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Tramaldol
16.07.2023, 09:58
„die strukturellen Probleme lösen“ klingt zwar toll, aber wir wissen beide, dass das nicht auf die Schnelle passieren wird.

Manchmal muss der Karren so richtig vor die Wand gefahren werden, damit sich was tut. Habe den Eindruck, dass es im Gesundheitswesen so läuft. Auf alten Strukturen beharren bis es knallt. Und dann kommt von oben plötzlich Bewegung in die Sache.

Also das Mitleid der meisten hält sich bei 150k+ oder 180k in Grenzen. Viele verdienen nicht soviel zusammen. Und damit hat's sich. Lindner könnte auch gerne woanders sparen, und dann gibt's dort nen Aufschrei.

SineNomine
17.07.2023, 08:07
Naja für die 180 - 250k Ehepaar ärgerts halt mehr oder weniger. Aber kein Grund keine Kinder zu bekommen und auch das Hungertuch muss man nicht nagen. Man könnte ja mal bei dem FDP Finanzministerium fragen, ob nicht doch mehr Geld da ist.

Es wurde jetzt auch der Pflegebeitrag für Singles deutlich erhöht....wo ist der Aufschrei?

Ist so, letztlich bekommt niemand Kinder zur Rettung des Sozialsystemes. Ganz im Gegenteil, vor dem Hintergrund des Klimawandels müsste man sogar einer globalen Bevölkerungsreduktion das Wort reden. Ein eigenes Kind zu kriegen ist letzten Endes auch eine egoistische Entscheidung zur Erfüllung eines persönlichen Lebensglücks.

Stuntman Mike
17.07.2023, 08:52
Ist so, letztlich bekommt niemand Kinder zur Rettung des Sozialsystemes. Ganz im Gegenteil, vor dem Hintergrund des Klimawandels müsste man sogar einer globalen Bevölkerungsreduktion das Wort reden. Ein eigenes Kind zu kriegen ist letzten Endes auch eine egoistische Entscheidung zur Erfüllung eines persönlichen Lebensglücks.

Echt traurige Einstellung…

Miss_H
17.07.2023, 09:21
Echt traurige Einstellung…
Wieso? Kind(er) sollte man bekommen, weil man es persönlich möchte und aus keinem anderen Grund.

Stuntman Mike
17.07.2023, 09:41
Wieso? Kind(er) sollte man bekommen, weil man es persönlich möchte und aus keinem anderen Grund.

Irgendwie verstehe ich deinen Kommentar nicht ganz…habe doch gar nichts anderes behauptet.
Ich finde, Kinder als “egoistische Entscheidung zur Erfüllung eines persönlichen Lebensglücks” zu sehen, als wären es Accessoires oder Schoßhündchen und keine eigenständigen Menschen ist einfach eine menschlich arme und traurige Einstellung. Typisch verquastes Last Generation-Geschwätz, dass man wohl nur als Kinderloser irgendwie ernst nehmen kann ;-)

SineNomine
17.07.2023, 11:09
Irgendwie verstehe ich deinen Kommentar nicht ganz…habe doch gar nichts anderes behauptet.
Ich finde, Kinder als “egoistische Entscheidung zur Erfüllung eines persönlichen Lebensglücks” zu sehen, als wären es Accessoires oder Schoßhündchen und keine eigenständigen Menschen ist einfach eine menschlich arme und traurige Einstellung. Typisch verquastes Last Generation-Geschwätz, dass man wohl nur als Kinderloser irgendwie ernst nehmen kann ;-)

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es geht um die ENTSCHEIDUNG für das Kind und nicht um das Kind. Da bitte ich schon, den Text richtig zu lesen.

Und das ist eben in aller Regel ne egoistische Entscheidung am Ende des Tages, womit primär gar keine Wertung verbunden ist.

anignu
17.07.2023, 11:20
Interessant wie man Dinge umdeuten kann.

