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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Finde einfach keine Dr Arbeit



Ida96
21.09.2022, 14:33
..wie habt ihr eure Dr Arbeit gefunden?
Bereits seit einem Jahr schreibe ich immer wieder die verschiedenen Abteilungen der Kliniken an, gucke regelmäßig in die Promotionsbörse usw, aber ich finde einfach keine Arbeit. Entweder man bekommt gar keine Antwort auf die Email, oder die Leute sagen sie hätten aktuell keine Projekte zu vergeben.

Was könnte ich tun?

(Eine experimentelle Arbeit möchte ich nicht)

Bonnerin
21.09.2022, 18:59
Da ich auch andere Posts von dir gesehen habe: Erstmal nix tun.

Du stresst dich jetzt schon unnötig massiv wegen des anstehenden M2. In diesem Fall noch ne Doktorarbeit schnell akut on Top wird nur dazu führen, dass weder das M2 noch die Diss vernünftig klappen.

Kannst du ein Freisemster für die Diss nehmen (und zwar NACH dem M2!)? Das hat eine Freundin bei uns gemacht: Mit uns das M2 geschrieben, aber dann das PJ um ein halbes Jahr nach hinten geschoben. Das war auch tatsächlich relativ gut so, weil man ohne das M2 im Nacken viel besser und freier an der Diss arbeiten kann.

Wenn die Antwort ja ist: dann setze das schonmal in die Mails rein. Oft wird immer noch ein Urlaubssemester erwartet.

Wenn nein: Ist ein Beginn, Arbeiten und Fertigstellen der Diss realistisch vor dem Berufsstart möglich? Vermutlich lautet die Antwort darauf dann "Nein".
Dann hast du 2 Optionen: Du bist örtlich gebunden und willst dort auch eine Weile als Berufsanfänger:in bleiben? Schau, dass du übers PJ Kontakte knüpfst. Wenn OA Sowieso oder CÄ Blabla habilitiert sind und dich im PJ gut erleben kann da durchaus eine Stelle rausspringen.
Oder du suchst dir einen Job und kommunizierst offen, dass du da dann auch promovieren willst. Das ist aber sehr oft mit viel unbezahlter Mehrarbeit verbunden, da die Diss dann halt als "Hobby" angesehen wird.

Persönliche Kontakte sind oft das A und O....

Kackbratze
21.09.2022, 20:12
Ich zitiere frei: "wenn sie so nerven bei der Diss wie im Praktikum wird das eine gute Arbeit"

davo
22.09.2022, 11:42
Ich würde angesichts deiner Überforderung mit dem M2 auch auf keinen Fall gleichzeitig mit einer Doktorarbeit anfangen. Das kann nur schiefgehen.

Ida96
24.09.2022, 09:29
wie ihr bereits sagt GLEICHZEITIG kommt für mich keinesfalls in Frage ich bin ja immer schon mit Semester voll ausgelastet psychisch und mit M2 sowieso.
Bisher war nur immer mein Plan vor dem M2 ein Freisemester zu machen wegen Dr Arbeit, aber nun eben finde ich aktuell keine.
Die Idee von oben ist aber evtl nicht schlecht, weiter zu suchen und eventuell dann NACH dem M2 ein Freisemester zu machen, vor dem PJ sozusagen.

Retrospektives ist halt schwer zu finden, scheinbar..suche ja nun schon eine Weile.

Coxy-Baby
24.09.2022, 09:38
In einem anderen Thread hattest du geschrieben du bist schon Assistenzarzt ???

Bonnerin
24.09.2022, 10:18
wie ihr bereits sagt GLEICHZEITIG kommt für mich keinesfalls in Frage ich bin ja immer schon mit Semester voll ausgelastet psychisch und mit M2 sowieso.
Bisher war nur immer mein Plan vor dem M2 ein Freisemester zu machen wegen Dr Arbeit, aber nun eben finde ich aktuell keine.
Die Idee von oben ist aber evtl nicht schlecht, weiter zu suchen und eventuell dann NACH dem M2 ein Freisemester zu machen, vor dem PJ sozusagen.

Retrospektives ist halt schwer zu finden, scheinbar..suche ja nun schon eine Weile.

Vor einem Examen ein Freisemester für die Doktorarbeit ist Käse, da man ja in besagtem Freisemester für das Examen lernen muss. Da macht man also Nullkommanull für die Diss. Nach dem Examen und vor dem PJ hat man ausreichend Zeit. Mehr als 1-2 Tage maximal das Untersuchungs-Kurs-Heft durchblättern macht man eh nicht.

