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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : M3 Prüfung: eure Erfahrungen?



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reggittigger
09.07.2023, 20:51
Hallo ihr Lieben, ich wollte mal eure Meinung zu folgendem Problem hören:
Ich habe eine etwas blöd gelaufene M3 Prüfung hinter mir, bei der so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schief laufen kann: Die Patientin war von Anfang an genervt und wollte eigentlich gar nicht teilnehmen. Durch viel Überredungskunst habe ich mit ihr noch die Anamnese und einen Teil der KU geschafft. Mittendrin brach die gute Frau aber ab und ich saß vor meinem Arztbrief und musste irgendwas ausformulieren, was halbwegs ok klang. Dazu kam, dass ich aus diesem Grund auch den Brief 5min nach Abgabeschluss abgeschickt habe. Wegen des 1. Tages machte ich mir so viele Sorgen, dass ich die Nacht nur 2 Stunden schlafen konnte. Am nächsten Morgen dann kam ich direkt als erste dran, und habe beim Chirurgen aus mangelnder Konzentration und Aufregung die KU nicht sauber nach Reihenfolge (Inspektion - Palpation - Funktionsuntersuchungen) durchgeführt. Auch auf eine super einfache Einstiegsfrage des Internisten bezogen auf die Vorekrankungen meiner Pat. konnte ich nicht vollständig antworten, weil ich diese am Tag zuvor nicht nochmal vorbereitet habe (was ich eigentlich unbedingt vor hatte). Hinzu kamen noch ein paar Patzer (v.a. in Chirurgie), weil ich auch insg. aus privaten Gründen (u.a. Krankheit in der Familie, Streit mit Partner, etc.) zugegebenermaßen nicht ganz so gut vorbereitet war.

Meine Frage jetzt an euch: Kennt von euch vielleicht jemand ähnliche Geschichten oder läuft bei allen alles nur super glatt? Ich habe bisher nur mit Leuten gesprochen, die mich nur mit großem Unverständnis angeschaut haben und erzählten wie unglaublich locker und easy ja diese Prüfung eigentlich ist. Außerdem kenne ich auch nur Leute, die entweder mit einer 1 oder 2 aus der Prüfung sind, sodass ich mich ehrlich gesagt gerade fühle wie der absolut letzte Versager (trotz 2 im Physikum und insg. guter bis sehr guter Noten). Vor allem mache ich mir Vorwürfe, dass ich es nicht schaffen konnte die Patientin davon zu überzeugen die KU mit mir nochmal fertig zu machen, obwohl ich in meinem PJ eigentlich ganz gut auch mit vielen schwierigen Patienten umgehen konnte. Diese Situation hat mich am 1. Tag einfach total aus der Bahn geworfen. In wieweit meint ihr hat es mir der Chirurg, der die Patienten bei uns gestellt hat, verübelt, dass ich den Arztbrief 5min zu spät abgeschickt habe? Ist das auch jemandem passiert? Und eine letzte Frage: Wo finde ich denn mal Statistiken zur M3 Notenverteilung? Habe diese leider bisher nicht finden können.

Ich weiß, dass hier wahrscheinlich auch Kommentare kommen werden, wie z.B. warum ich mir denn so Sorgen mache, wo doch die Noten keine große Rolle spielen, und man sowieso überall eine Stelle bekommt. Ja, das ist mir schon klar, aber ich wollte nunmal konkret eure Meinung zur M3 Prüfung hören, weil ich die momentan grade irgendwie nicht verarbeiten kann. Das nimmt einem irgendwie auch die Motivation jetzt beim Berufsstart, wenn man zum Abschluss eines ewig langen Studiums mit ganz guten Noten dann irgendwie doch mit ner 3 rausgeht..

