Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erstsemester mit 24
Na ja. Also sicherlich kann man auch nen Schimpansen dazu dressieren die MC-Prüfungen zu bestehen, so man ihm vorher unsere Sprache beibringen könnte. Aber Es steckt doch alleine im Physikum ein vielfaches an Arbeit als die, die ich ins Abi stecken muß. Das das zum großteil reine Fleisarbeit ist ändert daran ja auch erstmal nix.
airmaria
30.10.2001, 22:00
Klar muß man fürs Physikum und für die Staatsexamen 2 bis 3 Monate Gas geben - aber im Schnitt habe ich hochgerechnet in diesen 5 Jahren bis zum 2. Teil maximal eine 2 bis 3 Tagewoche gehabt. Und das ist schon ziemlich geil und ich habe diese Zeit sehr genossen und wenn ich könnte, würde ich gleich nochmal von vorne anfangen!
Grüße, "Mary" airmaria
PS: denke man könnte das Ganze auch in der Hälfte der Zeit absolvieren, wenn es zulässig wäre - würde dann allerdings auch weniger Spaß machen.
Hab nie behauptet, daß ich die Entscheidung bereut hätte. Würde mich auch sovort wieder für dieses Fach entscheiden. Ob man es aber unbedingt in der halben Zeit schaffen würde. Da bin ich Skeptisch. Auf jeden Fall were es dan extrem Stressig und ich für meinen Teil würde nicht halb so viel mitnehmen können wie ich es jezt tue. Sowohl fachlich als auch privat :-))
wenn ich mir so anschaue, wie es mit der rechtschreibung von angehenden ärzten bestellt ist ziehts mir die schuhe aus...
Das ist genau der Punkt.
Einen Brief unter zehn Fehlern habe ich selten zurückbekommen.
Diese Erfahrung haben wir in meiner Ex Firma über Jahre gemacht. Abiturienten wissen um jedes Ihrer Rechte ( das ist auch gut so ), aber in den grundlegenden Fertigkeiten wie
Rechtschreibung oder Prozentrechnung ists Essig.
Es sollte wenn schon mit gleichen Chancen zugehen. Momentan ist man als Bayer ein Glückskind und als Berliner ein Pechvögel, da haben die Kindergärten teilweise kein Geld für Klopapier.
Die Oberstufe der Gymnasien muß reformiert werden und
brauchbare Leute entlassen.
Aber Notendurchschnitte wie wir sie an unseren Gymnasien erleben sind soweit von der Realität weg, daß den Unis der letzte Schrott an Studenten zugemutet wird. ( Guckt euch mal die klassischen Ablachser-Studiengänge an)
dt
Ich nehme mal an das unbauchbare Leute entlassen willst oder?
Aber ich habe es auch positiv zur Kenntnis genommen, das mal nicht nur auf Rechtschreibung sondern auchmal auf Mathe geachtet wurde. Ich hasse es nämlich wenn immer davon ausgegangen wird, das man Rechtschreibung zu beherrschen hat aber Mathe, ach, da ist man halt schlecht drin. Nen einfach Dreisatz zu beherrsch mit Brüchen umzugehen oder Prozentrechnung halte ich persönlich für ebenso essentiell wie Rechtschreibung. In unserem Studiengang, wie in jedem Naturwissenschaftlichen für noch wichtiger. Und wie man an meinen Postings sieht, die habe ich Rechtschreibung leider niemals richtig gelernt und ich denke das wird auch nix mehr.
airmaria
31.10.2001, 17:16
Ja, das mit der Rechtschreibung ist so eine Sache! Bin bestimmt einer derjenigen, die da immer wieder Fehler einbauen - aber wie sieht das denn mit der Rechtschreibreform aus?!
Müßten wir nicht längst als fortschrittliche wissenschaftliche Menschen im öffentlichen Licht mit gutem Beispiel vorangehen?
Ich gebe ehrlich zu, daß mir die Zeit und wohl auch die Lust dazu fehlt.
Aber der Computer mit seinem Spracherkennungsprogramm wird es zukünftig schon richten - und da gibt es ja auch noch die Schreibdame, die die Diktate umsetzt - wo ist das Problem?
Grüße "Mary" airmaria
Tja, das mit der Schreibdame ist so ne Sache. In der Klinik wo ich gerade Famuliert habe werden von den Assistenten (jedenfalls in der Unfall-Chirurgie) nur die OP-Berichte diktiert. Der Rest wird direkt geschrieben, Durch die Verschlüßelungsprogramme spart das sogar Zeit, aber man kann auch da nicht alles aus Textbausteinen machen.
Und was diese seltsame Reform angeht. Ich denke die Menschen bei denen wir uns später bewerben werden zum großen Teil die alte Rechtschreibung beherrschen und bevorzugen.
Hi,
was meinst Du mit:" bis zum 2. Stex eine 3 Tage Woche gehabt" ?
