Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trost post, bin ich eine Rabenmutter?



Postbank
22.11.2022, 18:13
Trost post, bin ich Rabenmutter?


Mein Thema steht schon oben! Nach Abwegung von den pro/contra habe ich mich für die knapp ~170 km (hin und zurück ) von zu Hause weg entfernte Stelle entschieden.

Heute habe ich in Familien und Freunden Kreis darüber gesprochen und die meisten waren die Meinung, dass ich nur an mich denke, dass ich in erster Linie um meine Bedürfnisse denke und Warum habe ich überhaupt Kinder gemacht, wenn ich mich erstmal beruflich selbst verwirklichen will?! Die waren die Meinung, dass die Beziehung und Bindung zum Kinder aufbauen und auch halten sind sehr wichtig und sonst können die echt verhaltensauffällig und im schlimmsten Fall BINDUNGSGESTÖRT werden. Ich habe das Haus gewählt, da ich mich beim Vorstellungsgespräch sehr gut gefühlt habe, meine Wünsche, wo ich eingesetzt werde, wurden berücksichtigt und ich muss nicht unbedingt lange warten bis ich mein Logbuch voll habe oder auf Rotation ewig Jahren abzuwarten. Eine 24 Stundendienst gibt's nicht, großes Haus wo ich relativ möglichst viel sehen und lernen werde.

😞

Ich denke manchmal, dass ich angesehen werde wie eine Rabenmutter! Wie seht ihr anderen Mütter das?

Findet ihr es sehr irritierend und ungewöhnlich, dass ich so weit weg von meiner Kinder arbeite?.

DrSkywalker
22.11.2022, 18:17
Es fehlen noch einige weitere Informationen um etwas dazu sagen zu können. Wie alt sind deine Kinder? Und du? Wie viele? Wie oft wirst du sie sehen? Wer betreut sie sonst?Welche Fachrichtung? Bist du auch sicher kein troll?

Postbank
22.11.2022, 18:30
Ich verweise auf meine Post vom September zurück.

Um auf deine weiteren Fragen zurück zu kommen, also Mein Mann nimmt 6 Monate erstmal Elternzeit , später 3 Tage homoffice und ich nehme 80%Stelle an. Zudem haben wir eine Tagesmutter.

Bille11
22.11.2022, 18:58
Machst Du Intensivmedizin?

Listerien
22.11.2022, 19:22
Hey Postbank. Ich bin keine Mutter aber Vater von 2 Kids.

Ich persönlich würde mich ganz klar für die besseren Karrierechancen entscheiden. Deine Familie und Freunde haben nicht wie du 6 Jahren studiert um das genauer zu beurteilen. Du hast dich entschieden, weil Punkt A/b gestimmt hat und der Rest sollte dir eig egal sein.

Schlussendlich entscheidest du aber allein was du für richtig hältst. Ignoriere alle anderen, du kennst deinen Mann und dein Kind und weißt was du ihnen und dir zumuten kannst.

Und das sag ich als jemand der regelmäßig und verdammt große Opfer für die Karriere schon gebracht hat

anignu
22.11.2022, 22:22
Heute habe ich in Familien und Freunden Kreis darüber gesprochen
Ganz ehrlich: wie geht es DIR damit? Es geht doch primär darum wie es dir damit geht. Fühlst du dich damit gut, hast du das Gefühl dass du dein Kind oder deine Kinder ausreichend siehst? Usw...

Bei uns war es so dass wir uns entschieden hatten unsere Kinder zunächst 2 Jahre komplett zu Hause zu betreuen und dann in die KiTa zu geben. Und es formierten sich dann zwei Lager: das Lager vonwegen "spinnt ihr, das ist viel zu früh, Kinder brauchen die Mutter und dürfen frühestens noch das Jahr vor der Vorschule in den Kindergarten" und das Lager "krass, dass ihr die Kinder erst so spät in die KiTa gebt, wie macht ihr das mit der Arbeit, könnt/wollt ihr euch das leisten, hat ihr keine Ambitionen im Job" usw.
Und war haben wir draus gelernt? Dass jeder glaubt mitreden zu können und müssen und es die Leute ungefähr einen feuchten ... angeht. War es nicht auch so bei der Bärbock dass die gefragt wurde wie sie das mit den Kindern auf die Reihe bekommt? Ein Mann wird das nicht gefragt. Aber bei Frauen mischt sich jeder ein und jeder glaubt es besser zu wissen, egal in welche Richtung.

Kopieschop
22.11.2022, 22:38
Egal wie es Familie oder Freunde sehen. In erster Linie müssen du und dein Partner euch einig sein wie ihr es macht.

Für mich wäre es nicht machbar, da ich gerne bei meiner Familie bin.

Der nächste Punkt wäre, du machst deine Weiterbildung oder zumindest einen Teil von und dannch eventuell was in der Nähe suchen.

Nur du und dein Mann kannst es aber im großen und ganzen entscheiden was für euch passt

Bonnerin
23.11.2022, 05:51
Die sollen halt einfach die Fre**e halten. Es geht um einen Zeitraum von 2 Jahren, danach willst du die Klinik ja ohnehin für den ambulanten Bereich verlassen.
Nichtmediziner:innen haben in vielen Fällen wenig bis gar keine Ahnung von den Spitzfindigkeiten der ärztlichen Weiterbildung. Gerade wenn eine Klinik "nur" 30km entfernt ist, aber Maximalversorger und daher vermutlich mit Überstunden etc. verbunden sein wird, wär das für die "Bindung ans Kind" auch nicht zuträglich. Man kann sich halt erst als FA halbwegs aussuchen, wo man wie arbeitet.

DrSkywalker
23.11.2022, 11:19
Auch wenn mir weiterhin einige Informationen fehlen, muss ich sagen, dass ich persönlich das nicht tun würde. die ersten Lebensjahre der Kinder sind so wichtig. Beruf bzw Karriere sind für unsere Familie immer hinter den Kindern angesiedelt. Solange man über die Runden kommt und sich nicht alles komplett verbaut würde ich mir eine Alternativ suchen.

epeline
23.11.2022, 22:28
Letztendlich kannst du das nur selbst entscheiden, bzw du und dein Mann.
Ich bin mir aber sicher, dass man auf einen Mann nicht soneingeredet und mehr Verständnis aufgebracht hätte.

Colourful
24.11.2022, 05:25
Ja, für Männer wäre das total okay da 85km pro Strecke zu pendeln. Denen würde da sogar zugeraten werden, wegen der Karriere.

Kommt aber sehr darauf an, ob dein Mann in der Nähe arbeitet, ob ihr Familie da habt und wie alt die Kinder sind.

Ich würde das nach ohne Kinder nicht machen, weil mir das zu weit wäre. Aber es kommt auch sehr auf die Strecke an. 85km Autobahn ohne große Baustellen etc. ist auch weniger krass, als einmal quer durch Hamburg/Berlin.

Trendafil
24.11.2022, 09:38
Das ist doch total individuell.
Letztlich müsst ihr Euch als Familie mit der Entscheidung wohl fühlen.

Persönlich kann ich berichten, dass ich mich zunächst auch für mehr Karriere als Kind entschieden habe. Bereut hab ichs dann nach etwa 2 Jahren. während der schwangerschaft meines zweiten Kindes habe ich beschloßen, 2 jahre zuhause zu bleiben und danach mit super reduzierter wochenstundenzahl weiter zu arbeiten. einfach weil mich familie mehr glücklich macht als der 10. nachtdienst und ein reserviertes Danke vom chef, wenn überhaupt.