Dann stell ich einfach mal die Behauptung auf "keine Kinder zu bekommen ist eine egoistische Entscheidung", weil man damit als älterer Mensch rein auf Kosten derjenigen lebt die Kinder bekommen haben, sich von diesen Kindern dann pflegen lässt etc... Und auch wenn man sagt "aber ich hab soviel gearbeitet in meinem Leben, ich leb nur noch von meinen Kapitalerträgen", schön und gut. Aber ohne Kinder heute gibt es auch keine Kapitalerträge morgen. Eine Welt ohne Menschen ist nicht produktiv...
Aber hey, ist keine Wertung dabei. Ist halt eine egoistische Entscheidung der Kinderlosen. Völlig neutral.

DA1994
17.07.2023, 11:43
Schon krass wie verstrahlt man sein kann. Vielleicht Mal ein paar Wochen Instagram-Pause?

cls
17.07.2023, 23:58
Interessant wie man Dinge umdeuten kann.

Dann stell ich einfach mal die Behauptung auf "keine Kinder zu bekommen ist eine egoistische Entscheidung", weil man damit als älterer Mensch rein auf Kosten derjenigen lebt die Kinder bekommen haben, sich von diesen Kindern dann pflegen lässt etc...

Absolut richtig. Kinder zu bekommen ist mitnichten egoistisch. Man muss auf Vieles verzichten zugunsten seiner Kinder. Merke ich auch an unserem kinderlosen Freundeskreis. Da kommen von Manchen Vorschläge zu Unternehmungen, die überhaupt nicht kindertauglich sind. Oder so Ratschläge der kinderlosen Freundin meiner Freundin wie "Still doch ab, dann können wir wieder was trinken gehen". Die können sich überhaupt nicht vorstellen, was es heißt, Kinder zu haben. Das ist in meinen Augen ziemlich egoistisch.

anignu
18.07.2023, 01:16
Schon krass wie verstrahlt man sein kann. Vielleicht Mal ein paar Wochen Instagram-Pause?
Vielleicht erklärst bitte noch wer deiner Meinung nach "verstrahlt" ist. Denn wenn ich mir persönlich die Aussagen von SineNomine und mir anschau, dann komm ich da schon zu einem gewissen Ergebnis. Könnte aber auch sein dass du anderer Meinung bist... Wobei ich dich in dem Fall beruhigen könnte. Ich mache bereits sein "ein paar Wochen" Instagram-"Pause".
Merke ich auch an unserem kinderlosen Freundeskreis.
Der ist bei uns nicht mehr existent. Hat zur Konsequenz dass der 40. Geburtstag eines Freundes mit mehr Kindern als Erwachsenen war und der Freund zwei Hüpfburgen aufgebaut hat. War ein richtig cooler Geburtstag. Die Kinder hatten ihren Spaß und die Erwachsenen konnten mal wieder ein wenig ratschen.
Apropos: bin wach weil eines unserer Kinder grad bei der Hitze nicht schlafen kann bzw. wieder aufgewacht ist. Kein Problem. Schlaf wird eh überbewertet.

Jukka666
18.07.2023, 13:09
Absolut richtig. Kinder zu bekommen ist mitnichten egoistisch. Man muss auf Vieles verzichten zugunsten seiner Kinder. Merke ich auch an unserem kinderlosen Freundeskreis. Da kommen von Manchen Vorschläge zu Unternehmungen, die überhaupt nicht kindertauglich sind. Oder so Ratschläge der kinderlosen Freundin meiner Freundin wie "Still doch ab, dann können wir wieder was trinken gehen". Die können sich überhaupt nicht vorstellen, was es heißt, Kinder zu haben. Das ist in meinen Augen ziemlich egoistisch.

Joah, hmm...reflexartig würde ich beim Lesen jetzt das abgedroschene "Chill dich mal" rauspfeifen...

"Kinderlosen" (was ein ätzender Begriff) gewissermaßen implizit vorzuwerfen, man können sich es nicht vorstellen, wenn man soziale Vorschläge macht, die darauf abzielen, Zeit mit dir zu verbringen und das als egoistisch abzutun, weil es an deiner Erziehungsmethodik oder Alltag vorbeigeht, finde ich nicht nett.

Letzten Endes ist niemand dran schuld oder verantwortlich, wenn jemand Kinder in die Welt setzt und dann seine Lebensenergie darin investiert - was toll ist! Aber von Egoismus in beiden Richtungen zu sprechen, finde ich nicht passend.

