Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dienst, Nachtdienst usw.
Hallo zusammen,
ich bin in nem kleinen KH mit einer Fachrichtung. Bin Berufsanfänger. Und nach 6 Wochen soll ich nen Nachdienst schieben. Außer mir ist niemand im KH (außer 2 Pfleger).
Ich hab keinen Ahnung (außer dem Fach) von irgendwelchen internistischen Notfällen, außer der grauen Theorie. Ich weiß ja teilweise nichtmal in welcher Form die Meds. gegeben werden sollen.. (woher auch?).
Ist das "zumutbar" und sollte man nicht irgendwie "eingeführt" werden?
Tipps?
Danke Gruß!
PS: Mir geht es daraum, das ich rechtlich nicht irgendwie belangt werden kann.
][truba][
08.05.2022, 09:27
Ok, du bist in einem "Haus" in dem es nur eine Fachrichtung gibt und die machst du seit 6 Wochen.
Es ist also eine Klinik die Nachts 3 Leute da hat. Zwei Pfleger und einen Dienstarzt. Wie viele Betten sind das ? 80?
Habt ihr eine Notaufnahme/eine ITS? Ich vermute die Antwort ist nein. Von daher denke ich, dass man das natürlich verstehen kann, wenn dich da jemand nach 6 Wochen für einen Dienst einteilt.
Du hast ja einen Hintergrund. Kommt etwas, bei dem du nicht weißt was zu tun ist, rufst du deinen Hintergrund an. Machen die Kollegen in größeren Häusern ja auch so.
Eingeführt werden, sollte man schon. Besprich das doch mal mit deinen OÄ und sag, dass du dich noch nicht ausreichend vorbereitet fühlst. Fühlt man sich aber im generellen zu fast keinem Zeitpunkt.
Lakemond
08.05.2022, 09:31
Ein Krankenhaus mit nur einer Fachrichtung und 2 Pfleger im Dienst? Was soll es denn sein? Eine kleine Psychosomatik? Oder Reha?
Find ich nicht sonderbar. Wir sind hier in Deutschland. In manchen Häusern werden Leute eine Woche nach ihrem Studium alleine in die Nacht geschickt. Denk immer dran: Es sind nicht nur deine Patienten, sondern insbesondere auch jene deines Hauses und des Systems. Insofern würde ich mir da keinen Stress machen. Was du nicht kannst, kannst du halt nicht.
Lakemond
08.05.2022, 11:32
Wenn man es nicht kann, dann macht mans nicht. Wenn du es trotzdem machts und es passiert was, bist du dran.
Anne1970
08.05.2022, 13:11
Stichwort:“Übernahme-Verschulden“. Wenn es noch nicht deinen Fähigkeiten entspricht: mach einen Termin mit deinem Weiterbilder und sag, dass es noch nicht geht und was dir noch fehlt. Möglicherweise frag eine/n der Kollegen oder Kolleginnen, was in Dienst anfällt. Vieles kannst du morgens bei der Übergabe erfahren: was war los in der Nacht? Für Notaufnahme und Intensiv/Wachstation zuständig zu sein, halte ich 6Wochen „Einarbeitung“ nach dem Studium für zu kurz.
][truba][
08.05.2022, 14:17
Das schreibt er doch gar nicht? Er sagt in diesem Haus gibt es Nachts 3 angestellte. 2 Pfleger und ihn als Arzt.
Also mal Butter bei die Fische aber wenn das stimmt, gibt es da weder ne Rettungsstelle noch kritisch kranke Patienten die im Regelfall ne IMC oder gar ITS Betreuung brauchen.
Alles andere trifft natürlich zu, dass man die andern Kollegen fragen kann und/oder in der Übergabe hört was los war.
Sehr viel dürfte das bei dieser Konstellation nicht sein und irgendwann muss man mit Diensten anfangen.
Wenn es Probleme gibt die nicht zu lösen sind, gibt es einen Hintergrund den man anruft.
Jeder hat Angst vor den ersten Diensten, daher kann ich den Post verstehen aber man muss auch schon den Kontext betrachten.
Er hat aber auch mal geschrieben, dass er ein MVZ gründen möchte und in der Gyn Intimchirurgie machen möchte. Nebenbei möchte er promovieren und anscheinend auch nur 1 Woche arbeiten und 1 Woche schlafen. Zumindest laut seinen Beiträgen...
Vllt möchtest Du auch, wenn Du so viel Freizeit hast, solche dummen Threads zu erstellen, meine getragenen Socken kaufen?
