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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studienplatztausch und Neubewerbung wegen Wegfall Wartezeitquote NICHT mehr möglich



NinaHanna
13.07.2023, 18:21
Liebes Forum,

ich weiß mir nicht mehr zu helfen, alle Wege scheinen verbaut.
Deswegen schildere ich mal meine Situation, vielleicht habt ihr doch noch einen Rat.

Ich bin Medizinstudentin in der Vorklinik.
Damals wurde ich nur aufgrund der Wartezeitquote zugelassen.
Zuvor eine Ausbildung zur MFA absolviert und gearbeitet.

In meinem Studium habe ich sehr viel Zeit durch Pflege von Angehörigen verloren.
Ich hatte jedoch immer den Willen trotz der 3fach Belastung, d.h. neben dem Studium die Pflege sowie eigene Finanzierung durch Tätigkeit (nicht Bafög berechtigt), das Studium kontinuierlich fortzusetzen, weswegen ich mich auch nicht beurlauben ließ.

Aufgrund dessen, bin ich natürlich nicht mehr in der Regelstudienzeit. Nicht mal in der Nähe davon.

Ich bin, wie vllt einige von euch in anderen Threads gelesen haben, bis auf den Teilschein des Makroscheins
scheinfrei. Der Kurs ist aber derart umstrukturiert worden, dass eben jene Teilprüfung nur 1x/ Jahr angeboten wird.

Da weder Bemühungen der FS noch des Studiendekans diesem Umstand (der zahlreiche Studenten, nicht nur mich betrifft) leider erfolglos blieben, hat diese Regelung weiterhin Bestand.

Um diesem ganzen Chaos, das an meiner Uni herrscht und diesen nicht vorhandenen Prüfungsmöglichkeiten zu entfliehen, kam mir der Gedanke, mich als Ortswechsel an einer anderen Uni zu bewerben.

Letztes Jahr verliefen diese Bewerbungen natürlich im Nichts. Es gibt viel weniger Studienabbrecher und viel mehr Bewerber, die wechseln wollen.
Außerdem wurde mir zum Beispiel an der RUB gesagt, Bewerber außerhalb der Regelstudienzeit werden konsequent abgelehnt. In Aachen wird außerhalb der Regelstudienzeit so bemessen wie das letzte Semester der Regelstudienzeit wäre. Ich muss gestehen, dass ich durch die Formulierung auch nicht ganz verstanden habe, was damit gemeint ist.

Wie das an anderen Universitäten ist, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.
Ich befürchte aber ähnlich.

Studienplatztausch entfällt als Option für mich komplett, da ich außerhalb der Regelstudienzeit liege und meine Universität nur zum 1. Semester tauscht.

Sich ganz zu exen und über hochschulstart neu zu bewerben entfällt weiterhin als Möglichkeit, da ich nur durch Wartezeit zugelassen wurde.
Ich hätte zwar durch meine Ausbildung und langjährige Berufstätigkeit ein paar Punkte aber diese auch nur in den 10% der ZEQ. Für das ADH ist meine Abiturnote nicht gut genug. (Bitte keine Diskussionen darüber, das vertrag ich jetzt gerade nicht noch:-heul

Ich erinnerte mich hier im Forum gelesen zu haben, als ich selbst noch gerade frisch Abitur gemacht hatte, dass Studenten teilweise über Zweithörer einzelne Scheine gemacht haben.
Mittlerweile gibt es auch das nicht mehr. Zumindest nicht mehr in der Medizin.


Aus all diesem ergibt sich, dass ich gar keine Chance hätte, an eine andere Uni zu wechseln. Weder per Ortswechsel noch per Bewerbung zum 1. durch exen.


Ich bin so verzweifelt, dass ich sogar über einen Studienabbruch nachgedacht habe.
Ich habe mein bisheriges Leben seit dem Abi dafür investiert, zunächst um eine Zulassung zu erhalten (Ausbildung, Tätigkeit, versuchter Quereinstieg) und dann darum gekämpft, gleichzeitig das Studium, Pflege und Arbeit zu schaffen.


Weiß jemand von euch einen Ausweg aus dieser Situation?
Ich nämlich nicht.

Liebe Grüße
Nina

Feuerblick
13.07.2023, 18:31
Darf ich fragen, warum du nach all dem, was du bisher getan hast, die einzige Option (nämlich zu warten, bis du den fehlenden Schein machen kannst und in der Zeit einfach schon mal die anderen Fächer fürs Physikum zu lernen) ablehnst?