Dooly
09.07.2023, 21:19
Ist doch kackegal, dass es bei den meisten wohlwollend abläuft. Du hattest Pech, das fuckt ab ab, aber glaub du machst es mit deinen Gedanken schlimmer. Statistik findest du später auf der IMPP Seite. Da wirst du nur sehen, was du schon weißt: Die meisten bekommen ne 1 oder ne 2. Und einzelne haben Pech, wie du.
Glückwunsch zum Abschluss! Wünsche dir, dass du schnell über die Enttäuschung hinwegkommst. Berufsstart ist aufregend. Viel Spaß dabei. :)

FairMagic
09.07.2023, 22:05
Mach dir keinen Kopf, die Noten interessieren keinen in der Bewerbung.
Und dieses M3 ist einfach der allergrößte Rotz und gehört meiner Meinung nach auch abgeschafft oder reformiert.
Passiert zwar so nicht, aber der Gedanke, dass da ein Chirurg sitzt, schlecht drauf ist, dich nen Fuß untersuchen lässt und du am Ende Abiturient bist, der sollte keinen plagen dürfen.

Also Kopf hoch und viel Erfolg bei der Bewerbung!

][truba][
09.07.2023, 22:26
Irgend eine Prüfungsmodalität muss es ja geben und so, wie du es skizzierst, kommt es auch nicht vor. Da sitzen ja noch immer mehr als ein schlecht gelaunter Prüfer und da fällt nicht einfach einer durch nur weil mal einer mies drauf ist. Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen.

Es wurde ja auch zugegeben, dass mehrere Sachen schlecht liefen. Aber weißt du was Tiger? Das ist egal. So ist das Leben und auch die Arbeit als Arzt, vor allem als AiW. Da wird noch oft Mist passieren, gewollt oder ungewollt, verschuldet oder unverschuldet. Lass dich davon nicht unterkriegen und auch nicht zu starken Selbstzweifeln treiben. Man lernt auch aus diesen Dingen und diese Prüfung ist letztlich wirklich eher unwichtig. Je mehr zeitlichen Abstand du davon bekommst, umso deutlicher wird dir das werden.

Glückwunsch zum Bestehen. Und ne drei ist doch gut und weit weg von durchgefallen. Jetzt schau zurück und genieße was du alles schon geschafft hast und dann viel Erfolg beim Einstieg in den Job.

reggittigger
10.07.2023, 21:57
Vielen Dank für eure Antworten und die aufmunternden Worte! @][truba][ ich musste bei dir grad echt schmunzeln :) ja, ihr habt alle absolut recht, aber bei mir wirds wohl echt noch ne Weile dauern bis ich drüber hinweg bin... insbesondere da ja tatsächlich meine Ahnung bestätigt wird, dass keiner von euch eine derartige Prüfung erlebt hat oder auch niemanden kennt, der was ähnliches durch hat.... bleibt jetzt die Hoffnung, dass die mich in meinen anstehenden Bewerbungsgesprächen nicht danach fragen... zum Glück habe ich noch kein Zeugnis in der Hand, was ich zur Bewerbung hinzufügen müsste! :)

_calendula_
10.07.2023, 22:10
Oh ja, es gibt schon seltsame M3.
Sowohl dem Hörensagen nach als auch staunend gesehen.
Es ist nur: man kann es nicht ändern.

Für mich liest es sich als hätte die Patientin aus dem Tritt gebracht die eigentlich nicht teilnehmen wollte. Du warst vielleicht schon unsicher, weil du zumindest subjektiv aus privaten Gründen nicht so gut vorbereitet warst und wolltest es bestmöglich durchziehen? Und dann passieren Patzer.

Seitens der Prüfer hätte man vielleicht merken können, dass die Patientin nicht so gut gewählt war. - Wer schon mal Patienten um Teilnahme an Studentenunterricht gebeten hat, weiß wie unterschiedlich das laufen kann.Vielleicht waren auch die Prüfer der Meinung, das dürfe keinen Unterschied machen für den souveränen angehenden Arzt.

So oder so, die Prüfung ist geschafft. Was ich sagen möchte: auch wenn Patzer passiert sind, manchmal ist auch ein bisschen Wundern über die Prüfer berechtigt.

kartoffelbrei
10.07.2023, 22:34
Bei meiner Prüfung sollte ich morgens die Patientin untersuchen und sie dann mittags vorstellen.
Leider hatte ihr keiner vorher gesagt, dass sich dadurch ihre für den Tag geplante Entlassung bis nach der Vorstellung verzögern würde. Daraufhin wollte sie das Ganze direkt abblasen und ich war direkt in Panik.

