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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps von Studierenden (F22) zu Studierenden von (H22)



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Jurodiwy
11.11.2022, 10:33
Da man immer noch auf das Zeugnis warten muss, nutze ich die Zeit für ein Feedback. Viel Text, alles subjektiv, rein persönliche Erfahrung. Kurz über mich: ich bin nicht der Schlaueste, bin nicht in der Regelstudienzeit, habe Probleme mit Stressbewältigung.
Sorry für mein Deutsch. Und ich hoffe, der Text beruhigt eine oder andere Person.
1) Keine Angst haben. Nach dem 1.-2. Tag waren viele Kommilitonen unsicher und wollten die Antworten bei Medi-Learn gar nicht checken. Trotzdem haben fast alle bestanden. Laut Statistik bei IMPP, fast jeder besteht. Das sagt schon viel über die Prüfung.
2) Kreuzen, kreuzen, kreuzen. Meine Meinung nach, ist viel wichtiger als lesen. Erste ca. 20 Tage habe ich immer gegen 8 Uhr mit Lesen bei Amboss angefangen und dann nachmittags gekreuzt. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich nach 10 Kapiteln nicht mehr so konzentriert fürs Kreuzen bin. Dann habe ich versucht, morgens zu kreuzen und nachmittags zu lesen. Manchmal habe ich zB erstmal alle Fragen von dem Fach gekreuzt (zB MiBI) und erst danach gelesen. Wenn ich keinen Bock auf einen Kapitel hatte, habe ganz oberflächlich gelesen und das wars. So ist es manchmal mit ganz seltenen Syndromen (man kann sowieso nicht ALLES merken ß das muss man akzeptieren). Mann sammelt wirklich viel Wissen durch Kreuzen und Kommentare von Amboss. Die falschen Fragen habe ich extra nachgelesen bzw. bin tiefer eingegangen, um zu verstehen, warum ich die falsche Antwort genommen habe. Ach ja, schauen Sie die Statistik an. Wenn Sie falsch kreuzen, und nur 10% der Studenten die richtige Antwort gekreuzt haben, dann liegt es nicht an Ihnen ;)
Ich habe jeden zweiten Tag im Prüfungsmodus gekreuzt. Es ist wichtig, weil man denkt, man kreuzt schlecht, alles ist fasch, aber am Ende hat man mehr richtige Antworten, als man denkt. In der Prüfung hat man kein Feedback, und man muss damit umgehen können.
3) Der Plan von Amboss reicht. Ich habe früh angefangen, noch während der Klausurenphase. Ich habe so... ca 2 Tage aus dem Plan pro Woche gemacht (ganz normal Innere Tag 1, 2...) UND habe die Fächer im letzten Semester für die Uni-Klausuren mit Absicht mit Amboss Plan gelernt und gekreuzt (z.B. Neuro schon komplett im Mai). Ich dachte doppelt ist gut :-)) Aber ehrlich gesagt, hatte ich dann irgendwann im September am Tag XX kein Bock mehr, Neuro nochmal zu lesen, auch wenn ich tatsächlich schon viel vergessen habe. Ich habe aber gekreuzt. Genauso habe ich mit AHK, HNO und Ortho gemacht.
4) Da ich früh angefangen habe, war ich 2-3 Wochen früher fertig. Das fand ich nicht gut. Man macht viel Stress. Man hat keine Lust. Und man muss trotzdem irgendwas machen. Ich habe dann die falschen Fragen gekreuzt bzw. nochmal Generalproben gemacht. Aber zu viel Puffer ist auch schlecht! Das hätte ich anders gemacht. Das bringt echt nicht viel.
5) Freie Tage einplanen, nicht von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends lernen. Ich habe einmal im Juli 10 Tage Urlaub gemacht. Und einmal im September 10 Tage frei genommen (hab aber ein bisschen gekreuzt). So viel frei kann man natürlich nur dann nehmen, wenn man nicht 100 Tage Plan macht, sondern 120-130. Aber sogar mit 100 Tage kann man ab und zu frei haben. Manche Tage aus dem Plan (Umweltmedizin, Rechtsmedizin, Radio usw) kann man locker zusammenpacken. Am Ende des Planes habe ich ganz oft 2 Tage an einem gemacht, wenn es um kleinere oder einfachere Fächer ging. Ich habe nie nach 16 Uhr gelernt. Um 8 Uhr angefangen, gekreuzt, um 11 Uhr Pause, dann ein paar Stunden gelesen. Ich weiß nicht, wie manche es schaffen, 12 Stunden produktiv zu sein. Mir bringt es nichts, wenn ich müde bin und trotzdem lerne. Ich merke sowieso nichts. Dann lieber was anderes machen, als für das Gewissen noch 10000 Kapitel zu lesen. Ach ja, freie Tage haben wirklich geholfen, motiviert zu bleiben. Man hat dann wieder Bock auf die Vorbereitung. Wenn ein Tag nicht geht, dann vielleicht einfach akzeptieren. Und am nächsten Tag weiter machen. Ich hatte sogar Tage, wo ich 20% unter meiner Gesamtauswertung gekreuzt habe (ein paar mal), aber am nächsten Tag ging es wieder. Man muss aufpassen und sich fragen, ob man heute vielleicht nicht aufmerksam ist und doofe Fehler macht, die man sonst nicht gemacht hätte.
6) Werden die Prüfungen schwerer? Naja, man muss sich meistens zwischen 2 Antworten entscheiden. Bauchgefühl nach 100 Tagen kreuzen hilft! Man kreuzt unbewusst richtig. Dann gibt es diese Fragen, die man ganz genau wissen muss (Letalität bei Pneumonie oder Katzenbakterien), aber ohne dieses Wissen kann man eine 2 trotzdem schaffen. Die Mehrheit der Fragen sind wirklich machbar. Mit Erfahrung aus der Klinik, mir dem menschlichen Verstand und mit Logik. Man kann meckern, dass viele Fragen kein Sinn machen, man hätte so viel wirklich schöne Fragen zum HI oder MS stellen können, und dann kriegt man irgendwelche Frage, die fürs Studentenniveau ganz irrelevant ist. Man wird durch solche Fragen nicht schlauer, und leider kann man nicht sagen, ob die Person, die diese Fragen beantworten kann, ein/e besserer/e Arzt/Ärztin wird, als diejenige Person, die falsch gekreuzt hat. Aber man muss keine Sorgen machen, weil es trotzdem fürs Bestehen reicht, wenn man Grundkenntnisse hat.
7) Ich habe das Gefühl, Top 100 Kapitel kann man sparen. Ich habe extra in den letzten Wochen vor der Prüfung gelesen. Bringt nichts für neue Prüfungen. IMHO. Dann lieber falsche Fragen nochmal kreuzen, wenn man genug Zeit hat.
8) Die Gesamtauswertung von Amboss stimmt. Ich kam in der Prüfung genau auf den Prozentzahl bei Amboss.

