Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wunsch-WB MiBi - Frage zur Bewerbung für das stationäre Jahr in der Inneren
Hallo in die Runde,
ich habe ein paar Fragen zur Bewerbung bzw. zum Bewerbungsgespräch.
Bald geht es für mich darum, mich für Kliniken zu bewerben nach dem Studium. Ich möchte meine FA-Ausbildung gerne in einem labormedizinischen Bereich machen, also eben Labormedizin oder auch MiBi, Virologie und Infektionsepidemiologie, eventuell auch Humangenetik. Für die FA-Ausbildung benötigt man aber das obligatorische stationäre Jahr (meistens Innere Medizin). Soweit so gut!
Nun stelle ich mir die Frage, wie man das Ganze aufziehen soll. Ist es vorteilhafter von Anfang an mit "offenen Karten" zu spielen bei der Bewerbung in einer Klinik für Innere Medizin? Also ist es besser gleich zu sagen, dass man in die Labormedizin möchte oder sollte man lieber sagen, dass man "unbedingt" Internist werden will? Ich stelle mir die 2. Option auch nicht so positiv vor, da die Weiterbildungsermächtigten ja Zeit und Lehre für dich investieren... und wenn man dann nach 1 Jahr kündigt...
Und tatsächlich habe ich dazu noch eine weitere Frage: ist es denn prinzipiell egal, wo ich die 12-18 Monate absolviere? Also, wenn es beispielsweise ein Haus ist, dass "nur" die WB Innere und Kardiologie anbietet (also ohne Basis Innere Medizin), würde mir das dann anerkannt werden für die stationäre Arbeit? Ich habe leider nichts genaues dazu in der WB-Ordnung gefunden...
Für Tipps bin ich dankbar!
Deinem Zukünftigen ist in der Regel nur eins wichtig: Dass die Dienste besetzt werden. Da du keine subventionierte Stelle antreten möchtest, wie bspw. manche in hausärztlichen Förderungsprogrammen, würde ich meine Intentionen für mich behalten. Sonst hast du wahrscheinlich anderen Bewerbern, sofern sie denn existieren, das Nachsehen.
Kurz gesagt: Stellenwechsel nach einem Jahr sind keine Seltenheit und im aktuellen Arbeitsmarkt für Klinikdirektoren zu befürchten. Laufen muss der Laden aber so oder so.
Matzexc1
31.10.2023, 19:01
Bloß nicht ehrlich sein, du kriegst nur absagen. Du fängst an und anch einem Jahr gehst du aus privaten Gründen: du planst dich zu verändern, Familie gründen, die Weltherrschaft,.....
Je nach MiBi Weiterbildungsstelle kann es sogar sein das dein MiBi Weiterbilder ein Abkommen mit einem Internisten hat wo du hinkannst um das Jahr zu absolvieren
Locutus001
01.11.2023, 12:53
Meiner Meinung nach gibt es keinen guten Grund bei der Bewerbung "ehrlich" zu sein. Sind die Kliniken ja auch nicht ;-)
Du brauchst das für Deine Weiterbildung und Du brauchst Geld... dafür erledigst Du die Arbeit die anfällt. Das ist der Deal. Am Ende stellen sie Dich ja auch nur ein, weil sie Dich brauchen. Keiner stellt Dich ein um Dir eine gute Weiterbildung zu bieten.
Für Dein angestrebtes Ziel sieht das dann so aus:
Du fängst halt mit einem Gebiet der direkten Patientenversorgung stationär für mindestens 12 Monate an.
Meiner Meinung nach vorzugsweise die Innere Medizin. (Wird überall anerkannt, findest Du am meisten, findest Du am "vielfältigsten"). Ob jetzt Uniklinik, kleines Krankenhaus, großes Krankenhaus, ländlich, städtisch oder sogar sowas wie Reha-Klinik oder ähnliches... das Spektrum ist groß. Wichtig ist vorher nochmal zu schauen, dass der Chefarzt auch wirklich die notwendige Anerkennung hat und für die benötigte Zeit in dem benötigen Bereich weiterbildungsberechtigt ist (kann man aber bei den ÄKs einsehen). Für 12 Monate Innere dürfte das aber eigentlich nie ein Problem sein.
