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FirebirdUSA
07.06.2024, 19:48
1. Die Strahlendosis bei Thrombektomien ist extrem gering für den Untersucher (ich trag mein Dosimeter, nie was drauf und wir hatten auch schon über Kittelmessungen, das ist bei korrekter Nutzung der entsprechenden Ausrüstung echt nix.
2. Ich fahr auch noch extern sowie von anigu beschrieben, alleine, mit Koffer, das Personal vor Ort ist meist hochmotiviert und steril aufmachen bekommen die alle hin
3. Die Studienlage ist relativ eindeutig jeden M1 Verschluss im 6h Zeitfenster eigentlich aufzumachen... zum Selbstschutz bin ich bei "dunklem" low ASPECT zurückhaltend aber die Frage ist wie lange man das halten kann... außerdem gibt es gerade einige laufende Studien uu A2/3, M2/3 Verschlüsse... je nach Outcome steigt die Zahl an Fällen noch mehr

freak1
07.06.2024, 19:56
Was absoluter Blödsinn ist bei nicht eingespieltem Team, nicht routinierte Assistenz (oder wird man in Doppelpack gebucht? Hätte auch was, Batman und Robin werden aktiviert), weil zu wenige Eingriffe und ggf. auch fehlendes oder fremdes Material. War es früher nicht Mal so, dass ein Haus 150 Eingriffe im Jahr haben musste? Oder wird heutzutage jeder M1-Verschluss mit Aspect-Score grösser gleich 1 gemacht? So weit sind die Wege in Deutschland auch wieder nicht...

Die Low-ASPECT bzw. "Large core" Studien die jetzt rausgekommen sind (groß, randomisiert, kleine Journals wie Lancet und NEJM) zeigen bis zu 24h auch bei praktisch komplett demarkiertem Mediainfarkt einen deutlichen klinischen Nutzen. Die Thrombektomiezahlen werden also ordentlich steigen in den nächsten Jahre. Ich glaube das einzige was in der letzten großen ausgeschlossen war, war > 80 Jahre und ASPECT 0-2 (also komplett demarkiertes Mediastromgebiet).

@Firebird: Ihr seid noch zurückhaltend bei M2? Die Studienlage ist da ja eigentlich eindeutig. M3 mache ich sehr von der Klinik und Patientenzustand abhängig (Zentralregion mit hochgradiger Parese bei 40 jährigem und nichts demarkiert z.B.), aber M2 geht alles <= mRS 3 auf meinen Tisch wenn in der Perfusion noch Penumbra ist.

Und wie anigu sagt, unser Material ist (bei Thrombektomien) sehr überschaubar. Ich brauche in der Routine die Auswahl zwischen 2 Führungskathetern, 2 Aspirationskathetern, 4 Makrodrähten, 1 Mikrokatheter und 1 Mikrodraht, 4 Stentretriever, vielleicht noch 2-3 Carotisstents für Tandemverschlüsse, 2 Ballons für Carotisstents und wenn ich ganz motiviert bin 2 Katheter und 2 Stents für den Worstcase von intrakraniellem Stenting. Damit kann ich 99.9% aller intrakraniellen Verschlüsse rekanalisieren.

Da lachen uns Kardiologen für aus. :-oopss Mit Assistenz geht's ein bisschen schneller, zur Not kannst du alles alleine machen. Falls fürs Seldingern des Stents einer einen Draht halten muss, kann die Assistenz sich auch kurz Handschuhe anziehen. "Den Draht festhalten, nicht loslassen" bekommt jede OP-Schwester hin.

