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Holthusen
18.08.2022, 14:28
von Teilhaberschaft bzw. eigener Niederlassung ganz zu schweigen.

Wie allen bekannt ist, gibt es gerade in der Radiologie/Bildgebende Verfahren und in der Augenheilkunde Investoren-MVZ-Gruppen. Ob es da so einfach ist Teilhaber zu werden, allein schon angesicht der Größe der Mio-schweren Unternehmen? Maximum könnte Standortleitung sein.
Ganz anders Zahnmedizin, wo man den Investorenketten einen Riegel vorgeschoben hat.

Jan1705
19.08.2022, 08:23
Im Endeffekt sollte man das machen was einem Spaß macht, wofür man auch ein gewisses Interesse hat. Dann muss man das noch mit akzeptablen Rahmenbedingungen zusammen bringen.... lieber etwas weniger verdienst (was immer noch super ist) und dafür gern zur Arbeit gehen...

Cor_magna
19.08.2022, 10:24
Im Endeffekt sollte man das machen was einem Spaß macht, wofür man auch ein gewisses Interesse hat. Dann muss man das noch mit akzeptablen Rahmenbedingungen zusammen bringen.... lieber etwas weniger verdienst (was immer noch super ist) und dafür gern zur Arbeit gehen...

Genauso sehe ich das auch.

Thomas987
22.08.2022, 23:13
Also ich hab nochmal ein bisschen recherchiert:
https://www.kzbv.de/kzbv2021-jahrbuch-ohne-goz.media.f1b1223cf58b71cee7fc89ec746f8bf9.pdf
Zahnmedizin (alte Bundesländer) Median: 158k Durchschnitt: 186k
Zahnmedizin (neue Bundesländer): 133k, 150k

Humanmedizin: erste Zahl immer Median, zweite Durchschnitt
https://www.zi.de/fileadmin/images/content/Projekte/ZiPP_Jahresbericht_2020.pdf

Allgemeinmedizin und Innere Medizin (hausärztlich): 173k, 192k
Anästhesiologie: 176k, 202k
Augenheilkunde: 227k, 318k
Chirurgie: 182k, 197k
Dermatologie: 185k, 218k
Gynäkologie: 153k, 170k
HNO: 181k, 197k
Innere Medizin - Gastroenterologie: 235k, 225k
Innere Medizin - Kardiologie: 209k, 282k
Innere Medizin - Pneumologie: 225k,290k
Innere Medizin - ohne bzw. mit mehreren Schwerpunkten: 232k, 263k
Innere Medizin - sonstige Fachgebiete: 265k, 280k
Kinder- und Jugendmedizin: 194k, 205k
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie: 161k, 183k
Nervenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie: 183k, 196k
Neurologie: 162k, 183k
Orthopädie: 193k, 196k
Physikalische und rehabilitative Medizin: 130k, 136k
Psychiatrie: 140k, 145k
Radiologie: 390k, 381k
Urologie: 211k, 221k

Wenn ich jetzt nicht gerade eines Psych Fächer dürfte eigentlich fast immer mit Humanmedizin in der Niederlassung besser fahren. Wobei man natürlich erst einen Kassensitz benötigt... Das man in der Zahnmedizin Investoren einen Riegel vor geschoben hat, ist natürlich sehr zu begrüßen.
In der Niederlassung dürften die meisten angestellten Zahnärzte zischen 70 und 80k liegen (quasi Assistenzarztgehalt mit Diensten). Die Weiterbildungsstellen für den Fachzahnarzt, sprich KFO oder Oralchirurgie sind relativ schwierig zu bekommen, besonders in der KFO (an unserer Klinik gibt es jedes Jahr max. 1-2 Weiterbildungsassistentenstellen, bei 60 Studienplätzen).

Thomas987
22.08.2022, 23:15
*Beide Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2019

Coxy-Baby
23.08.2022, 00:11
Was möchtest du uns mitteilen ?

Dragonheart
23.08.2022, 05:28
Was möchtest du uns mitteilen ?

Vielleicht, dass er selbst nicht weiß was er eigentlich möchte bzw nicht zu dem Buchgefühl stehen kann und mittels, welcher Zahlen auch immer, versucht sich für eine Seite "zu entscheiden".
Wenn dem so wäre, dann wäre das schon ziemlich traurig....

Bonnerin
23.08.2022, 06:33
Zahnmedizin -> noch 5 Semester Studium + 2 Jahre (?) Weiterbildungszeit, danach eigene Praxis möglich. Zeit bis zum Ziel: 4,5 Jahre.

