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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ärzteversorgung/gesetzliche Rentenversicherung



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Dooly
06.06.2022, 20:40
Falls Du den Antrag auf Befreiung von der DRV meinst, ich warte aktuell seit August 2021, habe aber zwischendurch nen Schrieb bekommen, dass mein Antrag in Bearbeitung ist. :-oopss
Zuvor hatte ich zwei Stellenwechsel, die kurz aufeinanderfolgten, da hat es jeweils ca. 4-6 Monate gedauert.WTF hahahaha, knapp 2 Jahre. XD Da war das bei mir ja richtig schnell, ich hab meine Bestätigung Ende vorletzter Woche bekommen nach 4 Monaten.

Hab aus Neugier mal gegoogelt und diesen 4 Jahre alten Artikel von Finanztest gefunden.
https://www.test.de/Aerzteversorgung-im-Vergleich-Das-sollten-Aerzte-ueber-ihre-Rente-wissen-5308454-0/

Nefazodon
06.06.2022, 20:57
@Dooly: Ja, genau den Artikel meinte ich! Sorry, war nicht Finanztip, sondern offensichtlich Stiftung Warentest.
Jedenfalls fehlt auch hier das eigentlich Interessante: nämlich Angaben zur Rendite in % oder zur späteren Rentehöhe im Vergleich.
Daher fällt es schwer sich ein Urteil über die Versorgungswerke zu bilden.

Ich könnte mir denken, aber das ist Spekulation, dass es die kleineren Versorgungswerke schwerer haben als die größeren....

Edit: Auch gut ist, dass es in Deutschland 16 Bundesländer gibt, aber 17 Ärztekammern und offensichtlich 18 berufsständische ärztliche Versorgungswerke....:-keule:-))

Moorhühnchen
09.06.2022, 17:12
WTF hahahaha, knapp 2 Jahre. XD
Rechne..... 2 Jahre?? Meinst Du die Gesamtwartezeit?

Naja, heute hab ich den Befreiungsbescheid aus dem Briefkasten gefischt. Antrag wurde am 10.08.2021 gestellt. Jippie!!
In ein paar Wochen stelle ich den nächsten.... das ist dann der 4. Antrag auf Befreiung in 2 Jahren! :-oopss

Dooly
10.06.2022, 16:30
No, hab mich verrechnet, wenn man das bei 2022-2021 sagen kann. :-oopss

fovea
12.06.2022, 22:56
Bei mir über 9 Monate, BaWü hat das ummelden in unter 4 Wochen geschafft

da fällt mir echt nichts zu ein. Weiß denn jemand wo das Problem ist? Bürokratie oder einfach Personen dauerhaft krank?!

Matzexc1
13.06.2022, 08:46
da fällt mir echt nichts zu ein. Weiß denn jemand wo das Problem ist? Bürokratie oder einfach Personen dauerhaft krank?!

IT Umstellung in 2020, Betreuerin entweder auf Schulung oder im Home Office(nur 2 tage/Woche telefonisch erreichbar).
Telefonzentrale(wenige Stunden am Tag) nur von 1 person besetzt, usw

Die Überleitung der Beiträge von Hessen nach BaWü hat bis heute nicht geklappt, die hiesige versorgungsanstalt hat nach 4 Briefen aufgegebn und auf meine antowrtet auch keiner

fovea
14.06.2022, 20:06
wow, da fällt mir echt nichts zu ein...

Nefazodon
12.08.2025, 13:38
@TE: Die Versorgungswerke in Deutschland sind wirklich sehr sicher, sodass es eigentlich, bis auf Sonderkonstellationen, keinen Sinn macht, in die DRV einzuzahlen...
Siehe auch das Posting von Reflex.

Dennoch habe ich dazu eine Frage: Man hört immer wieder, dass sich *einzelne* Versorgungswerke verzockt hätten und schlechter wären, als die anderen....
Im Internet konnte ich leider nichts Konkretes dazu finden, halte es aber nicht für gänzlich unwahrscheinlich..