Dann stellte sich zum Glück anhand ihres Nachnamens heraus, dass sie die Schwiegertochter meiner ehemaligen Nachbarn war. Sie war deshalb dann doch einverstanden länger zu bleiben, aber meine Anamnese dauerte doppelt so lange, weil sie die ganze Zeit mit mir Smalltalk halten wollte und ich Angst hatte, dass sie doch noch geht, falls ich sie nicht bei Laune halte.

Alles eher suboptimal und echt unnötiger Stress...

reggittigger
10.07.2023, 22:56
@_calendula_: Ja, ich glaube letztendlich, dass mich die Patientin komplett aus der Bahn geworfen hat, sodass ich mich nicht ausreichend gut auf den 2. Tag mit der KU und den Einstiegsfragen in Chirurgie und Innere vorbereiten konnte. Denn der 3. Tag in Innere und (teilweise) in Chirurgie lief wesentlich besser. Ich habe einfach viel Zeit verschwendet mit Gedanken wie: Kommt meine Patientin überhaupt? Wie wird die wohl drauf sein? Was werden die Prüfer wohl dazu sagen, dass die KU im Arztbrief unvollständig ist? In wieweit wird das mit in die Bewertung mit einfließen? Der Chirurg hat ja dann am 2. Tag sicherlich mit der Patientin gesprochen und sie gefragt, was ihr an mir nicht gefallen hat: Was wird sie ihm wohl gesagt haben? Ich habe sie selbst gefragt, sie sagte aber nur, dass ihr das alles zu lange dauern würde (obwohl ich nicht einmal 30min bei ihr drin war). Und beim Abschied hat sie mir nicht einmal Tschüss gesagt und ins Gesicht geschaut.

Die Sache ist die, dass ich mit keinem Wort in meiner Patientenvorstellung die unvollständige KU erwähnt habe, eine insg. souveräne Patientenvorstellung machte, und mir - glaube ich zumindest - nicht wirklich anmerken ließ, dass mich diese Patientin total stresste. Erst nachdem die KU beim Chirurgen nicht gut anfing, sagt dieser dann zu mir: "warten Sie, das ist sicher die Aufregung, aber überlegen Sie nochmal..." usw. Ich bin mir nicht sicher, ob die Prüfer wirklich den Zusammenhang verstanden haben, woher meine chaotische/schlechte Leistung am 1. Tag kam..

... wie dem auch sei, _calendula_, du hast recht: man kann es nicht ändern. Was soll ich machen. Aber irgendwie ist das total unfair, wenn ich daran denke, was für unglaublich liebe und verständnisvolle Patientin meine Mitprüflinge hatten.

Lightyagami
10.07.2023, 23:04
... wie dem auch sei, _calendula_, du hast recht: man kann es nicht ändern. Was soll ich machen. Aber irgendwie ist das total unfair, wenn ich daran denke, was für unglaublich liebe und verständnisvolle Patientin meine Mitprüflinge hatten.[/QUOTE]


Hört sich jetzt vlt. recht brutal an, aber:
Life's not fair. Deal with it.
Auch nicht im Arztberuf.
Mund abwischen, aufstehen und weiter machen.
In einigen Monaten lachst du drüber.

xenopus laevis
10.07.2023, 23:11
Ich hatte auch 2 Freunde mit einer 3 in M3 und suboptimalen Ablauf. Es ist beruflich nicht relevant, aber das Ego sagt einem was anderes. Kopf hoch! Brust raus! Krone richten! Viel Spass in der Weiterbildung. :-stud

cls
10.07.2023, 23:51
Noten spielen doch überhaupt keine Rolle mehr?! Ich habe meinen Arbeitsvertrag im 2. Tertial unterschrieben, ohne dass mein Chef auch nur jemals nach meinen Noten gefragt hat. Wer eine deutsche Approbation besitzt und der deutschen Sprache mächtig ist, gehört zu den Top-Bewerbern. Aus diesem Grund ist es auch völlig egal was du auf die Frage nach deiner Note antwortest, wenn überhaupt jemand danach fragt. Es herrscht ein riesiger Mangel seit einiger Zeit und wird wahrscheinlich nicht besser. Mein LOA ist auch immer verblüfft, wie wenig gute (= deutsche Approbation) Leute sich bewerben. Er habe "damals" 70 Bewerbungen schreiben müssen, bis er seine erste Stelle fand.

