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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : M3 Panik



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Staph.Aureus
26.05.2024, 21:05
Vielleicht hat er auf seinem Handy die Uhrzeit sich angesehen? Das Zeitlimit liegt doch eh zwischen 10 und 15 min.

Nee der am Handy gescrollt, eigentlich hätte er Protokoll schreiben müssen. Und für die Prüfungszeit ab und zu auf die Smartwatch geguckt, aber die Zeit muss eigentlich akurat gestoppt werden. Das steht so in den Protokollen.

Feuerblick
27.05.2024, 06:43
Es reicht, wenn du deine Frage in EINEM Thread stellst und nicht mehrere Threads damit vollspamst! Übrigens sind Zweitaccounts gemäß Forenregeln nicht erlaubt und führen zum Ausschluss.

Gruß
Feuerblick
ML-Moderatorin

anonymus02052025
27.05.2024, 18:04
hey Leute, PJ erst angefangen und schon Angst vor M3😓 keine Panikmache, aber was sind eure Empfehlungen für die Vorbereitung darauf? Und wie sieht eurer Meinung nach ein idealer Tag für einen PJler aus? Was soll man grob idealerweise alles machen und wieviele Patienten untersuchen, wieviele Briefe pro Tag schreiben usw. ? Wieviel soll man nebenbei lernen und ob Amboss für M3 ausreicht (sowohl für Innere und Chirurgie als auch Wahl- und Losfach)?

xenopus laevis
27.05.2024, 18:51
Das kann man doch nicht pauschal so sagen. Zwischen „auf der Wiese liegen und 3 Pausen am Tag bei strahlenden Sonnenschein“ und „Visite, Anordnungen, Arztbriefe“ war alles dabei.
Perfekter Tag? Ich war nach 6 h raus und hatte danach Freizeit. Gelernt im PJ? Nur was mich interessierte, aber niemals fürs Stex. Habe erst mit den Altprotokollen ernsthaft angefangen und für mich war es gleich der MC-Führerscheinprüfung die lächerlichste Prüfung meines Lebens.
Ist nicht bei jeden so. Hatte halt wirklich Glück. 😎

anonymus02052025
27.05.2024, 20:21
Das kann man doch nicht pauschal so sagen. Zwischen „auf der Wiese liegen und 3 Pausen am Tag bei strahlenden Sonnenschein“ und „Visite, Anordnungen, Arztbriefe“ war alles dabei.
Perfekter Tag? Ich war nach 6 h raus und hatte danach Freizeit. Gelernt im PJ? Nur was mich interessierte, aber niemals fürs Stex. Habe erst mit den Altprotokollen ernsthaft angefangen und für mich war es gleich der MC-Führerscheinprüfung die lächerlichste Prüfung meines Lebens.
Ist nicht bei jeden so. Hatte halt wirklich Glück. 😎

Visite, Anordnungen? Ein PJ Student soll das machen? also man soll auch den Job des Oberarztes übernehmen?🤔

Feuerblick
27.05.2024, 21:02
Du nimmst Patienten auf und schreibst natürlich auch die Anordnungen. Die dann mit einem der Stationsärzte besprochen werden. Und natürlich gehst du auf Visite mit. Wenn du ein eigenes Patientenzimmer hast, stellst du diese Patienten auch auf Visite vor. Was dachtest du, was ein PJler macht?

anonymus02052025
27.05.2024, 21:14
Ich verstehe jetzt, das macht Sinn, ich habe seinen Kommentar wörtlich verstanden, dass ein PJler selber die Visite macht

anonymus02052025
27.05.2024, 21:18
Du nimmst Patienten auf und schreibst natürlich auch die Anordnungen. Die dann mit einem der Stationsärzte besprochen werden. Und natürlich gehst du auf Visite mit. Wenn du ein eigenes Patientenzimmer hast, stellst du diese Patienten auch auf Visite vor. Was dachtest du, was ein PJler macht?

Was ist wenn man nicht viel gelernt hat generell vorher? Also ich bin kein Einser Kandidat und habe all die Krankheiten und Therapien und DD nicht 1:1 im Kopf🤷Weil ich habe halt für eine schriftliche MC Prüfung gelernt und da lernt man anders (vllt. nur ich so?), und ich habe das Gefühl ich wäre ein Hindernis für die Ärzte wenn ich bei jedem zweiten Patienten Aufnahme mache und alles langsamer mache als sie und vllt. auch falsch, während für sie das alles Routine ist und alles immer korrekt abläuft

