Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Doch noch Medizin?
Duke Nukem
11.07.2023, 22:42
Naja, bin 22. Ist das etwa alt?
Nein, natürlich nicht. Ob Du das machen willst oder nicht, liegt sowieso bei Dir, egal wie alt Du wärst.
piandorable
12.07.2023, 06:12
Kann man jetzt auch nicht so verallgemeinern. Ich habe als Zweitstudent im betagten Alter von 28 angefangen, bin mittlerweile über 30 und gehöre zu den Jahrgangsbesten. Auch die anderen Zweitstudenten, die ich kenne, haben kein Problem damit, mitzuhalten. Ich bekomme das eher bei "älteren" Leuten mit, die vorher nicht studiert haben, also schon Jahre aus dem Lernen raus sind, die Schwierigkeiten haben, mitzuhalten. Aber auch das hier gilt nicht für alle.
Ein paar Sachen, die man sich überlegen muss:
- will ich noch mal 6 Jahre lang lernen, während meine Freunde ihre Ausbildungen und Studiengänge abschließen und arbeiten?
- komme ich damit klar, ggf. meine Familienplanung nach hinten zu verschieben?
- wie finanziere ich das Studium (sehr wichtig!)?
- was mache ich, wenn ich keinen Studienplatz kriege?
Der Weg bis zum Studienplatz kann noch lang sein, da braucht man Ausdauer (bei mir von erster Bewerbung vor Abschluss des Bacherlors bis zum ersten Studienplatzangebot: 3,5 Jahre). Ich habe mir eine Höchstgrenze gesetzt, wie lange ich diesen Traum verfolge. Dazu würde ich mich persönlich nicht auf einen Studienplatz in Deutschland verlassen, weil dieses Antragsverfahren mit Gutachten in meinen Augen sehr willkürlich ist (ich habe mein Gutachten gelesen) und daher auch Alternativen, wie ein Studium in Österreich, anpeilen. Ob man privat für viel Geld studieren möchte und kann, sollte man sich genau überlegen. Österreich ist auch für Deutsche kostenlos, allerdings bewirbt man sich auf relativ wenige Plätze. Ich glaube maximal 25% der Studienplätze gehen an Menschen ohne Matura. Da sollte man entsprechend gut auf den MedAT vorbereitet sein.
Duke Nukem
12.07.2023, 08:21
Kann man jetzt auch nicht so verallgemeinern. Ich habe als Zweitstudent im betagten Alter von 28 angefangen, bin mittlerweile über 30 und gehöre zu den Jahrgangsbesten.
Ich wollte hier niemanden persönlich kränken. Ich wollte nur mitteilen, was ich so von den Leuten gehört habe.
Ich kenne keinen Zweitstudenten, dem das Studium schwer gefallen ist. Ganz im Gegenteil - das Medizinstudiums ist dann IMHO deutlich einfacher, da man entspannter und besser organisiert an die Sache rangeht.
Aber in diesem konkreten Fall seh ich tatsächlich recht wenig Interesse an der Medizin - da geht's eher um Unzufriedenheit mit der Physik, und um diffuse, nicht wirklich nachvollziehbare Ängste bzgl. der Arbeitsmarktlage für Physiker.
Der Physiker
13.07.2023, 00:05
Ich kenne keinen Zweitstudenten, dem das Studium schwer gefallen ist. Ganz im Gegenteil - das Medizinstudiums ist dann IMHO deutlich einfacher, da man entspannter und besser organisiert an die Sache rangeht.
Aber in diesem konkreten Fall seh ich tatsächlich recht wenig Interesse an der Medizin - da geht's eher um Unzufriedenheit mit der Physik, und um diffuse, nicht wirklich nachvollziehbare Ängste bzgl. der Arbeitsmarktlage für Physiker.
Ich glaube, hier wird sich zu sehr darauf fixiert, dass meine Fragen eher rational sind. Ob mir Medizin gefällt oder nicht, brauche ich euch doch nicht fragen. Das muss ich selbst wissen. Wie schon gesagt: beides finde ich interessant, aber ich brauche euch doch nicht lang und breit treten, dass mich der menschliche Körper seit jeher interessiert hat. Das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt, für den ich euch brauche, ist, ob es auch aus rationaler Sicht Sinn ergibt. Denn eine solche Entscheidung sollte sowohl intrinsisch als auch rational sein.