Dooly
11.07.2023, 06:12
In einigen Monaten lachst du drüber.Das wäre allen zu wünschen. Viele, die ich kenne, ärgern sich auch Jahre später darüber. Ich kenn niemand mit einer guten Bewältigungsstrategie.

][truba][
11.07.2023, 07:35
Sollten vielleicht mal an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Wer nach Jahren noch über ne Prüfung nachdenkt, die gar keine Relevanz hat im späteren Leben, hat die Prioritäten wohl falsch gesetzt. Ich wüsste nicht mal mehr ob ich ne 2 oder ne 3 hatte.

Ab der ersten Stelle sind doch ganz andere Dinge wichtig. Da kann man sich sicher über ein schlechtes Arbeitszeugnis ärgern oder sowas aber doch nicht mehr über ne Prüfung von vor x Jahren.

Dooly
11.07.2023, 09:06
[truba][;2263278']Ich wüsste nicht mal mehr ob ich ne 2 oder ne 3 hatte.Witzig, klingt so, als ob du kein M3 hattest. ^^

GloriaSchmidt
11.07.2023, 09:09
Witzig, klingt so, als ob du kein M3 hattest. ^^

Wahrscheinlich war das sogar so 😀? Bei mir hieß das noch „Hammerexamen“ oder StEx? Ich weiß meine Note übrigens auch tatsächlich nicht mehr und wurde noch nie danach gefragt 😊

nie
11.07.2023, 09:37
Man kann sich ja auch ärgern und sich dennoch bewusst sein, dass es keinerlei Relevanz hat. Mir haben beim M2 vor über 5 Jahren zwei Punkte zur besseren Note gefehlt. Hatte auf meinen beruflichen Weg keinerlei Einfluss aber als ich letzten mein Zeugnis nochmal in der Hand hatte, hat’s mich trotzdem nochmal genervt.

Aber es ist eben so wie es ist und selbst wenn es eine Relevanz für den weiteren beruflichen Weg hätte, kann man daran jetzt halt nichts mehr ändern. Man kann es drehen und wenden und der Patientin die Schuld geben oder dem Chirugen oder wasauchimmer aber es wird nichts mehr ändern. Zumal man eben wirklich den Luxus hat, ein Fach studiert zu haben, in den Noten eine untergeordnete Rolle
spielen.


Und was die Auswahl der Prüfpatienten angeht: auf unserer Station prüfen 4 verschiedene Prüfer innerhalb weniger Tag 3-4 Studenten. Das heißt, dass ich im worst case 16 Patienten parat haben muss. Auf einer Station mit 21 Betten. Wenn man mal die rausnimmt, die nicht kommunizieren können weil sie dement sind oder kein deutsch können, stehen direkt nochmal weniger Patienten zu Auswahl. Dann hat man halt auch Patienten, die so krank sind, dass man da jetzt keinen Studenten hinschicken kann oder welche, bei denen irgendwelche Untersuchungen geplant haben. Und wir haben halt auch ultrakomplexe Patienten mit 2-4 Seiten Vordiagnosen und super seltenen Erkrankungen, oft aus dem rheumatischen Formenkreis, das will man ja den M3-Prüflingen auch nicht unbedingt zumuten. Manche Patienten sind nett und machen 2-3 x die Prüfung mit aber oft bin ich froh, wenn man überhaupt 4 Leute findet, die mitmachen wollen, mit denen man sich halbwegs verständigen kann und die dann auch noch Zeit haben.

Dooly
11.07.2023, 09:41
Ah ich dachte im Hammerexamen hatte man auch ein schriftliches und ein mündliches, was einzeln benotet wurde, nur zeitlich zusammen nach dem PJ.
Ich weiß meine Noten noch, aber gefragt wurde ich auch nicht. Meine erste Stelle hab ich noch vor M3 vereinbart und meine zweite Stelle (Fremdjahr) wurde arrangiert. Hatte sonst noch zwei Bewerbungen, einmal war Fremdjahr, einmal Ortswechsel angestrebt, wo die Noten ebenfalls keine Rolle spielten.

