disappear010705
08.08.2022, 22:28
Liebes Forum,
ich habe kürzlich mein Studium abgeschlossen und werde demnächst meine internistische Facharztweiterbildung in der Schweiz beginnen mit zunächst 2 Jahren an einem B-Spital (davon 12 Monate NA, 12 Monate Station).
Aufgrund der langen Vorlaufzeit für A-Spital-Stellen mache ich mir bereits für die Folgestelle machen, bin mir aber noch etwas unsicher, in welches Fachgebiet es langfristig gehen soll und deshalb auch, wie ich meine Weiterbildung planen möchte.
Meine bisheriger Plan ist es, zunächst den Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (Ausrichtung eher Spitalinternist) zu machen und anschließend ggf. eine Subspezialisierung. Grund für den Allgemeinen Internisten ist einerseits, dass eine breite Ausbildung möchte, inkl. Rotationen auf Intensiv und NA, andererseits langfristig die Option auf eine Niederlassung auch als Hausarzt in DE/CH offen halten.
Neben dem Allgemeinen Internisten würde ich aber auch gerne eine Spezialisierung erwerben, am ehesten Hämato (vielleicht auch Kardio), da bin ich mir noch nicht sicher und würde das auch davon abhängig machen, was die ersten Arbeitsjahre bringen. Nun muss ich mir überlegen, wie ich meine Karriereplanung angehe.
Hinsichtlich der Weiterbildungsordnungen für die Spezialisierungen sagt das SIWF
Hämato: Mind. 6 Jahre, davon
-2 Jahre Allgemeine Innere
-3-4 Jahre Hämato
- Optional: Bis zu 1 Jahr z.B. Onkologie
bzw.
Kardio: Mind. 6 Jahre, davon
- 2 Jahre Allgemeine Innere
- 4 Jahre Kardio
Grundsätzlich können Weiterbildungszeiten ja auf verschiedene Facharzttitel angerechnet werden. Ich könnte es also so machen:
- 5 Jahre für den FA Allgemeine Innere Medizin (2 Jahre B-Spital + 3 Jahre A-Spital), dabei entsprechend der Rotationspläne der A-Spitäler z.B. je 6-Monate auf Hämato u. Kardio (->Anrechnung als Weiterbildungszeit auch für die Spezialisierung) sowie Rotationen auf ITS/NA
- Facharztprüfung Allgemeine Innere Medizin
- Danach die fehlenden 3,5 Jahre fachspezifische WB Hämato bzw. Kardio - je nachdem, was mir in der Rotation besser gefällt
- 2. Facharztprüfung Hämato (Kardio)
Also wäre der Weg im obigen Beispiel in 8,5 Jahren zum Doppelfacharzt AIM + Spezialisierung. Dem gegenüber stünden 6 Jahre zu einer direkten Spezialisierung ohne den Allgemeinen Internisten vorweg.
1. Funktioniert das so, wie ich das geplant habe oder gibt es einen Haken? Macht es eurer Meinung nach unter den erwähnten Maßgaben Sinn oder kann man das geschickter angehen? Gibt es spezielle Haken, auf die man achten sollte?
2. Ist es üblich, dass man sich während der AIM-WB die Rotationen in den A-Spitälern "aussuchen" kann, wenn man das so bei Stellenantritt bespricht - also z.B. Kardio + Hämato + ITS? Oder ist das eher vorgegeben bzw. schwierig, seinen Wunsch zu bekommen?
3. Könnte ich mich mit dem Allgemeinen Internisten später auch als Hausarzt uneingeschränkt niederlassen, auch wenn das AIM-Curriculum sich an der Spitalinternisten-Laufbahn orientiert? Das sollte keine Schwierigkeiten geben, oder?
Herzlichen Dank für Eure Antworten!
Viele Grüße
ich habe kürzlich mein Studium abgeschlossen und werde demnächst meine internistische Facharztweiterbildung in der Schweiz beginnen mit zunächst 2 Jahren an einem B-Spital (davon 12 Monate NA, 12 Monate Station).
Aufgrund der langen Vorlaufzeit für A-Spital-Stellen mache ich mir bereits für die Folgestelle machen, bin mir aber noch etwas unsicher, in welches Fachgebiet es langfristig gehen soll und deshalb auch, wie ich meine Weiterbildung planen möchte.
Meine bisheriger Plan ist es, zunächst den Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (Ausrichtung eher Spitalinternist) zu machen und anschließend ggf. eine Subspezialisierung. Grund für den Allgemeinen Internisten ist einerseits, dass eine breite Ausbildung möchte, inkl. Rotationen auf Intensiv und NA, andererseits langfristig die Option auf eine Niederlassung auch als Hausarzt in DE/CH offen halten.
Neben dem Allgemeinen Internisten würde ich aber auch gerne eine Spezialisierung erwerben, am ehesten Hämato (vielleicht auch Kardio), da bin ich mir noch nicht sicher und würde das auch davon abhängig machen, was die ersten Arbeitsjahre bringen. Nun muss ich mir überlegen, wie ich meine Karriereplanung angehe.
Hinsichtlich der Weiterbildungsordnungen für die Spezialisierungen sagt das SIWF
Hämato: Mind. 6 Jahre, davon
-2 Jahre Allgemeine Innere
-3-4 Jahre Hämato
- Optional: Bis zu 1 Jahr z.B. Onkologie
bzw.
Kardio: Mind. 6 Jahre, davon
- 2 Jahre Allgemeine Innere
- 4 Jahre Kardio
Grundsätzlich können Weiterbildungszeiten ja auf verschiedene Facharzttitel angerechnet werden. Ich könnte es also so machen:
- 5 Jahre für den FA Allgemeine Innere Medizin (2 Jahre B-Spital + 3 Jahre A-Spital), dabei entsprechend der Rotationspläne der A-Spitäler z.B. je 6-Monate auf Hämato u. Kardio (->Anrechnung als Weiterbildungszeit auch für die Spezialisierung) sowie Rotationen auf ITS/NA
- Facharztprüfung Allgemeine Innere Medizin
- Danach die fehlenden 3,5 Jahre fachspezifische WB Hämato bzw. Kardio - je nachdem, was mir in der Rotation besser gefällt
- 2. Facharztprüfung Hämato (Kardio)
Also wäre der Weg im obigen Beispiel in 8,5 Jahren zum Doppelfacharzt AIM + Spezialisierung. Dem gegenüber stünden 6 Jahre zu einer direkten Spezialisierung ohne den Allgemeinen Internisten vorweg.
1. Funktioniert das so, wie ich das geplant habe oder gibt es einen Haken? Macht es eurer Meinung nach unter den erwähnten Maßgaben Sinn oder kann man das geschickter angehen? Gibt es spezielle Haken, auf die man achten sollte?
2. Ist es üblich, dass man sich während der AIM-WB die Rotationen in den A-Spitälern "aussuchen" kann, wenn man das so bei Stellenantritt bespricht - also z.B. Kardio + Hämato + ITS? Oder ist das eher vorgegeben bzw. schwierig, seinen Wunsch zu bekommen?
3. Könnte ich mich mit dem Allgemeinen Internisten später auch als Hausarzt uneingeschränkt niederlassen, auch wenn das AIM-Curriculum sich an der Spitalinternisten-Laufbahn orientiert? Das sollte keine Schwierigkeiten geben, oder?
Herzlichen Dank für Eure Antworten!
Viele Grüße