Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 A17 / B2 Augenverletzung untypische Verletzung
Unregistriert
10.04.2024, 19:40
Ich hatte das so verstanden das mit Fremdkörper eine Linsenluxation gemeint ist und bin dann auch bei der rosettenförmigen Linsentrübung gelandet. ¯\_(ツ)_/¯
Unregistriert
11.04.2024, 15:30
naja an so nem Tennisball klebt doch auch mal n Stein oder so, deswegen hatte ich das für mich ausgeschlossen.
Feuerblick
11.04.2024, 17:31
Ein Stein von nem Tennisball landet nicht intraokular.
Unregistriert
11.04.2024, 17:57
Also die Definition von intraocular ist ja „im bulbus“.. die Hornhaut ist ja teil davon, also auch ein Stein der in der Hornhaut steckt ist laut der Definition intraocular..oder durch die Hornhaut durch in die vorderkammer ist schon auch denkbar.. da stand ja nicht intravitreal
Feuerblick
11.04.2024, 19:25
Also die Definition von intraocular ist ja „im bulbus“.. die Hornhaut ist ja teil davon, also auch ein Stein der in der Hornhaut steckt ist laut der Definition intraocular..oder durch die Hornhaut durch in die vorderkammer ist schon auch denkbar.. da stand ja nicht intravitreal
Nein, das ist nicht korrekt. Ein Fremdkörper, der in der Hornhaut steckt ist per definitionem nicht intraokular. Intraokular meint ganz buchstäblich im Auge drin. Richtig drin. Nicht nur drauf/dran. Heißt: Liegt der Fremdkörper in der Vorderkammer, steckt in der Linse oder hängt im Glaskörper, dann ist er intraokular. Sonst halt nicht.
Und ein Stein, der an einem Tennisball hängt, wird nicht intraokular landen, weil das Auge 1. beim Aufprall schon längst geschlossen ist und 2. Der Stein am Tennisball klebend niemals die Wucht hätte, Hornhaut oder Sklera zu durchdringen.
Wenn also die falsche Antwort in Bezug auf eine Contusio bulbi z.B. durch einen Tennisball gefragt wurde, dann ist es der intraokulare Fremdkörper. Weil alle anderen hier schon genannten Antworten halt einfach korrekt und typisch sind.
Feuerblick
12.04.2024, 11:54
Habe die Frage nun gesehen. Das ist eine eindeutige Sache:
Am wenigsten typisch ist eindeutig der intraokulare Fremdkörper.
Die Contusion kann man durchaus auch mal früh im Bereich der Linse sehen. Nicht als echte „Katarakt“ aber als Kontusionsrosette. Alles andere sind auch klare Folgen einer Contusio bulbi. Alle selbst gesehen. Einzig den intraokularen Fremdkörper nach Feindkontakt mit einem Tennisball habe ich noch nie gesehen und halte ich auch vom Mechanismus her für unwahrscheinlich. Es sei denn, der Tennisball wäre mit Nägeln gespickt… :-))
Nur für mein Verständnis, weil mir das Thema noch im Kopf rumgeht: Warum ist der intraokulare Fremdkörper so unwahrscheinlich? Ich interpretiere intraokular als innerhalb des Bulbus oculi, also auch zum Beispiel innerhalb der Sklera oder Cornea, die ja Teil des Bulbus oculi sind (oder ist das falsch?). Da hätte ich erwartet, dass bei einem kraftvollen Aufprall eines Tennisballs ganz schnell mal ein Staub- oder Dreckpartikel auf der Oberfläche des Balls in die Sklera oder Cornea gedrückt wird.
Danke für euren Input!
Feuerblick
15.04.2024, 08:28
Intraokular = im Inneren des Augapfels befindlich (z.B. Vorderkammer, Linsenkapsel, Glaskörper). Habe ich weiter oben aber auch explizit erklärt.
Steckt der FK in Hornhaut oder Sklera oder klebt nur darauf, ist er nicht IM Augapfelinnern sondern pappt irgendwo extraokular.
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