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Dezembermond
19.10.2001, 12:35
Hallo!

Ich hole gerade mein Abitur nach und möchte danach Medizin studieren. Aller Dings bin ich, wenn ich mein Abi habe, auch schon 24 Jahre alt.
Ist das nicht schon zu alt??
Nicht das ich dann die Oma des Semesters bin.. :-))

Liebe Grüße von
Dezembermond

airmaria
19.10.2001, 22:51
Hallo Dezembermond!
No panik! Ich war 28 als ich angefangen habe und da waren bei uns noch einige in der selben Kategorie (und noch weit drüber).
Im Dunkeln auf Parties fällt das gar nicht auf!
Grüße "Mary" airmaria

Schanni
21.10.2001, 16:17
Nur keine Panik, ich kenne jemand, die hat mit 40 angefangen. Du denkst jetzt, ich spinne, aber das ist wirklich wahr. Also keine Panik, du machst es schon. Noch ne Frage, wie alt bist du jetzt? 21? Und das nachgemachte Abi, macht man dann auch im Februar oder wie die ab diesem Jahrgang. :-meinung

tcb
21.10.2001, 17:09
ach nur keinen stress machen egal wie alt du bist...mach was du willst und wenn es das medizin studieren ist :-)
in meinem ersten semester war ein pensionierter verwaltungsjurist der seinen traum arzt zu werden erst mit 64 in angriff nehmen konnte...also hast du noch 40 jahre zeit für dein medizinstudium...danach wird es evtl. kritisch :-))

greets

21.10.2001, 17:21
hallöchen,
ich hab ebenfalls das abi-nachgemacht und bin jetzt mit 33 im dritten semester.
also wie du siehst, wirst du mit deinem 24 ganz bestimmt nicht die studien-oma sein.
freu dich auf die schöne zeit

Ilka
21.10.2001, 22:30
:-dafür
Hallo,
ich war zu Studienbeginn auch 24 Jahre und bin jetzt seit 5 Monaten ÄiP. Du wirst sehen Du wirst nicht die älteste sein. Es gibt ziemlich viele die vorher schon was anderes studiert haben, oder ein Ausbildung gemacht haben.
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg, und fang bloß an.

Schöne Grüße

Ilka
Redaktion Medi.Learn.net
http://www.medi-learn.net

ilka.markmann@medi-learn.net

DrTumor
26.10.2001, 10:25
Ich finde man sollte es zur Pflicht machen, den Altersdurchschnitt
zu heben, ganz ernsthaft.

Leider muß ich die Medizin allzu oft aus Patientensicht erleben,
und diese Kleinkinder die mit 22 ihr PJ machen sind einfach
zu jung um von Patienten ernstgenommen zu werden.

Das hab ich dutzende Mal erlebt. Die allzu jungen werden von
den Patienten nach Strich und Faden verarscht.

dt

Dezembermond
27.10.2001, 11:02
Hallo!

Erst mal viiielen lieben Dank für eure sehr netten Antworten!
Hat mich sehr gefreut! Ich kann jetzt wirklich ganz ruhig an den Studienbeginn denken. :-)

Was dt geschrieben hat fand ich interessant.
Ich habe auch schon mal mit Freunden darüber gesprochen, ob es nicht generell für ein Medizinstudium besser wäre, wenn man erst mit z.B. 22 anfangen könnte zu studieren.
Ich für meinen Teil weiss auf jeden Fall eher auf was ich mich einlasse, wie wenn ich gleich mit 20 angefangen hätte. Außerdem denke ich, dass mit steigendem Alter auch eher der nötige Ernst vorhanden ist.

Liebe Grüße an Euch,
von Dezembermond = Nia :-)

Pascal
27.10.2001, 16:52
Also ganz so kann man es nu auch nicht sagen. Es ist natürlich wahr, daß oftmals ganz jungen Studenten eine gewisse Lebensnähe fehlt. Besonders häufig sieht man das bei Mädels, auch wenn ich mir damit jezt wahrscheinlich eine Welle von Haß einfange. Aber last mich mal erklären, was ich damit meine. Das liegt nicht am weiblichen Geschlecht, sondern an der Tatsache, daß nur ein geringer Teil der männlichen Erstis direkt von der Schule kommen. Die meißten haben wenigstens Bund oder Ziwi hinter sich. Und man merkt den Unterschied doch oftmals enorm. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf Bund oder Ziwi. Auch freiwilliges sotiales Jahr oder auch schlicht und einfach Arbeit hat diesen Effekt. Man weiß das es in der Realität anders zugeht als in der Schule.

Aber

Es ist schwachsinn ein Altersminnimum vorzugeben. Das wäre schlichtweg Diskriminierung. Und unser Studium dauert lange genug. Selbst wenn jemand mit 18 anfängt ist er frühestens mit 24 fertig. Bis er dann endlich wirklich Geld verdient, will heißen nach dem AiP ist man bei 25 oder 26. Angenommen man würde 22 als Begrenzung einführen. Das hieße man wäre min 29 bis 30. Es kann nun wirklich nicht ziel sein die Zeit bis zum eigentlichen Berufleben noch weiter nach hinten zu schieben.