Humanmedizin (da im Ausland, fraglich, ob was anerkannt wird) -> 12 Semester Studium, anschließend 5-6 Jahre Weiterbildung, danach eventuell eigene Praxis möglich, Anstellung aber realistischer. Zeit bis zum möglichen Ziel: 11-12 Jahre.

Wir reden von ca. 7 Jahre Diskrepanz zwischen den Berufen...
Ansonsten (ganz spannende Frage): Kannst du das 5. Semester und damit die Vorklinik abschließen? Anschließend dann im Ausland Humanmedizin machen, zurück nach D und Zahnmedizin zu Ende studieren? Damit wäre dann eventuell der Weg in die MKG möglich. Das sollte aber gut recherchiert werden, da ich nicht weiß, wie es mit Abschlüssen aus 2 Staaten funktioniert.

Thomas987
23.08.2022, 19:20
@ Coxy Baby: Ich wollte auf Holthusens Aussage eingehen, dass man als Zahnarzt ein Gehalt erhält, dass mit Radiologie und Augenheilkunde mithalten kann. Laut Statistik hat man im Durchschnitt und Median weniger als ein Allgemeinmediziner, deswegen die Statistik.

Ja, so richtig weiß ich nicht was ich machen soll. Ich bin mir sicher, dass ich später als (Zahn-)Arzt klinisch arbeiten möchte, aber ob mir jetzt Zahnmedizin oder die Augenheilkunde, etc. besser gefällt lässt sich schwer beurteilen, aus diesem Grund möchte ich das Studium wählen, welches langfristig die besseren Aussichten bietet.
@Bonnerin: Ich habe einen Studienplatz in Linz und würde 2 Semester anerkannt bekommen. Bei Zahnmedizin hätte ich bereits alle Scheine und müsste nur noch den Phantomkurs 2 und das Physikum absolvieren, das wäre möglich. Das Problem dabei ist, dass ich nach der alten Approbationsordnung studiere, es gibt nur noch ein Semester unter mir, welches auch danach studiert. Ich weiß nicht, wie es dann mit einem Wiedereinstieg ausschaut.

Thomas987
23.08.2022, 19:24
Kann man Beiträge auch editieren?
*meinte nicht klinisch sondern ärztlich tätig zu sein

Coxy-Baby
23.08.2022, 20:30
Kann man Beiträge auch editieren?
*meinte nicht klinisch sondern ärztlich tätig zu sein

Kann man, aber erst wenn man mehr Beiträge hier hat ;-)

Die Entscheidung wird dir keiner abnehmen können, mit einem Humanmedizinstudium bist du halt breiter aufgestellt für die Zukunft aber auch als Zahnarzt wirst du nicht verhungern später. Mach was gefällt ;-)

Holthusen
24.08.2022, 07:43
Kann man, aber erst wenn man mehr Beiträge hier hat ;-)

Die Entscheidung wird dir keiner abnehmen können, mit einem Humanmedizinstudium bist du halt breiter aufgestellt für die Zukunft aber auch als Zahnarzt wirst du nicht verhungern später. Mach was gefällt ;-)

Das wäre auch meine Empfehlung und wir haben das jetzt mehrfach gesagt. Gut verdienen kann man in beiden Fächern trotz allem Gerede hier und woanders es wird immer schlechter usw. Das wird immer gemacht, um die Situation nicht zu rosig erscheinen zu lassen.
Die Entscheidung können wir dir nicht abnehmen.

Nilani
24.08.2022, 11:46
Assistenzzeit:
Finde ich bei Humanmedizin auch besser, man arbeitet zwar deutlich mehr dafür verdient man allerdings auch relativ gut. Ich hab von befreundeten Assistenzärzten im 2. Jahr Zahlen von ca. 4000 Euro netto (inkl. Dienste) bei Stk1 und GKV gehört. Als Assistenzarzt in der Zahnmedizin wird man häufig mit 2500 - 3500 brutto abgespeist. Nach dem Studium möchte man sich ja auch irgendwann mal was gönnen...



Allein das finde ich fragwürdig .. 4000 Euro netto im 2. Jahr? Das Einstiegsgehalt ist ca. 4000 Euro brutto, im ersten halben Jahr macht man keine Dienste, die Anzahl ist von der EU-Gesetzgebung her auf 4 pro Monat begrenzt (theoretisch ...). Ok, ich bin im öffentlichen Dienst, aber ich komme mit (beschissen bezahlten, aber dafür gesundheitlich gut machbaren) Diensten auf 3500 netto auf der letzten Assistenzarzt-Stufe.