Feuerblick
27.05.2024, 22:13
Dafür ist das PJ da: Dass du (wenn es gut läuft), dein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen lernst, BEVOR du Assistenzarzt bist. Als PJ darfst du langsamer sein und fragen und auch Fehler machen. Das ist Sinn des PJ. Also nutze es und mach dir keine unnützen Gedanken darüber, wie du am Ende lernen sollst. Nimm mit, was du praktisch lernen kannst. Das ist das Wichtigste.
Das M3 selbst ist, wenn man ein bisschen was gelernt hat im Studium, kein Hexenwerk und ganz sicher keine unüberwindbare Hürde, für die man 12 Monate täglich lernen müsste. Eben WEIL du die Dinge praktisch sehen solltest im PJ. Das lernt sich dann besser als nur Theorie.

einmalistkeinmal
28.05.2024, 04:45
Es kann aber auch ganz anders laufen und du machst nur Aufnahmeuntersuchung, bist bei Visite dabei und schreibst Arztbriefe. Ich habe keinerlei Patienten selbst betreut, noch nicht einmal vorgestellt. Niemand hat mich nach Diagnosen, Medis oder Vorgehen gefragt. Damit habe ich mich zwar im PJ gut gefühlt, aber sinnvoll ist das nicht. Auf das Assistenzarztsein bin ich null vorbereitet

davo
28.05.2024, 05:45
Andreas, du stellst Fragen, die man nicht beantworten kann, weil die Antworten je nach Klinik und Fach völlig unterschiedlich sein werden.

Und du schreibst zwar, keine Panikmache, aber man merkt trotzdem sehr viel Panik in dir.

Realistisch betrachtet schaffen selbst fast alle schlechten Studenten das PJ, schaffen selbst fast alle schlechten Studenten das M3. Es ist also völlig sinnlos, sich da in hunderttausend Gedanken und Sorgen reinzusteigern. Lass es einfach auf dich zukommen - du wirst schon sehen, wie es bei dir konkret sein wird.

P.S.: Niemand hat "all die Krankheiten und Therapien und DD 1:1 im Kopf". Kein Chefarzt, kein Oberarzt. Das ist also eine völlig unrealistische Erwartung, die niemandem etwas bringt, sondern nur dafür sorgt, dass deine Ängste und Sorgen noch größer werden.

Bonnerin
28.05.2024, 05:48
Erstmal doof, dass sich da die Gelegenheit nicht ergeben hat.

Bezüglich des Arbeitsbeginns: Und? Gibt ja auch genügend Personen, die 3 chillige Tertiale mit minimalstem Aufwand im Ausland gemacht haben, die haben das auch nicht gemacht.

Aufnahmeuntersuchungen und die Anordnungen danach sind ja schon mal ein wichtiger Teil. Der Rest kommt halt mit der Zeit/Einarbeitung.

Ich persönlich habe zugegebenermaßen ein gutes Anästhesie-Tertial gehabt, dessen Skills mir zu Berufsbeginn geholten haben. Inzwischen ists eh egal, da ich keine Patientenversorgung mache.

Für die darüberstehende Ursprungsfrage: ich fand das MEX von Elsevier sehr gut zum Lernen. Und Fallbücher.

einmalistkeinmal
28.05.2024, 06:41
@Bonnerin: da hast du sicher recht. Leider bin ich immer seeeeeehr selbstkritisch und fühle mich oft nicht gut genug. Da unser Prüfer uns an den Kopf geworfen hat, dass unsere Anmnese und körperliche Untersuchung und Diagnosestellung total besch.... ist, bin ich jetzt noch unsicherer.

@Andreas: Ich war vor dem PJ auch total panisch, aber es wurde wirklich wenig von den PJlern vorausgesetzt. Nimm einfach das Beste aus dieser Zeit mit.

Feuerblick
28.05.2024, 07:18
Was Aussagen von Prüfern/Chefs/Oberärzten dazu angeht, wie besch*** man XYZ macht: Für sich selbst überprüfen, ob man Fehler gemacht hat oder ob man wirklich etwas verbessern kann. Den Rest (incl. Wortwahl und Tonfall) einfach vergessen. Das begegnet einem im Berufsleben öfter mal und man spart sich Nerven, wenn man sich solche Worte nicht zu Herzen nimmt und sich nicht verunsichern lässt. Musste ich auch lernen (dafür war die mobbende Oberärztin in PJ und den ersten WB-Monaten gut, die ich herzlich für ihren Ton gehasst habe).

Bonnerin
28.05.2024, 15:10
@Bonnerin: da hast du sicher recht. Leider bin ich immer seeeeeehr selbstkritisch und fühle mich oft nicht gut genug. Da unser Prüfer uns an den Kopf geworfen hat, dass unsere Anmnese und körperliche Untersuchung und Diagnosestellung total besch.... ist, bin ich jetzt noch unsicherer.