Ich weiss das sich die Zahnärzteversorgung NRW vor mehreren Jahren verzockt hat(Reduktion der Renten um fast 30%) und das die Ärzteversorgung Hessen am besten verzinst/noch eine rein kapitalgedeckte Altersvorsorge ist(einige Versorgungswerke haben Teils Deckung, teils Umlage, Info vom MB Hessen 2018).
Dafür sind die Herrschaften nicht in der Lage Beiträge an andere Bundesländer weiterzuleiten und die IT Umstellung 2020 hat mich sehr viel Nerven gekostet.


Weil wir es hier schonmal kurz angeschnitten haben und es nirgendwo besser hinpasst:
Bin gerade im Internet darüber gestolpert, dass sich das Versorgungswerk der Zahnärzte in Berlin (auch zuständig für Bremen und Brandenburg) mit Investments in die Element Insurance AG und in die Signa-Holding verzockt hat.

Quelle: https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/versorgungswerke-unter-druck-zahnaerzteversicherung-verspekuliert-sich-mit-dem-geld-der-mitglieder_id_260752869.html

Finde das ehrlich gesagt relativ schockierend:-((

Und klar, die ärztlichen Versorgungswerke sind vermutlich größer und man kann das nicht direkt vergleichen, aber trotzdem....

Für mich zeigt das wieder, dass auch die Absicherung durch die Versorgungswerke nicht wirklich sicher ist (leider genauso wie die gesetzliche Rente momentan) und dass man sich auf nichts wirklich verlassen kann.
Ich fände es aber gut, wenn es bezogen auf die Versorgungswerke mehr Transparenz und eine wirkliche Vergleichsmöglichkeit der einzelnen Versorgungswerke gäbe.

Eine wirkliche Alternative, außer die eigene Vorsorge möglichst breit zu streuen, seh ich leider keine.

LasseReinböng
12.08.2025, 17:24
Es gab in den letzten Monaten mehrere sehr negative Artikel über Versorgungswerke...da sind nicht nur Zahnärzte betroffen. Den obigen habe ich auch gelesen.

U.a. wurde moniert, daß es bei manchen Versorgungswerken im Gegensatz zur DRV seit vielen Jahren keine Rentenerhöhungen mehr gegeben habe und daß die Kompetenzen was Geldanlage betrifft, teilweise sehr zweifelhaft seien.

Ich glaube, wenn man keine hohe Rente zu erwarten hat ( wenig eingezahlt aufgrund von Kinderpause, Krankheit, Arbeitslosigkeit), fährt man bei der DRV sowieso besser als beim Versorgungswerk, zumindest war das bei mir in meiner Familie mein Eindruck. Von den Rentenerhöhungen seitens der Politik regelmäßig vor den Wahlen, bestimmten Sonderzahlungen während Corona z.B. war da beim Versorgungswerk natürlich nichts zu erwarten. Und dann muß von der Rente auch noch der volle Krankenkassenbeitrag gezahlt werden im Gegensatz zur DRV.

Mometasonfuroat
13.08.2025, 09:51
Dafür ist die Rente bei einer DRV faktisch fast gedeckelt. Mehr als 3000€ brutto gibt es meist nicht im Monat und auch diese muss voll versteuert werden. Beim Versorgungswerk liege ich zumindest mit meinen anwartschaften weit über den 3000€. Es ist sowieso klug sich parallel über Immobilien und Aktien abzusichern im Alter. Selbst unsere Kinder haben seit der Kita ein ETF und Aktienkonto und die Zeit lässt ihre Konten gut und stark steigen.

Tweety8008
15.08.2025, 11:30
@ Nefazodon: Rentenversicherung (DRV, Versorgungswerke, private Renten wie sie auch alle heißen) sind absichtlich intransparent und und unklar aufgebaut, damit der deutsche Michel ja nicht auf die Idee kommt, selbst effektiv vorzusorgen und unabhängig zu werden. Sonst gäbe es, wie in den USA oder der Schweiz, ein privates Rentensystem namens z.B. “401k” oder “Roth IRA”, wo man die Einzahlung jährlich bis zu 26k USD und 7k USD von der Steuer absetzen kann und in sehr transparente ETFs schieben kann. Sowas wäre in Deutschland unvorstellbar, vor allem mit der Versicherungslobby. Hier gibt es z.B. steuerbegünstigte ETF-Nettopolicen fürs Alter, diese muss ich aber trotzdem teuer über eine Versicherung abschließen…. Wieso?!