Ich durchforste jetzt nicht alle WB-Ordnungen, aber mal auf die schnelle die aus Berlin rausgesucht:
Labor: "12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Innere Medizin und/oder
Kinder- und Jugendmedizin"
MiBi: "12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung"
Humangenetik: "36 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung, davon 24 Monate in der humangenetischen Patientenversorgung"
Und nur fürs Gedankenspiel zur Ergänzung mal Transfusionsmedizin:
"24 Monate in der stationären Patientenversorgung in den Gebieten
Chirurgie und/oder Innere Medizin und/oder Anästhesiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie und/oder Urologie, davon können 6 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden"
(Will sagen, wenn Du es zwei Jahre z.B. in der Inneren aushälst, könnte das ja im weiteren Verlauf in der Laborkarriere spannend sein, wenn man noch den Transfusionsmediziner macht... für MiBi eher nicht so spannend).
Und ja, es ist grundsätzlich egal, wo Du Deine Weiterbildung absolvierst. Ich würde den jeweiligen Katalog nochmal anschauen (nicht, dass Du da was verpasst... für Labor sollte man glaub ich mal eine Blutgasanalyse gesehen haben... aber ich sag mal... das bekommt man irgendwie gedreht ;-P ).
Auf jeden Fall würde ich Dir empfehlen das eine Jahr VOR Antritt einer MiBi/Labor-Stelle zu machen. Wenn es jetzt gute Gründe gibt, das nicht zu machen und Du ein Labor hast, was da eine Kooperation (die für Dich lukrativ ist) anbietet, ist das aber natürlich eine Möglichkeit. Das ist ein bisschen individuell. Grundsätzlich für >90% der Leute bietet sich aber die Variante an, erst die 12 Monate Patientenversorgung zu durchlaufen.
Jetzt hast Du vielleicht durch das ein oder andere fachliche Bonuskenntnisse, die später interessant sind. Aber ich würde sagen da die Garantie dafür nicht vorhanden ist und die tatsächlich notwendigen Kenntnisse in der "eigentlichen" Weiterbildung (also MiBi/Labor) dann ohnehin erlernt werden müssen... ist es eigentlich auch egal.
Es kann gut sein sich was "besonderes" zu suchen, spielt aber letzten Endes keine Rolle.
(Schau, machst du in einer Nephro, hast Du von den Werten schonmal Ahnung und von dem MiBi-Aspekt... in der Kardio... na ja... Herzinfarktmarker und ggf. MiBi-Komplikationen in dem Gebiet... Rheuma --> Rheumadiagnostik mit den entsprechenden AAK und assoziierten infektionsserologischen Sachen... Kinder --> Kinderwerte und Probleme... Gibt also überall Pros und Contras... wenn Du es Dir aussuchen kannst, nimm was Du am besten findest. Ich würde aber jetzt keine große Zeit verschwenden nach was ganz bestimmtem zu suchen, wenn ich eigentlich MiBi machen möchte und das nur der notwendige Pflichtteil ist den ich erfüllen muss...).
Joa und dann bewirbst Du Dich auf die MiBi/Laborstellen. Und hey, gibt ja auch Kliniken mit einer MiBi. Ja klar... die allerwenigsten! Meist nur noch die Unikliniken und ein paar ganz wenige. Aber da kann man ja auch anfragen und ggf. haben die noch am ehesten eine Kooperation für die Weiterbildung. Dann hast Du gleich alles aus einer Hand.
Sicher auch spannend einen Teil in einer Klinik-MiBi zu machen und den Abschluss dann in einem MVZ. (Ganz einfach weil die MVZs oft ein anderes Anforderungsprofil haben und insbes. gegenüber kleinen Kliniken dann auch mehr Sachen! Bei Unikliniken sieht das natürlich wieder anders aus...).
Boom... wer hat an der Uhr gedreht... fertig... herzlichen Glückwunsch!
Beste Grüße
Ich danke euch allen recht herzlich für eure Antworten!:-party
V. a. Locutus für deine super ausführliche Antwort! Damit habt ihr mir echt weitergeholfen...
Interessanterweise habe ich auch kurzzeitig über Transfusionsmedizin nachgedacht:-stud. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Feld...aber 2 Jahre Innere :-oopss
Ich mache mir nur ein wenig Gedanken über die Chancen in einer labormedizinischen WB Fuss zu fassen... Laut mehreren Berichten soll es wohl ziemlich schwierig sein, sowohl in der MiBi als auch (bzw. v. a.) in der Labormedizin, einen Weiterbildungsplatz zu bekommen. Ich habe keine Promotion und meine Examina waren auch nicht berauschend...
