Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Im Amt bleiben oder in die Klinik?
Bonnerin
05.02.2022, 12:27
@Bonnerin aber general practitioner hat ne niedrige Lebensqualität wie Innere :(
Ich habe auf Wiki nachgeschaut, man muss für die WB zum FA Öffent. GW drei Jahre der unmittelbaren Patientenversorgung leisten…
Dann musst du dich halt entscheiden, was du willst. Und mal ehrlich, auf dich wird im Ausland auch niemand gewartet haben, genauso wenig wie in Deutschland. Sorry, ist so - ist auch nicht so, als ob jemand auch mich oder sonst wen gewartet hätte. Aber der FA Öffentliches Gesundheitswesen ist halt recht speziell-deutsch. Mit einem so großen Wunsch auszuwandern solltest du nicht nach Nischenfächern gucken, sondern halt ein Fach machen, wo du auch im Ausland ordentlich eine Stelle bekommst. Von deiner Auswahl sicherlich a.e. der general practitioner und eventuell auch Anästhesie. Das sind doch Überlegungen und Voraussetzungen bei dir (und auch bei User mbs), die gar nicht mit der Lebenssituation des TE vergleichbar sind.
@Mods: Das offtopic tut mir Leid...
HenrikNL
05.02.2022, 12:43
Und wenn man Öffent. Gesundheitswesen machen möchte, was sollte man im PJ als Wahlfach machen? ist das irrelevant?
Und wenn man überlegt auszuwandern hat man bei vielen Fachrichtungen ne Chance, nicht nur Anästhesie/GP, es wandern hie und da bestimmt Dermatologen, Augenärzte, Kinderärzte, und viele sonstige Gebiete
@Bonnerin aber general practitioner hat ne niedrige Lebensqualität wie Innere :(
Sagt wer?! :-))
Und wenn man Öffent. Gesundheitswesen machen möchte, was sollte man im PJ als Wahlfach machen? ist das irrelevant?
Das ist vollkommen egal.
Abgesehen davon klingt alles danach, als solltest du erst mal dein Studium fertig zu machen und dich nach dem PJ entscheiden, wie es weitergehen soll. Deine Überlegungen sind dermaßen unausgegoren und dann noch aber aber aber, ohne irgendein Fundament. Bonnerin schreibt dir Voraussetzungen für den FA Öffentliches Gesundheitswesen auf, verweist dabei sogar auf die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein, und antwortest mit nem Wikipedia-Eintrag von 2008. "general practitioner hat ne niedrige Lebensqualität wie Innere". "Andere Fachrichtungen wandern auch aus". Du klingst als hättest du gerade Abi gemacht oder nicht mal das.
Feuerblick
05.02.2022, 13:13
Nun geht doch nicht ständig auf ihn ein! Er hat seinen eigenen Thread, das muss reichen. Bitte also beim Thema bleiben!
HenrikNL
05.02.2022, 13:34
Das ist vollkommen egal.
Abgesehen davon klingt alles danach, als solltest du erst mal dein Studium fertig zu machen und dich nach dem PJ entscheiden, wie es weitergehen soll. Deine Überlegungen sind dermaßen unausgegoren und dann noch aber aber aber, ohne irgendein Fundament. Bonnerin schreibt dir Voraussetzungen für den FA Öffentliches Gesundheitswesen auf, verweist dabei sogar auf die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein, und antwortest mit nem Wikipedia-Eintrag von 2008. "general practitioner hat ne niedrige Lebensqualität wie Innere". "Andere Fachrichtungen wandern auch aus". Du klingst als hättest du gerade Abi gemacht oder nicht mal das.
das ist gemein!
Man wird verspottet weil man berechtigte Sorgen hat um seine Zukunft nach all den Jahren im Studium.
Feuerblick
05.02.2022, 13:39
So, @HenrikNL, ich sage es zum allerletzten Mal: Wenn du nichts zum Thema des Threads beitragen sondern deine Zukunftswünsche und -Pläne diskutieren möchtest, dann nutze bitte den von dir eigens dafür eröffneten Thread. Weitere Beiträge deinerseits, die nichts zum Thema beitragen sondern mehrheitlich um etwas anderes kreisen, werden ab sofort kommentarlos entfernt. Verstanden?
@Rest: Bitte zurück zum Thema „Arbeit im Gesundheitsamt“! Es wäre wirklich schade, wenn wir diesen interessanten und für manche User hilfreichen Thread schließen müssten.
Danke!
Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin
agouti_lilac
05.02.2022, 14:36
Bei meiner Ärztekammer ist es nach Erhalt eines klinischen FA übrigens möglich, verkürzt den FA für ÖGD zu machen (sogenannter "Quereinstieg"). Es lohnt sich also auch für diejenigen in fortgeschrittener WB, sich bei der eigenen Ärztekammer mal schlau zu machen.
Bsp.: Es ist dann nur noch 1 Monat Weiterbildung auf einer akutpsychiatrischen Aufnahmestation einer Fachklinik für Psychiatrie vonnöten anstatt 6 Monate.