Ich bin ganz bei Feuerblick. Wenn wirklich objektivierbar was falsch war, dann sollte man das als Anlass nehmen, es zu verbessern, damit es sich eben nicht wiederholt.

Und auch generell...der Ton, der einem entgegengebracht wird, kann teilweise absolut inakzeptabel sein. Meistens dann aber auch von Leuten, die gar keinen anderen Tonfall draufhaben. Ich erinnere mich an ein, zwei chirurgische OÄ, bei denen auch noch vor einigen Jahren Instrumente durch den Raum geflogen sind.
Oder Ärzte, die einen am Telefon anschreien, dass man ja als Labor nichts kann, außer Patientengefährdung. Da waren dann die Proben aber teilweise gar nicht im Labor (es rief 15 Minuten später eine Pflegekraft an, um mitzuteilen, dass sie vergessen hat, die Probe mitzuschicken) oder es wurde eben ohne Rücksprache falsches Material geschickt (z.B. EDTA oder Serum für eine Gerinnungsanalytik). Aber Hauptsache rumschreien, dass wir doof sind, weil wir das nicht machen.

Da muss man sich leider dran gewöhnen. Ein gesundes Maß an Selbstkritik ist gut, aber man darf sich auch nicht alles zu Herzen nehmen, selbst, wenn das schwer fällt.

Feuerblick
28.05.2024, 16:17
Und ganz manchmal ist ein ruhiges „Sind Sie jetzt fertig? Darf ich auch mal was sagen?“ sehr befreiend. :-))

davo
28.05.2024, 22:07
@Bonnerin: da hast du sicher recht. Leider bin ich immer seeeeeehr selbstkritisch und fühle mich oft nicht gut genug. Da unser Prüfer uns an den Kopf geworfen hat, dass unsere Anmnese und körperliche Untersuchung und Diagnosestellung total besch.... ist, bin ich jetzt noch unsicherer.

Ich hoffe, dass das nicht alles war.

Denn den anderen runterzumachen, ist keine Lehre, und sollte deshalb an einer Uniklinik verpönt sein.

Es sollte konstruktive Kritik und konkrete Verbesserungsvorschläge geben - also Tipps, was man besser machen könnte und sollte, wie das dann konkret aussehen sollte, und wie man dorthin kommen kann, sprich wie man es erlernen kann.

Leider gibt es keine Kultur der Lehre an deutschen medizinischen Fachbereichen, das kann man glaub ich wirklich ganz pauschal so sagen. Einzelne engagierte Leute und einzelne gut durchgeführte Lehrveranstaltungen ändern daran leider nichts.

Aber dann musst du eben selbst Initiative ergreifen... dir überlegen, was du bei der Anamnese besser hättest machen können... dir dann z.B. einen eigenen Notizzettel für die Anamnese zusammenstellen... dir überlegen, was du bei der körperlichen Untersuchung besser hättest machen können... diese Themen dann in einem guten Anamnesebuch nachlesen, dir YouTube-Videos zum Thema anschauen... dir dann überlegen, woran es lag, dass es Probleme bei der Diagnosestellung gab... ob das mit der Anamnese zu tun hatte, mit der Untersuchung, mit theoretischen Wissenslücken, mit übersehenen Informationen... usw.

Ist natürlich alles ein großer Aufwand, aber so hast du dann auch tatsächlich was davon. Und Übung macht den Meister... wenn Medizin so einfach wäre, würden nicht jeden Tag kleine und weniger kleine Fehler passieren...

einmalistkeinmal
29.05.2024, 17:34
@Davo: Leider keine konstruktive Kritik. Die Einschätzung fußte auf unseren Epikrisen. Und die waren wirklich schlecht, da wir uns mit der Zeit total verschätzt (zu viel untersucht, zu viel geredet) hatten und dann nur noch ca 30 min zum Schreiben blieben. Hätte ich gewusst, dass die Epikrise so eine große Rolle spielt... Bei der körperlichen Untersuchung/Anamneseerhebung war niemand dabei. Beim Prüfungsteil am Patienten mussten wir eigentlich eher theoretische Fragen beantworten. Ich hätte es einfach zum Abschluss des Studiums/Berufsstart schön gefunden, wenn auch ein paar nette Worte gekommen wären. Die anderen Prüfer waren auch sichtlich irritiert und es herrschte eine unangenehme Stimmung.
Naja, was solls: Haken dran und weiter geht's.
Lieben Dank für eure Worte!