Dann brauche ich sie nicht waschen, @Croin?
Er / sie schrieb in einem anderen thread, es handle sich um eine Stelle in der Dermatologie. Wenn man da irgendwo nicht weiter weiß, ruft man nachts eben den Oberarzt an. Da gibts doch keine zeitkritischen Notfälle nachts. Und wenn es doch mal jemandem schlecht geht, ruft man den Internisten oder, wenn es weit und breit keinen gibt, den Rettungsdienst. Aber in der Derma wird man doch wahrscheinlich nachts höchstens geweckt, weil irgendwem irgendwas juckt oder jemand Kopfweh hat oder aus anderen Gründen nicht schlafen kann.
Es sollte dir nicht nur darum gehen, dass du rechtlich nicht belangt werden kannst, sondern auch darum, dass du was lernst.
Als allererstes solltest du deshalb ein, zweimal im Dienst mitgehen und dir ein, zwei Bücher kaufen, die solche Situationen abdecken (ich kann, wie schon ein paar Mal erwähnt, z.B. "Klinikleitfaden Nachtdienst" und "Nachtdienst-Einsatz!" empfehlen). Meist wird es nicht um internistische Notfälle, sondern um Basics wie Schmerzmedikation und Schlafmedikation gehen.
Es sollte dir nicht nur darum gehen, dass du rechtlich nicht belangt werden kannst, sondern auch darum, dass du was lernst.
Als allererstes solltest du deshalb ein, zweimal im Dienst mitgehen und dir ein, zwei Bücher kaufen, die solche Situationen abdecken (ich kann, wie schon ein paar Mal erwähnt, z.B. "Klinikleitfaden Nachtdienst" und "Nachtdienst-Einsatz!" empfehlen). Meist wird es nicht um internistische Notfälle, sondern um Basics wie Schmerzmedikation und Schlafmedikation gehen.
Hatte in meinem 1 Dienst 2 Rea Calls, 1 suizid, Überdosierungen, eine akute GI Blutung, einen kardiogenen SChock, einen NSTEMi, einen Stroke...
war nicht so nice..muss dazu sagen, danach war kein Dienst jemals so heftig gewesen.
Du hast aber sicher auch nicht in einer Klinik gearbeitet in der außer dir nur zwei Pflegekräfte anwesend waren oder? ;-)
dir ein, zwei Bücher kaufen, die solche Situationen abdecken (ich kann, wie schon ein paar Mal erwähnt, z.B. "Klinikleitfaden Nachtdienst" und "Nachtdienst-Einsatz!" empfehlen).
Ich finde "klinische Notfälle griffbereit" aus dem Thieme-Verlag ein gutes Buch. Das begleitet mich seit Dienst 1.
Es sollte dir nicht nur darum gehen, dass du rechtlich nicht belangt werden kannst, sondern auch darum, dass du was lernst.
Als allererstes solltest du deshalb ein, zweimal im Dienst mitgehen und dir ein, zwei Bücher kaufen, die solche Situationen abdecken (ich kann, wie schon ein paar Mal erwähnt, z.B. "Klinikleitfaden Nachtdienst" und "Nachtdienst-Einsatz!" empfehlen). Meist wird es nicht um internistische Notfälle, sondern um Basics wie Schmerzmedikation und Schlafmedikation gehen.
So schaut es aus.
Vielleicht stelle ich mir die dermatologische Klinik zu klischeehaft vor, aber es ist die Frage, ob 1-2-3-x Monate im Tagdienst groß was an deiner "Diensttauglichkeit" ändern werden, zumindest was die befürchteten rechtlichen Konsequenzen angeht. Du wirst wahrscheinlich nicht genug Praxis/Sicherheit kriegen, um eine akute nicht-dermatologische Erkrankung adäquat zu managen (oder eine sichere Ausschlussdiagnostik betreiben zu können) und daher bei V.a. Embolie, ACS, Apoplex eh an die zuständigen Notfallkliniken verweisen müssen. Es klingt ja auch nicht danach, als hättet ihr ein 24/7-Notfalllabor, das die beiden Pfleger im Nebenjob betreiben?
Also wirst du vermutlich nicht drum herumkommen, dich mit gängigen "PillePalle-Fragen" zu beschäftigen (Schmerz, Schlaf, Übelkeit, offene Fragen trotz Visite, Ungeduld, ...); und gleichzeitig Augen und Ohren offenhalten, um die hoffentlich seltenen Komplikationen nicht ganz zu vergessen/übersehen.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.