Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : AI in der Medizin
AlicePeralta
18.03.2024, 15:48
Wird der Job des Arztes - bis auf praktische Tätigkeiten, z.B. im OP, überflüssig?
https://www.ibm.com/topics/artificial-intelligence-medicine
AI in disease detection and diagnosis
Unlike humans, AI never needs to sleep. Machine learning models could be used to observe the vital signs of patients receiving critical care and alert clinicians if certain risk factors increase. While medical devices like heart monitors can track vital signs, AI can collect the data from those devices and look for more complex conditions, such as sepsis. One IBM client has developed a predictive AI model for premature babies that is 75% accurate in detecting severe sepsis.
Personalized disease treatment
Precision medicine could become easier to support with virtual AI assistance. Because AI models can learn and retain preferences, AI has the potential to provide customized real-time recommendations to patients around the clock. Rather than having to repeat information with a new person each time, a healthcare system could offer patients around-the-clock access to an AI-powered virtual assistant that could answer questions based on the patient's medical history, preferences and personal needs.
AI in medical imaging
AI is already playing a prominent role in medical imaging. Research has indicated that AI powered by artificial neural networks can be just as effective as human radiologists at detecting signs of breast cancer as well as other conditions. In addition to helping clinicians spot early signs of disease, AI can also help make the staggering number of medical images that clinicians have to keep track of more manageable by detecting vital pieces of a patient's history and presenting the relevant images to them.
Mistermeo
18.03.2024, 16:14
Immer die gleiche Leier... nein, KI wird keinen Arzt ersetzen. Vor allem so lang nicht, wie Faxgeräte jede Klinik am Leben halten.
Gibt es als eigenes Forum... https://www.medi-learn.de/foren/forumdisplay.php?336-NEU-K%FCnstliche-Intelligenz-(KI)-in-der-Medizin
oder in Themen wie https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?102735-Diagnostische-Radiologen-in-10-Jahren-nicht-mehr-gebraucht-Thema-KI&highlight=k%FCnstliche
Mit dem ungefähr immer gleichen Ergebnis: KI wird die Leute nicht ersetzen.
Und aus der Geschichte wissen wir: die Einführung der EDV hat statt zu einer Abnahme an Papier zu einer massiven Zunahme geführt. Mit EDV ist es auch nicht so dass die Ärzte ENTlastet werden. Da es ja so unglaublich leicht geht Daten zu sammeln sollen die Ärzte einfach gleich mal viel MEHR dokumentieren usw...
Ich bin da sehr skeptisch.
Ich befürchte, die KI wird den Ärzten erstmal mehr Arbeit beschaffen.
"Warnung - Sie haben zu Tamsulosin Citalopram verordnet. Die Interaktionswahrscheinlichkeit liegt bei 13,8%. Bitte beantworten Sie die nachfolgenden 5 Checkfragen und dokumentieren Sie Ihre medizinische Begründung."
Eeeeeeey was das? Ich hatte immer so Sätze gehört wie „früher gab es nur IBM/PC und Apple/Mac und IBM ist jetzt tot“, dass ich bis jetzt gedacht habe, dass IBM ne gescheiterte PC Firma früher mal war. Das stimmt ja gar nicht! 🤯
HannibaI
18.03.2024, 21:11
Kann AI ein Fax bedienen?
Locutus001
19.03.2024, 12:32
Langfristig wird KI in so ziemlich JEDEM Job ankommen und den Job verändern.
Davon wird auch der Arzt nicht ausgenommen sein.
(Abgesehen OP: Weil ein Roboterarm nicht operieren kann?)
Auf mittelfristige Zeit wird da aber nicht sehr viel passieren.
1. Die Infrastruktur ist NICHT da
2. Das Geld ist NICHT da (Lösungen müssen immer günstiger sein, sonst gibt es keinen Anreiz)
3. Die Notwendigkeit ist NICHT da ("Roboterlabore" sind ja z.B. nicht deshalb so interessant aktuell und finden auch schon Anwendung, weil sie so viel günstiger und besser sind als Menschen, sondern weil das Fachpersonal FEHLT)
4. Die KI ist auch einfach noch nicht so weit
Die besten Anwendungen die ich bisher für ChatGPT gefunden habe, sind Hilfestellungen für Excel, Word und PPP.
Bzgl. medizinischer Fachexpertise sieht es eher lau aus.
Das liegt zu Teilen auch einfach daran, dass manche Dinge in der Literatur einfach nicht auftauchen. UND dass die KI keinen Zugriff auf die Literatur hat. (Hat sich doch jeder schonmal gedacht, wenn man was von einem erfahrenen Kollegen gehört hat: "boah voll interessant und auch wichtig! Wieso steht das in keinem Lehrbuch???").
Die wurde bisher noch nicht im großen Stil trainiert mit den notwendigen Daten. Ist eben in so einem "hands on" Job wie der Medizin auch deutlich schwieriger, als bei "design" und Co.
5. Back-Up Strukturen sind ja trotzdem notwendig. Es mag sich für einige so anfühlen, als lebten wir in einer sehr fortschrittlichen Welt. Aber es muss nurmal ein Kabel kaputt sein oder eine Struktur gehackt (gehÄckt) und schon fällt der Strom aus und die Maschinen laufen nicht mehr. Oder der digitale KI "Helfer" gibt einem nonsense Informationen raus.
Dass es sich dabei überhaupt um nonsense handelt, muss aber erstmal jemand erkennen.
Wer entscheidet und behandelt, wenn die KI-Systeme ausfallen und es niemanden mehr gibt?
Wie auch in anderen Jobs wird man für eine ganze Weile jemanden haben, der in Kooperation mit der KI arbeitet.
Da die meisten Berufe am Ende "von Menschen für Menschen" sind, halte ich eine menschliche Komponente weiterhin für relevant.
Und dann gibt es noch dieses "Langfristig"... da muss man aber erstmal hinkommen. Und WIE das dann aussieht, da entscheiden ja auch Menschen mit.
Irgendwann muss man sich ja die Frage stellen, was will man als Menschheit eigentlich? Und alles von Maschinen abgenommen bekommen, während dann 99,999% der Menschheit NICHTS hat, NICHTS kann, NICHTS tut... und ein kleiner Teil lebt in irgendwelchen Hochsichterheits"blasen". Für wen arbeitet dann die Maschinerie eigentlich noch? Also das sind aber sehr philosophische Fragen. Ich denke man wird wohl oder übel "mit der Zeit gehen müssen". Entweder geht man mit der Zeit oder man GEHT mit der Zeit.
Kackbratze
27.03.2024, 22:15
Eeeeeeey was das? Ich hatte immer so Sätze gehört wie „früher gab es nur IBM/PC und Apple/Mac und IBM ist jetzt tot“, dass ich bis jetzt gedacht habe, dass IBM ne gescheiterte PC Firma früher mal war. Das stimmt ja gar nicht! 🤯
Die haben eben ihr Portfolio angepasst und sind mit der Zeit gegangen.
TaraTamm
30.03.2024, 10:55
Ich befürchte, die KI wird den Ärzten erstmal mehr Arbeit beschaffen.
"Warnung - Sie haben zu Tamsulosin Citalopram verordnet. Die Interaktionswahrscheinlichkeit liegt bei 13,8%. Bitte beantworten Sie die nachfolgenden 5 Checkfragen und dokumentieren Sie Ihre medizinische Begründung."
Das könnte man schob seit vielen Jahren so machen, wenn man es wöllte. Ist keine KI dafür nötig.
Kackbratze
31.03.2024, 08:21
Das läuft bei manchen Programmen auch schon entsprechend, sorgt für ein maximales Overalerting, weil ab 4 Medikamenten nurnoch rote Warnhinweise auftauchen und wird dann einfach weggeklickt, weil man keine Zeit hat die bekannte und seit Jahren verträgliche Hausmedikation en passant umzustellen in schneidenden Fächern.
Gleichzeitig folgt dann auch gelegentlich noch der Rückruf nach Entlassung "was man sich dabei gedacht hat, es so zu machen, weil ambulant verträgt/nimmt der Patient diese neue Combo nicht, das wurde schon durchexerziert".
Ich finde der Interaktionscheck ist neben Impfen die Grundaufgabe vom Hausarzt (wird über die Geri-Ziffer theoretisch auch finanziell gewürdigt) und da finde ich X-Concept praktisch, da ich beim sauberen Medikationsplan beim Klicken auf die einzelne Medis sofort die Interaktionen mit Wertung der Schwere sehe. So kann ich abwägen, ob man es absetzen, umsetzen, oder regelmäßig Parameter kontrollieren muss. Manchmal lassen sich potenzielle Interaktionen nicht vermeiden.... Da kann AI nicht so gut helfen, da man in die Bewertung der möglichen Nebenwirkungen auch Dinge wie Wahrscheinlichkeit für spontane Befindlichkeitsstörungen vom Patienten einbeziehen muss. Da würde der Computer einfach nein sagen.
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