Ein paar wietere Punkte:
Wie kommt man eigentlich gerade auf 22. 21 hätte ich ja noch verstanden. Ist ja auch ne etablierte Grenze.

Man könnte ja auch vorher arbeiten. Sicher. Besonders ne Ausbildung in einem Medizinischen Beruf ist natürlich sinnvoll. Allerdings muß man auch sehen, daß man so auch jemandem einen Ausbildungsplatz wegnimmt der den Beruf später machen will. Bei einzelfällen ist dagegen nichts zu sagen. Aber man stelle sich vor nur 50% aller med. Studenten würden zuerst die Pflegeausbildung machen.

Also Fazit. Kein Grund mit 24 nicht mit mit dem Studium zu bekinnen. Aber der Vorschlag mit der Altersbegrenzung ist doch ein bischen unter der Gürtellinie.

Und nebenbei. Die sogenannten Küken lernen entweder oder fallen auf die Nase. Und meistens beides und das mehrmals. Das ist nunmal so im Leben. Oder wollen die so super Lebenserfahrenen behaupten, daß sie nicht irgendwann mal so angefangen haben?

DrTumor
27.10.2001, 23:49
Also die Sache mit der Altersbegrenzung ergibt sich von ganz allein, wenn man ein sinnvolles Praktikumsjahr zwischen Abi und
Studium schiebt.

Für lange Zeit ist es zum Beispiel nichts mit Kulturlaub, weil man da mindestens ein halbes Jahr braucht und die hat man im Studium nicht.

Mir geht es um Lebenserfahrung die nicht unbedingt
medizingebunden sein muß.

Ich glaube nicht dass man im Kongo oder sonstwo in der dritten Welt Lehrstellen belegt, wenn man nach dem Abi ein Jährchen dort hilft.
Als Vorraussetzung für den Arztberuf sicher sinniger als
so mancher Quatsch, für den man sein Scheinchen bekommt
Gruß dt

airmaria
28.10.2001, 01:47
Anzahl der Lebensjahre gleich Lebenserfahrung oder neudeutsch "Sozialkompetenz"?
Leute, daß ist schwachsinn! Natürlich steigt die Erfahrung irgendwie mit dem Alter, aber deswegen kann ich doch nicht alle in einen Topf schmeißen.
Es gibt eben doch manche "Küken", die mit 19 diesbezüglich einiges mehr drauf haben als andere mit 30. Das hat auch nicht unbedingt etwas mit der Zeit alleine zu tun, sondern hängt auch stark davon ab, wie ich gestrickt bin und durchs Leben gehe!
So bin ich zwar mit 33 ein alter Hase, aber dennoch lasse ich mir gegebenenfalls auch von deutlich jüngeren etwas sagen und akzeptiere deren Meinungen. Diese Reduzierung aufs Alter halte ich für völlig unangebracht und führt im Berufsleben oft zu Schwierigkeiten, die einfach Probleme hervorrufen, die es eigentlich nicht gibt.
So war ich z.B. mal im Alter 24 Chef von 160 Mann, wo ich Untergebene hatte die mit 50 Jahren wesentlich mehr Erfahrung und in ihrem Teilbereich natürlich auch eine größere Fachkompetenz hatten. Da gab es dementsprechend auch welche, die genau damit Probleme hatten, sich von so einem jungen Schnösel etwas sagen zu lassen. Wenn man sich dann dort hinstellt nach dem Motto: "Ich bin der Neue und ab jetzt ist alles anders..." funktioniert es eben nicht. In solchen Konstellationen kommt es eben darauf an, die Erfahrung der anderen zu nutzen und dementsprechend zu würdigen, sowie auch deutlich klar zu machen, daß man in gewissen Bereichen eben weniger kompetent ist als der andere (passt auch sehr gut auf die Beziehung zwischen Arzt/Arztin und Schwester/Pfleger).
Man kann das Ganze vielleicht mit einem Wort zusammenfassen: man muß "Rückgrat" haben, eigene Fehler und Schwächen einzugestehen und auf der anderen Seite trotzdem seine eigenen Vorstellungen im Verantwortungsbereich durchsetzen.
Dieses ist aber nicht unbedingt abhängig vom Lebensalter alleine, doch es wird bei vielen mit der Zeit leichter.
Grüße, "Mary" airmaria

Pascal
28.10.2001, 09:57
Danke Mary. Bin genau deiner Meinung.
Und mal zu Dr. Tumor, wenn schon ein halbes Jahr Kultururlaub höre. Sowas kann sich nicht jeder leisten. Viele leute haben nicht das Geld. Und es zur Voraussetzung zu machen erstmal 1 Jahr Entwicklungshilfe zu leisten. Natürlich ist es toll wenn leute sowas machen. Aber das ist auch nicht jedermanns Sache. Deshalb ist er aber weder Egoist noch ein potentiell schlechter Arzt. Er hat vielleicht nur etwas anderes mit seinem leben vor. Und zum Thema Unreife im allgemeinen. Wenn man kategorisch alle Kücken über einen Kamm schehrt, dann nennt man das glaube ich Vorurteile. Und wie kann man Unreife besser demonstrieren als mit ein paar tollen Vorurteilen.