Milana
11.07.2023, 10:39
... wie dem auch sei, _calendula_, du hast recht: man kann es nicht ändern. Was soll ich machen. Aber irgendwie ist das total unfair, wenn ich daran denke, was für unglaublich liebe und verständnisvolle Patientin meine Mitprüflinge hatten.
Ich rolle auch heute noch die Augen drüber, wer mir den Patienten mit Z.n. Zungen(teil)resektion als Patienten ausgesucht hat. Anamnesegespräch war gelinde gesagt eine Herausforderung :-))
Aber es hilft nix, durch ist durch, schieb's nach hinten im Kopf. Bald denkst du höchstens schmunzelnd zurück wie ordentlich man im M3 untersucht hat, ich wüsste nicht, wann ich meine letzte Kratzauskultation der Leber gemacht habe...

Lightyagami
11.07.2023, 11:54
Noten spielen doch überhaupt keine Rolle mehr?! Ich habe meinen Arbeitsvertrag im 2. Tertial unterschrieben, ohne dass mein Chef auch nur jemals nach meinen Noten gefragt hat. Wer eine deutsche Approbation besitzt und der deutschen Sprache mächtig ist, gehört zu den Top-Bewerbern. Aus diesem Grund ist es auch völlig egal was du auf die Frage nach deiner Note antwortest, wenn überhaupt jemand danach fragt. Es herrscht ein riesiger Mangel seit einiger Zeit und wird wahrscheinlich nicht besser. Mein LOA ist auch immer verblüfft, wie wenig gute (= deutsche Approbation) Leute sich bewerben. Er habe "damals" 70 Bewerbungen schreiben müssen, bis er seine erste Stelle fand.


Noten spielen je nach Fach und Großstadt tatsächlich immer noch eine Rolle für die ein oder anderen ChefärztInnen.
Das habe ich selber in meinem Bewerbungsmarathon erleben müssen. In Fächern, wo die Nachfrage deutlich größer ist als das Angebot, fordert der ein oder andere ChefIn auch gerne mal die Examenszeugnisse.
Gilt aber wie gesagt nur für einige wenige Fächer.
Deswegen kann ich verstehen, dass man sich drüber ärgert, aber wie bereits gesagt:
Man kann es nicht mehr rückgängig machen und sich dauerhaft drüber aufzuregen bringt auch überhaupt nichts.
Spätestens nach dem Berufseinstieg und einem späteren damit verbundenen Wechsel spielen andere Faktoren eine Rolle.
Aber die alten Hasen im Forum können da bestimmt auch näheres zu berichten bzw. haben es in der Vergangenheit in aller Ausführlichkeit etliche male dargelegt.

Belle77
11.07.2023, 19:08
Ich kann dich total verstehen. Meine M3 Prüfung letztes Jahr war die schlimmste Prüfunng meiner Laufbahn. Es lag nicht am inhaltlichem. Zwei Prüfer kamen zu spät, einer sogar ne halbe Stunde. In dieser halben Stunde war er nicht erreichbar es hieß die ÄK muss jetzt kontaktiert werden. Es war am Ende des Prüfungszeitraums und diese halbstündige Vorstellung so viel Vorbereitung wegzuschmeißen war katastrophal. Der Ersatzprfer war ebenso nicht erreichbar. Dann kam er irgendwie doch aber bei 35 Grad hatte ich die schlimmsten Kopfschmerzen schon, die nicht mehr weggingen. Hab dann so ein Blackout in der letzten halben Stunde der Prüfung gehabt. Und ich ärgere mich über die unglückliche Konstellation immer noch. Aber ja, so ist es halt manchmal. Und wenn jemand sagt, es sei ein kollegiales Gespräch, ne bei mir nicht. Teilweise Fragen auf Facharztniveau. Es ist trotzdem eine 2 geworden. Ich find aber diese grausame Prüfung an sich mit so viel nervenaufreibenden Dingen war einmalig. Und nein das werde ich nie vergessen.