Jo, liegt halt daran, dass die Unis inzwischen gerafft haben, dass der Dr. med. nichts wert ist und drauf geachtet wird, dass auch die medizinischen Arbeiten inzwischen einen tatsächlichen Mehrwert für die Wissenschaft haben (egal, wie klein er sein mag). Retrospektiv hat man an meiner alten Uni schon seit Jahren nicht bekommen.
Eventuell wäre eine statistische Arbeit was (da erhebt man die Daten meist nicht selbst, wertet aber selbstständig aus - man sollte aber zumindest Interesse an Statistik haben) oder eine Literaturarbeit in der Medizingeschichte.
Ansonsten bleibt nix außer eben experimentell oder klinische Studie, was du aber auszuschließen scheinst. In dem Fall halt überlegen, wie wichtig dir die zwei Buchstaben sind. Werden ja (zumindest gefühlt) auch zunehmend weniger Personen, die in der Medizin promovieren.

Nefazodon
24.09.2022, 11:18
Vor einem Examen ein Freisemester für die Doktorarbeit ist Käse, da man ja in besagtem Freisemester für das Examen lernen muss. Da macht man also Nullkommanull für die Diss. Nach dem Examen und vor dem PJ hat man ausreichend Zeit. Mehr als 1-2 Tage maximal das Untersuchungs-Kurs-Heft durchblättern macht man eh nicht.



Dem stimme ich zu



Eventuell wäre eine statistische Arbeit was (da erhebt man die Daten meist nicht selbst, wertet aber selbstständig aus - man sollte aber zumindest Interesse an Statistik haben) oder eine Literaturarbeit in der Medizingeschichte.

Ich weiß nicht, ob ich mich dem anschließen kann bezogen auf die Medizingeschichte. Oft haben medizinhistorische Institute einen geisteswissenschaftlichen Einschlag und einen entsprechenden Anspruch an ihre Doktorarbeiten. So zumindest meine Wahrnehmung von außen.


In dem Fall halt überlegen, wie wichtig dir die zwei Buchstaben sind. Werden ja (zumindest gefühlt) auch zunehmend weniger Personen, die in der Medizin promovieren.

Gibt es da eigentlich irgendwo verlässliche aktuelle Zahlen zu? Wenn man googelt, kommen nur ältere Beiträge auf den üblichen Arztportalen, die von einer Promotionsquote von 60-70% oder so ausgehen...

Relaxometrie
24.09.2022, 11:47
ich bin ja immer schon mit Semester voll ausgelastet psychisch und mit M2 sowieso.
In einem anderen Thread hast Du dieses geschrieben:
"Ich habe momentan eigentlich immer 70-80 Stunden pro Woche". Klang so, als ob Du schon als approbierte Ärztin arbeiten würdest. Oder beziehen sich die 70-80 Stunden pro Woche auf Uni+Lernen+Doktorarbeitssuche?

Bonnerin
24.09.2022, 12:46
Ich weiß nicht, ob ich mich dem anschließen kann bezogen auf die Medizingeschichte. Oft haben medizinhistorische Institute einen geisteswissenschaftlichen Einschlag und einen entsprechenden Anspruch an ihre Doktorarbeiten. So zumindest meine Wahrnehmung von außen.

Dem widerspreche ich nicht. Die medizinhistorischen Arbeiten, die ich so gesehen habe, waren sehr ausführlich vom Umfang her und teilweise auch sehr gut recherchiert und geschrieben. Eine reine Zeitersparnis bringt das nicht, das wollte ich auch nicht implizieren.
Aber es ist durchaus ja so, dass manche Leute keinesfalls eine klinische Studie als Arbeit machen wollen (wäre z.B. auch für mich ein No-Go gewesen, gerade die Sachen mit follow-up etc. wo man auf den goodwill von Patient:innen angewiesen ist, die eigentlich keinen benefit von dem Mehraufwand haben). Und auch Leute, die eine experimentelle Diss ausschließen, weil sie Laborarbeit blöd finden. Dieser retrospektive Kram von vor 15+ Jahren mit n=5 Aktenfällen wird glücklicherweise ja auch nicht mehr vergeben.

Wenn man dann aber ausschließlich eine Literaturarbeit will, sollte man Medizingeschichte in Erwägung ziehen, in dem Wissen, dass es fordernd wird, man aber zumindest nicht von Patient:innen abhängig ist.



