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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie wichtig ist Chemie für Biochemie?



ain5662
16.02.2022, 09:48
Hey Leute,

ich bin gerade ersten Semester und habe bald meine Chemie Klausur. Leider habe ich während des Semesters wenig Zeit im Fach investiert, da wir mit Anatomie ganz schön beschäftigt waren. Doch ich komme mit den Altklausuren ganz gut zurecht und kreuze da durchgehend über 80% (ich hatte in der Schule Chemie bis zur 12. Klasse). Nun ist es aber so, dass ich nicht das Gefühl habe, die Themen wirklich verstanden zu haben. Ich weiß, welche Aufgabentypen in der Klausur drankommen und habe einfach diese drauf. Bezüglich Theorie & co. kann ich aber wenig sagen. Nächstes Semester ist dann Biochemie dran und ich habe Angst, dass ich Probleme mit dem Fach haben könnte, weil ich Chemie zu sehr vernachlässigt habe.

Danke im Voraus!

Haematopoesie
16.02.2022, 11:46
Hi,

Biochemie ist vor allem Auswendiglernen und ein bisschen verstehen. Im Nachhinein würde ich sagen, dass man da nicht mal den Chemie-Part im Studium bräuchte, wenn man in der Oberstufe Chemie hatte.

Nefazodon
16.02.2022, 11:46
Hallo ain5662,

ich denke ich kann dich beruhigen was Chemie angeht....

Ist es wichtig für eine vollumfängliche, naturwissenschaftliche, humanistische Bildung? Ist es wichtig um deinen Charakter zu formen und dein Karma auf die nächste Ebene zu heben?
Definitiv! :-))

Aber ist es auch wichtig für Biochemie? In meiner Erinnerung und aus meiner Sicht nicht. In Biochemie geht es viel um das Auswendiglernen von Stoffwechselwegen und um das Verständnis dieser, aber wenig um die eigentlichen chemischen Eigenschaften.
Du wirst Biochemie also auch ohne Chemie lernen können.
Kann chemisches Verständnis dir nützlich sein? Definitiv. Ist es notwendig: definitiv nicht.

Und seien wir ehrlich: Viele Mediziner haben keine Ahnung von Chemie.

Aber ein Wort zur Warnung: Im Physikum kommen auch einige wenige Chemiefragen vor. Wenn man Chemie gar nicht lernt, verschenkt man dort u.U. eigentlich leicht zu holende Punkte. Klar, es sind nur wenige, aber wenn man das mit den anderen Fächern (Biologie, Physik...) genauso machen würde, käme schon einiges zusammen.

Aber mach dir keine zu großen Sorgen um Chemie.

Hoffe geholfen zu haben.

trancemusic
17.02.2022, 16:21
Es ist ganz nett wenn man mit chemischen Grundverständnis und Wissen die Vorgänge in der Biochemie genauer verstehen kann, unbedingt notwendig ist es für das bestehen des Fachs aber definitiv nicht.

Man kann die wichtigsten BC Grundlagen lernen und kennen ohne OC/AC wirklich verstanden zu haben.

MissNightingale
17.02.2022, 18:11
Ich würde mir keinen großen Kopf darum machen. Bei uns wurde fand der Chemiekurs im Chemie-Institut statt und die Dozenten hatten demnach mit dem Rest des Studiums nichts am Hut (auch nicht mit Biochemie). Ich habe mir damals richtig Sorgen gemacht, da ich Chemie nach der 10. abgewählt hatte. Die Chemie-Klausur habe ich im Endeffekt im ersten Anlauf bestanden ohne wirklich viel aus dem Kurs mitgenommen zu haben. Biochemie hat mir dann deutlich mehr Spaß gemacht und ich fand, dass es mit dem Chemie-Kurs auch nicht wirklich viel zu tun hatte. Ist viel medizinischer und war wirklich interessant. Hatte damit überhaupt keine Probleme, obwohl ich wirklich nicht Chemie-affin bin. Wenn du die Chemie-Klausur bestehst, würde ich mir keine Sorgen machen über irgendein Grundlagenwissen. Man vergisst das sowieso im Laufe des Studiums alles wieder.
Zum Physikum kann ich nichts sagen, da ich im Modellstudiengang studiert habe. Allerdings könntest du das ja immer noch nachholen bzw. dann gezielt für's Physikum lernen.