Du willst mir doch nicht weiß machen, daß man im bis zum 2. Stex nur 3 Tage / Woche Vorlesungen, Seminare usw. besucht, oder ? Entschuldige, wenn das vorwurfsvoll klingt, das soll es nicht. Ich werde demnächst das Studium als Nachrücker beginnen, und wenn ich mir die ganzen Lehrbücher und die GK Bücher anschaue, was da alles von einem verlangt wird, so kriege ich Panik ohne Ende. Natürlich ist man das aus der Schule nicht gewohnt, da bekommt man alles nachgeschmissen und muß nicht "wirklich" lernen, aber bei der detailliertheit in manchen Fächern (Ana, biochem. Zyklen usw. ) ... kann mir gar nicht vorstellen, daß man soviel abspeichern kann, langsam verstehe ich die Rufe nach einem reformierten Studium . Kann mir nicht vorstellen, daß man durch die Prüfungen kommt, wenn man nicht jeden Tag stundenlang zuhause keult, oder sehe ich das falsch ?
Gruß
Martin
hallole,
ich bin jetzt 26 und im 1.klin. .
Ich habs nicht bereut erst mit 24 angefangen zu haben!!!!!
Und die Älteste bin ich bei weitem nicht.
Trau Dich ruhig.
Viel Erfolg,
B.M.
Moin, ich bin im fünften Semester an der MH-Hannover, und kann nur jedem raten, das Medizinstudium auszuprobieren, wenn es Ihn oder Sie interessiert. Das mit der Panik vor dem vielen Stoff gibt sich recht schnell, bei uns wird man sehr gut an die Themen herangeführt. Aber tut Euch selbst einen Gefallen, und fangt nicht vor dem dritten Semester an, in der schwarzen Reihe zu lesen, da macht einem wirklich nur Angst. Es ist zwar viel Stoff, man hat aber doch auch zwei Jahre Zeit, den ganzen Kram zu lernen, oder wie sehen die anderen das? Also, ich persönlich hatte viel Zeit, um mein Leben als Student zu geniessen, und habe mich auch in der Zeit vorm Physikum nicht total tot gemacht, gut, lernen muß man, klar, aber man kann das auch mal im Rahmen sehen. Das Medizinstudium ist bislang meiner Meinung nach nicht schwer, sondern einfach nur viel Stoff, den man lernen muß. Also, schiebt bloss keine Panik, das ist wirklich machbar...
Liebe Grüße,
Philipp aus Hannover
Hallöle!
Keine Angst, ich habe auch mit 24 angefangen zu studieren und dachte ich wäre die älteste. In unserem Semester ist es die Seltenheit, das jemand direkt von der Schule kommt.Die meisten sind zwischen 24-28.Viel Spaß also beim Studium
hi,
ich oute mich jetzt als gruffti! ich bin 36 und mache jetzt erst meine physikum. vorher hab ich arzthelferin und krankenschwester gelernt, geheiratet, und 2 kinder bekommen.
manchmal hab´ich zwar etwas bammel vor dem weitermachen, aber schaun´wir mal. mir macht´s jedenfalls superspass!!!
airmaria
01.11.2001, 16:24
Original geschrieben von Unregistered
was meinst Du mit:" bis zum 2. Stex eine 3 Tage Woche gehabt" ?
... Panik ohne Ende
Hallo Martin!
Das mit den drei Tagen ergibt sich aus der Nettozeit von Pflichtveranstaltungen, den Famulaturen, der Dr.-Arbeit und Lernzeiten für die Staatsexamen. Demgegenüber stehen die komplett freien Semesterferien und (pflicht-)freien Tage während der Semester.
Wenn man natürlich in Panik versucht, jede Vorlesung zu besuchen oder gar alles zu lernen, haut das so nicht hin.
Jeder muß sich am Anfang natürlich sein eigenes Bild machen und individuell seine Schwerpunkte setzen. Dann wird man irgendwann mit einer gewissen Lockerheit feststellen, das es alles halb so wild ist.
Viele Grüße, "Mary" airmaria
PS: Am Anfang braucht man eine gewisse Zeit, um z.B. zwei Muskeln mit Ursprung, Ansatz und Inervation zu lernen. Später reicht dann vielleicht die gleiche Zeit für zehn Muskeln.
Keine Panik!!!!!!