Und noch einmal. Es sollte miterweile eigentlich jedem klar sein die Zeit die man bis zum Berufstart braucht zu lang ist. Das hilft auch die Löcher in den Sozialkassen zu vergrößern. Und das wiederum hilft auch wieder das weniger Geld im Gesundheitswesen ist, und das wir als Ärzte schlechtere Arbeitsbedingungen haben.

DrTumor
28.10.2001, 18:26
Zumindest mein Beitrag hat mit Alter nichts zu tun.
Ich meine Lebenserfahrung.

Abi und direkt Studium, das sind wirklich Leute die sich in der Welt
auskennen.
dt

Pascal
28.10.2001, 23:36
Nix dagegen. Das ist wirklich oft so. Hab ich ja auch gesagt. Und natürlich ist es positiv vorher andere Erfahrungen zu sammmeln. Aber du hast dich für eine Altersbeschränkung ausgesprochen, oder jedenfalls habe ich deine Antwort auf meine erste Antwort (man ist das bekloppt formuliert) so verstanden. Wenn nicht braust du dich ja in dem Punkt nicht angesprochen zu fühlen.

Aber wie kommst du auf Studium mit 16? So früh kann nun wirklich niemand anfangen. Höchstens das gelegentliche Wunderkind, und da muß ich auch sagen, das ich es insgesammt als kritisch ansehe, und ganz bestimmt für die Medizin. Ein Kind, oder besser Jugentlicher, das nach unserem geltenden Recht bestimmte Filme noch nicht sehen darf hat z.B. nix in einen Präp-Saal verlohren.

DrTumor
29.10.2001, 08:26
Sorry,
dieses copy and paste lass ich besser.

Natürlich keine Altersbeschränkung.

Ich meine man müsste die 12 und 13 als
Lehre und Schule gestalten.
Das bringt einiges.
Ansonsten meinte ich 61, den Dreher bitte ich zu
entschuldigen.
Reife und Alter korrelieren schlecht, so meine Erfahrung.

Gruß dt

DrTumor
29.10.2001, 09:13
Diesmal versuche ich keine Spielereien mit diesem
mail Editor.

Wenn wir uns also einig sind dass eine gewisse Reife da sein sollte, hat doch offensichtlich das Schulsystem versagt, welches
"Unreifen" das Reifezeugnis ausstellt.

Das ist aber so alt ( die Strukturen) dass man es Überreif nennen kann.

Wir brauchen erst mal eine Schulreform, die aus dem Abitur wieder etwas macht, was eine gewisse Allgemeinbildung und soziale Kompetenz vermittelt.

Sieben, sieben sieben.....
Aber bitte nicht erst im 20. Semester, dann sind beruflich die Züge weg.

dt

Pascal
29.10.2001, 11:27
Keine Einwände, allerdings bin ich nicht dafür die Oberstufe mit einer Lehre zu vermitteln. Vielmehr sollte versucht werden die Schüler selbstständiger zu machen. Immerhin hat die Oberstufe nur eine Aufgabe auf die sie ausgerichtet sein sollte, und zwar die Vorbereitung aufs Studium, also auf eine akademische ausbildung.

DrTumor
30.10.2001, 08:46
Lieber Pascal,
kennst du die weltweiten Vergleiche zwischen Schülern gleicher
Jahrgänge?

Wir liegen so auf Platz 16 was Mathe angeht, bei Chemie immerhin Nr. 13 etc...

Das Land der Dichter und Denkfaulen.

Meinst du das sollte so weitergehen?

Gruß dt

Pascal
30.10.2001, 13:19
Hallo? Wo findest du den Gegensatz zu dem was ich sage? Natürlich ist der Standart des Gymnasiums in Deutschland zu niedrig. Abi macht man nicht Abi krigt man. Und nu kommt mir nicht mit dem so viel schwehreren Zentralabi in einigen Bundesländern.
Ich will nur kein kombination mit Lehre. Denn Ziel von Oberstufe sollte Studium sein. Vorbereitung auf eine Lehre sind Real und Hauptschuhle.
Ach und was diese Statistiken angeht. So ganz traue ich denen nicht. In einer die ich mal gesehen habe stand Amerika vor uns. Da kann ich nur lachen. Ich war ein Jahr in der Highshool und mein Bruder auch. An privatschulen siehts vielleicht anders aus, aber an öffentlichen Schulen, und da gehen die meißten hin, ist der Standart weit unter dem deutschen. Keiner der in deutschland auf dem Gymi irgendwie durchkommt wird auch nur das gerigste Problem haben auf einer amerikanischen Schule einen 2er Durchschnitt zu halten, es sei denn durch sprachliche Barierre. Also bei statistiken immer schön vorsichtig.

airmaria
30.10.2001, 18:09
Original geschrieben von Pascal
Abi macht man nicht Abi krigt man.
das Medizinstudium auch!!!!
Grüße, "Mary" airmaria