Gibt es da eigentlich irgendwo verlässliche aktuelle Zahlen zu? Wenn man googelt, kommen nur ältere Beiträge auf den üblichen Arztportalen, die von einer Promotionsquote von 60-70% oder so ausgehen...

Nicht, dass ich wüsste. Ich kann da auch nur aus Erfahrungen im persönlichen Umfeld berichten. Fast alle (schon so 80%+) haben früher oder später mal eine Diss angefangen. Viele (> 60%) haben mindestens eine Arbeit abgebrochen. Da gehöre ich auch zu, meine eingereichte Diss ist der 2. Versuch gewesen. Aber die wenigsten haben da im Bekanntenkreis stand jetzt dann einen zweiten Versuch unternommen. Zumindest von Berichten von Kolleg:innen oder Leuten, die ich von anderen Unis kenne sieht es da ähnlich aus.
Über kurz oder lang würde ich sagen: so 50%, die am Ende erfolgreich abschließen? Durch die höheren Qualitätsansprüche ist die Masse natürlich gesunken...

Bonnerin
24.09.2022, 12:47
In einem anderen Thread hast Du dieses geschrieben:
"Ich habe momentan eigentlich immer 70-80 Stunden pro Woche". Klang so, als ob Du schon als approbierte Ärztin arbeiten würdest. Oder beziehen sich die 70-80 Stunden pro Woche auf Uni+Lernen+Doktorarbeitssuche?

Ich gehe mal davon aus, dass der:die TE noch nicht arbeitet und stattdessen mal das Wasser testen wollte für die präferierten Fachrichtungen nach dem M3...

70h/Woche wären schon sehr viel fürs Studium, da müsste ein sehr zeitintensiver Nebenjob dazukommen.

Relaxometrie
24.09.2022, 13:24
70h/Woche wären schon sehr viel fürs Studium, da müsste ein sehr zeitintensiver Nebenjob dazukommen.
Klar, aber ich wollte Ida96 ein wenig herausfordern, damit sie sich mal erklärt. Ich finde es nämlich ziemlich dämlich, im Forenteil "Arzt/ nach der Approbation" zu schreiben, dass man zu viel arbeitet, andererseits aber wohl noch im Studium, und sogar noch vor dem PJ ist.

Ida96
25.09.2022, 19:09
Klar, aber ich wollte Ida96 ein wenig herausfordern, damit sie sich mal erklärt. Ich finde es nämlich ziemlich dämlich, im Forenteil "Arzt/ nach der Approbation" zu schreiben, dass man zu viel arbeitet, andererseits aber wohl noch im Studium, und sogar noch vor dem PJ ist.

Da habe ich tatsächlich nur für eine ehemalige Kommilitonin gefragt, die nun sehr leidet in Ihrer Arbeit, wegen der hohen Stundenzahl dauerhaft..
Sie ist gar nicht im Forum, hatte mich gebeten mich mal umzuhören, ob das eben einfach normal sei

Coxy-Baby
25.09.2022, 19:23
Würde ich auch so machen als AiW, man fragt halt die klinischen Studenten ob es normal ist, dass man 70 Stunden in der Woche arbeitet......

Relaxometrie
25.09.2022, 20:12
Da habe ich tatsächlich nur für eine ehemalige Kommilitonin gefragt
Und warum schreibst Du eine solche Frage dann in der Ich-Form? Wirkt auf jeden Fall unseriös.

Feuerblick
25.09.2022, 20:12
Da habe ich tatsächlich nur für eine ehemalige Kommilitonin gefragt, die nun sehr leidet in Ihrer Arbeit, wegen der hohen Stundenzahl dauerhaft..
Sie ist gar nicht im Forum, hatte mich gebeten mich mal umzuhören, ob das eben einfach normal seiDann schreib das doch bitte das nächste Mal einfach dazu. Es ist nicht verboten und beugt Missverständnissen vor. :-dafür

mbs
27.09.2022, 01:16
Du kannst nach dem Studium auch als Blutspendearzt oder ähnliches arbeiten um Geld zu verdienen, und parallel vielleicht eher dein Vorhaben in Angriff nehmen.

An welcher Uni suchst du denn überhaupt?

Eigelbe
13.10.2022, 14:59
Ich habe auch lange gesucht bis ich was gefunden habe durch Freunde. Bleib am Ball