Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 A24/B47 - Cholangitis bestätigen
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13.04.2023, 14:35
Laut Leitlinie (S2k Leitlinie Autoimmune Lebererkrankungen) würde für die Diagnose einer primär sklerosierenden Cholangitis nach erfolgter MRCP eher eine Leberbiopsie machen (so versteh ich zumindest Abb.2), daher sollte hier B richtig sein.
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13.04.2023, 14:52
Dacht ich mir auch, aber „LeberBLINDpunktion“ fand ich suspekt..
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13.04.2023, 14:54
auch wenn mich Leber"blind"punktion etwas stutzig macht würde ich sagen sie stimmt, da man ja keinen Mehrgewinn an Information bei der ERCP hat nachdem die MRCP schon gelaufen ist und daher auch keine Bestätigung der Diagnose erfolgen kann
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13.04.2023, 15:33
Die ERCP ist Goldstandard bei der Diagnose einer PSC, eine Leberpunktion kann erfolgen, ist jedoch nicht obligat
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13.04.2023, 15:33
Laut Amboss wird nach einer MRCP zur Diagnosesicherung ERCP angewandt, Histologie durch eine Biopsie ist dafür nicht obligat. Außerdem sind bei PSC nur Gallenwege befallen und oft segmental, das heißt eine Blindpunktion bringt dir sowieso nichts denn selbst bei einer gesteuerten Biopsie ist Biopsie oft negativ obwohl die Krankheit besteht
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13.04.2023, 15:42
Laut Amboss wird eben keine regelhafte ERCP durchgeführt. Höchstens therapeutisch bei Strikturen
Unregistriert
13.04.2023, 15:48
Die ERCP ist Goldstandard bei der Diagnose einer PSC, eine Leberpunktion kann erfolgen, ist jedoch nicht obligat
Soweit ich weiß ist die MRCP Goldstandard zur Diagnosesicherung, nicht die ERCP. Sowohl ERCP als auch Leberbiopsie können genutzt werden, um bei unklaren Befunden die Diagnose zu sichern, ansonsten gilt die Diagnose durch MRCP bereits als gesichert (plus Labor).
Das hilft zwar jetzt nicht bei der Frage, ob nun ERCP oder die Punktion zur erweiterten Diagnosesicherung richtig ist (laut Leitlinien geht bei verschiedenen Indikationen, die hier in der Fragestellung aber nicht dargestellt werden, beides). Aber dadurch wird die Frage ggf. anfechtbar.
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13.04.2023, 15:54
Ich habe die Frage tatsächlich ganz anders verstanden, nämlich welche Erkrankung am wahrscheinlichsten der PSC zugrunde liegt. Hier habe ich an die CU gedacht, da eine PSC fast ausnahmslos als Begleiterkrankung einer CED vorkommt. Daher habe ich hier die Koloskopie angekreuzt.
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13.04.2023, 16:24
Ich habe die Frage tatsächlich ganz anders verstanden, nämlich welche Erkrankung am wahrscheinlichsten der PSC zugrunde liegt. Hier habe ich an die CU gedacht, da eine PSC fast ausnahmslos als Begleiterkrankung einer CED vorkommt. Daher habe ich hier die Koloskopie angekreuzt.
Same... Habe das so verstanden, dass mit der MRCP die Diagnose PSC gesichert ist (was laut Amboss auch der Fall ist). Demnach wüsste ich auch nicht warum man hier noch weiter rumdiagnostizieren soll. Wsl trotzdem falsch
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13.04.2023, 16:43
Wäre als Mehrgewinn bei ner ERCP nicht auch eine Biopsie möglich?
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13.04.2023, 16:53
Habe mich auch für die Koloskopie entschieden, da meiner Meinung nach die Diagnose der PSC schon gesichert war. Die folgenden Fragen zielten ja auch eher auf die Colitis ulcerosa ab. Fande allerdings die Frage auch schwammig gestellt. War mir nicht sicher, ob es jetzt um die PSC oder Colitis gehen soll..
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13.04.2023, 17:06
Das ist genau das, was mich aufregt. Ist doch schön wenn die angehenden Ärzte wissen, was ERCP und MRCP ist und wann es eingesetzt wird. Dass CU und PSC miteinander assoziiert sind und das Risiko für Tumoren erhöhen. Durch so eine komisch gestellte Frage verlieren manche Studenten Punkte, obwohl sie eigentlich über die Themen Bescheid wissen. Ist einfach frech wie die Fragen formuliert sind
RomanDLG
13.04.2023, 17:22
Im Falltext war ja auch davon die Rede, dass in der MRCP nur intrahepatische Veränderungen nachgewiesen wurden. Macht das vielleicht auch nochmal einen Unterschied in der Entscheidung Biopsie vs. ERCP?
roschi89
15.04.2023, 12:39
Ich habe die Frage tatsächlich ganz anders verstanden, nämlich welche Erkrankung am wahrscheinlichsten der PSC zugrunde liegt. Hier habe ich an die CU gedacht, da eine PSC fast ausnahmslos als Begleiterkrankung einer CED vorkommt. Daher habe ich hier die Koloskopie angekreuzt.
So habe ich es auch verstanden und mich für die Koloskopie entschieden
Tomatenmark
15.04.2023, 21:46
Laut S2k Leitlinie zu Autoimmunen Lebererkrankungen ist die MRCP das diagnostische Mittel der Wahl. Bei unauffälliger MRCP danach die Leberbiopsie laut Flussdiagramm. Die ERCP steht unter Empfehlungen ebenfalls als diagnostisches Mittel nach negativer MRCP oder in der Akutsituation. Die Kolo soll allerdings nach Diagnosenstellung (durch die MRCP) wegen der hohen Assoziation immer durchgeführt werden. Dabei sollen auch bei makroskopisch unauffälliger Schleimhaut Stufenbiopsien entnommen werden (S.1168).
Ich denke die Koloskopie sollte richtig sein.
Anni3006
16.04.2023, 16:13
Vllt ist das zu einfach gedacht, aber an der Leberblindpunktion hat mich gestört, dass da "Punktion" steht... Ich meine, man kann ja in vieles reinstechen, egal ob gezielt oder ungezielt, aber wenn ich dann nichts raushole, also keine Biopsie mache, bringt mir die Punktion an sich halt gar nichts. Oder sehe ich das falsch?
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