NinaHanna
13.07.2023, 18:51
Das habe ich das letzte Jahr getan, den Physikumslernplan durchgemacht vor der Klausurvorbereitung.
Umso deprimierender nach all dem, darf ich wieder ein Jahr warten.

ffx80
13.07.2023, 19:06
Darf ich fragen, warum du nach all dem, was du bisher getan hast, die einzige Option (nämlich zu warten, bis du den fehlenden Schein machen kannst und in der Zeit einfach schon mal die anderen Fächer fürs Physikum zu lernen) ablehnst?

Scheint mir tatsächlich auch am sinnvollsten zu sein?! Das Geld und die Energie für einen HS-Wechsel lieber ins Studium vor Ort stecken und durchziehen. Oder übersehe ich da etwas Gravierendes? Dass es an einer anderen Uni besser und reibungsloser verläuft ist meistens ein Trugschluss.

NinaHanna
13.07.2023, 19:42
Scheint mir tatsächlich auch am sinnvollsten zu sein?! Das Geld und die Energie für einen HS-Wechsel lieber ins Studium vor Ort stecken und durchziehen. Oder übersehe ich da etwas Gravierendes? Dass es an einer anderen Uni besser und reibungsloser verläuft ist meistens ein Trugschluss.

Für mich stellt sich die Frage, die nicht gerade unberechtigt ist, weil mehrere meiner Kommilitonen, die nun wirklich nicht faul waren und sich wirklich ein ganzes Jahr lang vorbereitet haben, dann schlussendlich im Existenz Versuch gelandet sind beziehungsweise diesen nicht geschafft haben, was ich tun könnte, sollte ich in diese Situation geraten.

Ich würde nie in einen Existenzversuch gehen, ich wüsste zwar nicht, wie es denn weitergehen soll, aber endgültig kein Prüfungsanspruch mehr in Medizin zu haben, das würde mich quasi innerlich umbringen.
Für einen Wechsel ins Ausland bin ich etwas zu „alt“ und habe auch noch schwer kranke Angehörige.

Was ich meine ist, ein Plan B, den ich hätte für den Fall, dass ich wechseln müsste um ein solches Szenario abzuwenden, würde schon helfen.

Gibt es denn nirgendwo mehr die Möglichkeit durch Ortswechsel reinzukommen, wenn man über der Regelstudienzeit liegt?
Und weiß jemand, ob nur die Fachsemester Anzahl oder auch die Anzahl der Scheine bei einem Ortswechsel Gewichtung findet?

Es gab doch früher so viele Möglichkeiten

ffx80
13.07.2023, 20:22
Für mich stellt sich die Frage, die nicht gerade unberechtigt ist, weil mehrere meiner Kommilitonen, die nun wirklich nicht faul waren und sich wirklich ein ganzes Jahr lang vorbereitet haben, dann schlussendlich im Existenz Versuch gelandet sind beziehungsweise diesen nicht geschafft haben, was ich tun könnte, sollte ich in diese Situation geraten.

Ich würde nie in einen Existenzversuch gehen, ich wüsste zwar nicht, wie es denn weitergehen soll, aber endgültig kein Prüfungsanspruch mehr in Medizin zu haben, das würde mich quasi innerlich umbringen.
Für einen Wechsel ins Ausland bin ich etwas zu „alt“ und habe auch noch schwer kranke Angehörige.

Was ich meine ist, ein Plan B, den ich hätte für den Fall, dass ich wechseln müsste um ein solches Szenario abzuwenden, würde schon helfen.

Gibt es denn nirgendwo mehr die Möglichkeit durch Ortswechsel reinzukommen, wenn man über der Regelstudienzeit liegt?
Und weiß jemand, ob nur die Fachsemester Anzahl oder auch die Anzahl der Scheine bei einem Ortswechsel Gewichtung findet?

Es gab doch früher so viele Möglichkeiten

Aber solche Fächer, die von ein paar Studierenden endgültig nicht bestanden werden, gibt es doch an jeder Uni. Solche Fälle sind natürlich immer höchst dramatisch. Aber man sollte sich gleichzeitig immer klarmachen, dass das vereinzelte, sehr wenige Person betrifft. Es kommt sehr selten vor, dass jemand wegen eines nicht bestandenen Drittversuchs exmatrikuliert wird, jedenfalls ist das in Medizin so.

