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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unschlüssig FA-Wahl



Medi2345
20.06.2023, 13:00
Hi zusammen,

bis jetzt war ich nur ein stiller Mitleser hier im Forum..jedoch wollte ich nun auch mal etwas los werden..
Eigentlich war ich mir recht sicher mit meiner Facharztwahl, auch wenn ich immer wieder mit ein paar anderen Fächern geliebäugelt habe 😅, und habe mich dann vor ein paar Monaten in meiner Wunschklinik für einen internistischen Schwerpunkt beworben. Das hatte dann leider nicht geklappt und hatte mich dann weiter beworben für diesen internistischen Schwerpunk. Immer nur an Unikliniken, weil ich auch gerne an der Uni bleiben möchte und mir wissenschaftliches arbeiten Spaß macht.. Zudem möchte ich habilitieren..
Leider klappte es bei den weiteren Bewerbungen an Unikliniken für eine reguläre Stelle auch nicht 😞, trotz vorhandener Doktorarbeit und sehr guter Noten..
Hatte dann schon Zweifel an mir bzw. was ich falsch mache..
Das einzige was mir bis jetzt für diesen internistischen Schwerpunkt angeboten wurde, ist eine Drittmittelstelle an einer Uni begrenzt auf zwei Jahre. Bei der Stelle ich aber auch 6 Monate erstmal zu Beginn Vollzeit ins Labor soll (wird dann ja auch nicht auf die Weiterbildung angerechnet), um eine neue Methode zu etablieren. Es hieß dann von dem Chef dort, dass ich auch dann nach den zwei Jahren auf eine reguläre Assistentenstelle umgebucht werde und davon quasi nichts merken würde. Leider hänge ich total an meiner Wunschklinik, weshalb ich mich dann nochmal an der Wunschklinik für andere internistische Schwerpunkte beworben hatte, und auch eingeladen wurde, jedoch derzeit es keine offenen Stellen dort geben würde und es hieß man würde sich bei freien Stellen wieder dann bei mir melden.
Ich kam dann über die letzten Tage wieder ins Grübeln, ob ich nicht vielleicht ein anderes Fach machen soll. Im Studium interessierte ich mich neben der Inneren Medizin auch sehr für die Psychiatrie/Neurologie, Dermatologie und Labormedizin. Leider konnte ich in keinem der Fächer mein PJ absolvieren, weshalb ich dann mir überlegt hatte in den Fächern einfach mal ne Hospitation zu machen. Jedoch hieß es bei den bisher angefragten Unikliniken im Sekretariat man solle sich einfach bewerben und nach einer Hospitation zusätzlich im Anschreiben fragen. Ich bin aber mir ja noch gar nicht sicher und möchte die Fächer einfach nochmal „austesten“ und mich nicht gleich bewerben..
Ich bin jetzt einfach überfragt und sehe vor lauter Bäumen nicht mehr den Wald 🙈😅
Die Arbeitsbedingungen sind ja auch nicht grade die besten in der Inneren Medizin im Vergleich zu den anderen Fächern wie der Derma/Psychiatrie/Labormedizin etc
Anderseits kann ich jetzt auch nicht mehr ewig rumeiern und muss mal anfangen.
Zudem bleibt mir die Drittmittelstelle ja auch nicht ewig mehr frei..
vielleicht habt ihr ja noch Ideen 💡
Ich wäre für jeden Tipp/Ratschlag froh.

LG

_calendula_
20.06.2023, 15:24
Um welchen Schwerpunkt handelt es sich?
Beliebte Großstadt?
Kannst du dir die anderen Fächer genauso vorstellen?

jo1u
20.06.2023, 16:34
Was Du tatsächlich möchtest, kannst nur Du wissen. Ich würde ganz klar bei Innere bleiben - auch wenn es auf Anhieb nicht klappt.

_calendula_
20.06.2023, 20:23
Bei der Inneren zu bleiben ist zwar ein logischer Rat, aber es führen so viele Wege nach Rom, dass man eigentlich nur raten kann: finde für dich heraus, welchen Umweg oder Kompromiss du eingehen kannst - Fach, Ort, beides ein bisschen...

AlicePeralta
21.06.2023, 05:17
Man könnte Allgemeinmedizin machen, das wird subventioniert.

Bonnerin
21.06.2023, 07:29
Ich würde in deinem Fall die angebotene Stelle in der Inneren wahrnehmen - ist die Promotion noch ausstehend? Das wäre ja eventuell noch ein Punkt, den man da (rasch?) angehen könnte.

Ein Jahr Innere (wobei ich da wirklich eher Richtung 12 Monate praktische Erfahrung als 6 + 6 im Studienlabor tendieren würde) wird dir letztlich bei jedem der anderen Fächer helfen. Falls du in die Labormedizin wollen würdest, sind z.B. auch 12 Monate stationäre Patientenversorgung vorgeschrieben. Die meisten Arbeitgeber wollen auch, dass das vor dem Wechsel ins Labor abgeschlossen ist, was ich auch als vernünftig ansehe (wobei Innere nicht unbedingt sein muss nach neuer WBO, ich habe auch keine Innere gemacht).

Wenn man nicht unbedingt Allgemeinmedizin machen will, würde ich in jedem Fall davon abraten, die Förderung einzustecken, bislang gab es wohl noch keine Rückzahlklagen, aber zu dem Thema wurde hier schon öfters diskutiert.

Private Pyle
21.06.2023, 12:32
[…] wobei Innere nicht unbedingt sein muss […]
Kommt auf das Bundesland an, in Bayern ist Innere oder Päd vorgeschrieben. Da wird alleine aufgrund der Stellensituation sicher häufiger Innere gemacht.

NitroBacter
25.06.2023, 13:02
Kommt auf das Bundesland an, in Bayern ist Innere oder Päd vorgeschrieben. Da wird alleine aufgrund der Stellensituation sicher häufiger Innere gemacht.

Das stimmt nach der neuen WBO nicht mehr. Auch in Bayern gilt jetzt für Labormedizin: "müssen 12 Monate in der stationären Patientenversorgung abgeleistet werden" Quelle neue WBO LÄK Bayern