mkw44
11.01.2023, 13:54
Hallo,
ich arbeite in einer Kinderklinik und wir haben zuletzt häufiger Schwierigkeiten mit den Rezepten in unserer Notfallambulanz. Diese Frage mag jetzt vielleicht trivial wirken, aber es tauchen ja doch insbesondere bei Säften und Kindermedikamenten Fragen auf, die sich nicht ganz einfach klären lassen. Zusätzlich finde ich teils veraltete Informationen und es fällt mir schwer, hier ganz konkrete und aktuelle Angaben zu finden. Und außerdem geht es mir ja auch nicht nur darum, einfach nur die Bestimmungen zu erfüllen, sondern auch darum, den Apotheken möglichst keine unnötige oder zusätzliche Arbeit zu machen, in Form von Nachfragen oder Retaxationen oder ähnlichem (und uns damit ja indirekt auch, bei Nachfragen). Ich habe mal in der APotheke nachgefragt, wo ich oft hingehe und öfter mit dem Chef gequatscht habe, der war der sehr entspannt. Eine Apotheke aus dem Nachbarort beschwert sich regelmäßig. Ich verstehe die Diskrepanz nicht.
Wir bekommen teils nicht freundliche Anrufe aus für uns manchmal im ersten Moment nicht nachvollziehbaren Anlässen, aber eine vernünftige Klärung ist dann im Notdienst mitten in der Nacht auch oft nicht möglich. Daher stelle ich diese vielleicht banalen Fragen einmal hier und freue mich wirklich über konstruktive Rückmeldungen.
Wirkstoff oder wirklich konkretes Präparat?
Für mich erscheint Penicillin V Saft N1 3x tgl 400.000 IE 7d eindeutiger und damit sinnvoller als Infectocillin Saft 500.000IE/5ml N1 3x tgl 4ml 7d. Es gibt vielleicht gerade im Notdienst nur eine andere Konzentration, dann ist meine ml Rechnung nicht mehr richtig, der Patient hat sich das vielleicht schon so aufgeschrieben und gibt dann etwas falsches, etc. Außerdem bevorzuge ich hier ja regelmäßig ein Unternehmen, denn ich merke mir ja nicht noch verschiedene Hersteller und wechsele dann. Ich lese in offiziellen Dokumenten zum Teil, dass eine wirkstoffbasierte Verordnung genauso möglich ist. Andererseits soll ja inzwischen idealerweise die PZN angegeben werden. Was ist hier korrekt und v.a. was ist für die A
Ich hatte einmal einen Rückläufer weil ich nachts "Pyrantel Suspension xx ml Einmalgabe" verordnet hatte, der Vater kam zurück mit der Info aus der Apotheke "Das sei ein Tiermedikament und hätten sie auch nicht vorrätig". "Pyrantel" durch "Helmex" ersetzt hat dann funktioniert, die Apotheke war telefonisch aber nicht zu erreichen. Ich habe das nicht verstanden.
Ibuprofen- / Paracetamol Säfte
Genügt die Angabe "Ibuprofen Saft 40mg/ml N1 bei Bedarf" oder genügt sie nicht? Ich höre verschiedenes, und das verwirrt mich und viele Kollegen. Oder muss ich wirklich bei eigentlich OTC-Medikamenten bei jedem Patienten die Dosierung ausrechnen? Viele Eltern im Notdienst können mir ja kein Gewicht nennen, das bedeutet dann erhblicher Mehraufwand in der Ambulanz.
Es gab auch einmal die Information, dass Ibuprofen oder Paracetamol Saft auf einem extra Rezept verordnet werden muss, damit es als Rezeptur aus der Eigenherstellung abgegeben werden darf. Das verstehe ich insofern, weil Rezepturen ja einzeln verordnet werden müssen. Ist das der Grund oder gibt es einen anderen? Aktuell verlangen ja quasi alle Patienten ein Ibuprofen- oder Paracetamol-Rezept.
Leider ist unser Rezeptprogramm sehr schlecht, wirklich unglaublich schlecht. Es verlangt, das bestimmte Felder ausgefüllt werden, druckt diese aber nicht aus! Ein Arzneimittelinformationssystem haben nicht. Die IT weiß es, es dauert angeblich ein Jahr bis wir was vernünftiges bekommen. Unglaublich, aber wahr. Solange müssen wir uns damit rumquälen.