Wenn du magst, schalte mal deine PN frei :)
Tramaldol
03.11.2023, 23:31
Ich würde auch nicht ehrlich sein. Sag als Ziel Internist/Hausarzt...und dann hat sich das nach 1 Jahr geändert. Passiert.
Bonnerin
04.11.2023, 09:41
Natürlich nicht sagen, dass du nur ein Jahr bleiben willst - kann unabhängig davon ja auch sein, dass du nur einen Ein-Jahres-Vertrag als Elternzeitvertretung o.ä. vorgelegt bekommst. Und dann schaust du eben in Ruhe.
Würde dir aber dringlich empfehlen, in den genannten Bereichen zu hospitieren und sie dir in Ruhe(!) anzuschauen. Aus den Posts konnte ich nichts zum Thema Erfahrung in dem Bereich entnehmen. Mir gefällt es persönlich wirklich gut (auch meinen Kolleg:innen), aber es ist speziell und man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Habe durchaus schon Personen erlebt, die hospitiert haben und dann mit "Danke, aber nein Danke" am Tagesende entschieden haben, dass das nicht das Richtige für sie ist.
Hierzu würde mich auch nochmal interessieren, was genau das "Spezielle" ist. Was waren die Rückmeldungen der Hospitanten, die es dann als nicht passend gefunden haben?
LG :-angel
Bonnerin
04.11.2023, 12:55
Naja, es hat halt einfach "nicht gepasst" oder die Bedingungen "haben nicht gefallen".
Die meisten Mediziner:innen (und die Allgemeinbevölkerung) haben halt eine gewisse Vorstellung vom Arztberuf und dem, was man so macht. Das ist nicht wirklich der Arbeitsalltag im Labor.
Man ist ähnlich wie in der Anästhesie oder Radio ein Dienstleister für andere Fachbereiche. Wenn einen das schon bei den beiden deutlich "bekannteren" Fächern stört, wird man auch nur schwer im Labor damit glücklich. Im Zweifelsfall ist auch bei den krassesten Einsenderfehlern immer "das Labor Schuld". Wenn man gerne im Mittelpunkt der Behandlung steht wird man das nicht wollen.
Manche kommen andererseits mit dem Wunsch an, wirklich nur "im stillen Kämmerlein" am Mikroskop zu sitzen und mit niemandem zu reden. Labormedizin hat aber viel Kommunikation. Nicht wirklich (oder nur sehr begrenzt) mit Patient:innen, aber mit den Einsendern aus Klinik und Praxis, anderen Laboren, den MTAs etc. Man telefoniert und kommuniziert viel. Es gibt keine Visiten, aber durchaus Besprechungen/Meetings, an denen man teilnehmen muss.
Der Großteil der Arbeit spielt sich am Bildschirm ab. Wer nicht gerne im Büro vor dem Rechner sitzt, wird als Arzt im Laborbetrieb eher unzufrieden sein. Ein Großteil der Arbeit besteht einfach darin, Befunde zu validieren, selbst Befunde zu schreiben etc.
Ich schätze am Job, dass es einfach sehr logisch ist und man viel in Prozessstrukturen denken kann. Die fachliche Breite der Laboratoriumsmedizin gibt es so in keinem anderen Fach - zumindest nicht in der Kombi mit der Möglichkeit, zeitgleich auch in Teilbereichen in die absolute Tiefe einzusteigen. Es gibt natürlich einen gewissen Gestaltungsspielraum, aber der Rahmen sollte für einen persönlich passen.
Von daher wirklich anschauen. Es ist kein Alltag wie in den klinischen Fächern, das muss man wissen und mögen. Sonst kündigt man in der Probezeit mit der Aussage, dass alles ganz schrecklich ist und man ja keinen Patientenkontakt hat (kein Witz).
Danke dir für deine Rückmeldung! Das bestärkt mich persönlich nur in meinem Vorhaben in die Labormedizin oder Mibi zu gehen :).
Wie ist denn die Stellensituation einzuschätzen? Ich lese komischerweise immer nur von Extremen...entweder man findet auf jeden fall eine Stelle, weil es hohen Bedarf aber keinen Nachwuchs gibt, oder, so wie Pollito geschrieben hat, dass man ohne vorherige Promotion in den Bereichen und evtl. Famus/PJ keine Chance hat...