Das meine ich mit Trugschluss. An jeder Uni gibt es mehr oder weniger große Hürden, die sich in der Regel aber nach einem Jahr Vorbereitung bewältigen lassen. Ich würde dir eher raten die Energie, die du auf der Suche nach einem Plan B verbrauchst, in dein anscheinend ohnehin schon anstrengendes Leben zu stecken. Ich bin mir fast sicher, dass du dann auch keinen Plan B brauchen wirst :)

Meijd95
14.07.2023, 06:54
Zur Studienfinanzierung noch: Du hättest dich Anspruch auf elternunabhängiges Bafög, wenn du die ganzen Wartesemester gesammelt hast? Es gibt auch Stipendien, die den „Aufstieg“ unterstützen. Wird wahrscheinlich auch Zeit kosten sich darum zu bewerben, aber über elternunabhängiges Bafög würde ich mich mal kurz informieren, dann fällt vielleicht deine Arbeit teilweise weg.
(Als Alternative, solltest du wirklich in den Letztversuch müssen, könntest du mit einem guten TMS ordentlich Punkte für die ZEQ sammeln, aber der Fall dass du das brauchst ist extrem unwahrscheinlich. Nur zur Beruhigung, um einen Notfall-Plan B zu haben, aber konzentrier dich jetzt einfach auf deine Prüfung und das Physikum, du wirst das schaffen!)

xenopus laevis
14.07.2023, 11:44
Wenn sie außerhalb der Regelstudienzeit ist, dann hat sie auch keine Chance mehr auf Bafög. Frage mich nur, warum man von dieser Finanzierung abgesehen hat.

Sonst bleiben und 1 Jahr lernen! Sehe auch keine andere Möglichkeit.

NinaHanna
14.07.2023, 13:17
Wenn sie außerhalb der Regelstudienzeit ist, dann hat sie auch keine Chance mehr auf Bafög. Frage mich nur, warum man von dieser Finanzierung abgesehen hat.

Sonst bleiben und 1 Jahr lernen! Sehe auch keine andere Möglichkeit.
Es gibt Leute, die sind nicht Bafög berechtigt:) ich hab nicht davon abgesehen, sondern war nicht berechtigt

NinaHanna
14.07.2023, 13:19
Zur Studienfinanzierung noch: Du hättest dich Anspruch auf elternunabhängiges Bafög, wenn du die ganzen Wartesemester gesammelt hast? Es gibt auch Stipendien, die den „Aufstieg“ unterstützen. Wird wahrscheinlich auch Zeit kosten sich darum zu bewerben, aber über elternunabhängiges Bafög würde ich mich mal kurz informieren, dann fällt vielleicht deine Arbeit teilweise weg.
(Als Alternative, solltest du wirklich in den Letztversuch müssen, könntest du mit einem guten TMS ordentlich Punkte für die ZEQ sammeln, aber der Fall dass du das brauchst ist extrem unwahrscheinlich. Nur zur Beruhigung, um einen Notfall-Plan B zu haben, aber konzentrier dich jetzt einfach auf deine Prüfung und das Physikum, du wirst das schaffen!)
Danke dir ��
Aber der TMS müsste dann wirklich extrem gut sein.

NinaHanna
14.07.2023, 13:22
Aber solche Fächer, die von ein paar Studierenden endgültig nicht bestanden werden, gibt es doch an jeder Uni. Solche Fälle sind natürlich immer höchst dramatisch. Aber man sollte sich gleichzeitig immer klarmachen, dass das vereinzelte, sehr wenige Person betrifft. Es kommt sehr selten vor, dass jemand wegen eines nicht bestandenen Drittversuchs exmatrikuliert wird, jedenfalls ist das in Medizin so.

Das meine ich mit Trugschluss. An jeder Uni gibt es mehr oder weniger große Hürden, die sich in der Regel aber nach einem Jahr Vorbereitung bewältigen lassen. Ich würde dir eher raten die Energie, die du auf der Suche nach einem Plan B verbrauchst, in dein anscheinend ohnehin schon anstrengendes Leben zu stecken. Ich bin mir fast sicher, dass du dann auch keinen Plan B brauchen wirst :)

Ja, ich werd das Jahr natürlich intensiv nutzen um zu Lernen.
Ein Plan B hätte halt nur das Stresslevel erträglicher gemacht. :-)
Dein Zuspruch ist echt sehr nett, vielen lieben Dank

davo
14.07.2023, 15:08
Ich würde auch einfach diese eine Prüfung machen. Ist sicher viel einfacher als der ganze Aufwand mit Wechsel usw.