Also falls da jemand was zu sagen mag, sehr gerne. Vielleicht ist ja auch jemand hier der Apothekenabläufe von innen kennt? Mir gehts ja nicht um gegeneinander, sondern um miteinander. Gleichzeitig hab ich aber oft pro Patient nur wenige Minuten Zeit, da muss ich mich aufs Nötigste konzentrieren.
ich arbeite in einer Kinderklinik und wir haben zuletzt häufiger Schwierigkeiten mit den Rezepten in unserer Notfallambulanz. Diese Frage mag jetzt vielleicht trivial wirken, aber es tauchen ja doch insbesondere bei Säften und Kindermedikamenten Fragen auf, die sich nicht ganz einfach klären lassen. Zusätzlich finde ich teils veraltete Informationen und es fällt mir schwer, hier ganz konkrete und aktuelle Angaben zu finden. Und außerdem geht es mir ja auch nicht nur darum, einfach nur die Bestimmungen zu erfüllen, sondern auch darum, den Apotheken möglichst keine unnötige oder zusätzliche Arbeit zu machen, in Form von Nachfragen oder Retaxationen oder ähnlichem (und uns damit ja indirekt auch, bei Nachfragen). Ich habe mal in der APotheke nachgefragt, wo ich oft hingehe und öfter mit dem Chef gequatscht habe, der war der sehr entspannt. Eine Apotheke aus dem Nachbarort beschwert sich regelmäßig. Ich verstehe die Diskrepanz nicht.
Wir bekommen teils nicht freundliche Anrufe aus für uns manchmal im ersten Moment nicht nachvollziehbaren Anlässen, aber eine vernünftige Klärung ist dann im Notdienst mitten in der Nacht auch oft nicht möglich. Daher stelle ich diese vielleicht banalen Fragen einmal hier und freue mich wirklich über konstruktive Rückmeldungen.
Wirkstoff oder wirklich konkretes Präparat?
Für mich erscheint Penicillin V Saft N1 3x tgl 400.000 IE 7d eindeutiger und damit sinnvoller als Infectocillin Saft 500.000IE/5ml N1 3x tgl 4ml 7d. Es gibt vielleicht gerade im Notdienst nur eine andere Konzentration, dann ist meine ml Rechnung nicht mehr richtig, der Patient hat sich das vielleicht schon so aufgeschrieben und gibt dann etwas falsches, etc. Außerdem bevorzuge ich hier ja regelmäßig ein Unternehmen, denn ich merke mir ja nicht noch verschiedene Hersteller und wechsele dann. Ich lese in offiziellen Dokumenten zum Teil, dass eine wirkstoffbasierte Verordnung genauso möglich ist. Andererseits soll ja inzwischen idealerweise die PZN angegeben werden. Was ist hier korrekt und v.a. was ist für die A
Ich hatte einmal einen Rückläufer weil ich nachts "Pyrantel Suspension xx ml Einmalgabe" verordnet hatte, der Vater kam zurück mit der Info aus der Apotheke "Das sei ein Tiermedikament und hätten sie auch nicht vorrätig". "Pyrantel" durch "Helmex" ersetzt hat dann funktioniert, die Apotheke war telefonisch aber nicht zu erreichen. Ich habe das nicht verstanden.
Ibuprofen- / Paracetamol Säfte
Genügt die Angabe "Ibuprofen Saft 40mg/ml N1 bei Bedarf" oder genügt sie nicht? Ich höre verschiedenes, und das verwirrt mich und viele Kollegen. Oder muss ich wirklich bei eigentlich OTC-Medikamenten bei jedem Patienten die Dosierung ausrechnen? Viele Eltern im Notdienst können mir ja kein Gewicht nennen, das bedeutet dann erhblicher Mehraufwand in der Ambulanz.
Es gab auch einmal die Information, dass Ibuprofen oder Paracetamol Saft auf einem extra Rezept verordnet werden muss, damit es als Rezeptur aus der Eigenherstellung abgegeben werden darf. Das verstehe ich insofern, weil Rezepturen ja einzeln verordnet werden müssen. Ist das der Grund oder gibt es einen anderen? Aktuell verlangen ja quasi alle Patienten ein Ibuprofen- oder Paracetamol-Rezept.
Leider ist unser Rezeptprogramm sehr schlecht, wirklich unglaublich schlecht. Es verlangt, das bestimmte Felder ausgefüllt werden, druckt diese aber nicht aus! Ein Arzneimittelinformationssystem haben nicht. Die IT weiß es, es dauert angeblich ein Jahr bis wir was vernünftiges bekommen. Unglaublich, aber wahr. Solange müssen wir uns damit rumquälen.
Also falls da jemand was zu sagen mag, sehr gerne. Vielleicht ist ja auch jemand hier der Apothekenabläufe von innen kennt? Mir gehts ja nicht um gegeneinander, sondern um miteinander. Gleichzeitig hab ich aber oft pro Patient nur wenige Minuten Zeit, da muss ich mich aufs Nötigste konzentrieren.