Bonnerin
04.11.2023, 14:18
Ich bin während der Covid-Hochphase aus der Patientenversorgung raus, da war die Stellensituation im Laborbereich sicher leichter als heute (es war halt mehr Geld da). Es gilt halt der generelle Grundsatz: je flexibler man örtlich ist, desto leichter bekommt man eine Stelle. Das klinische Jahr sollte zum Wechsel fertig sein, was hier aber ja auch schon empfohlen wurde.
Ansonsten sind die Laborfächer halt sehr klein, es gibt nicht so wahnsinnig viele Personen mit Weiterbildungsbefugnis. Zwar ist die Konkurrenz nicht unfassbar, aber ich wage zu behaupten, dass spätestens seit Covid mehr Leute diese Fächer auf dem Schirm haben.
Im Zweifelsfall einfach anschreiben, hospitieren, gegebenenfalls bewerben. Rein persönlich würde ich aber (zumindest für den Großteil der Weiterbildung) davon abraten, zu irgendeinem Mini-Labor mit 12-18 Monaten Ermächtigung zu gehen, das ausschließlich ein niedergelassenes Einsenderspektrum versorgt. Die selteneren Krankheitsbilder sieht man halt eher im klinischen Bereich ab Schwerpunktversorger aufwärts, das finde ich wichtig.
Und natürlich für alle im Studium: Hospitieren, famulieren und PJ-Wahlfach nutzen. Im Süden und Osten sind unorthodoxe PJ-Fächer etwas häufiger als im Norden und Westen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man ggf. die eigene zukünftige Stelle klären kann, sondern auch darüber hinaus. So problemlos und unverblümt wird man wohl nie wieder irgendwo reinschnuppern können, wie Studierende es können. Das hat im 5. Semester ein Augenarzt zu mir gesagt und ich bin ihm dafür sehr dankbar, er hat recht. Wer sich traut kann auch in den jungen Fachgesellschaften reinschauen.
Und natürlich für alle im Studium: Hospitieren, famulieren und PJ-Wahlfach nutzen. Im Süden und Osten sind unorthodoxe PJ-Fächer etwas häufiger als im Norden und Westen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man ggf. die eigene zukünftige Stelle klären kann, sondern auch darüber hinaus. So problemlos und unverblümt wird man wohl nie wieder irgendwo reinschnuppern können, wie Studierende es können. Das hat im 5. Semester ein Augenarzt zu mir gesagt und ich bin ihm dafür sehr dankbar, er hat recht. Wer sich traut kann auch in den jungen Fachgesellschaften reinschauen.
Ich komme leider aus einer Stadt, in der es fast gar nicht möglich ist im Laborbereich hineinzuschnuppern. Famulaturen werden hier weder in der MiBi, noch im Labor und schon gar nicht in der Humangenetik anerkannt. Und als Wahlfach gibt es diese "Exotenfächer" schon gar nicht. Ich habe auch gelesen, dass es beispielsweise in Leipzig die Möglichkeit gibt, die Hälfte des Chirurgie-Tertials im Labor/MiBi zu verbringen. Das wäre fantastisch, aber das geht leider bei uns nicht.:-heul
Ich hatte tatsächlich auch vor in meinem Chirurgie-Tertial einfach mal "so frech" zu fragen, ob man nicht ein paar Tage in deren Zentrallabor hospitieren/verbringen könnte während des PJ. Meinst du, dass ich das so mal machen kann? Oder stellen sich die Chirurgen da eher quer? Ärger will ich mit denen ja auch nicht...:-nix
Warum denn nicht? Und warum "Ärger"? Das PJ ist dafür da, das man was lernt. Sollen sie doch froh sein, dass es mal wen gibt, der auch tatsächlich was lernen will. Außerdem ist es ja an vielen Unis üblich, einen Teil des Chirurgie-Tertials in kleine chirurgische Fächer schauen zu können - von der Herzchirurgie bis zur Urologie. Dann werden sie wohl ein paar Tage auf dich verzichten können. Im schlimmsten Fall sagen sie halt nein - gibt schlimmeres. Und selbst dann kannst du ihnen ja anbieten zwei Werktage ins Labor zu gehen, und stattdessen zwei Samstage auf der Chirurgie als Ersatz zu machen.
Ich war während meines Chirurgie-Tertials ein paar Tage auf der psychiatrischen Tagesklinik... war auch kein Problem. Hat die Chirurgen sogar ein wenig amüsiert.
Nachtrag: Ansonsten ist es ja auch kein Problem, sich ein paar Fehltage zu nehmen und da dann zu hospitieren. Hab ich auch gemacht.
