Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nein, will ich nicht
Kati die Katze
05.10.2022, 14:37
Kotz post anbei
Hallo miteinander,
Mein OÄ macht mich fertig. Ich bin seit circa 1 Jahr + 2 Monate beruflich tätig. Die ersten ND musste ich nach 8 Wochen in der ZNA machen. Direkt nach meinem ersten ND damals ging ich zum Chef und habe ihn darum gebeten, dass ich mehr Zeit brauche und ich wurde lieber die ND erst nach halben Jahr machen. Aber nein, sie schaffen das
Nun gut
Heute überrascht mich meinen OÄ mit dem Dienstplan von November.... Ich bin von 8 bis 16:30h auf der Intensiv Station eingesetzt. WHAT????
Ich renne sofort zum OÄ und bespreche es, dass ich das nicht schaffen werde und nicht gerne machen möchte. Er lächelte und guckt mich an, doch Sie werden das bestimmt gut machen.
Ich bin richtig sauer und weiß nicht was ich tun soll. Die Stelle kündigen ist nicht so einfach, da ich in der Nähe wohne und alles perfekt geregelt mit einem Tag unter der Woche wegen meiner Tochter. Zudem liegt das nächst mögliche Haus circa 37km (One way) entfernt von uns. Auch weiß ich nicht, ob die mich nicht direkt auf die Intensiv schicken wollen wie aktuell in dem Krankenhaus, wo ich bin
Fach wechseln im selben Klinik ist irgendwie Unsinnig, da werden die Chefs, OÄ etc über mich reden als unfähige Person.
Wie würdet ihr vorgehen?
Klar ist, dass die aufgrund personal Mangel das tun.
Gruß
Coxy-Baby
05.10.2022, 14:48
Einfach machen ....... ?
Feuerblick
05.10.2022, 14:56
Und warum willst du nach über einem Jahr Tätigkeit in der Abteilung das nicht machen? Wie arbeitet es sich denn auf dieser Intensivstation normalerweise? Wird man eingearbeitet? Wie und wann rotieren denn die Kollegen normalerweise dorthin? Gäbe es einen Kollegen, der die Rotation an deiner Stelle machen könnte?
Irgendwie klingt mir das alles ein klein wenig nach Angst in Kombination mit Rosinenpickerei. Außer, dass du nicht willst, lese ich kein wirkliches Argument. Insofern kann ich den Chef verstehen. :-nix
Zu der Zeit ist doch unter der Woche auch normale Besetzung, sodass Du nicht alleine da stehst. Vielleicht hast Du von Kollegen aus dem Dienst (berechtigt oder auch nicht) Horrorstorries im Kopf, die Dir Angst machen und weswegen Du Sorge hast, aber tagsüber solltest Du Dich gut zurecht finden können.
Bei uns war eine Einarbeitung auf Intensiv nach ca. 6 Wochen vorgesehen, da man sie nach 8 Wochen im Rahmen der Dienste mit zu betreuen hatte. Insofern bist du nach über einem Jahr mehr als fällig 😀.
Ganz im ernst: Einfach machen. Man darf dieses ganze System nicht allzu ernst nehmen. Die internistische Ausbildung ist nunmal nahezu überall für den A...
Kati die Katze
05.10.2022, 20:00
Einarbeitungszeit circa 6-8 Wochen mit einem Oberarzt zusammen
Danach Dienste Nachtdienste von 20bis 8uhr sowie Tagsdienste von 7:30 bis 20uhr
Ich fühle mich überhaupt nicht bereit. Ich will lieber länger auf Station bleiben. Ja die meisten rotieren nach einem Jahr, wegen Personal Mangel.
Ich werde das nicht schaffen und ja ich habe Angst und große Respekt. Die Tätigkeit auf Intensiv ist nicht ohne. Ich weiß auch nicht wie ich mich vorbereiten soll, Buch, Kurse..... Ich werde verrückt und überlege im Ernst zu kündigen 😔😔
Feuerblick
05.10.2022, 20:22
Du arbeitest in diesem Haus seit mehr als einem Jahr, bei euch ist es üblich, nach einem Jahr auf ITS zu rotieren und du bekommst bis zu zwei Monate Einarbeitung mit Oberarzt. Was genau glaubst du, wäre in einem Jahr besser? Und gäbe es einen anderen Kollegen, der rotieren könnte und wollte?
Für mich klingt das alles nach einer ziemlichen Panikreaktion und nicht danach, als könntest du das objektiv nicht stemmen. :-nix
][truba][
05.10.2022, 21:32
Das geht doch jedem so. Man hat immer Angst vor unbekanntem. Bereit wird man sich nie fühlen.
Coxy-Baby
05.10.2022, 21:43
Nicht zuviel "Overthinking", man wächst mit seinen Aufgaben
Ich verstehe, dass man nicht wie ein Stück Fleisch von A nach B geschoben werden will. Finde es persönlich ein Unding, dass man nicht gefragt wird. Es heißt immer nur morgen arbeitest du dort und dort. Du bist kein Soldat. Für jeden Akademiker in einem Industrieunternehmen undenkbar. Hier traurige Realität. Das was geschrieben wurde stimmt zu 100%. Man ist nie bereit und man wächst an seinen Aufgaben. Ich geb dir einen anderen Rat und eine andere Meinung. Steh zu dir selber und wenn du es nicht machen willst, dann sag deinen Vorgesetzten, dass du nicht dort arbeiten wirst.
Endoplasmatisches Reticulum
06.10.2022, 11:18
Steh zu dir selber und wenn du es nicht machen willst, dann sag deinen Vorgesetzten, dass du nicht dort arbeiten wirst.