Viel Erfolg an alle, die im FJ dran sind! :) Mehr Selbstbewusstsein und sich nicht mit den anderen vergleichen!

AnkeRazi
12.11.2022, 11:49
Ich kann die meisten Tipps meines Vorgängers unterschreiben, allerdings habe ich davon sehr profitiert, dass ich frühzeitig mit dem Lernen begonnen habe. Ich habe schon im Mai angefangen und hatte dann jedes Wochenende frei. Hab ca 6 Stunden pro Tag gelernt. Manchmal auch nur 4 Stunden. Zusätzlich noch Urlaub im Sommer. Ab September habe ich dann auch an den Wochenenden gelernt und hatte 2 Wochen nur zum Wiederholen. Fand ich super. Hab falsche Fragen gekreuzt und 2x die Generalproben gekreuzt. Hat mir sehr viel Sicherheit gebracht. Ich bin ganz gut durchs Studium gekommen, war aber definitiv keine Überfliegerin. Habe Kinder, Mann und viele Hobbys, sodass ich teilweise nur das nötigste im Studium gemacht habe und mein Vorwissen nicht das beste war. Trotzdem war ich im M2 so ziemlich im Durchschnitt. Also einfach den Lehrplan durchziehen, sich nicht zuviel Stress machen und weiterhin seinen Hobbys als Ausgleich nachgehen. Viel Glück und Erfolg an alle fürs F23!

Lisapisa123
13.11.2022, 07:13
Ich stimme allem zu! Außerdem habe ich aber jeden Tag eine Karteikarte geschrieben. Zu jeder Erkrankung ein paar Stichworte. Dinge, die ich mir nicht merken konnte, besondere Laborparameter oder einfach, worum es sich eigentlich handelt (seltene Syndrome usw). Nach einiger Zeit habe ich das dann immer am nächsten morgen für den Vortag gemacht, quasi als Mini Wiederholung.
Das war später für die Wiederholungstage super, wo man einfach keine Lust mehr hat. Dann kann man sich jeden Tag 10 Karteikarten durchlesen und es sitzt wieder vieles. Außerdem kann ich in den letzten Tagen Meditricks für Dinge empfehlen, die einfach immer schwer merkbar sind. Damit kann man sich berieseln lassen und einiges bleibt hängen.
Ich habe auch ein Kind und hatte auch noch andere Dinge nebenher, um 16 Uhr spätestens war jeden Tag Schluss.
Ganz viel Erfolg euch!