Warum denn nicht? Und warum "Ärger"? Das PJ ist dafür da, das man was lernt. Sollen sie doch froh sein, dass es mal wen gibt, der auch tatsächlich was lernen will. Außerdem ist es ja an vielen Unis üblich, einen Teil des Chirurgie-Tertials in kleine chirurgische Fächer schauen zu können - von der Herzchirurgie bis zur Urologie. Dann werden sie wohl ein paar Tage auf dich verzichten können. Im schlimmsten Fall sagen sie halt nein - gibt schlimmeres. Und selbst dann kannst du ihnen ja anbieten zwei Werktage ins Labor zu gehen, und stattdessen zwei Samstage auf der Chirurgie als Ersatz zu machen.
Ich war während meines Chirurgie-Tertials ein paar Tage auf der psychiatrischen Tagesklinik... war auch kein Problem. Hat die Chirurgen sogar ein wenig amüsiert.
Nachtrag: Ansonsten ist es ja auch kein Problem, sich ein paar Fehltage zu nehmen und da dann zu hospitieren. Hab ich auch gemacht.
Danke dir, Davo! Dann werde ich mal dort auf jeden Fall nachfragen.. hoffentlich klappt es!
NitroBacter
06.11.2023, 19:11
Labor: "12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Innere Medizin und/oder
Kinder- und Jugendmedizin"
MiBi: "12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung"
Humangenetik: "36 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung, davon 24 Monate in der humangenetischen Patientenversorgung"
Und nur fürs Gedankenspiel zur Ergänzung mal Transfusionsmedizin:
"24 Monate in der stationären Patientenversorgung in den Gebieten
Chirurgie und/oder Innere Medizin und/oder Anästhesiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie und/oder Urologie, davon können 6 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden"
(Will sagen, wenn Du es zwei Jahre z.B. in der Inneren aushälst, könnte das ja im weiteren Verlauf in der Laborkarriere spannend sein, wenn man noch den Transfusionsmediziner macht... für MiBi eher nicht so spannend).
Beste Grüße
Ergänzend hierzu:
Das bezieht sich tatsächlich auf die alte WBO. Die neue ist deutlich liberaler :) Labormedizin: müssen 12 Monate in der stationären Patientenversorgung abgeleistet werden. Und für Transfusionsmedizin müssen 18 Monate in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung mit hämotherapeutischem Bezug abgeleistet werden.
Wenn du das Innere-Jahr möglichst stressarm absolvieren willst gibt es auch Möglichkeiten, dieses in einer Rehaklinik zu machen. Würde zwar keine Synergieeffekte mit dem geplanten Fachgebiet bringen, aber du könntest die vorgeschriebene Klinikzeit relativ reibungslos hinter dich bringen. In welcher Region suchst du denn nach einer Stelle für den klinischen Teil?
Dort ist man auch relativ offen gegenüber Kollegen, die langfristig was anderes machen wollen. Wenn du den klinischen Pflichtteil hinter dich gebracht hast dürftest du auch problemlos eine Stelle in einem Labor bekommen.
Wenn du das Innere-Jahr möglichst stressarm absolvieren willst gibt es auch Möglichkeiten, dieses in einer Rehaklinik zu machen. Würde zwar keine Synergieeffekte mit dem geplanten Fachgebiet bringen, aber du könntest die vorgeschriebene Klinikzeit relativ reibungslos hinter dich bringen. In welcher Region suchst du denn nach einer Stelle für den klinischen Teil?
Dort ist man auch relativ offen gegenüber Kollegen, die langfristig was anderes machen wollen. Wenn du den klinischen Pflichtteil hinter dich gebracht hast dürftest du auch problemlos eine Stelle in einem Labor bekommen.
Danke dir für deinen Rat! Aber ist das denn als Assistenzarzt ohne jegliche Vorerfahrung möglich in einer Reha-Klinik ein Jobangebot zu bekommen? Ich habe gehört, dass man dort v. a. Fachärzte sucht...
Ich könnte mir dies auch auf jeden Fall vorstellen. Noch bin ich im PJ, aber ich würde dann vorerst in den Regionen Berlin/Brandenburg/Sachsen/Sachsen-Anhalt suchen, aber prinzipiell bin ich für jede Region offen.
Und du meinst wirklich, dass es danach tatsächlich problemlos möglich ist eine Laborstelle zu bekommen? Wie sieht die Situation aus, wenn man vielleicht noch keine Promotion vorzuweisen hat?
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