Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2022
Relaxometrie
11.12.2022, 13:20
Gestern hab ich tatsächlich Post bekommen. Allerdings eine Zahlungsaufforderung für den Mitgliedsbeitrag. :-peng
Für welches Mitgliedsjahr denn? Ich bekomme die Rechnung für ein Mitgliedsjahr immer erst im Januar des folgenden Jahres, bzw. wird dann erst abgebucht. Trotz Kündigung zu Ende 2022 erwarte ich also im Januar noch eine Abbuchung.
Erneut für dieses Jahr, wie bereits im Mai diesen Jahres.
Wisst ihr, ob der Anspruch auf die Sonderzahlung auch besteht, wenn das Arbeitsverhältnis vor dem 31.12. endet? In der Tarifeinigung ist das ja so formuliert, dass Ärzte die Sonderzahlung erhalten wenn…
„…sie am 25. August 2022 dem Geltungsbereich des TV-Ärzte unterliegen und in der Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 25. August 2022 mindestens an einem Tag Anspruch auf Entgelt bestanden hat.“
Sehe ich das richtig, dass bei einer Kündigung nach dem 25. August trotz bereits beendetem Arbeitsverhältnis ein Anspruch darauf besteht? Danke!Hat es die Einmalzahlung bei dir gegeben?
Hier die aktuelle Info: „TdL-Tarifrunde 2022
Am Montag, 11. Juli 2022, beginnen die diesjährigen Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Die Auftaktrunde findet in Hannover statt. Der zu verhandelnden Tarifvertrag TV-Ärzte findet auf rund 20.000 Ärztinnen und Ärzte in bundesweit 23 Universitätskliniken Anwendung.
Mehrere Unikliniken gehören nicht oder nur sehr eingeschränkt zum Geltungsbereich des TV-Ärzte. So haben Berlin und Hessen eigene Tarifverträge für die Ärzte an den dortigen Unikliniken, die von den Landesverbänden des Marburger Bundes ausgehandelt werden. Die Universitätsklinika in Hamburg und Mannheim unterfallen den Regelungen des kommunalen TV-Ärzte/VKA. Für die Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin Mainz existiert ein vom Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz abgeschlossener Haustarifvertrag.“
Weiß jemand, woher das kommt, dass einige Unikliniken nicht zum Geltungsbereich des TV-Ärzte/TdL gehören? Ich kenne die einzelnen Tarifverträge nicht alle im Detail, aber auf den ersten Blick scheinen zumindest ein paar, was die Entlohnung angeht, dem TV-Ärzte/TdL aus Arbeitnehmersicht überlegen zu sein (oder ist das erst seit der letzten TdL-Runde so?). Wäre es da aus Arbeitgebersicht nicht geschickter, einfach den TV-Ärzte/TdL bzw. wie in Hamburg und Mannheim geschehen den TV-Ärzte/VKA zu übernehmen? Aus Arbeitnehmersicht bietet das Vorhandensein verschiedener Tarifverträge an unterschiedlichen Häusern natürlich eher Vorteile.
Choranaptyxis
25.01.2023, 21:46
Mannheim ist keine "richtige" Uniklinik z.B., sondern eigentlich ein kommunales Haus, Träger ist die Stadt, nicht das Land. Dementsprechend eben aber auch VKA-Tarif. Wobei dann auch wieder welche über die Medizinische Fakultät angestellt werden, und nicht dem VKA-Tarif unterliegen.
Mannheim ist keine "richtige" Uniklinik z.B., sondern eigentlich ein kommunales Haus, Trägerschaft ist die Stadt, nicht das Land. Dementsprechend eben aber auch VKA-Tarif. Wobei dann auch wieder welche über die Medizinische Fakultät angestellt werden, und nicht dem VKA-Tarif unterliegen.
Okay, damit wäre zumindest Mannheim erklärt.
Anne1970
26.01.2023, 04:53
Mannheim ist die einzige Uniklinik in kommunaler Trägerschaft. Sie unterliegt zum Großteil dem TV-Ärzte/ VKA. Welcher Tarifvertrag Anwendung findet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beruht aber in erster Linie auf der Mitgliedschaft des jeweiligen Trägers im entsprechenden Arbeitgeberverband. Diese Mitgliedschaft kann von den Gewerkschaften nicht gesteuert werden, etwaige Auswirkungen müssen auf tarifvertraglicher Ebene geklärt werden. Nähere Information zu der „Tarifbindung“ der jeweiligen Kliniken gibt es beim zuständigen MB- Landesverband. Praktischer wäre es schon, wenn es nicht so viele verschiedene Arbeitgeber-Verbände gäbe :D
Mannheim ist die einzige Uniklinik in kommunaler Trägerschaft. Sie unterliegt zum Großteil dem TV-Ärzte/ VKA. Welcher Tarifvertrag Anwendung findet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beruht aber in erster Linie auf der Mitgliedschaft des jeweiligen Trägers im entsprechenden Arbeitgeberverband. Diese Mitgliedschaft kann von den Gewerkschaften nicht gesteuert werden, etwaige Auswirkungen müssen auf tarifvertraglicher Ebene geklärt werden. Nähere Information zu der „Tarifbindung“ der jeweiligen Kliniken gibt es beim zuständigen MB- Landesverband. Praktischer wäre es schon, wenn es nicht so viele verschiedene Arbeitgeber-Verbände gäbe :D
Vielen Dank für die Erklärungen! Mein Gedanke war, dass bei unterschiedlichen Tarifverträgen der eine oder andere Arbeitgeberverband gewissermaßen gezwungen ist, bezüglich zum Beispiel Gehaltssteigerungen nachzuziehen. Ich weiß beispielsweise von einigen kirchlichen Häusern, die sagen, wir zahlen Minimum nach TV-Ärzte/VKA, weil wir sonst keine Chance haben, Personal zu bekommen.
Heerestorte
24.02.2023, 07:19
Das wird auch noch spannend :-))
Die Arbeitgeberseite legt ein Angebot vor:
Laufzeit: 01.01.2023 bis 31.03.2025 - 27 Monate!
Entgelterhöhung:
01.10.2023: +3%
01.06.2024: +2%
Einmalzahlungen:
Mai 2023: 1500 €
Januar 2024: 1000 €
Anhebung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld):
2023: Erhöhung auf 75% (E 9a bis E 15)
2024: Erhöhung auf 90% (alle Entgeltgruppen)
Die Gewerkschaftsseite weist das Angebot umgehend als "Mogelpackung" zurück.
Salatsultan
27.02.2023, 12:45
Aktuell verlaufen primär Verhandlungen mit der VKA. Die TdL ist wieder in der zweiten Jahreshälfte dran.
So, Tarifvertrag läuft in 2 Wochen aus. Mal gucken, was diesmal bei rausspringt. Sicher ähnlich wie bei den kommunalen...
Weihnachtsgeld??
100% von 0€ sind immer noch 0€. ;-)
Alles unter 10% Steigerung wäre Verarsche hoch zehn. Aber am Ende werden es bestimmt 5% über 3 Jahre...
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?109488-TdL-Tarifverhandlungen-2023 Zur aktuellen Tarifrunde 2023 haben wir einen eigenen Thread. Ich denke auch VKA ist in etwa Maßstab. Ich erwarte hinsichtlich Gehalt etwas weniger, Laufzeit ähnlich sowie Einmalzahlung und Nullmonate. Verdis Beschäftigtenbefragung läuft noch bis Ende September und am 11.10. will sie ihre Forderungen veröffentlichen - da bin ich erst mal gespannt drauf.
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