Und dass mancher keine Kinderlosen (da isser wieder), also gewissermaßen "Aussätzige Egoisten" als Freunde mehr hat, lässt doch eher tiefer auf einen selbst blicken oder?

Christoph_A
18.07.2023, 13:17
Mit Deinem letzten Satz kann man nicht d´accord gehen. Die meisten Eltern hier können Dir wohl bestätigen, daß sich das Leben mit Kind(ern) deutlich ändert und damit auch die Voraussetzungen in Freundeskreisen. Daß das v.a. Freunde ohne Kinder nicht immer nachvollziehen können und damit ein gewisser Schwund an solchen Freundschaften in fast jedem Bekanntenkreis auftritt, lässt mitnichten tief blicken, sondern ist zu einem gewissen Grad normal.
Ansonsten volle Zustimmung zu anignus Post. Deutschland ist sowieso in weiten Teilen ein kinder- und familienunfreundliches Land. Angefangen bei den Betreuungsmöglichkeiten, der fast schon dogmatischen Verbohrtheit, wie verschiedene Lebensentwürfe als einzig richtige hochstilisiert und im Gegenzug konträre Modelle gegeißelt werden über ein immer noch maximal starres Arbeitssystem bis zur familiären Unterstützung von Familien. Man könnte sich hierüber bis Morgen die Finger wund schreiben, aber es ist halt so, wie es ist. Daß es woanders besser geht und dann, oh Wunder, auch die Geburtenzahlen steigen, sieht man ja in einigen Nachbarländern zur genüge.

Thomas24
18.07.2023, 13:41
Es ging eigentlich mal um den Vorschlag der Kürzung einer Lohnersatzleistung für bestimmte "einkommensstarke" Gruppen...
Könnten wir vielleicht hierhin zurückfinden?

Matzexc1
18.07.2023, 14:12
Es ging eigentlich mal um den Vorschlag der Kürzung einer Lohnersatzleistung für bestimmte "einkommensstarke" Gruppen...
Könnten wir vielleicht hierhin zurückfinden?

Wobei ich die Begründung der Kürzung "Sparen" sehr unglücklich finde, ich fände Verschiebung des Elterngeldes zu einkommensschwächeren Gruppen sinnvoller. Es ändert aber auch nichts an schlechten Betreuungsmöglichkeiten und ich meine das es auch besser wäre hier mehr zu investieren als einfach eine Leistung mit dem Ziel zu sparen zu kürzen.
Kürzungsmöglichkeiten gibt es im Familienministerium sicher genug.

Oder wie sehen das die anwesenden Familien?

TaraTamm
22.07.2023, 01:32
Interessant wie man Dinge umdeuten kann.

Dann stell ich einfach mal die Behauptung auf "keine Kinder zu bekommen ist eine egoistische Entscheidung", weil man damit als älterer Mensch rein auf Kosten derjenigen lebt die Kinder bekommen haben, sich von diesen Kindern dann pflegen lässt etc... Und auch wenn man sagt "aber ich hab soviel gearbeitet in meinem Leben, ich leb nur noch von meinen Kapitalerträgen", schön und gut. Aber ohne Kinder heute gibt es auch keine Kapitalerträge morgen. Eine Welt ohne Menschen ist nicht produktiv...
Aber hey, ist keine Wertung dabei. Ist halt eine egoistische Entscheidung der Kinderlosen. Völlig neutral.

Sorry, aber diese Argumentation ist doch Quatsch. Als ob irgendjemand sich für ein Kind entscheidet, weil er das Rentensystem oder den Arbeitsmarkt entlasten will. Für ein Kind entscheidet man sich, weil man eins haben will und man das Gefühl hat, dass es das eigene Leben bereichern wird. Insofern ist das natürlich eine rein egoistische Entscheidung. Ebenso wie die Entscheidung gegen ein Kind rein egoistisch ist.

Da kann man ruhig dann auch einfach dazu stehen und muss nicht irgendwelche Pseudoargumente anbringen, die mit der Entscheidung gar nichts zu tun hatten. Dass ein Kind viel Arbeit macht, düfte auch jedem klar sein. Aber auch das hat nichts mit damit zu tun, ob die Entscheidung dazu egoistisch war.