Der Physiker
13.07.2023, 00:08
Ich glaube, hier wird sich zu sehr darauf fixiert, dass meine Fragen eher rational sind. Ob mir Medizin gefällt oder nicht, brauche ich euch doch nicht fragen. Das muss ich selbst wissen. Wie schon gesagt: beides finde ich interessant, aber ich brauche euch doch nicht lang und breit treten, dass mich der menschliche Körper seit jeher interessiert hat. Das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt, für den ich euch brauche, ist, ob es auch aus rationaler Sicht Sinn ergibt. Denn eine solche Entscheidung sollte sowohl intrinsisch als auch rational sein.
Deshalb sehe ich auch eher von Jura ab. Denn Jura holt mich inhaltlich einfach nicht so ab wie Medizin
NinaHanna
13.07.2023, 00:23
Guten Abend
An unserer Uni gibts Medizintechnik MSc an anderen glaube Düsseldorf Medizinphysik (oder so ähnlich).
Wäre das nicht eine gute Kombi?
Bedenke bitte folgendes: Medizin ist viel Auswendiglernen im Gegensatz zur Physik.
Liegt dir das?
Ich hab selber vorher etwas naturwissenschaftliches studiert und war daher etwas ans logische Lernen gewohnt (gibts in der Medizin Vorklinik natürlich auch Physiologie z.B.) aber Anatomie, Histologie usw sind pure Paukfächer.
Wenn das kein Problem für dich darstellt…go for it.
Ich bin auch erst „später“ zur Medizin gekommen.
Angenommen du machst deinen Master mit 23 fertig, wärest Du immer noch das Küken unter den Zweitstudiums Studenten.
NinaHanna
13.07.2023, 00:30
Du meinst Du willst dir 6 Jahre Studium + 6 Jahre Facharztausbildung aufpuckeln um nachher Hausarzt zu werden?
Seriously?
Ich arbeite neben dem Studium im niedergelassenen Bereich. Lass es dir gesagt sein: 60% Bürokratie, 40% Medizin
Wenn ich an Physik in der Medizin denke, kommt mir zwar meist Radiologie in den Sinn, aber die verdienen wenigstens am besten.
Der Physiker
13.07.2023, 00:50
Guten Abend
An unserer Uni gibts Medizintechnik MSc an anderen glaube Düsseldorf Medizinphysik (oder so ähnlich).
Wäre das nicht eine gute Kombi?
Bedenke bitte folgendes: Medizin ist viel Auswendiglernen im Gegensatz zur Physik.
Liegt dir das?
Ich hab selber vorher etwas naturwissenschaftliches studiert und war daher etwas ans logische Lernen gewohnt (gibts in der Medizin Vorklinik natürlich auch Physiologie z.B.) aber Anatomie, Histologie usw sind pure Paukfächer.
Wenn das kein Problem für dich darstellt…go for it.
Ich bin auch erst „später“ zur Medizin gekommen.
Angenommen du machst deinen Master mit 23 fertig, wärest Du immer noch das Küken unter den Zweitstudiums Studenten.
Der wird erst mit 24 fertig sein. Aber nimmt sich ggü 23 nicht viel. Aber wenn ich so weiter mache, dann kann man auch sagen, dass 25 nicht weit von 24 weg ist usw...irgendwann ist man 35. Da muss ich wohl eine Grenze setzen, um entscheidungs- und handlungsfähig im Leben zu bleiben. Würde dann gerne wenn dann dieses Jahr wechseln. Als Arzt brauche ich keinen Master in Physik.
Der Physiker
13.07.2023, 00:56
Ich weiß, dass ich zu Beginn in den sauren Apfel werde beißen müssen. Okay Physik wird wohl keine Herausforderung für mich sein, aber dass letzte Mal, dass ich wirklich auswendig lernen musste, war im Geschichtsabi und das ist 4 Jahre her. Aber auch das ist möglich und wenn ich es mir in 15 Jahren danken werde, mich richtig entschieden zu haben, darf es die ersten beiden Jahre auch etwas härter gewesen sein.