Tramaldol
07.06.2024, 21:38
[QUOTE=FirebirdUSA;2281027]1. Die Strahlendosis bei Thrombektomien ist extrem gering für den Untersucher[QUOTE]

Das will ich hoffen, dass unter dem Bleimantel keine Dosis am Dosimeter ankommt
Empfehlung Fingerdosimeter + Strahlenschutzvisier (Linse!).
Für Patienten ist es die Untersuchung mit der höchsten Belastung und sogar auftretender Hauttox.
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0924-5945.pdf?articleLanguage=de

Tramaldol
07.06.2024, 21:39
[QUOTE=FirebirdUSA;2281027]
1. Die Strahlendosis bei Thrombektomien ist extrem gering für den Untersucher[/[QUOTE]

Das will ich hoffen, dass unter dem Bleimantel keine Dosis am Dosimeter ankommt
Empfehlung Fingerdosimeter + Strahlenschutzvisier (Linse!).
Für Patienten ist es die Untersuchung mit der höchsten Belastung und sogar auftretender Hauttox.
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0924-5945.pdf?articleLanguage=de

FirebirdUSA
07.06.2024, 22:35
@freak1: proximal M2 ist wie M1, wenn an der Grenze zu M3 wird er aktuell randomisiert, um Evidenz zu schaffen.

@Tramaldol: wie ich sagte, Livemessung auf Schürze, neben Auge und Füßen... bis auf Füße kaum messbare Dosis... und die Publikation ist aus meiner Sicht völlig veraltet. Ich hab bei gut laufender Reka DL Zeit von unter 3min, im Mittel 10min. Die diagnostischen Referenzwerte werden bei uns weit unterschritten, ich denke bei freak1 wird es kaum anders sein. Wer natürlich immer noch 4B/s bei den Serien macht (wie in der Publikation) und bis zum Abschluss der venösen Phase bei allen Serien auf dem Pedal bleibt erreicht vergleichbare Werte (mittleres DFP ~12800 cGy/cm2) immernoch. Ich kann dir die genauen Werte im Mittel raus lassen, aber da sind wir vermutlich bei 10-20% davon.
Myelographien und spinale Angios sind Dosisfeuerwerk für den Untersucher.

Tramaldol
08.06.2024, 21:35
Myelographien und Spinale Angios sind auch keine Seltenheit in einer großen Neuro-Rad Abteilung. Aber gut der Strahlenschutz ist das eine, das andere die Art der Arbeit mit einem Katheter + Tools und einer Angiographieeinheit. Daneben gibts noch massenweise MRTs und CTs. Sicherlich eine Nische in der man es sich gemütlich machen kann und mit gefragten KnowHow. Aber man muss es lieben.


Kommen wir nochmal zurück zum Assi-Netto Gehalt. Das ist mit 3-5k, vllt maximal 6k bei vielen Diensten okay. Mehr wünschen tun sich alle mehr. Bei all dem Gemaule von Assis (auch zu Recht) ist das Gehalt das geringste Problem. Eher anständige strukturierte Weiterbildung, faire und langfristige Dienstplanung oder anständiges bzw. menschliches Verhalten von Vorgesetzten stehen im Vordergrund.

mbs
11.06.2024, 17:02
Es ist sicher auch vom Bereich abhängig in dem man angestellt ist. Manche Praxen und Rehabilitation sind oft vergleichsweise schlecht bezahlt.

Eine irrsinnige, zunehmende Abgabenlast und fehlende adäquate Inflationsanpassung sind ein anderes Thema. Das betrifft wohl so gut wie alle Berufsgruppen.

freak1
11.06.2024, 20:23
Wer natürlich immer noch 4B/s bei den Serien macht (wie in der Publikation) und bis zum Abschluss der venösen Phase bei allen Serien auf dem Pedal bleibt erreicht vergleichbare Werte (mittleres DFP ~12800 cGy/cm2) immernoch. Ich kann dir die genauen Werte im Mittel raus lassen, aber da sind wir vermutlich bei 10-20% davon.
Myelographien und spinale Angios sind Dosisfeuerwerk für den Untersucher.

Und dann kommt es noch krass auf den Hersteller an. Siemens 4B/s ist ja Dauerfeuer bis zum letzten Bild, Philipps senkt schnell ab und kann man sogar individuell einstellen wie viele Sekunden wie viele Bilder. Ich nehm meistens 2B/s, die Philipps aber rasch auf 0,5 B/s absenkt, Dosis ist insgesamt niedriger als gleicher Patient mit 1B/s bei Siemens. Aber vielleicht kann man das mittlerweile bei der Icono einstellen?

