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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PKV vs GKV als Niedergelassener



ehem-user-19-05-2025-1430
26.06.2023, 08:12
Liebes Forum,
das Thema wurde grundsätzlich schon oft und kontrovers besprochen, mir geht es hier allerdings nur um den Fall als niedergelassener/selbsständige/r Arzt/Ärztin.

Mein Eindruck ist, dass die große Mehrheit der Selbständigen privat krankenversichert ist. Mir ist klar, dass man als selbsständiger seinen Arbeitgeberanteil selbst zahlt. Mit Pflegeversicherung sind das aktuell bei der gesetzlichen 12.000 Euro im Jahr. In der privaten je nach Tarif und Kinder natürlich mehr. Die Versicherungsvertreter beraten einen natürlich überhaupt nicht objektiv (der BMW-Händler empfiehlt einem auch keinen Dacia, obowhl die Preisleistung wesentlich besser ist :) ).

Ich habe mich nun etwas damit beschäftigt, bei mir auch Speziafall dass beide Partner selbständig sind, und tendiere eigentlich zur gesetzlichen. Ich finde die gesetztliche nicht so konkurrenzlos wie es erscheint (Sicherheit im Falle von Einkommensreduktion eines der Partner, Kinder sind kostenlos, als Artz braucht man sowieso viele Leistungen nicht/wird im Krankenhaus sowieso special behandelt etc., Beitragsstabilität).
(Also ich versuche bewusst die politischen/moralischen Themen einmal auszublenden, sondenr rein objektiv-egoistisch die Sache zu betrachten).

Einmal die Frage vor allem an die Niedergelassenen: Wie seid ihr versichert und seid ihr damit retrospektiv zufrieden? Wie bewertet ihr die Thematik? Gibt es niedergelassene die gesetzlich versichert sind?

Viele Grüße und Danke
MellowMed

aschenputtel1977
26.06.2023, 10:09
Freiwillig gesetztlich. Kind und ich nicht gesund, daher keine Frage gewesen.

Haffi
26.06.2023, 13:42
Ich bin selbst in der PKV versichert. Ich denke beide Systeme werden über kurz oder lang crashen. In welchem System man besser crashen wird, wird dir niemand beantworten können. Nur für die Leistung würde ich nicht in die PKV wechseln. Im ambulanten Bereich hat man als Niedergelassener seine Kontakte vor Ort, mit Zusatzversicherungen für Stationär, Zahn und Krankentagegeld bist du meiner Ansicht nach weitestgehend leistungsgleich aufgestellt.

Christoph_A
26.06.2023, 15:14
Ich selber und die ganze Familie sind privat versichert. Bisher bin ich damit gut gefahren, wie sich das duale System in Zukunft entwickelt liegt nicht in meiner Hand, persönlich sehe ich jedoch auf Mittelfrist keinen Systemcrash kommen.

DrSkywalker
26.06.2023, 20:42
Pkv, stark abgespeckter Tarif, alles selbst zahlen, nur für schwere Erkrankungen abgesichert.

Für mich und zwei Kinder ca 400€/Monat. Ich zahle seit Jahren alles selbst, sind aber bisher nie mehr als 1000€ gewesen. Das gesparte Geld geht in einen etf. Mal sehen ob ich in 25 Jahren damit gut gefahren sein werde.

freak1
26.06.2023, 20:44
Krass, was tust du, wenn eins deiner Kinder jetzt einen Typ 1 Diabetes oder eine Colitis ulcerosa bekommt, für die es alle 4 Wochen Antikörper braucht?

DrSkywalker
26.06.2023, 20:59
Naja, dann zahlt die pkv, habe nur eine hohe Selbstbeteiligung und kein chichi wie Einzelzimmer, Heilpraktiker, Chefarztbehandlung etc.

Das medizinisch nötige wird ja gezahlt, und genau für diese unerfreulichen Fälle greift dann die Versicherung.