@ LasseReinböng
Dein Kommentar ist doch ein schlechter Scherz. Die DRV ist ein komplettes Schneeballsystem, das davon lebt, dass immer mehr Kinder nachkommen als es Alte gibt. Das ganze schimpft sich noch “Generationenvertrag”. Dieser Vertrag wurde aber von den Boomern einseitig gekündigt als sie familienfeindliche Politik wählten, kaum Kinder zeugten und diese jetzt dysproportional überbelasten. Schau dir mal wieviele hunderte Mrd extra aus Steuern (also auch von mir in der Bay ÄV) in dieses kack System fließen anstatt in Zukunftsinvestitionen. Außerdem: Stirbst du früh, zB mit 60, ist das Geld komplett weg und wird nicht wie ein 401k/Roth an Kinder oder Enkel vererbt.
Wäre die DRV mit dieser Rendite eine unabhängige “Versicherung”, würde diese sofort vom Gesetzgeber einkassiert werden.

@ Mometasonfuroat
Die Kritik verstehe ich jetzt nicht. Renteneinzahlungen sind steuerlich abschreibbar. Wenn du 100k brutto verdienst und 15k in die Rente einzahlst, musst du nur 85k versteuern. Meine Kritik ist, dass ich nicht (zusätzlich) Geld - steuerlich abschreibbar vom Einkommen - in ETFs investieren darf. Das war ja der Plan der FDP bis 2024, der dann zerstört wurde durch Scholz und die Neuwahlen.
Oder in Immobilien. In den USA z.B. ist die Grundsteuer vom ersten(?) Eigenheim vom Einkommen absetzbar.

StuartProwerFaktor
16.08.2025, 08:00
Wer weiß schon was in 20,30 oder 40 Jahren kommt ... Sicher ist nur, dass sich hier einiges ändern wird, da das System de facto kaum noch zu finanzieren ist. Eine Pleite der Versorgungswerke ist kaum möglich, aber sicher nicht auszuschließen (vgl. Versorgungswerk der Zahnärzte in Berlin). Aber wenn irgendwas nicht ok ist, und so ein Versorgungswerk tatsächlich pleite geht, sind die Probleme dieser Welt wohl so groß, dass auch vieles andere wackelt.

LasseReinböng
17.08.2025, 10:21
@Tweety: auch Schneeballsysteme können funktionieren, die demographische Entwicklung muß halt stimmen und/oder die Wirtschaftsleistung über die Jahre adäquat anwachsen.

crossie
17.08.2025, 11:44
Ich bin ganz ehrlich: ich bin noch mit dem "die Rente ist sicher" aufgewachsen und habe lange nicht die Notwendigkeit gesehen, zusätzlich privat vorzusorgen. Ich bin jetzt Mitte 40 und hab tatsächlich jetzt das erste Mal im Leben verstanden, dass die DRV nichts anderes als eine reine Geld-Umverteilungsstation von den Jungen/Arbeitenden auf die Alten ist. Die, die heute Rente beziehen haben ja in ihrem Erwerbsleben genauso nicht für die eigene Rente vorgesorgt/angespart sondern seinerzeit die damalige Rentergeneration bezahlt. Dementsprechend habe ich meine Zweifel dran, ob es wirklich gerecht ist, dass die Renten kontinuierlich steigen und "wir" uns dafür immer mehr strecken müssen. Den Rentnern wurde das System natürlich auch genau so verkauft wie ich es bis jetzt verstanden habe. Aber so ist es eben nicht, weswegen es aus meiner Sicht durchaus gerecht wäre die Rentner an der prekären Lage zumindest in Form nicht weiter steigender Renten zu beteiligen.
Dass das illusorisch ist ist mir gleichwohl klar.

Tweety8008
18.08.2025, 11:51
@Tweety: auch Schneeballsysteme können funktionieren

Bernie, bist du das?