AnkeRazi
13.11.2022, 12:20
Ja, Meditricks fand ich auch toll. Gerade, wenn mir die ganze Leserei auf die Nerven ging.

toitoi16
13.11.2022, 16:56
Danke für euer Feedback und eure Meinung. Früher im 1. Semester profitierte man von den höheren Semestern und nach dem 10 Semester gilt das Prinzip immer noch, aus meiner Sicht :)

Grüße aus dem Süden

StMei92
13.11.2022, 18:37
kreuzen, kreuzen , kreuzen ( + Kommentare lesen )

Curtis
14.11.2022, 13:49
Ich habe noch ein Jahr bis dahin aber wollte mal Eure Meinung wissen.

Was haltet ihr von 150 Tagen? Also damit man genügend Pausen einbaut, sich nicht zu sehr stresst, und genug Zeit zum Wiederholen der falschen Fragen hat.

Nachdem ihr das M2 hinter euch habt, was denkt ihr hättet ihr besser machen sollen (bzgl. der Planung)?

Lieben Dank,
Curtis

ffx80
14.11.2022, 15:59
Ich habe noch ein Jahr bis dahin aber wollte mal Eure Meinung wissen.

Was haltet ihr von 150 Tagen? Also damit man genügend Pausen einbaut, sich nicht zu sehr stresst, und genug Zeit zum Wiederholen der falschen Fragen hat.

Nachdem ihr das M2 hinter euch habt, was denkt ihr hättet ihr besser machen sollen (bzgl. der Planung)?

Lieben Dank,
Curtis

Da halte ich ehrlich gesagt ziemlich wenig von. Wenn du jede Woche einen freien Tag haben möchtest, dann nimm dir von mir aus 110 oder 115 Tage, aber auf keinen Fall mehr. Genug Zeit zum wiederholen hast du auch während des normalen 100-Tage-Lernplans. Ich hatte keine 100 Tage Zeit, hatte dennoch ein paar freie Tage und war auch 3 Tage früher fertig. Das hat mich schon genug gestresst, zum Schluss möchte man es nur noch hinter sich bringen. Wäre ich 10-14 Tage vorher schon fertig gewesen wäre ich wahrscheinlich durchgedreht.
Es hat schon einen Sinn warum der normale Lernplan 100 Lerntage hat und nicht 150. Macht euch das Leben nicht unnötig schwer und haltet euch einfach an den Plan, dann kann überhaupt nichts passieren!

AnkeRazi
14.11.2022, 20:22
Also ich hatte 150 Tage und fand es perfekt. Jedes Wochenende frei (bis auf 4 Wochen vorher, da hab ich dann so gut wie durchgelernt), konnte zwischendrin noch Urlaub machen und auch mal einen Tag Fünfe gerade sein lassen, wenn ich unmotiviert oder krank war. Es können auch einfach Dinge dazwischen kommen, die nicht vorhersehbar sind. Krankheit, Tragödien oder was auch immer. Wenn man die Zeit hat, würde ich immer frühzeitig beginnen. Und ich hab es als äußerst hilfreich empfunden, dass ich noch knapp 2 Wochen zum Wiederholen hatte.
Ich habe mir aber auch von Anfang an wenig Stress gemacht und bin selbst zum Ende nicht "durchgedreht", so wie viele es berichten... Für mich war die lange Lernzeit genau richtig, da mir die Pausen dazwischen sehr gut taten.

Jurodiwy
15.11.2022, 09:10
Das ist personenabhängig. Kannst du gut mit dem Stress umgehen? Wirst du wirklich die Sachen vom Tag 1 am Tag 150 wiederholen bzw. immer noch gut können? Ich habe viel früher angefangen und war viel früher fertig. Das war definitiv viel zu viel für mich. Stress, Unruhe, keine Motivation am Ende.
110-120 Tage, wenn es möglich ist, würde ich schon empfehlen. Da kann man WE und Feiertage genießen oder für ein paar Tage verreisen. 150 finde ich persönlich übertrieben.

SevenSeals
17.11.2022, 11:44
Ich habe noch ein Jahr bis dahin aber wollte mal Eure Meinung wissen.

Was haltet ihr von 150 Tagen? Also damit man genügend Pausen einbaut, sich nicht zu sehr stresst, und genug Zeit zum Wiederholen der falschen Fragen hat.