Meine Frage ist wie gesagt, ob die Motivation des Arztberufs allein auf intrinsischer Motivation basiert, weil der Beruf ansonsten unausweichlich in den Brunout führt oder wie muss ich das sehen?
Nefazodon
13.07.2023, 01:53
Der Punkt, für den ich euch brauche, ist, ob es auch aus rationaler Sicht Sinn ergibt. Denn eine solche Entscheidung sollte sowohl intrinsisch als auch rational sein.
Meine Frage ist wie gesagt, ob die Motivation des Arztberufs allein auf intrinsischer Motivation basiert, weil der Beruf ansonsten unausweichlich in den Brunout führt oder wie muss ich das sehen?
Also ich verstehe immer weniger, was Du eigentlich von uns wissen willst.
Intrinsisch. Rational. Du redest so, als wären das Gegensätze und als könnte eine intrinsische Motivation nie rational sein.
Was die "richtige" Motivation ist, um Medizin zu studieren, kann dir keiner sagen.
Was für dich selbst das "Richtige" ist für dein weiteres Leben ebenfalls nicht.:-nix
Aber: Bist Du dir sicher, dass Du weißt worauf Du dich einlässt? Hast Du alles bedacht? Ist es wirklich ein tiefer Wunsch, oder nur eine Phase?
Der Physiker
13.07.2023, 03:33
Also ich verstehe immer weniger, was Du eigentlich von uns wissen willst.
Intrinsisch. Rational. Du redest so, als wären das Gegensätze und als könnte eine intrinsische Motivation nie rational sein.
Dann definiere ich mal die beiden Begriffe
Intrinsisch: innere Motivation, Freude an den Lehrinhalten, Freude an naturwissenschaftlichen Themen, daran anderen zu helfen
Rational: meint eher extrinsische Motivation, also äußere Gründe, zB das Gehalt, der sichere Arbeitsplatz, Familienplanung, Arbeitsbelastung, mentale Gesundheit, Niederlassungsmöglichkeiten etc
Ich weiß also, dass ich intrinsisches Interesse habe. Die Frage ist aber, ob es diese extrinsische Motivation gibt? Kann man die Assistenzarztzeit irgendwie human gestalten? Wie kriegt man das mit der Familienplanung unter einen Hut? Wie bewegt sich das Gehalt wirklich und ist es das wert? Kassensitze werden also aufgekauft. Seid ihr an dem Punkt, wo ihr das selbst erfahrt? Kann das auch wieder besser werden? Zum Beispiel, wenn es mehr Sitze gibt?
Unterm Strich bleibt die Frage, ob jemand wirklich Medizin "lieben" muss, weil man es sonst nicht bis zur Rente durchhält? Der Gegensatz wären Studiengänge wie BWL, was man auch bestehen kann, wenn man das Fach nicht "liebt" und wo man hinterher auch angenehm arbeiten kann ohne wie gesagt das Fach wirklich lieben zu müssen
Lieben: sehr sehr starke intrinsische Motivation
Bonnerin
13.07.2023, 05:19
Wie bewegt sich das Gehalt wirklich und ist es das wert? Kassensitze werden also aufgekauft. Seid ihr an dem Punkt, wo ihr das selbst erfahrt? Kann das auch wieder besser werden? Zum Beispiel, wenn es mehr Sitze gibt?
Ja. Es gibt genug Fächer, wo man nie einen eigenen Sitz haben wird, ich bin selbst in so einem Bereich. Man weiß es zwar, aber blöd ist es trotzdem.
Die Gehaltstabellen sind öffentlich - und die letzten "Verhandlungen" des Marburger Bundes ihren Namen nicht wert (gibt genug Threads im Ärztebereich dazu). Als angestellter Arzt in der Praxis schwankt es je nach Fachrichtung zwischen Ä2 und Ä3 (ohne Dienste). Aber bei fehlenden Vergütungssteigerungen ist wenig bis keine Luft nach oben.
