hat der MB ja nachgeschärft und die Stufen haben sich etwas geändert. Wenn man einen BD in Stufe III hat, wird 100% Arbeitszeit angerechnet. Das kann schon sehr attraktiv sein, sowohl in einem 24h BD, als auch in einem 12/16h BD. Selbst wenn man mehr als die Hälfte der Zeit arbeitet (und es formal damit nicht mehr legal ist), macht man als Arzt damit weder finanziell noch stunden-technisch ein Minusgeschäft. ABER das gilt halt nur in der höchsten Stufe und erfahrungsgemäß sind die AG meistens nicht bereit die zu bezahlen.

Man kann aber grundsätzlich nicht BD mit Schichtsystem vergleichen. Der BD ist meistens ein "en plus", das heißt Überstunden und im besten Fall mit vollständiger Auszahlung. Das sind dann die 1000 Euro mehr auf dem Konto. Das 3-Schichtsystem ist aber zunächst mal nicht auf geplante Überstunden ausgelegt, zumindest in der Theorie. Am Ende fallen sie häufig trotzdem an, durch ständiges Einspringen usw. Das ist aber finanziell so gut wie gar nicht abgebildet und das spricht für mich aktuell am meisten gegen Schichtarbeit.

GP1001
20.02.2022, 09:49
Emotional aufgeladen, weil da eine Menge Arbeit und Belastung hinterstehten kann.
Bei mir haben 2 von 3 AG die höchste Stufe bezahlt. Vorher wurd geschaut, wie die Arbeitsbelastung ist und dann etwas passendes ausgesucht seitens der Leitungsebene. Der Bereitschaftsdienst macht einges beim Gehalt aus. Kann man als Pluspunkt sehen. Dafür muss man dann auch ackern.

Wenn es überhaupt nicht passt mit Diensten und Job, würde ich über wechseln zumindest nachdenken.
Gegen Jobwechsel im Fachgebiet haben die Arbeitgeber die "weichen" Gegenargumente: Verzögerung der Weiterbildung möglich sowie häufige Jobwechsel/Jobhopper als Manko im Lebenslauf.

Wenn bei mir ein AG das nochmal ansprechen sollte, würde ich ihn zumindest auf die Liste "2. Wahl/Vorsicht" setzen.

Man lebt nur einmal und muss da eine Balance finden zwischen "Weiterbildung ist kein Zuckerschlecken" und "jahrelang unglücklich im Job". Durststrecken im Job über Monate wird jeder in Kauf nehmen müssen.

hebdo
20.02.2022, 19:39
Routinearbeit ist vielleicht falsch ausgedrückt- besser ist geplant anfallende Arbeit wie bspw. Arztbriefe für Entlassungen schreiben, Codierarbeit, Therapiepläne für alle Patienten …

Das ist meines Wissens gegen die Definition Beteitschaftsdienst. Ist eigentlich auch nur Haarspalterei

Endoplasmatisches Reticulum
21.02.2022, 09:28
Genau das ist m.W. ein Trugschluss. Bereitschaftsdienst bedeutet: Du hältst dich am vom Arbeitgeber festgelegten Ort auf, bist jederzeit bereit zu arbeiten, wenn dein Arbeitgeber Bedarf hat, und arbeitest in Summe regelmäßig weniger als 50% der Zeit. Das ist keine juristische Definition, aber sinngemäß.

Arztbriefe, Codiererei, Therapiepläne und Co. sind alles Dinge, die der Arbeitgeber im Bereitschaftsdienst sehr wohl anordnen kann, wenn er will - besser: wenn er "Bedarf" hat. Beispielsweise ist es auch zulässig, dass du am Dienstende an der Visite teilnehmen musst. So ergibt sich dann ggf. die Situation, dass du für dieselbe Routinearbeit schlechter bezahlt wirst als deine Kollegen vom Frühdienst, weil du Bereitschaft hast und die nicht. Das wird damit begründet, dass du zum Ausgleich fürs Nichtarbeiten bezahlt wurdest.

