Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitsrecht und Eintritt in MB
Hallo zusammen,
ich habe bereits Freitag erfahren, dass sich der Chef für einen anderen Bewerber entschieden hat und damit kriege ich die Stelle nicht.
Ich arbeite zur Zeit an der UK und bin mit einigen Umständen vor allem die Weiterbildung unzufrieden.
Mehrmalige Gespräche mit Chefs blieben erfolglos. Nun frage an euch kann ich durch eine Mitgliedschaft bei Marburger Bund was erreichen können?
Da ich Ortgebunden bin und hier außer UK sowie ein städtisches Krankenhaus keine weitere Möglichkeit habe die Stelle zu wechseln, und ich gern weiterhin bei der UK beschäftigt sein möchte, könnte die MB mir eine Lösung /Hilfe anbieten.
Ich würde gerne eure Erfahrungen wissen und bedanke mich im Vorfeld
Bonnerin
26.05.2024, 20:53
So richtig schlau wird man aus deinem Post nicht.
Du bist aktuell an der Uni, wo du unzufrieden bist, aber eigentlich bleiben willst? War die abgelehnte Stelle an dem städtischen Haus, oder an einer anderen Uni-Abteilung?
Wenn es um Dinge wie Arbeitszeitgesetz-Einhaltung geht, kann man sicherlich das Gespräch mit dem MB suchen. Mit der Gefahr, dass das offenbar bereits jetzt angespannte Verhältnis mit dem Chef dann auch endgültig in Eimer enden kann.
Relaxometrie
26.05.2024, 21:22
Ja, man versteht nicht wirklich, was der Fragesteller sagen möchte. Die Fragen, die Bonnerin hat, habe ich auch.
Der MB wird in dieser Konstellation nicht hilfreich sein und wird Dich abspeisen mit:
"Schreiben Sie ein Arbeitszeitprotokoll und notieren Sie die Auslastung in den Diensten."
"Bringen Sie Ihre Assistentenkollegen dazu, mitzumachen. Sie müssen als einheitliche Gruppe auftreten, um etwas zu ändern."
"Sprechen Sie mit Ihrem Chef oder den für die Ausbildung zuständigen Oberärzten, wenn Sie mit der Qualität der Weiterbildung nicht zufrieden sind."
Am wichtigsten ist Punkt 2 (alle Assistenten müssen an einem Strang ziehen, um etwas zu verändern) und das wird nicht eintreten.
Change it, love it oder leave it.
Der Marburger Bund wird dir arbeitsrechtlich beiseite stehen, aber in Sachen Weiterbildung bringt er dir nichts.
Prinzipiell bekommt man für den Beitrag des MB (ab FA/OA) auch eine Rechtschutzversicherung mit besseren Leistungen.
Um eine gute Weiterbildung musst du dich selbst bemühen - auch wenn es manchmal sehr schwierig ist.
Es ist auch Arbeitsrechtliche Sache. Ich bin seit knapp 29 Monate auf der Station. Es fehlt mir noch einiges bis zum Facharzt. Ich habe einen 5 Jahren verbindlichen Vertrag bis FA.
Gibt’s ähnliche Geschichten?
Bonnerin
30.05.2024, 06:48
Es ist auch Arbeitsrechtliche Sache. Ich bin seit knapp 29 Monate auf der Station. Es fehlt mir noch einiges bis zum Facharzt. Ich habe einen 5 Jahren verbindlichen Vertrag bis FA.
Gibt’s ähnliche Geschichten?
Spannend, dass du auf die oben gestellten Fragen überhaupt nicht eingehst.
Es sind immer 2 Seiten. Eventuell findet dein Arbeitgeber, dass du fachlich nicht in der Lage wärst, in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation eine adäquate Patientenversorgung zu gewährleisten - Stichwort Patientengefährdung. In dem Fall solltest du schauen, wo deine größten Defizite liegen, und versuchen, diese anzugehen. Wenn das erledigt ist, und auch nichts gebracht hat, dann bleibt mittel- und langfristig nur ein Wechsel des Arbeitgebers.
Wenn es eine Uniklinik ist, ist die Befristung eigentlich ohnehin nach dem WissZeitVG. Und Weiterbildung ist nicht unbedingt eine Einbahnstraße. Du bist auch in der Hol-Schuld, durch Lesen von Fachliteratur, ggf. Kursen etc.
Aus den von dir geschilderten Sachverhalten lässt sich meiner Meinung nach kein arbeitsrechtlich relevanter Anknüpfungspunkt ableiten. Klar hast du einen Weiterbildungsvertrag über 5 Jahre. Aber du wirst mit juristischen Schritten nicht weiter kommen. Selbst wenn du dich in die Funktion, ins HKL oder auf die ITS klagen könntest, bis das Verfahren durch ist, ist dein Vertrag ausgelaufen.
An einer Uniklinik ist die Hierarchie auch bei kollegialen Arbeitsumfeld sehr straff und unflexibel.
Du wirst dir nie eine ordentliche Weiterbildung einklagen können. Wenn fachliche oder persönliche Aspekte der Hinderungsgrund sind, kannst du nur durch Einsatz oder Neustart durch Stellenwechsel deine Situation verbessern.
Aber es hindert dich niemand in den MB einzutreten und den juristischen Weg zu versuchen
Das betrifft nicht nur mich sondern noch paar Kollegen.
Ein der vor kurzem allgemein Internist geworden habe ca. 8 Jahren gebraucht, wo andere nur 5 Jahren dazu brauchen.
Keine Ahnung so richtig, ob sowas Uniklinik typisches Vorgehen ist?
xenopus laevis
30.05.2024, 17:00
Arbeitgeber lassen sich ungern bedrohen. Sprich es an und wenn das nichts bringt, kannst du dir eine entsprechende Stelle suchen.
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