Nö. Die Politik zeigt kein Interesse daran, treibt eher die Kommerzialisierung weiter voran. Lediglich die FDP hat überhaput im Wahlprogramm stehen, dass die (ärztliche) Freiberuflichkeit wichtig und zu verteidigen ist. Es wird Lobbyismus für Klinikkraken betrieben, die vieldiskutierte Änderung der Krankenhausstufen würde zu einem massiven Einschnitt der ohnehin miserablen Weiterbildung führen. Und spätestens seit Covid sollten auch Nichtmediziner wissen, wie sehr man politisch eigentlich regelhaft wie Dreck behandelt wird (im Kliniksbereich expliziter Ausschluss von Sonderzahlungen etc.).
Mal zum Studium selbst: Als Physiker wirst du durch die Vorklinik rutschen. Es ist auch nicht so viel zum Auswendiglernen wie immer propagiert. Man kann durch Struktur und Hierarchie der Lerninhalte das Pensum massiv reduzieren. Mit deinem Erststudium bringst du die besten Vorraussetzungen dafür mit.
Zum Studienplatz: Bewirb dich, schau dass du einen Platz bekommst und probiere es aus. Das ist die größte Hürde. Anders wirst du es nicht herausbekommen.
Supersymmetrie ist auch nur in der Theorie sexy, aber hat sich in der Praxis absolut nicht bewährt ;-)
Der Physiker
13.07.2023, 09:22
Ja. Es gibt genug Fächer, wo man nie einen eigenen Sitz haben wird, ich bin selbst in so einem Bereich. Man weiß es zwar, aber blöd ist es trotzdem.
Die Gehaltstabellen sind öffentlich - und die letzten "Verhandlungen" des Marburger Bundes ihren Namen nicht wert (gibt genug Threads im Ärztebereich dazu). Als angestellter Arzt in der Praxis schwankt es je nach Fachrichtung zwischen Ä2 und Ä3 (ohne Dienste). Aber bei fehlenden Vergütungssteigerungen ist wenig bis keine Luft nach oben.
Nö. Die Politik zeigt kein Interesse daran, treibt eher die Kommerzialisierung weiter voran. Lediglich die FDP hat überhaput im Wahlprogramm stehen, dass die (ärztliche) Freiberuflichkeit wichtig und zu verteidigen ist. Es wird Lobbyismus für Klinikkraken betrieben, die vieldiskutierte Änderung der Krankenhausstufen würde zu einem massiven Einschnitt der ohnehin miserablen Weiterbildung führen. Und spätestens seit Covid sollten auch Nichtmediziner wissen, wie sehr man politisch eigentlich regelhaft wie Dreck behandelt wird (im Kliniksbereich expliziter Ausschluss von Sonderzahlungen etc.).
Okay also aufs Jahr gerechnet bewegt sich das im Bereich von 77k (Facharzt 1. Jahr) bis ca 110k (Oberarzt 7. Jahr). Und das ohne Dienste. Ist das etwa nicht mega gut? Und Dienste sind da ja nicht eingerechnet, wie du oben schreibst.
Bonnerin
13.07.2023, 10:11
Okay also aufs Jahr gerechnet bewegt sich das im Bereich von 77k (Facharzt 1. Jahr) bis ca 110k (Oberarzt 7. Jahr). Und das ohne Dienste. Ist das etwa nicht mega gut? Und Dienste sind da ja nicht eingerechnet, wie du oben schreibst.
"Mega gut" für was? Für eine 40h Woche komplett ohne Dienste und immer freies Wochenende? Ja, da stimme ich zu.
Aber das ist eben auch nur ein Wunschtraum. Je nachdem, wo man arbeitet muss man KV-Dienste machen (ja, da gibt es eine Aufwandsentschädigung) bzw. sich von diesen für Geldzahlungen freikaufen. Teilweise muss man aber eben doch Dienste machen - nachts und am Wochenende, und da das "Rufdienste" sind gibt es irgendwas zwischen wenig und gar kein Geld dafür. Überstunden werden regelhaft nicht bezahlt, und 40h/Woche sind leider auch im ambulanten Bereich nicht unbedingt die Regel, es kommen zwar nicht zwangsläufig Dienste, aber auch Dinge wie Hausbesuche etc., die Zeit kosten aber kein Geld bringen. Man kommt also de facto auf mehr Stunden ohne finanzielle Entlohnung. Ob dann der Gesamtlohn aussieht wie er aussieht, sei dahingestellt, aber der Stundenlohn ist eher mäßig. Zeiterfassung ist ja auch ein spaßiges Thema.
Der Physiker
13.07.2023, 10:29
"Mega gut" für was? Für eine 40h Woche komplett ohne Dienste und immer freies Wochenende? Ja, da stimme ich zu.
Aber das ist eben auch nur ein Wunschtraum. Je nachdem, wo man arbeitet muss man KV-Dienste machen (ja, da gibt es eine Aufwandsentschädigung) bzw. sich von diesen für Geldzahlungen freikaufen. Teilweise muss man aber eben doch Dienste machen - nachts und am Wochenende, und da das "Rufdienste" sind gibt es irgendwas zwischen wenig und gar kein Geld dafür. Überstunden werden regelhaft nicht bezahlt, und 40h/Woche sind leider auch im ambulanten Bereich nicht unbedingt die Regel, es kommen zwar nicht zwangsläufig Dienste, aber auch Dinge wie Hausbesuche etc., die Zeit kosten aber kein Geld bringen. Man kommt also de facto auf mehr Stunden ohne finanzielle Entlohnung. Ob dann der Gesamtlohn aussieht wie er aussieht, sei dahingestellt, aber der Stundenlohn ist eher mäßig. Zeiterfassung ist ja auch ein spaßiges Thema.
Also führt der Werdegang in die Anstellung in einer Praxis oder in einem MVZ? Wenn eine eigene Praxis immer schwieriger zu gründen wird und man irgendwann sich das im KH nicht mehr geben will?
Der Physiker
13.07.2023, 10:42
Guten Abend
An unserer Uni gibts Medizintechnik MSc an anderen glaube Düsseldorf Medizinphysik (oder so ähnlich).
Wäre das nicht eine gute Kombi?
Ich bin auch erst „später“ zur Medizin gekommen.
Medizinphysik wäre für mich leider nichts halbes und nichts ganzes. Habe da auch mit anderen Leuten aus dem Bereich gesprochen und sie sehen es ähnlich bzw können verstehen, was ich meine.
Was ist dich denn letztendlich zur Medizin gebracht? Die Work Life Balance wird es ja nicht gewesen sein. Hast du das als deine absolute Leidenschaft für dich entdeckt?
Medizinphysik wäre für mich leider nichts halbes und nichts ganzes. Habe da auch mit anderen Leuten aus dem Bereich gesprochen und sie sehen es ähnlich bzw können verstehen, was ich meine.
Was ist dich denn letztendlich zur Medizin gebracht? Die Work Life Balance wird es ja nicht gewesen sein. Hast du das als deine absolute Leidenschaft für dich entdeckt?
Was nützt es dir hier die Leute auszufragen, warum sie Medizin studiert haben? Die Frage nach dem Gehalt habe ich mir zu Beginn meines Studiums ehrlich gesagt nie gestellt. Dass man sehr leicht eine Stelle findet, habe ich immer eher als positiven Nebeneffekt empfunden. Ich wollte einfach Arzt werden, die Gründe kann ich tatsächlich gar nicht mehr genau nennen. Das Studium hat mir nicht wirklich viel Spaß gemacht, ich fands aber erträglich, weil ich einfach Lust habe, als Arzt zu arbeiten. Nicht mehr und nicht weniger.
So lange du diese Lust nicht ansatzweise spürst, würde ich dir vom Studium abraten. Und mehr kann man als Außenstehender dazu imho nicht wirklich sagen.
Kampf-Muffin
13.07.2023, 18:58
Du meinst Du willst dir 6 Jahre Studium + 6 Jahre Facharztausbildung aufpuckeln um nachher Hausarzt zu werden?
Seriously?
Ich arbeite neben dem Studium im niedergelassenen Bereich. Lass es dir gesagt sein: 60% Bürokratie, 40% Medizin
Wenn ich an Physik in der Medizin denke, kommt mir zwar meist Radiologie in den Sinn, aber die verdienen wenigstens am besten.
Check ich nicht, findest du es absurd, Hausärzt*in werden zu wollen?
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