Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weiterbildungsassistent Allgemeinmedizin
Aeonflux
21.04.2022, 11:58
Auch wenn es Off topic ist: dann sollte man sich bei V.a. STEMI aber die Mühe machen kurz zum Telefon zu greifen und den Patienten in der NA des Ziel-KH "anzukündigen"... Ich hab als Dienstärztin fast selbst nen Herzinfarkt bekommen als ich das mal auf dem Einweisungsschein gelesen hab - nachdem der Patient schon zwei Stunden Wartezeit hatte, weil die Triage-Pflege sich diese Zettel nicht anguckt...
Das ist immer gut.. Persönlicher Kontakt hilft ja oft. Dann kann man auch mehr erklären, zB "Bin mir nicht sicher, aber denke, der hat was" oder "Tut mir leid, dass ich das euch jetzt zumuten muss." Und man kennt sich irgendwann. Ich habe den OA aus dem nächsten Maximalversorger schon so oft an der Strippe gehabt, dass ich auch mal von ihm Auskunft bekommen habe zB als meine Patientin mit unklarer Bewusstlosigkeit eingeliefert wurde und der Ehemann nix wusste.
Kommunikation ist wie immer nicht zu ersetzen!
Speranza100
01.05.2022, 09:37
Hallo,
kennt jemand eine gute Fortbildung oder Unterlagen wo man sich sinnvoll einlesen kann in das Abrechnungssystem EBM, GOÄ in der Praxis? Auch Rechte und Pflichten die man hat und im KV System? (Für Anfänger... ) Was darf man wann wie aufschreiben, Hilfsmittel, was genau sind Budgets, was genau ist ein "Schein"... Habe in diversen Allgemeinmedizin Büchern dazu wenig bis gar nichts gefunden. Welche Pflichten hat man wenn man einen KV Sitz hat etc pp.
In meiner WBPraxis läuft vieles automatisch durchs Programm bzw die MFAs geben Ziffern ein was ja letztlich auch mit Sicherheit entlastend ist, ich würde aber gerne mehr den Hintergrund verstehen (klar, ein paar Ziffern kenne ich mittlerweile) um auch zu wissen, wie das wirtschaftlich läuft. Meine Chefs sind da leider nicht sonderlich motiviert mir etwas zu erklären.
Ich verstehe gerne was ich tue und würde auch gerne das ambulante System und dieunterschiedlichen Praxisführungen verstehen da scheint es ja himmelweite Unterschiede zu geben.
Ich würde das gerne lernen besser einschätzen zu können. Beispiel: ich habe das Gefühl, es wird übermäßig viel Labor gemacht in meiner aktuellen Praxis, ich frage mich oft, wer bezahlt das eigentlich und warum sind meine Chefs da so entspannt? Was genau heißt der Bonus? Wieso kriegen Privatpatienten ein übermäßiges Labor automatisch bezahlt? Und was genau gehört zur GU, ist das wirklich in 5 Minuten abgehandelt? Was wäre da eigentlich ärztlich gesehen alles mit eingeschlossen im Gespräch? (die technischen Dinge weiß ich)
Ihr seht tausend Fragen... vielleicht hat ja jemand einen Tipp.
Danke und Gruß!
PS und wenn ich schon dabei bin: an die WB Assistenten: MAcht ihr KV Dienste mit oder alleine, wie gestaltet sich das bei euch? Meine Chefs verkaufen alle Dienste, ich würde das aber gerne lernen...
Vielleicht wären Fortbildung der AG Werkzeugkasten etwas für dich:
https://www.hausarzt-werkzeugkasten.de/
Bzw. Gibt es in deiner Region ein Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin mit Kursen?
Hallo,
kennt jemand eine gute Fortbildung oder Unterlagen wo man sich sinnvoll einlesen kann in das Abrechnungssystem EBM, GOÄ in der Praxis? Auch Rechte und Pflichten die man hat und im KV System? (Für Anfänger... ) Was darf man wann wie aufschreiben, Hilfsmittel, was genau sind Budgets, was genau ist ein "Schein"... Habe in diversen Allgemeinmedizin Büchern dazu wenig bis gar nichts gefunden. Welche Pflichten hat man wenn man einen KV Sitz hat etc pp.
In meiner WBPraxis läuft vieles automatisch durchs Programm bzw die MFAs geben Ziffern ein was ja letztlich auch mit Sicherheit entlastend ist, ich würde aber gerne mehr den Hintergrund verstehen (klar, ein paar Ziffern kenne ich mittlerweile) um auch zu wissen, wie das wirtschaftlich läuft. Meine Chefs sind da leider nicht sonderlich motiviert mir etwas zu erklären.