@Feuerblick: sorry, aber manche Sachen kann ich so nicht stehen lassen...
Die Arbeitsbedingungen in den Kliniken sind katastrophal und werden von Jahr zu Jahr schlechter. Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel, schlechte Organisation.
Ich seh das nicht so. Die Arbeitsbelastungen waren früher nicht besser. Es gibt Bereiche in denen sich was verschlechtert, aber im Großen und Ganzen seh ich die Arbeit sich verändern aber nicht verschlechtern. Manchen liegt dieses neue Arbeiten mit mehr Computer, andere kommen damit schlecht zurecht.
Und da wäre noch die Work Life Balance. Ich arbeite seit Jahren als Honorararzt in Deutschland, ohne gesundheitliche Folgen schaffe ich max. 2 Monate am Stück.
Und du glaubst man setzt dich als Honorararzt da ein wo die Arbeitsbelastung niedrig, die Organisation gut und der Personalmangel nicht vorhanden ist?
Andersrum formuliert: du lebst in einer anderen Welt. Du wirst nur bei massiven Problemen gerufen und siehst dann massive Probleme. Wie unerwartet...
Die Wundschwester sagt dem Arzt, welche Wundversorgung er anzusetzen hat, er ordnet es an und andere Pfleger setzen es um. Willkommen im deutschen Krankenhaus, überlege bitte genau, ob Du in diesem Irrenhaus glücklich wirst.
Das macht die Wundschwester wenn der Arzt keine Ahnung hat. Und dann sei doch froh! Glaubst du dass ich mir von einer Wundschwester sagen lasse wie Wunden zu versorgen sind?
Sorry, wie gesagt: du lebst in einer anderen Welt als in meiner.
Feuerblick
05.02.2022, 15:11
@anignu: Das mit dem Off-Topic gilt auch für dich.
Ich konkretisiere: Ab jetzt werden ALLE Beiträge, die nichts mit dem Threadthema zu tun haben, kommentarlos gelöscht. Ende der Durchsage!
Du willst doch ohnehin auswandern. Dann mach einfach Allgemeinmedizin und gut ist. Als general practitioner wird man problemlos auch im Ausland überall nen Job bekommen...
Grundsätzlich ist es einge gute Idee Allgemeinmediziner zu werden. Möglichkeiten ohne Ende. Ein super Job. Guter Verdientst
Aber Vorsicht, wer ins Ausland will: der deutsche Allgemeinmediziner wird da nicht so ohne weiteres anerkannt. Von Großbritannien weiß ich das sicher (auch vor dem Brexit). Ebenso gibt es dort nicht den "Quereinsteiger".
Aber auch in Frankreich ist das Curriculum ein anderes als hierzulande.
Wahrscheinlich gibt es hier im Forum nicht so viele Ärzt*innen die im Amt arbeiten, aber die Frage die ich mir hier tatsächlich stelle ist: Lohnt es sich bei diesen Bedingungen überhaupt noch in die Klinik zu gehen und sich als Assistenzarzt arbeitskrafttechnisch „ausbeuten“ zu lassen? Ich könnte in 1-2 Jahren verbeamtet sein, ich weiß nicht ob ich mir diese Chance entgehen lassen soll… Ich würde wirklich gerne ein paar Meinungen dazu hören.
Hey, ich habe knapp 6 Jahre in Kliniken gearbeitet. Ja gut irgendwann wirst du mit Diensten da ein höheres Gehalt haben als E14. Grundsätzlich sollte es aber in der Ausbildung nicht so sehr ums Geld allein gehen. Ich habe auch von einer Weiterbildungsstelle mit lukrativ bezahlten Diensten zu einer anderen Stelle gewechselt, einfach weil ich da mehr Skills lernen konnte, der Verdienst war aber so ca. 15k weniger im Jahr (Dienste schlechter bezahlt/ÜS unregelmäßig gezahlt). Der Klinikalltag Innere ist sicherlich belastender als das von dir beschriebene Amtsleben. Und wenn du dir Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin oder öffentliches Gesundheitswesen vorstellen kannst, dann würde ich einfach dabei bleiben.
Ich habe nur als einfache Antwort für dich: Mach das, was dir Spaß macht. Aber
Zum Thema Gehalt beim Amt: in Berlin werden händeringend Fachärzte für Psychiatrie für die Gesundheitsämter gesucht. Gezahlt wird TV-L Stufe 15. Das sind netto nur knapp 200 Euro mehr, als ein Assistenzarzt im kommunalen Krankenhaus im ersten Jahr verdient. Ich hab im ersten Berufsjahr im Krankenhaus mit überschaubarer Dienstbelastung deutlich mehr verdient als TV-L 15.
SophaL90
06.02.2022, 09:49
Ich würde auch bleiben.
Ich habe auch Anfang des Jahres in das Gesundheitsamt gewechselt und bin mehr als zufrieden. Nichts würde mich wieder in das Krankenhaussystem zurückbringen. Diese Ausbeute mache ich nicht länger mit.