Ansonsten sollte, wie hier schon oft geschrieben, nicht das Geld eine Rolle spielen, sondern eben das, was dir Spaß macht und wo du dir vorstellen kannst, das ganze noch ca. 35-40 Jahre zu arbeiten. Was nützt einem die Kohle, wenn man etwas macht, worauf man so gar keinen Bock hat? Genug Geld wirst du so oder so haben und die hier angegebenen Zahlen sind halt statistisch. Ich halt eher introviert, ruhiger, mir ist das Geld relativ egal. Ich will bei meinen Pat. was zum positiven bewirken, etwas machen, womit ich mich identifiziere. Vielleicht auch noch so ein bissel "Ossi-Mentalität" (bin Mitte 40, hab erst mit Anfang 30 angefangen zu studieren), aber ich werde nie der große "Kapitalist" sein, der aus einer möglichen Praxis den meisten Gewinn rauszieht. So what? Ich hab Medizin nie wegen des Geldes und dem tollen Verdienst studiert, sondern weil es mich interessiert hat und ich es super spannend finde. Inzwischen bin ich dankbar, dass mich das mehr interessiert hat, als ein Friseur-Job z.B. und einfach Glück hatte, das der Job, der mir Spaß macht, auch noch so gut bezahlt wird.


Ich wage mal die steile These, das man mit seinem Verdienst in jedem! Bereich gut leben kann und mehr als 90-95% der Bevölkerung verdient. Man sollte etwas machen was einem Spaß macht und bei dem man sich vorstellen kann das sein ganzes Leben zu machen, mit einer guten Work-Life-Balance. Ich mache mir auch keine Gedanken wer noch mehr verdienen könnte weil es mir einfach scheißegal ist.....

Genau so :-top Dem habe ich daher auch nix hinzuzufügen

Thomas987
24.08.2022, 16:24
Das Einstiegsgehalt liegt im ersten Jahr je nach Tarifvertrag zwischen 4800 - 5100€ brutto. Im zweiten Jahr liegt es bei jedem Tarifvertrag über 5000€. Sogar als ambulanter Weiterbildungsassistent in der Allgemeinmedizin erhält man 60k durch die Förderung.

Dragonheart
24.08.2022, 18:19
Das Einstiegsgehalt liegt im ersten Jahr je nach Tarifvertrag zwischen 4800 - 5100€ brutto. Im zweiten Jahr liegt es bei jedem Tarifvertrag über 5000€. Sogar als ambulanter Weiterbildungsassistent in der Allgemeinmedizin erhält man 60k durch die Förderung.

Inzwischen wäre ich ja wirklich mal neugierig warum du dich so verbissen an den (Einstiegs-)Gehältern fest klammerst?

davo
24.08.2022, 20:21
Ja, das ist wirklich hochgradig irrational.

Coxy-Baby
24.08.2022, 20:26
Das Einstiegsgehalt liegt im ersten Jahr je nach Tarifvertrag zwischen 4800 - 5100€ brutto. Im zweiten Jahr liegt es bei jedem Tarifvertrag über 5000€. Sogar als ambulanter Weiterbildungsassistent in der Allgemeinmedizin erhält man 60k durch die Förderung.

Der Grund warum Nilani niedriger angesetzt hat, ist einfach dass dies das Einstiegsgehalt damals war so vor 7-8 Jahren. Und Dienste macht man nur eine kurze Zeit (halb)gerne...... irgendwann denkst du dir eher "Scheiß auf die Kohle ich will leben"....
Wie das in 6-7 Jahren aussieht weiß der Geier, aber wie schon XX mal gesagt häng dich nicht so an der Kohle auf ;-)

Thomas987
24.08.2022, 20:53
Ich wollte nur die Aussage von Nilani korrigieren, weil sie falsch war. Wie gesagt alle meine Freunde, die als Assistenzärzte (2. Jahr) arbeiten verdienen zwischen 3,5 und 4k netto. Mir geht es natürlich, um die langfristige Perspektive und deshalb habe ich die Reinerträge aus den beiden Jahresbüchern verglichen und bin zudem Schluss gekommen, dass Humanmediziner zwar einen längeren Weg haben aber sowohl im Durchschnitt als auch im Median mehr verdienen.

Sind die Arbeitsbedingungen in der Klinik wirklich so schlecht? Ist es üblich, dass man Überstunden nicht bezahlt bekommt oder war das eher früher der Fall? Wie gestaltet sich die Stellensituation in der Radiologie und Augenheilkunde (Famulatur und PJ würde ich auf jeden Fall in dem Bereich machen)? Werde jetzt kommenden Montag endgültig die Entscheidung treffen.

Holthusen
24.08.2022, 21:09
Arbeit in der Klinik ist nervenzehrend mit den Diensten nachts. In der Radiologie bist da da definitiv viel gefordert. Ophthalmologie kenne ich nicht die Dienstbelastung.

Ich glaube du hast dich bereits für Humanmedizin entschieden.