Espressa
22.07.2023, 12:39
Sorry, aber diese Argumentation ist doch Quatsch. Als ob irgendjemand sich für ein Kind entscheidet, weil er das Rentensystem oder den Arbeitsmarkt entlasten will. Für ein Kind entscheidet man sich, weil man eins haben will und man das Gefühl hat, dass es das eigene Leben bereichern wird. Insofern ist das natürlich eine rein egoistische Entscheidung. Ebenso wie die Entscheidung gegen ein Kind rein egoistisch ist.

Da kann man ruhig dann auch einfach dazu stehen und muss nicht irgendwelche Pseudoargumente anbringen, die mit der Entscheidung gar nichts zu tun hatten. Dass ein Kind viel Arbeit macht, düfte auch jedem klar sein. Aber auch das hat nichts mit damit zu tun, ob die Entscheidung dazu egoistisch war.

Richtig, zumal das bloße Kinderkriegen ja auch noch überhaupt keine sozial wertvolle Tat ist, wenn aus dem Kind (auch wieder „nur“) ein Harz4-Empfänger wird.
Und die Zukunft der Kinder ist eben schon meist dem Leben der Eltern sehr ähnlich; im das jetzt möglichst wertfrei zu formulieren.

Ich würde keinesfalls einkommensstarke Eltern finanziell benachteiligen.

piandorable
22.07.2023, 13:14
Richtig, zumal das bloße Kinderkriegen ja auch noch überhaupt keine sozial wertvolle Tat ist, wenn aus dem Kind (auch wieder „nur“) ein Harz4-Empfänger wird.
Und die Zukunft der Kinder ist eben schon meist dem Leben der Eltern sehr ähnlich; im das jetzt möglichst wertfrei zu formulieren.

Ich würde keinesfalls einkommensstarke Eltern finanziell benachteiligen.

Das kannst du gerne versuchen, wertfrei zu formulieren, aber gegen diese sozialdarwinistische Darstellung will ich mal klar Stellung beziehen. Du nimmst hier eine Einteilung in gute und schlechte Menschen und ihren entsprechenden "Wert" für die Gesellschaft anhand ihres Status in der Arbeitswelt vor. Gleichzeitig versuchst du ein Bild zu konstruieren, dass Bürgergeldempfänger ja auch "nur" zukünftige Bürgergeldempfänger gebähren und wir eigentlich mehr Kinder von Menschen von hohen Einkommen bräuchten.
Erstens gibt es gar nicht genügend Arbeitsstellen für alle Menschen, die arbeitssuchend gemeldet sind.
Zweitens sind ärmere Familien strukturell benachteiligt und haben in unserer Gesellschaft schlechtere Aufstiegschancen als Menschen mit gutverdienenden Familien im Hintergrund.
Anstelle also zu fordern, dass es Menschen mit schlechterer finanzieller Ausgangslage leichter gemacht wird, einen gesellschaftlichen Aufstieg hinzulegen und für Bildungsgerechtigkeit zu sorgen, wird hier gerade gegen die schwächeren nach unten getreten.

Ich bin nicht mal für die geplante Änderung des Elterngeldes, finde es aber von Frau Paus nur richtig, dass sie die von Herrn Lindner geforderten Einsparungen auf diejenigen auslegt, die es am besten auffangen können, anstelle mal wieder bei den ärmsten zu sparen. Nichtsdestotrotz hätte sich Herr Lindner einfach nicht an die ideologische Schuldenbremse halten sollen und stattdessen die Ministerien besser finanziell ausstatten können, dann hätten wir die Diskussion erst gar nicht.

Matzexc1
23.07.2023, 06:51
@piandorable
Immer mehr ausgeben führt aber auch nicht dazu das die Ministerien das Geld besser verwenden, hier empfehle ich das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.

Ich bin mir sicher das Frau Pause sparen kann, aber dazu muss man auch bereit sein wirklich mal alles auf den Prüfstand zu stellen und das fehlt mir.