Ich verstehe gerne was ich tue und würde auch gerne das ambulante System und dieunterschiedlichen Praxisführungen verstehen da scheint es ja himmelweite Unterschiede zu geben.
Ich würde das gerne lernen besser einschätzen zu können. Beispiel: ich habe das Gefühl, es wird übermäßig viel Labor gemacht in meiner aktuellen Praxis, ich frage mich oft, wer bezahlt das eigentlich und warum sind meine Chefs da so entspannt? Was genau heißt der Bonus? Wieso kriegen Privatpatienten ein übermäßiges Labor automatisch bezahlt? Und was genau gehört zur GU, ist das wirklich in 5 Minuten abgehandelt? Was wäre da eigentlich ärztlich gesehen alles mit eingeschlossen im Gespräch? (die technischen Dinge weiß ich)
Ihr seht tausend Fragen... vielleicht hat ja jemand einen Tipp.
Danke und Gruß!
PS und wenn ich schon dabei bin: an die WB Assistenten: MAcht ihr KV Dienste mit oder alleine, wie gestaltet sich das bei euch? Meine Chefs verkaufen alle Dienste, ich würde das aber gerne lernen...
Ich mache die KV-Dienste mit, hatte gerade meinen ersten und fand es entspannt. Es ist ja wie die normale Sprechstunde, nur reduzierter, weil die Patienten nur mit einem Problem kommen und die 17 anderen mit ihrem eigenen Hausarzt besprechen können/sollen. Hier ist die kv-Praxis leider nicht mal mit einem Sono ausgestattet, sodass man noch etwas niedrigschwelliger einweisen muss. Aber man hat die zna-Kollegen um die Ecke und kann auch mal was fragen. Meine zna-Dienste helfen mir da natürlich auch.
Speranza100
02.05.2022, 13:49
Danke euch für die ANtworten.
Ja, im Sinne von "würde die KV Dienste gerne lernen" geht es mir v.a. um das Drumherum Procedere, welche Ziffern, wie läuft es ab etc, stelle es mir fachlich gesehen auch nicht viel anders vor als eine AKutsprechstunde, ZNA Erfahrung habe ich auch. MAchst du die KV Dienste alleine sofort oder bist du beim ersten mitgelaufen? Wie machen deine Chefs das? Ich habe nochmal gefragt meine Weiterbilder wollen keinen mehr machen...
Danke für die Fobi Tipps, das klingt gut der Werkzeugkasten da werde ich mal etwas belegen Danke!
Dr.Wilson
03.05.2022, 10:59
Da ich gerade auf Stellensuche bin (frisch nach dem Studium) wollte ich euch kurz nach eurer Einschätzung bezüglich Reha-Kliniken fragen. Lernt man da wirklich ausreichend viel für den Facharzt Allgemeinmedizin? Es gibt in der Umgebung zum Beispiel eine Rehaklinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Onkologie mit Weiterbildungsermächtigung für Allgemeinmedizin und Innere Medizin (2 Jahre), ich frage mich aber, ob das nicht zu speziell ist, gerade als völliger Berufsanfänger.
Alternativ liebäugle ich mit einer Rehaklinik für psychosomatische Medizin, die eine Weiterbildungsermächtigung für Innere Medizin (nur 6 Monate, aber immerhin) hat. Dann könnte ich im Anschluss immer noch in die klassische akutstationäre Versorgung für 6-12 Monate gehen, je nachdem wie fit ich mich in der Hinsicht fühle.
Oder alternativ orthopädisch-unfallchirurgische Reha mit konservativen Therapieansätzen?
Oder doch lieber erstmal ein Jahr klassische akut stationäre Innere und die Basics lernen?
Ihr seht, ich bin sehr unentschieden :-peng
Ich würde es dir nicht empfehlen. Mach einfach als erstes einmal normale stationäre Innere.
denkstdu
03.05.2022, 19:14
Ich auch.Gehe in ein kleines akut Krankenhaus, mach da 1 Jahr Innere damit fu einen breiten Überblick bekommst.Psychosomatik klingt auch gut, wirst du immer brauchen, aber lerne erst das akute richtig einzuschätzen.
Dr.Wilson
04.05.2022, 08:54
Ja, ich sehe das leider schon auch so. Eine Rehaklinik wäre mit dem Fahrrad für mich zu erreichen, während die Akuthäuser mindestens 30-50 Minuten mit dem Auto bedeuten, daher klang das sehr verlockend. Aber ich hoffe, dass ich bei den Akutkrankenhäusern eine passende Stellenzusage bekomme :)
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.