Das Gehalt ist mMn nicht schlecht, ich kann sehr gut davon leben. Muss jeder für dich selbst entscheiden aber die Arbeit im Krankenhaus macht einen auf Dauer kaputt. Man tauscht viel Lebensqualität für mehr Euro am Ende des Monats.
Bonnerin
06.02.2022, 10:31
Zum Thema Gehalt beim Amt: in Berlin werden händeringend Fachärzte für Psychiatrie für die Gesundheitsämter gesucht. Gezahlt wird TV-L Stufe 15. Das sind netto nur knapp 200 Euro mehr, als ein Assistenzarzt im kommunalen Krankenhaus im ersten Jahr verdient. Ich hab im ersten Berufsjahr im Krankenhaus mit überschaubarer Dienstbelastung deutlich mehr verdient als TV-L 15.
Darum sollte man halt auch schauen, dass man überhaupt erstmal E15 bekommt (sprich: FA machen) und dann schauen, dass man Nebentätigkeiten nachgehen darf. Bei 40 Wochenstunden und eventuell noch ein paar Honorargutachten pro Monat kann man zumindest adäquat leben würde ich sagen.
Aber ja gerade das Nichtvorhandensein der ärztlichen Tarifverträge ist ja für viele ein No-Go was eine Tätigkeit im Gesundheitsamt angeht (kann ich auch gut verstehen). Kommt aber natürlich immer auf die Situation der einzelnen Person an, ob und was da passt bzw. nicht passt.
Nefazodon
06.02.2022, 10:46
Zum Thema Gehalt beim Amt: in Berlin werden händeringend Fachärzte für Psychiatrie für die Gesundheitsämter gesucht. Gezahlt wird TV-L Stufe 15. Das sind netto nur knapp 200 Euro mehr, als ein Assistenzarzt im kommunalen Krankenhaus im ersten Jahr verdient. Ich hab im ersten Berufsjahr im Krankenhaus mit überschaubarer Dienstbelastung deutlich mehr verdient als TV-L 15.
Wenn man einfach nur die unterschiedlichen Entgeltgruppen vergleicht stimmt das....aber auch der TV-L kennt Stufen innerhalb der Gruppen.
Wenn man schon Berufserfahrung hat, sollte man dementsprechend in den Vertragsverhandlungen darauf achten, nicht auf der niedrigsten Stufe des TV-L 15 eingestuft zu werden. Dann relativiert sich das ganze wieder etwas.
Also, man kann auch auf TV-L 15 soviel verdienen wie ein Facharzt. Natürlich immer ohne den Zusatzverdienst durch die Dienste. Aber die muss man dann ja auch nicht machen.
Ich wollte das nur einmal erwähnt haben.
Edit: Und sollte man es tatsächlich schaffen, verbeamtet zu werden, sieht die Sache nochmal ganz anders aus, weil die Abzüge vom Gehalt ganz anders (niedriger) sind...
Also ich würde ne Stelle mit Verbeamtung im Gesundheitsamt gerne annehmen.
Ist doch auch gut, dass es Leute gibt, die gehaltsmäßig so einfach zufrieden zu stellen sind, oder? Klar ist das `ne Menge Geld aus Studentenperspektive, aber natürlich nicht, wenn man betrachtet, was der Abschluss eines Medizinstudiums diesbzgl. eigentlich für ein Potential bietet, wenn man ein paar Jahre harte Assistenzarztzeit hinter sich gebracht hat. Und wenn man betrachtet, welche Zeiten uns finanztechnisch bevorstehen, für die man enorm vorsorgen muss, will man langfristig einen angemessenen Lebensstil pflegen.
Nefazodon
06.02.2022, 11:04
@silver-sk: Um mal auf deine Eingangsfrage zurückzukommen:
Du hast einen Job mit traumhaften Arbeitsbedingungen/-zeiten. Du fühlst dich wohl. Du verdienst zumindest ordentlich (abseits aller Diskussionen- man kann gut davon leben). Man bietet dir Entwicklungsmöglichkeiten (FA Hygiene und Umweltmedizin) und es winkt die Verbeamtung.
Ich an deiner Stelle würde dort bleiben. Was hoffst Du auf einer Stelle als Assistenzarzt in einer Klinik zu finden, was besser wäre?
Wenn Du dort, wo Du jetzt bist zufrieden bist, dann bleib. Man kann nie alle Möglichkeiten austesten. Und diesen Job aus FOMO aufzugeben, hielte ich für eine Dummheit. Du kannst als Anfänger in der Klinik demgegenüber glaub ich nichts gewinnen.
Ich würde mich dem allgemeinen Tenor anschließen. Du hast das Paradies schon gefunden und schöner ist es in der Klinik mit Sicherheit nicht.
Kathy234
06.02.2022, 19:22
Hey ich bin kurz vor dem Abschluss und mir ist dieses Thread aufgefallen, hat mich interessiert :)
ich habe mal ne Frage:
In welchem dieser zwei Bereiche gibt es idR mehr freie Stellen bzw. wo ist es einfacher ne Stelle zu bekommen? Umweltmedizin ind Hygiene oder Öffentliche Gesundheitswesen?
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