Was den Punkt mit Bürgergeldempfängern angeht: Elterngeld wird voll darauf angerechnet.
Ich bin außerdem der Meinung das mehr Geld auf dem Konto der Eltern nicht unbedingt den Kindern zugutekommt.

piandorable
23.07.2023, 09:03
@piandorable
Immer mehr ausgeben führt aber auch nicht dazu das die Ministerien das Geld besser verwenden, hier empfehle ich das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.

Ich bin mir sicher das Frau Pause sparen kann, aber dazu muss man auch bereit sein wirklich mal alles auf den Prüfstand zu stellen und das fehlt mir.

Was den Punkt mit Bürgergeldempfängern angeht: Elterngeld wird voll darauf angerechnet.
Ich bin außerdem der Meinung das mehr Geld auf dem Konto der Eltern nicht unbedingt den Kindern zugutekommt.

Der Bund der Steuerzahler ist leider (obwohl der Name das vermuten lässt) kein neutraler Verein, sondern v.a. eine Lobbygruppe oberer Einkommensschichten, die einen möglichst schlanken Staat mit wenig Regulation wollen und eine neoliberale Ideologie vertritt, die Staatsschulden als grundsätzlich negativ betrachten. Demzufolge halte ich das Schwarzbuch nicht für eine sinnvolle Quelle, das z.B. auch der Bundesrechnungshof als unseriös bezeichnet.

Wir haben eine Vielzahl großer gesellschaftlicher Aufgaben vor uns, sei es der Klimawandel, die Demographie, Aufbegehren des rechten Rands, Demokratiemüdigkeit etc. und all das eingebettet in einen seit über drei Jahren bestehenden Krisenmodus mit Pandemie, Krieg in Europa und folgender Inflation durch den Energiepreisschock. Um diese Krisen zu bewältigen braucht es massive öffentliche Investitionen. Deswegen finde ich, dass Frau Paus gar nicht erst zum Sparen gezwungen werden sollte. Ihr wurde ja schon die Kindergrundsicherung von 12 Mrd. auf 2 Mrd. stark runtergekürzt (ist lt. Herrn Lindner zwar nur ein Platzhalter, aber wenn man in einem Jahr wieder darüber spricht, wenn der Haushalt beschlossen wird, dann wird er sich sicher darauf berufen, dass da ja 2 Mrd. steht und deswegen jede Forderung, dass da mehr Geld reinfließen sollte, abzulehnen sei). Jetzt hat sie das Sparpotenzial beim Elterngeld gefunden, wobei sie ja selbst sagst, dass es die am wenigsten schlechte Möglichkeit in einer Vielzahl schlechter Möglichkeiten war. Zu kritisieren ist hier Herr Lindner oder von mir aus schwarz-rot, die die Schuldenbremse ins GG gebracht haben, aber am wenigsten Frau Paus, die mit dem arbeiten muss, was ihr vorgegeben wird und sich wenigstens dazu entscheidet, nicht die ärmsten weiter zu belasten.

Zum letzten Absatz weiß ich nicht, was du damit ausdrücken wolltest. Ich habe mich dabei nur gegen die von Espressa hervorgebrachte Herabwürdigung von Bürgergeldbeziehern ausgesprochen.

Stuntman Mike
23.07.2023, 09:37
Wir haben eine Vielzahl großer gesellschaftlicher Aufgaben vor uns, sei es der Klimawandel, die Demographie, Aufbegehren des rechten Rands, Demokratiemüdigkeit etc. und all das eingebettet in einen seit über drei Jahren bestehenden Krisenmodus mit Pandemie, Krieg in Europa und folgender Inflation durch den Energiepreisschock. Um diese Krisen zu bewältigen braucht es massive öffentliche Investitionen.
Das macht dann bitte mal nen Hunderter für’s Phrasenschwein :-keks
Ob die paar Euro beim Elterngeld die “am wenigsten schlechte” Einsparmöglichkeit ist möchte ich mal ganz stark bezweifeln. Und dein weiter oben gebrachter Vorwurf, man unterscheide gute und schlechte Menschen anhand des Einkommens ist ein klassischer Strohmann. Außer dir hat hier keiner eine solche Einteilung vorgenommen…