Nachdem ihr das M2 hinter euch habt, was denkt ihr hättet ihr besser machen sollen (bzgl. der Planung)?

Lieben Dank,
Curtis

Ich hatte 120 Tage. Ich habe die Sonntage immer frei gemacht und war an manchen Tagen arbeiten (keine Wahl). Ich war auch nochmal paar Tage krank und war froh um den Puffer. Die kleinen Tage kann man gut zusammen legen. Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass ich Kardio aus der ersten Woche schon langsam vergesse, aber diese freien Tage nach dem Lernplan zum Wiederholen fand ich echt zäh. Nochmal den Plan anfangen, Top 100 anschauen, falsche Fragen kreuzen? Ohne Struktur und mit sehr wenig Motivation übrig (das ist so schon eine lange Zeit! Nicht vergessen!) haben die letzten Tage für mich nicht mehr so viel gebracht. Da war dann oft nur 1 Top 100 Kapitel und bisschen lustlos Meditricks gucken drin. Und man fängt eben irgendwann mit dem Vergessen an. Es hat doch knapp zu meiner Wunschnote gereicht, also war es insgesamt doch ganz gut. Sonntags frei nehmen würde ich auch immer noch weiter empfehlen, aber über 1 Monat früher mit dem Plan fertig werden würde ich nicht empfehlen. Das ist auch so schon sehr anstrengend und man sollte mit den Kräften und der Motivation haushalten, dass man am Ende nicht mehr vergisst, als man schafft wieder aufzunehmen.

Curtis
19.11.2022, 06:04
Ich danke euch allen für die Antworten. Ich denke, 150 wäre dann doch zu viel! Ich würde dann maximal 120 Tage machen. Nochmals danke :)
Viele Grüße, Curtis

Lerngruppe F 23
24.11.2022, 10:36
Hi, schreib mir eine PN . Lg

Kathy234
05.12.2022, 13:10
Eine Frage, wenn man ne Weile lange aus verschiedensten Gründen nicht mehr auf dem Stand war mit dem Lernen und das Examen vorher verschoben hat, reichen so 120 Tage fürs M2 aus?

SevenSeals
05.12.2022, 15:24
Eine Frage, wenn man ne Weile lange aus verschiedensten Gründen nicht mehr auf dem Stand war mit dem Lernen und das Examen vorher verschoben hat, reichen so 120 Tage fürs M2 aus?

Zum Bestehen? Ja.

Kathy234
05.12.2022, 15:27
Zum Bestehen? Ja.

Nur sehr knapp bestehen? Oder wäre eine 70% machbar?

SevenSeals
05.12.2022, 15:32
Nur sehr knapp bestehen? Oder wäre eine 70% machbar?

Haben 2 Freundinnen, die jetzt zusammen mit mir im Herbst geschrieben haben, gemacht, die vorher 1 Semester pausiert haben. Eine wegen Doktorarbeit, eine wegen Schwangerschaft. Eine hatte 68% und die andere 77%. Also 70% ist bestimmt machbar.

Kathy234
05.12.2022, 15:38
^ schön, ist diese Vorstellung aber auch auf das M2 im Frühjahr übertragbar? Einige meinen zu mir es ist immer um einiges schwieriger im Frühjahr :(

SevenSeals
05.12.2022, 15:44
^ schön, ist diese Vorstellung aber auch auf das M2 im Frühjahr übertragbar? Einige meinen zu mir es ist immer um einiges schwieriger im Frühjahr :(

Das letzte Frühjahrsexamen war ein relativ einfaches. "Schön, ist diese Vorstellung übertragbar?" Was erwartest du anderes als persönliche Erfahrungen? Fakt ist, fast jeder besteht, zwischen Herbst und Frühjahr gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Durchfallquoten. Auch jene, die nicht in Regelstudienzeit studieren, bestehen wirklich fast alle. Eine Garantie wird dir hier keiner geben können.

weihnachtself
05.12.2022, 19:59
Hallo,

ich schreibe im Frühling das Examen. Wie habt ihr das mit den ganzen Kommentaren bei den Altfragen gemacht? Habt ihr wirklich jeden Kommentar gelesen (also von den richtigen und falschen Antworten)? Ich brauche leider ewig für das Kreuzen, wenn ich alles lese. Und dann frage ich mich: habt ihr die Artikel bei Amboss nur gelesen? Zeit für wirkliches Auswendig lernen hat man ja auch nicht wirklich. Habt ihr euch ein paar Notizen beim Lesen gemacht?

Danke im Voraus für Antworten :)