Mr. Pink online
21.02.2022, 10:10
Bereitschaftsdienst bedeutet: Du hältst dich am vom Arbeitgeber festgelegten Ort auf, bist jederzeit bereit zu arbeiten, wenn dein Arbeitgeber Bedarf hat, und arbeitest in Summe regelmäßig weniger als 50% der Zeit. Das ist keine juristische Definition, aber sinngemäß.
Das steht zumindest ziemlich genau so im Tarifvertrag VKA.


So ergibt sich dann ggf. die Situation, dass du für dieselbe Routinearbeit schlechter bezahlt wirst als deine Kollegen vom Frühdienst, weil du Bereitschaft hast und die nicht. Das wird damit begründet, dass du zum Ausgleich fürs Nichtarbeiten bezahlt wurdest.
Das trifft zu, sobald du eine BD-Stufe 1 oder 2 hast. Daher würde ich mich darauf nur einlassen, wenn tatsächlich weniger als 40% Arbeit anfällt. Ansonsten immer direkt Eskalation auf Stufe 3.

Endoplasmatisches Reticulum
21.02.2022, 11:18
Das steht zumindest ziemlich genau so im Tarifvertrag VKA.
Yup. Was ich damit sagen wollte: Ich bin kein Jurist und gebe nur weiter, wie es mir vom Anwalt mal erklärt wurde. Da können sich natürlich Laienungenauigkeiten einschleichen.


Das trifft zu, sobald du eine BD-Stufe 1 oder 2 hast. Daher würde ich mich darauf nur einlassen, wenn tatsächlich weniger als 40% Arbeit anfällt. Ansonsten immer direkt Eskalation auf Stufe 3.
Nicht unbedingt. Angeordnete Routinearbeit zählt natürlich mit in die 50% rein. Solange der Arbeitgeber aber der Meinung ist, dass selbst damit die Bereitschafts- oder gar Stufenschwelle regelmäßig nicht überschritten wird, bist du als AiW wieder in der undankbaren Situation, dich aktiv wehren zu müssen, wenn du das anders siehst.

Und einzelne Überschreitungen bedingen ja auch nicht sofort eine Hochstufung, wenn du in anderen Diensten z.B. auch mal (fast) durchschläfst. Das ist und bleibt problematisch und als AiW ein Pulverfass. Also wenn der Chef meint, der Dienstarzt soll noch Briefe zuende schreiben, ist das natürlich erstmal ein Unding. Einfach die Anordnung verweigern, weil du meinst dann zuviel zu arbeiten, kann aber echt brisant sein und nach hinten losgehen. Selbst wenn du damit im Falle einzelner Dienste Recht hast.

GP1001
22.02.2022, 22:42
Yup. Was ich damit sagen wollte: Ich bin kein Jurist und gebe nur weiter, wie es mir vom Anwalt mal erklärt wurde. Da können sich natürlich Laienungenauigkeiten einschleichen.

Nicht unbedingt. Angeordnete Routinearbeit zählt natürlich mit in die 50% rein. Solange der Arbeitgeber aber der Meinung ist, dass selbst damit die Bereitschafts- oder gar Stufenschwelle regelmäßig nicht überschritten wird, bist du als AiW wieder in der undankbaren Situation, dich aktiv wehren zu müssen, wenn du das anders siehst.


Das war auch unter uns Assis immer wieder mal Thema und führte zu nicht endenden Diskussionen.
Letztendlich muss man irgendwie miteinander zu Recht kommen. Im Krankenhaus ist man teilweise 10-11h zusammen, da muss man den ein oder anderen Kompromiß schließen bis zu seiner persönlichen Grenze. Tatsächlich nicht so einfach. In der Regel wird einiges an Anpassungsfähigkeit verlangt.



