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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweiz: Planung Facharzt für Kardiologie



DrBones
24.07.2022, 10:29
Hallo zusammen,


ich studiere zurzeit Humanmedizin im 10. Fachsemester im europäischen Ausland.
Mein Abschluss findet voraussichtlich im Juni 2023 statt.
Persönlich würde ich mich sehr für eine Stelle in der Kardiologie interessieren und habe mich deshalb in letzter Zeit sehr mit den Abläufen einer Facharztausbildung beschäftigt. Jedoch ist mir nicht alles zu 100% verständlich, bitte korrigiert mich bei falschen Annahmen.
Deshalb die folgenden Fragen:

1. Für den Facharzt für Kardiologie werden ja 2 Jahre allg. Innere Medizin verlangt und 4 Jahre fachspezifisch. Mein Ziel wäre es die Facharztausbildung an einer Uniklinik (A-Kategorie) zu beenden. Ist es möglich nach 2/3 Jahren von einer B bzw. C Klinik an eine Uniklinik bzw. A Klinik in die Kardiologie zu wechseln und dort zu bleiben oder ist ein weiter Wechsel an ein B/C Klink notwendig für die Ausbildung ?
2. Ist es allg. schwer an eine Uniklinik/A-Spital zu wechseln (für Kardiologie) ? Wie sind die Chancen ?
3. Soweit ich weiß werden viele Stellen in der Schweiz nicht ausgeschrieben. Mein Ziel wäre es ca. im Oktober/November 2023 anzufangen. Könnte ich diesen Sommer bereits eine Bewerbung an Klinken (B/C) schicken ? Oder sollte ich zuerst telefonisch abklären ob es überhaupt eine freie Stelle in der Inneren gibt ?
4. Würdet ihr sagen es lohnt sich finanziell in der Schweiz als Assistent zu arbeiten im Vergleich zu Deutschland ?

Grüße an alle und Danke im Voraus :)

ProximaCentauri
25.07.2022, 11:47
1. Ja, die meisten Leute fangen in einer peripheren Klinik an und wechseln dann später ans grössere Haus. Schau auch noch, dass du das evtl. noch mit dem Facharzt AIM koordiniert bekommst, die meisten machen einen Doppelfacharzt.
2. Wechseln kann man einfach immer, je nach dem nicht genau zu der Zeit, die man möchte, oder zu den perfekten Bedingungen. Je flexibler man örtlich/zeitlich ist, desto einfacher.
3. Ja, es schreibt eigentlich keiner Assistentenstellen aus, man schreibt einfach den Chef an und bewirbt sich. Ein Jahr im Voraus zu bewerben ist sicher nicht zu früh.
4. Da habe ich keine Ahnung, so viele Deutsche wie wir hier haben, vermute ich aber, ja.

dissection
27.07.2022, 11:51
1. Ja, die meisten Leute fangen in einer peripheren Klinik an und wechseln dann später ans grössere Haus. Schau auch noch, dass du das evtl. noch mit dem Facharzt AIM koordiniert bekommst, die meisten machen einen Doppelfacharzt.
2. Wechseln kann man einfach immer, je nach dem nicht genau zu der Zeit, die man möchte, oder zu den perfekten Bedingungen. Je flexibler man örtlich/zeitlich ist, desto einfacher.
3. Ja, es schreibt eigentlich keiner Assistentenstellen aus, man schreibt einfach den Chef an und bewirbt sich. Ein Jahr im Voraus zu bewerben ist sicher nicht zu früh.
4. Da habe ich keine Ahnung, so viele Deutsche wie wir hier haben, vermute ich aber, ja.

Hi, ich hätte noch eine kurze Anschlussfrage und würde mich sehr über eine Antwort freuen:
Ich habe meine bisherige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin mit Subspezialisierung über vier Jahre in Deutschland ausschließlich an Unikliniken (A-Kategorie) abgeleistet. Würde ich nun für die beiden letzten Weiterbildungsjahre in z.B. Onkologie in die Schweiz wechseln, müsste ich dann noch die fehlende Zeit an einem B/C-Spital nachholen? Wie lange müsste ich dann dorthin? Vielen Dank!

ProximaCentauri
27.07.2022, 14:18
Hi, ich hätte noch eine kurze Anschlussfrage und würde mich sehr über eine Antwort freuen:
Ich habe meine bisherige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin mit Subspezialisierung über vier Jahre in Deutschland ausschließlich an Unikliniken (A-Kategorie) abgeleistet. Würde ich nun für die beiden letzten Weiterbildungsjahre in z.B. Onkologie in die Schweiz wechseln, müsste ich dann noch die fehlende Zeit an einem B/C-Spital nachholen? Wie lange müsste ich dann dorthin? Vielen Dank!

Es gibt keine Pflicht-Zeit in B/C-Spitälern, in den Fachrichtungen, die ich kenne. Es lohnt sich, die Anforderungen der SIWF genau zu lesen. Üblicherweise gibt es Pflicht-A-Jahre, sowie verpflichtende Wechsel der Klinik.
Dass die meisten Leute eben zuerst einmal B/C-Jahre ableisten liegt daran, dass man diese Stellen häufig einfacher bekommt, und die A-Kliniken häufig (wenn sie die Wahl haben) auch nur Leute mit Erfahrung einstellen. Zusätzlich macht es halt oft Sinn, im Sinne einer guten Weiterbildung mit weniger komplexen Patienten in kleineren Häusern anzufangen.