3 Minuten ist aber ein super Gefäßzugang, der Sofia flutscht wie geölt über die Ophthalmica und einmal saugen reicht :P

Gebe dir Recht Tramaldol, NRAD ist eine Nische die man mögen muss. Ich liebe die Kombi aus patientenferner Diagnostik und Angio. Für mich genau das richtige. Und doch, Myelographien und spinale Angios sind selten. Myelos mach ich nur noch bei V.a. Liquorleck oder Nicht-MRT tauglichen Patienten (vllt. 1 x im Monat bei uns?) und spinale Angios sind noch seltener. Spinale Fisteln und AVMs sind insgesamt sehr selten.

Tramaldol
11.06.2024, 22:16
Wenn man in einem Zentrum für spinale Fisteln oder AVMs arbeitet, ist es dann doch öfters. Selbst 1x im Monat ist jetzt nicht selten. Selten wäre 1-4x im Jahr.
Ich habe auch mal überlegt NeuroRad zu machen.

Tramaldol
11.06.2024, 22:19
Es ist sicher auch vom Bereich abhängig in dem man angestellt ist. Manche Praxen und Rehabilitation sind oft vergleichsweise schlecht bezahlt.

Eine irrsinnige, zunehmende Abgabenlast und fehlende adäquate Inflationsanpassung sind ein anderes Thema. Das betrifft wohl so gut wie alle Berufsgruppen.

Daher runter mit Beiträgen für Krankenkassen und Renten. Alle müssten in das Rentensystem einzahlen, auch Beamte, Ärzte, Selbstständige, Apotheker. 3-4 Gesetzliche Krankenkassen mit einem Basic-Angebot für medizinische Leistung. Wer mehr will, kann eine private Zusatzversicherung abschließen.
Damit können endlich die hohen Abgaben für Rente und Krankenkasse gesenkt werden. Viel zu hoch alles!

Man muss auch bedenken, das sind alles Zwangsabgaben bei Rente und Krankenkasse. Auf Luxusniveau kann man das nicht einer breiten Masse finanzieren und die breite Masse will das nicht. Wer mehr will als Basic, soll SELBER vorsorgen mit Privater Versicherung und Privater Zusatzrente.

Nefazodon
12.06.2024, 06:17
Daher runter mit Beiträgen für Krankenkassen und Renten. Alle müssten in das Rentensystem einzahlen, auch Beamte, Ärzte, Selbstständige, Apotheker. 3-4 Gesetzliche Krankenkassen mit einem Basic-Angebot für medizinische Leistung. Wer mehr will, kann eine private Zusatzversicherung abschließen.
Damit können endlich die hohen Abgaben für Rente und Krankenkasse gesenkt werden. Viel zu hoch alles!

Man muss auch bedenken, das sind alles Zwangsabgaben bei Rente und Krankenkasse. Auf Luxusniveau kann man das nicht einer breiten Masse finanzieren und die breite Masse will das nicht. Wer mehr will als Basic, soll SELBER vorsorgen mit Privater Versicherung und Privater Zusatzrente.

Eine polemische Forderung, die vielleicht deine Meinung ist, aber nicht von allen geteilt werden muss und OT ist.
Hast Du Belege dafür, dass dieser Weg funktioniert und nicht zu einer Absenkung des Standards für den Durchschnittsbürger führt?

Alle in das Rentensystem einzahlen -> Man darf nicht vergessen, dass Ärzte, als die DRV gegründet wurde, aktiv ausgeschlossen wurden.
Bist Du sicher, dass die Beiträge reichen würden um angesichts der Demographie-Entwicklung das Umlagesystem zu retten?
Bisherige Reformen des Rentensystems (Rürup) haben eher zu einer Absenkung des Standards geführt.

Basic-Angebot für medizinische Leisungen: Und was ist mit all jenen mit Vorerkrankungen, die keine Zusatzversicherung kriegen?
Und: Es hilft ein Blick in die USA: Willst Du das dortige System, mit Spitzenmedizin nur für superreiche Selbstzahler und sonst Community-Nurse?


Wer mehr will als Basic, soll SELBER vorsorgen mit Privater Versicherung und Privater Zusatzrente.
-> Hat bei Rürup nicht funktioniert, wie gesagt, und nur die Taschen der Versicher vollgemacht.