Wird sie nicht, huh? Nun, der Arbeitgeber hat ein Weisungsrecht. Der Einsatz auf der ITS nach über einem Jahr dürfte fachlich absolut zumutbar sein und ist im Rahmen des Weiterbildungsvertrages ohnehin fester Bestandteil der Ausbildung. Sagen kann man viel, aber für eine Verweigerung sehe ich hier keine Basis.
Ich sehe das auch so: Den Ball einfach zurückspielen, das ganze als Chance zum Kompetenzerwerb sehen und im Zweifel den Oberarzt 24/7 an der Leitung halten. So what.
flopipop
06.10.2022, 12:00
wenn alle anderen es auch so machen, warum nicht auch du? die anderen hatten die gleichen ängste und haben es trotzdem gemacht.
Anne1970
06.10.2022, 12:42
Zudem: die Intensiv-Zeit dauert nicht für immer. Man muss abwägen, was einem wichtig ist. Das Kind „gut unter“ zu haben ist m.E. einer der wichtigsten Faktoren. Ausprobieren! Außerdem: offensichtlich hält man die TE für fähig. Wenn das gar nicht gehen sollte, werden die OÄ sich schon rühren. :grins:
Feuerblick
06.10.2022, 12:53
Ich verstehe, dass man nicht wie ein Stück Fleisch von A nach B geschoben werden will. Finde es persönlich ein Unding, dass man nicht gefragt wird. Es heißt immer nur morgen arbeitest du dort und dort. Du bist kein Soldat. Für jeden Akademiker in einem Industrieunternehmen undenkbar.
Nun… solange du dich in einem Industrieunternehmen als Akademiker in der Ausbildung befindest (nichts weiter ist man als Weiterbildungsassistent), rotierst du dort auch durch die Abteilungen. Wenn es zu dieser Ausbildung im Betrieb dazugehört, diese Abteilung zu kennen und die Tätigkeiten zu beherrschen. Nach Ansage des jeweiligen Chefs. :-nix
Anne1970
06.10.2022, 13:24
Jo. Oder wie der alte Rolling Stone immer sagte:“You can‘t allways get what you want.“ :grins:
majorpayne01
06.10.2022, 14:33
Auch wenn ich glaube, dass du das ungerne hören möchtest aber anscheinend trauen dir deine Vorgesetzten mehr zu als du dir selbst. Also be confident, ist ein gutes Zeichen! Medizin ist leider einfach oft ins kalte Wasser geschmissen zu werden, musste ich auch schon leidlich erfahren. Ein Vorteil hast du jetzt aber dadurch, dass du dich beschwert hast, du hast einen Freifahrtticket 24/7 deinen Oberarzt auf der ITS telefonisch zu nerven :D!
Nun… solange du dich in einem Industrieunternehmen als Akademiker in der Ausbildung befindest (nichts weiter ist man als Weiterbildungsassistent), rotierst du dort auch durch die Abteilungen. Wenn es zu dieser Ausbildung im Betrieb dazugehört, diese Abteilung zu kennen und die Tätigkeiten zu beherrschen. Nach Ansage des jeweiligen Chefs. :-nix
Ich würde dir rechtgeben, wenn man wie bei einer Ausbildung bei einem Arbeitgeber bleibt. Das ist aber selten der Fall. Warum sollte man dann nicht die Position vertreten ich möchte lieber erstmal XY machen, z.B. weil man vorhat die Intensivzeit oder NFA oder was auch immer wo anders zu machen? Mir ist klar, dass dieses morgen bis du dort und dort rechtlich möglich ist. Dennoch ist es ein absolutes Unding.
Züschata
06.10.2022, 18:06
Klingt etwas infantil das ganze, fängt schon beim Threadtitel an und geht beim ersten Satz weiter (OA macht einen fertig). Man muss dich wohl wirklich zum Jagen tragen. Ich finds in Ansätzen nachvollziehbar, aber so ein Selfhandicapping zu betreiben ist sicher nicht ratsam. Augen zu und durch, sonst musste halt das Fach wechseln. Vielleicht solltest du es auch unabhängig davon erwägen: wer sich so dagegen wehrt, gefährdet im Zweifel mit seiner Haltung Patientenleben.
Endoplasmatisches Reticulum
06.10.2022, 18:06
Warum sollte man dann nicht die Position vertreten ich möchte lieber erstmal XY machen, z.B. weil man vorhat die Intensivzeit oder NFA oder was auch immer wo anders zu machen?
Kann man für sich vertreten, ist aber nicht das Problem des Arbeitgebers - und ausnahmsweise mal völlig zu Recht. Du hast einen Arbeitsvertrag und im Rahmen dessen ist es keinesfalls ein Unding, dass der Arbeitgeber dich nach Bedarf einteilt und mit Aufgaben versiert. Im Gegenteil, es ist eine Selbstverständlichkeit. Da die ITS-Zeit oft das Nadelöhr ist und man auf dem Arbeitsmarkt danach deutlich attraktiver ist, haben sich in den meisten meiner bisherigen Häuser die Leute sogar eher darum gerissen. Aber gut.
ÄiW sind übrigens, wie es der Name auch anklingen lässt, in Fortbildung. Nicht in Ausbildung. Lasst uns bitte aufhören, uns selbst in der Arbeitswelt zu degradieren. Arbeitgeber mögen uns manchmal als teurere Azubis sehen, aber das ist Spott abseits von Fakten.
ÄiW sind übrigens, wie es der Name auch anklingen lässt, in Fortbildung.
Nö, sie sind, wie der Name sagt, in Weiterbildung. Fortbildung kommt nach der Facharztprüfung.
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