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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Laie will etwas über Propofol und Midazolam wissen



will_alles_wissen
18.05.2024, 11:51
Hallo zusammen

ich bin medizinischer Laie und hatte in letzter Zeit einige Untersuchungen.
Vorweg: Ich bin ein Mensch der alles wissen will und sich das möglichst selbst anliest (vom Arzt lasse ich mir alles notwenige erklären aber ich will da in jetzt auch nicht bis ins letzte Details ausfragen), google weiß ja zum Glück alles. JA ich höre gerade das laute Stöhnen deshalb gleich der Nachsatz: Nein ich werde niemals einen Arzt was von Google vorlesen ;) Ich vertraue den Ärzten voll und ganz das sie wissen was sie tun und das hat bisher auch super geklappt! Dennoch will ich einfach immer wissen was mit mir passiert aber ohne das ich das jemals in ein Arztgespräch auch nur irgendwie einfließen lasse. Ich hab nun zu Propofol und Midazolam 2 Fragen da ich in den letzten paar Jahren auch mit Propofol(+ vllt. x) und Midazolam in Berührung gekommen bin. Ich stelle euch mal kurz die 3 Situationen vor:

1) 15min OP am Oberschenkel nach einen Unfall einen großen Bluterguss entfernen. Mir wurde geraten dies Ambulant unter Vollnarkose zu machen. Hab das so auch machen lassen. Ich wurde dabei beatmet (ganz sicher, weil ich das entfernen aus der ganz weiten ferne mitbekommen habe ohne das ich es schlimm fand aber danach kurz gefragt habe) und danach 1-2h richtig total Matsch und hab fast nur geschlafen bevor mir dann mehr oder weniger befohlen wurde jetzt mal aufzustehen meine Abholung wäre bereits da :D Danach gings einigermaßen und ich konnte zu Fuß das Krankenbaus verlassen.
Hier meine ich das mir gesagt wurde es wurde nur Propofol verwendet und ich hab das bisher so hingenommen.

2) Etwas größere ZahnOP mit Midazolam (ich bin totaler Schisser am Zahn). Auch das hat wunderbar geklappt ich meinte noch zum Dok das ich nix merke, dann hats 2x kurz um Mund gerumpelt ich 2x gestöhnt und dann waren 30 Minuten harte Arbeit im Mund vorbei und die Helferin meinte ich wäre fertig und ich wieder relativ fit und konnte sofort laufen. Das "im Mund rumpeln" lag wohl daran das ich mal kurz dazwischen wach war, fand ich aber nicht weiter schlimm.

3) Stationär Schluckecho. Da ich eh im Krankenhaus blieb und bisschen Bammel davor hatte meinte ich zum Arzt ich will wirklich tief und fest schlafen der soll mich ordentlich wegschießen. Er meinte dann das macht er mit Midazolam und Propofol zusammen. Ich erinner mich noch als er anfing und sagte "das eine ist jetzt drin jetzt das andere... 20 ist vllt. ein bisschen wenig" "... 20 Minuten nüx nada nüx ..." "Herr X sie sind fertig". Die 20 Minuten dazwischen waren einfach nicht da, bisschen seltsamtes Gefühl nicht wie tiefer Schlaf oder so sondern wie eine Zeitreise die Zeit fehlt einfach. Ich war danach sofort wieder ziemlich fit, gar nicht wie beim 1. mal wo ich 1-2h total flach lag. Ich bekam so ein Sauerstoffding an die Nase geklemmt wurde aber nicht beatmet.

So und nun meine 2 Fragen dazu:

A) Warum war ich bei 1) so lange Platt nach der Vollnarkose und wurde auch beatmet und warum war das bei 3) nicht nötig? Kann man Propofol so dosieren das es nicht nötig oder doch nötig ist, also war beim 1. mal die Dosierung einfach nur viel viel höher? Oder war beim ersten mal vllt. noch ein anderes Mittel mit im Spiel? Auch diese 1-2h wo ich bei 1) total Matsch war wundern mich, ist das bei Propofol alleine überhaupt der Fall oder spricht das auch eher dafür das noch was anderes mit dabei war? Ich hab bei 1) nach nichts verlangt in der Art "schießt mich tief ab" oder so, ich hab genau das gemacht was der Arzt mir empfohlen hat.

B) Warum wurde bei 3) Propofol und Midazolam zusammen verwendet? Kam das aus meinen "Ich will wirklich sicher komplett weg sein? Was erhofft man sich aus der Kombination? Dachte bisher die haben beide ähnliche Wirkung und wirken auch gut für sich alleine?

Insgesamt muss ich sagen, ich war bei allen 3 Sachen richtig Nervös davor und es war jedes mal völlig total unnötig und ich fand alle 3 Sachen super durchgeführt.

Ich danke euch schon mal

Grüße und seid bzw. werdet so wie die ganzen Ärzten mit denen ich da zu tun hatte, es hat alles wunderbar geklappt und ich war froh jedes mal auf so tolle Ärzte zu treffen!

Feuerblick
18.05.2024, 15:25
Hallo will_alles_wissen!

Du schreibst selbst, dass du Laie bist. Daher solltest du dich mit deinen Fragen an deine behandelnden Ärzte wenden. Dies hier ist ein Forum, das dem fachlichen Austausch von Medizinstudenten und Ärzten untereinander dient und nicht der Beratung von Laien. Für letzteres gibt es eigene Foren.

Daher werde ich den Thread jetzt schließen. Dir alles Gute!

Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin