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h3nni
27.03.2024, 13:37
Wenn man die Regeln sich irgendwie draufschafft (meinst du, ZB Sozialmedizin bringt da was?), hat man dann Vorteile? Oder der Chef? Oder ist es einfach Zusatzaufwand, der uns nichts bringt?

Feuerblick
27.03.2024, 13:50
Regeln draufschaffen hilft im Zweifelsfall immer. Es erleichtert viel und man versteht auch, warum man manche Sachen zwar machen kann, sie aber nicht bezahlt bekommt. Oder warum die Kasse Medikament X im Off-Label-Use nicht zahlt, obwohl es medizinisch gesehen eine gute Idee ist. Spart einem auch Blutdruckentgleisungen bei sich selbst, weil der „doofe MD“ wieder so einen Mist entschieden hat (Spoiler: Der MD empfiehlt, nur die Kasse kann entscheiden, was sie macht!). Entsprechend kann man auch seine Patienten besser aufklären, finde ich.
ZB Sozialmedizin ist halt relativ viel Aufwand und die Kurse sind eher so semi-spannend. Die würde ich mir nur geben, wenn ich sie im Job insgesamt gebrauchen kann (Achtung, wenn du Pech hast, bist du dann der MD-Beauftragte :-)) ).

h3nni
27.03.2024, 14:01
Klar hilft es, die Spielregeln zu kennen (oder mal das Gesetz zu lesen oder so), der springende Punkt ist ja aber, gibt mir mein Chef wegen "MD-Kenntnissen" mehr Geld bzw ist das Investment in Geld aufzuwiegen. Das sehen wahrscheinlich die meisten nicht als gegeben an, sodass man sich dann durchwurschtelt

Trenn
27.03.2024, 14:02
Beim MD bringt die ZB Sozialmedizin eine höhere Eingruppierung. Eine Bekannte hat in Rahmen ihrer Tätigkeit als OÄ in der Reha auch die ZB gemacht. Wenn's nur um grob die Regeln kennen zu lernen geht, kann man sich das Handbuch vom MD durchlesen (hatte ich in Vorbereitung auf die Hospitation gemacht). Waren unter 100 Seiten und sehr interessant. Es gibt bestimmt auch Konzern-interne Fortbildungen, wenn du zum DRG-Beauftragter auserkoren wurdest (meine sowas ähnliches mal bei Sana gesehen zu haben). Von der KV Hessen gibt es auch ein paar 3h Blockkurse jeweils zum Thema Medikamentenverordnung, Heilmittel und Hilfsmittel. Ich konnte damals daran als Assistent teilnehmen (also nicht-zugelassen). Dh. Klinikärzte können sich dort bestimmt auch anmelden (notfalls damit begründen, dass man in ne Ambulanz soll oder sich auf die Niederlassung vorbereitet, man kann es immer plausibel begründen). Andere KVen haben sicherlich auch solche Kurse. Bei konkreten Fragen an die entsprechende Abteilung der KV wenden, es ist aber nicht von Nachteil, die Verantwortlichen schon mal in so nem Kurs kennen zu lernen.

Feuerblick
27.03.2024, 14:17
Ich glaube auch, dass anderweitige Fortbildungen für die Kliniktätigkeit oder für die Praxis sinnvoller sind. Die ZB Sozialmedizin dreht sich ja auch um so spannende Dinge wie Reha, Rente und ähnlichen Kram, mit dem viele Fachärzte einfach wenig bis nix zu tun haben. Für den ambulanten Bereich die KVen fragen. Oder die jeweilige Ärztekammer. Die bieten auch gerne mal abgespeckte Kurse an.

abcd
27.03.2024, 15:10
Der Sozialmedizinkurs hat in Nordrhein (zumindest früher) auch zusätzlich das Curriculum Begutachtung erfüllt, so dass wir das Zertifikat für Begutachtung "geschenkt" bekamen.

Feuerblick
27.03.2024, 15:20
Mhm, das kenne ich auch so.

Caruso1
31.03.2024, 08:20
Das Thema würde mich auch sehr interessieren :)

Blaze4neon
01.04.2024, 14:09
Ich hätte auch Interesse an einer PN!

agouti_lilac
02.04.2024, 12:39
Hallo Feuerblick,
die PN hätte ich auch gerne. :-)

Eine Frage habe ich noch: inwiefern ist die FA-Richtung wichtig für die spätere Tätigkeit?

Danke.

LostSoul
07.04.2024, 20:51
@Feuerblick: Ich würde mich auch über eine PN zur Tätigkeit beim MD freuen.

][truba][
08.04.2024, 04:24
Warum wird das hier eigentlich nicht gepostet? Scheint ja doch eine ganze Menge Leute zu interessieren?

Feuerblick
08.04.2024, 06:19
Das meiste steht schon hier im Thread.
Bin ehrlich gesagt etwas überrascht über das Interesse, denn bisher war der MD ja nur der Verein, bei dem Ärzte sitzen, die von sonst nix Ahnung haben. :-))

Feuerblick
08.04.2024, 06:25
Eine Frage habe ich noch: inwiefern ist die FA-Richtung wichtig für die spätere Tätigkeit?

In aller Regel ist die Facharzt-Richtung nicht wichtig. Hauptsache, du hast einen Facharzttitel und bist bereit, auch über den Tellerrand deines Faches hinauszuschauen.

Cor_magna
08.04.2024, 10:20
Das meiste steht schon hier im Thread.
Bin ehrlich gesagt etwas überrascht über das Interesse, denn bisher war der MD ja nur der Verein, bei dem Ärzte sitzen, die von sonst nix Ahnung haben. :-))

Na, vielleicht merken die heutigen jungen Ärzte eben doch, dass man in der Medizin auch andere Dinge machen kann als den ganzen Tag Patienten abzuarbeiten. Und dass es auch andere spannende Berufsfelder gibt.

Feuerblick
08.04.2024, 10:39
Würde mich freuen.

agouti_lilac
08.04.2024, 14:19
Hallo Feuerblick,

vielen Dank für deinen Bericht und deine PN.

Inwiefern hat denn die Tätigkeit, die man vorher in der Kinik ausgeübt hat, respektive der FA, was mit dem späteren Gebiet beim MD zu tun?

Feuerblick
08.04.2024, 14:28
Naja, in der Regel wird man schon (auch) in dem Bereich eingesetzt, in dem man seinen Facharzt gemacht hat. Oftmals muss man aber auch, je nach Einsatzbereich (ambulant, stationär etc) auch mit Hilfe der vorhandenen Fachärzte für ein anderes Fach über den Tellerrand des eigenen Fachs hinausschauen. Was durchaus spannend sein kann. Oder nervig. :-))

Ist aber sehr individuell. Kann sein, dass man bei MD A nur sein eigenes Fachgebiet beackert (dafür aber alle Fragestellungen) und bei MD B zwar sein eigenes Fachgebiet zu bestimmten Fragestellungen (z.B. DRG) begutachtet, aber auch andere Sachen machen muss. Da sollte man einfach im Fall einer Bewerbung nachfragen, um zu wissen, was auf einen zukommt.

gfp24
06.08.2024, 12:18
mich würden Infos dazu auch interessieren. Danke :D

Tutti03
07.08.2024, 07:14
Mich auch! :-)