Und einzelne Überschreitungen bedingen ja auch nicht sofort eine Hochstufung, wenn du in anderen Diensten z.B. auch mal (fast) durchschläfst. Das ist und bleibt problematisch und als AiW ein Pulverfass. Also wenn der Chef meint, der Dienstarzt soll noch Briefe zuende schreiben, ist das natürlich erstmal ein Unding. Einfach die Anordnung verweigern, weil du meinst dann zuviel zu arbeiten, kann aber echt brisant sein und nach hinten losgehen. Selbst wenn du damit im Falle einzelner Dienste Recht hast.

Vollkommen korrekt, das macht auch Sinn: Wenn es 1x einen Dienst mit hoher Belastung gibt, muss man nicht direkt alles ändern. Der Durchschnitt ist entscheidend und ggfs. regelmäßig wiederkommende Spitzenbelastungen. Wenn der Vorgesetzte meint, es müssen Routinebriefe von anderen Kollegen fertig gemacht werden im Dienst, die auch gut und gerne noch 1-2 Wochen später gemacht werden können, ist das natürlich nicht vorteilhaft fürs Betriebsklima. Ein guter Chef wird sowas nicht machen.
Bei mir kam es regelhaft vor in der Weiterbildung, dass alte Briefe von Kollegen, die schon weg waren, verteilt wurden an die Übriggebliebenen. Aber nie mit der Ansage dies im Dienst zu machen. Konnte man sich einteilen.

Bonnerin
27.02.2022, 16:12
Gerade per Mail erhalten, vielleicht interessiert es den ein oder anderen: https://www.amboss.com/us/jobs/campus-marketing-managerin-fmx-eu?utm_source=crm&utm_medium=email&utm_campaign=ds_22-Q1-job-posting-2-na-a1-0_one_eml_wac_M3&utm_market=ds&utm_lng=de&utm_3=one&utm_content=a1-0&utm_Position=button&bsft_aaid=98326417-0ca8-4259-858e-34bfb6c96327&bsft_eid=872e0829-44ef-75c6-cdeb-7a1ce1225cd0&bsft_clkid=442b143c-908b-47a2-bd99-ab5d3740cfdb&bsft_uid=4a7f9ef0-c575-48e7-bd09-1581cb5eae6d&bsft_mid=96c29399-4540-46b5-a0c7-0e7a66f1d805&bsft_mime_type=html&bsft_ek=2022-02-27T14%3A00%3A40Z&bsft_lx=3&bsft_tv=12

mbs
28.02.2022, 20:33
Danke für den Link.

Hoffe dass zumindest eine der Bewerbungen erfolgreich ist. Am liebsten würde ich nie wieder eine Klinik betreten.

Hab heute übrigens ein Interview mit jemandem gelesen der direkt nach dem Studium zu McKinsey gegangen ist. Der hat allerdings schon während des Studiums ein Praktikum dort gemacht. So was wäre der Idealfall. Jemanden mit Mitte dreißig wollen die wahrscheinlich nicht mehr. Denkt ihr, dass es helfen würde erstmal tiefer zu stapeln, sich für einen Posten zu bewerben den normalerweise Studienabsolventen kriegen? Bringt es Vorteile in einer niedrigeren Gehaltsklasse zu starten oder sogar erstmal nur ein zweimonatiges Praktikum zu machen? Leider scheint sogar letzteres ziemlich kompetitiv zu sein.
Ist jemand von euch in die Unternehmensberatung gegangen? Vielleicht sogar auch erst nach einigen Berufsjahren?

Thomas24
28.02.2022, 20:42
Danke für den Link.

Jemanden mit Mitte dreißig wollen die wahrscheinlich nicht mehr. Denkt ihr, dass es helfen würde erstmal tiefer zu stapeln, sich für einen Posten zu bewerben den normalerweise Studienabsolventen kriegen? Bringt es Vorteile in einer niedrigeren Gehaltsklasse zu starten oder sogar erstmal nur ein zweimonatiges Praktikum zu machen? Leider scheint sogar letzteres ziemlich kompetitiv zu sein.
Ist jemand von euch in die Unternehmensberatung gegangen? Vielleicht sogar auch erst nach einigen Berufsjahren?