Hi,
ich selbst habe mit 28 das Medizinstudium erst begonnen, weil ich, so wie Du, das Abi nachgeholt habe. Jetzt bin ich im 2.klinischen Semester. In der Vorklinik habe ich das Glück gehabt, der Opa meiner Seminargruppe zu sein. Mit den Kontakten zu meinen Mitstudenten war es dann auch ein wenig schwierig. Die Mehrheit war einfach Anfang Zwanzig, kam vom Gymnasium, zum ersten Mal von zu Hause richtig weg und dann noch in Berlin.(wo ich studiere) Da gibt es einfach andere Probleme, als Uni! und ich hatte wenig Gesprächsstoff, den ich teilen konnte, weil ich in Berlin aufgewachsen, eine Berufsausbildung habe und einfach Ende Zwanzig war. Die Vorklinik ist mega anstrengend und ich war einige Male davor, das Studium zu schmeißen. Aber, wenn Du erkennst, das ist alles Taktik, die wollen Dich rauskicken, genau dann mußt Du die Zähne zusammenbeißen, lächeln und Dir sagen, ich halte durch!!. Gott sei Dank, ist das Studium nach dem Physikum auf einmal völlig anders. Ich bemerke, es gibt viele Quereinsteiger, viele Leute sind genauso alt oder älter als ich, weil sie von anderen Unis kommen, hängen geblieben sind, ein Semester Auszeit genommen haben, im Ausland studiert haben oder lernen jetzt nochmal einen zweiten Beruf. Irgendwie ist die Atmosphäre gelassener und erwachsener und es kommt nicht auf Dein Alter an, sondern darauf, was Du kannst. So ist es für mich jetzt recht einfach , weil ich über meine Seminargruppe hinaus gleichaltrige Mitstudenten aus unterschiedlichen Semestern kenne. Sie es als Vorteil ein bisschen älter zu sein, Du hast einfach mehr Lebenserfahrung , die Du als Arzt/Ärztin dringend brauchst, um gut zu sein! Viel Glück für Dich.
airmaria
02.11.2001, 17:25
:-) Diesen Unterschied zwischen Vorklinik und Klinik konnte ich so nicht feststellen!
Vielleicht ist es aber auch in Hannover von Beginn an leicht?
Grüße, "Mary" airmaria
Hallo, habe mit 43 angefangen und fühle mich sehr wohl dabei. Gestern "Patch Adams " gesehen und weiterhin bestätigt worden!
Viel Spaß
Sim
Sorry, aber ohne dir alzusehr auf die Füße treten zu wollen. Ich sehe zwar nix was dagegen Spricht mit 25 oder 30 noch anzufangen, aber irgendwo sollte eine Grenze sein. Du wirst mit deiner Ausbildung frühestens mit 50 zuende sein. Meinst du nicht, daß du einen, im übrigen sehr teuren, Studienplatz belegst? Das bringt unseren Staat zwar nicht um aber jedes Bischen hilft. Nur mal ein Gedankenanstoß.
Also der Kommentar von Pascal war ja wohl daneben. Was hat der bloss für ne Einstellung...
Ich bin Tutor und betreue Studenten im ersten klinischen Semester. Ich habe die Erfahrung gemacht, das es garnicht schadet, etwas älter zu sein. Im Gegenteil - die zeigen wesentlich mehr "Reife" und sind viel bodenständiger als manch jüngerer. Die hingegen sind schnell verunsichert und kommen garnicht zurecht. und damit verursachen sie auch Kosten - darüber sollte Pascal mal nachdenken
Ließ doch bitte mal ein bischen mehr in dem Thread, oder wenigstens meine letzte Antwort ganz.
Ich habe nix gegen ältere Studenten. Ich denke nur das irgendwann ne Grenze erreicht wird wo das ganze von vornherein unsinnig ist. wenn man mit über 40 anfängt hat man nach dem Studium im Maximalfall 10 bis 15 Jahre Berufsleben vor sich. Falls man irgendwo jemanden findet der einen einstellt. Wer stellt denn einen Arzt ohne jegliche Berufserfahrung ein, der vorraussichtlich in den nächsten Jahren eine, im Vergleich zu jüngeren, erhöte erkrankungs und damit ausfallserscheinung hat.
Und eine Außbildung in die der Staat etliche Tausender steckt muß auch irgendwo gerechtfertigt sein. Natürlich gibt es auch genug andere die ihr Studium abbrechen oder nur rumdölbern und so wertfolle Resourcen belegt halten. Das nervt mich auch an, aber ein mißstand ist für mich kein Grund andere zu akzeptieren. Und im übrigen wird das ganze Problem auch noch akuter dadurch, daß die Anzahl der Studienplätze um voraussichtlich 10 - 20 % zurück geschraubt werden soll.
Vielleicht sollte man darüber mal nachdenken.
Natürlich kann man da anderer Meinung sein, aber dies ist mein Standpunkt und um mich anderweitig zu überzeugen braucht es schon mehr als schon x mal vorgebrachte Argumente.
Im bevorzuge ich wenigstens nen Namen habe, von dem der mich kritisiert. Also mal wieder an alle. Dieses Forum ist eine Geniale dmöglichkeit für die verschiedensten Diskusionen. Also warum sich nicht anmelden und das ganze so unterstützen. Wenn z.B. DrTumor, mary oder tbc etwas schreiben, dann kann ich das mitlerweile einordnen, da ich weiß was sie sonst so schreiben. Bei den tollen Unrigisterd mitteilungen weiß ich ja überhaupt nicht was ob derjenige schon vorher was geschrieben hat, und was er unter umständen sonst so für Meinungen abgegeben hat. Ohne diese Infos kann ich Aussagen viel schlechter einordenen und auch schlechter darauf reagieren.
Meldet euch an!!!!!!!!!!!
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.