Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwangerschaft/Stillzeit
Cor_magna
20.10.2023, 14:39
Ganz ehrlich, ich weiß anderes Thema, aber wo soll sowas denn hinführen? Ich meine die Zahl der Stundentinnen ist klar, spiegelt sich definitiv auch in unserem Team so wider.
Es flüchten dann alle in die Praxis, egal ob gewollt oder ungewollt. Das wird ja nicht mehr lange auf diese Weise haltbar sein.
Nun ja, solange da noch genug mitspielen und das System läuft... Klar, es werden immer mehr Frauen, aber es gibt da auch genug Frauen die da mitspielen.
Außerdem: Der Entscheidungsspielraum vieler Chefärzte dürfte bei solchen Dingen sehr begrenzt sein. Einfach mal neue Stellen schaffen, um Schwangere/Stillende zu entlasten... schwierig. Solche Sachen müssen ja von oben, also der Leitungsebene des Krankenhauses, abgesegnet werden. Und da zählen wie man weiss: Die Zahlen.
Man lese die aktuellen Berichte über die Insolvenzwelle der Krankenhäuser.
Arbeitsbedinungen sind zweitrangig, wenn das Geld nicht stimmt.
Übrigens meiner Erfahrung nach auch in jeder sonstigen Firma der freien Wirtschaft so, wenn die Zahlen nicht stimmen wird es fast überall ungemütlich, Stichwort Kürzungen an allen Ecken und Enden.
Sehe ehrlich gesagt wenig Chancen, dass sich da kurz bis mittelfristig recht viel ändert. Aber ist nur meine Meinung.
Endoplasmatisches Reticulum
20.10.2023, 16:05
.....
aschenputtel1977
20.10.2023, 19:57
Ich war halt in der Situation, dass ich OÄ war, als ich (spät) schwanger wurde. Ätzende Dienste, viel zu viele noch dazu, ich war so froh als ich aus dem Karussell raus war. Keine Dienste mehr, aufgrund Pädiatrie nur noch Tätigkeiten ohne Patientenkontakt... Himmlisch zuerst. Dann hing mir das ganze Epikrisengedöns und wir-brauchen-mal-deinen-Rat-Telefonate zum Hals raus, aber so war das. ICH hätte mich so gar nicht ums weiterknechten gerissen. BV gab dann noch spät in der Schwangerschaft noch aufgrund nicht gesunden Babys und etwas duschgeknallter Mutter in spe....
Arrhythmie
20.10.2023, 21:23
Ich hab nur Visitendienste ne zeitlang gemacht. Und es war allen egal.
mediphys
22.10.2023, 22:03
Das ist halt alles immer nicht so einfach. Eine Welt, in der Schwangerschaften im Berufsleben kein Problem wären, wäre fantastisch. Es wäre aber auch eine Welt, in der es bei 70 % Frauenanteil in der Medizin für den Großteil aller Stellensuchenden regelhaft nur noch 1-Jahres-Verträge als Elternzeitvertretung gäbe, Verlängerung fraglich und nicht leistungsgebunden, maximaler Mobilitätsanspruch, yaddayadaayadda.
Be careful what you wish for.
Das Problem wird es nicht geben, wenn Männer nicht versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Und das werden sie auf Dauer nicht können. Wenn Väter tatsächlich Väter sind und nicht nur bei der Zeugung ein Spermium rauspressen, gehen sie in Elternzeit und dann in Teilzeit und fallen damit mindestens genauso lange aus dem Job wie Mütter. Entsprechend sind Mütter dann aber auch nicht mehr so elend lange an den Herd gekleistert wie heutzutage, wo die meisten Typen, die mal ein Spermium rausgepresst und dabei versehentlich oder geplant an der Zeugung eines Embryos einen (ausgesprochen geringen) Beitrag hatten, es leider nicht verdienen, als Vater bezeichnet zu werden.
Endoplasmatisches Reticulum
22.10.2023, 22:44
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Spektralleuchte
23.10.2023, 11:39
Ich frag mich ja echt wie es der armen Wirtschaft so ergeht, wenn Vertretungspositionen einem die Arbeitsbedingungen und Chancen so grundsätzlich versauen sollen. Das ist ja lachhaft hoch fünf, oder man kann alles interpretieren wie man will.
Man kann Vertretungspositionen auch als Chance ansehen. Komischerweise habe ich schon "Märchen und Sagen" gehört, wo die Vertretung einen guten Job gemacht hat und die nächste freie Stelle damit an sie ging. Weil man genau wusste was man kriegt. So etwas entlastet das Team auch enorm wenn nicht irgendwer eingestellt wird, der sich als Horror entpuppt und man nicht mehr los wird..
Oder als Vertretung kann man sich ganz entspannt ansehen ob man langfristig in der Abteilung arbeiten möchte. Komischerweise scheinen nämlich die meisten Abteilungen ja Probleme zu haben Stellen überhaupt zu besetzten... Vll ja auch weil grundsätzlich an sehr veralteten Arbeitstrukturen festgehalten wird und immer das Schreckgespenst durch alle Flure getrieben wird, wenn sich z.B. Dienstmodelle oder sonst was ändern sollen.
Mal realistisch: Bei uns wird jetzt eine Stelle wegen BV vertretungsmäßig besetzt (AA gegen AA, also eh befristet). Ich bin ehrlich gespannt darauf und freue mich, dass wir in den Diensten nicht noch mehr hängen gelassen werden sondern potentielle Entlastung kommt. Der neue AA hatte sich initiativ beworben und wurde wegen fehlender Stelle erst abgelehnt.. Hat also auch ne Chance sich gut zu machen und bis zum Ablauf seiner Vertretung wäre eh wieder die nächste AA Stelle frei....
Endoplasmatisches Reticulum
23.10.2023, 12:11
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Autolyse
23.10.2023, 23:26
Es ist nicht „Befristung gegen Befristung“, sondern „Planstelle gegen Vertretung“. Den gravierenden Unterschied muss man hoffentlich niemandem erklären. Du kannst der beste Arbeiter im ganzen Stall sein: Wenn bei Vertragsablauf keine Planstelle frei ist, fliegst du.[...]
Die Planstelle ist auch bei Vertretung besetzt. Sagt mein Arbeitgeber, deswegen gibt es keinen Ersatz, denn der müsste für sichere Befristung eine Stelle auf Dauer der Weiterbildung haben. Soll doch der Rest mehr und schneller arbeiten, dann ist das kein Problem.
Endoplasmatisches Reticulum
24.10.2023, 08:01
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