Wieso stellst du seit über einem Jahr immer wieder dieselben Fragen zu den verschiedensten Optionen und kommst einfach nicht ins Tun? Das ist doch die viel drängendere Frage. Paralysis by analysis :-dance

WiWi18
28.02.2022, 23:23
Danke für den Link.

Hoffe dass zumindest eine der Bewerbungen erfolgreich ist. Am liebsten würde ich nie wieder eine Klinik betreten.

Hab heute übrigens ein Interview mit jemandem gelesen der direkt nach dem Studium zu McKinsey gegangen ist. Der hat allerdings schon während des Studiums ein Praktikum dort gemacht. So was wäre der Idealfall. Jemanden mit Mitte dreißig wollen die wahrscheinlich nicht mehr. Denkt ihr, dass es helfen würde erstmal tiefer zu stapeln, sich für einen Posten zu bewerben den normalerweise Studienabsolventen kriegen? Bringt es Vorteile in einer niedrigeren Gehaltsklasse zu starten oder sogar erstmal nur ein zweimonatiges Praktikum zu machen? Leider scheint sogar letzteres ziemlich kompetitiv zu sein.
Ist jemand von euch in die Unternehmensberatung gegangen? Vielleicht sogar auch erst nach einigen Berufsjahren?

Ich kenne zwei, die das gemacht haben (Beratung).
Gehalt zum Einstieg ist gutes Oberarztniveau, die Kurve ist wesentlich steiler als in der Medizin, schon nach 2-3 Jahren können es nochmal 50% mehr sein. Die Arbeitsbelastung liegt bei 70h die Woche aufwärts und statt einer vorgezeichneten Karriere hast du Up-or-Out. Weil nichts an dem, was man tut, wirklich wichtig ist, werden dann Rechtschreibfehler auf Powerpointfolien dramatisiert.

Hat alles seine Vor- und Nachteile.

OhDaeSu
01.03.2022, 07:12
Jein, bei deutlich 5-stelligen Tagessätzen werden vom Kunden einfach fehlerfreie Präsentationen erwartet. Ansonsten Zustimmung, besagtes Einstiegsgehalt gibt es für promovierte Einsteiger.

Einen Arzt habe ich noch nicht als experienced hire erlebt, glaube ich auch nicht dran. Der Auswahlprozess für Praktikum und Festeinstieg unterscheiden sich kaum, daher würde ich dann direkt auf letzteres setzen.

WiWi18
01.03.2022, 12:16
Jein, bei deutlich 5-stelligen Tagessätzen werden vom Kunden einfach fehlerfreie Präsentationen erwartet. Ansonsten Zustimmung, besagtes Einstiegsgehalt gibt es für promovierte Einsteiger.

Einen Arzt habe ich noch nicht als experienced hire erlebt, glaube ich auch nicht dran. Der Auswahlprozess für Praktikum und Festeinstieg unterscheiden sich kaum, daher würde ich dann direkt auf letzteres setzen.

Das Haupt-Argument gegen die Beratung ist: Einer von zehn schafft es zum Partner, der Rest bleibt auf der Strecke.

Was wird aus einem Arzt, der 3-4 Jahre in der Beratung war? Der kann sich einen Industriejob suchen bestenfalls. Und dann wäre er mit Facharzt besser gefahren.

In meinen Augen zielt die Beratung auf Leute, denen es einfach nicht schnell genug geht in der Medizin, denen aber der Blick fürs Langfristige fehlt.

freak1
01.03.2022, 12:50
Mit einer deutschen Approbation kannst du jederzeit wieder in die Medizin einsteigen. Das ist vielleicht ein böser Fall gehaltstechnisch von der Beratungsfirma zum AA 1. Jahr, aber möglich ist das immer.