Wenn Du sowas in die Verantwortung des Einzelnen abgibst, versagen viele und sorgen NICHT vor. Menschen planen nicht langfristig.
Später müssen diese Leute dann wieder vom Staat gerettet werden.


und die breite Masse will das nicht.

-> sagt Tramadol.

freak1
12.06.2024, 19:24
Man muss auch bedenken, das sind alles Zwangsabgaben bei Rente und Krankenkasse. Auf Luxusniveau kann man das nicht einer breiten Masse finanzieren und die breite Masse will das nicht. Wer mehr will als Basic, soll SELBER vorsorgen mit Privater Versicherung und Privater Zusatzrente.

Senkung der Rentenbeiträge, hahahaha. Dir ist schon klar, dass die Renter die größte verbliebene Wählergruppe der CDU (und SPD, die bald verschwindet) darstellt? Wenn da auch nur 1€ zusätzlich reinkommt, buttert man den sofort doppelt und dreifach in Rentenerhöhungen um die aussterbenden Wähler zu sichern...

Tramaldol
12.06.2024, 19:34
Basic-Angebot für medizinische Leisungen: Und was ist mit all jenen mit Vorerkrankungen, die keine Zusatzversicherung kriegen?
Und: Es hilft ein Blick in die USA: Willst Du das dortige System, mit Spitzenmedizin nur für superreiche Selbstzahler und sonst Community-Nurse?


Warum soll man mit einer Vorerkrankung keine Zusatzversicherung bekommen. Vielleicht ist es Diabetes und du kannst erstmal deine Ernährung umstellen und Sport treiben. Die Basicsversicherung würde bei den ganzen Volkskrankheiten erstmal ein Standardmedikamt bezahlen wie z.B. Metformin bei Diabetes Typ II oder Ramipril bei art. Hypertonie. Statt teuren Krempel wie Ozempic oder Rasilez. Wenn man das unbedingt möchte, kann man es ja selbst kaufen, aber nicht der Allgemeinheit die Kosten aufs Auge drücken.
Ich will auch garnicht das Gesundheitswesen der USA. Das ist doch VIEL teurer als hier.

docdean
13.06.2024, 08:15
Daher runter mit Beiträgen für Krankenkassen und Renten. Alle müssten in das Rentensystem einzahlen, auch Beamte, Ärzte, Selbstständige, Apotheker. 3-4 Gesetzliche Krankenkassen mit einem Basic-Angebot für medizinische Leistung. Wer mehr will, kann eine private Zusatzversicherung abschließen.
Damit können endlich die hohen Abgaben für Rente und Krankenkasse gesenkt werden. Viel zu hoch alles!

Man muss auch bedenken, das sind alles Zwangsabgaben bei Rente und Krankenkasse. Auf Luxusniveau kann man das nicht einer breiten Masse finanzieren und die breite Masse will das nicht. Wer mehr will als Basic, soll SELBER vorsorgen mit Privater Versicherung und Privater Zusatzrente.

So einfach ist das nicht. Wir haben jetzt schon nur eine Basisversorgung für die breite Bevölkerung, die GKVs bezahlen ja nicht mehr, als unbedingt nötig. Sehhilfen, Zahnarzt, Facharzttermine, man kennt es. Und das ist zum Teil nicht mal kostendeckend für die Betreiber der Krankenhäuser und Praxen. Die sind darauf angewiesen, dass sie PKV-Patienten haben, die viel mehr bezahlen, um die GKV-Patienten querzufinanzieren. Wenn du die PKV reduzieren willst, fehlt das Geld im System und die GKV muss mehr bezahlen. Dadurch wird am Ende nichts gespart. Auch die Zahl der GKVen zu reduzieren spart wenig Geld, weil der allergrößte Teil für Leistungen draufgeht, und es egal ist, wer die bezahlt. Die Verwaltungskosten spielen keine große Rolle, im Gegenteil, der Wettbewerb zwischen den Unternehmen zwingt sie ohnehin, die so weit wie möglich zu reduzieren.

h3nni
13.06.2024, 17:52
Schweizer System mit Kontrahierungszwang für Private Krankenversicherungen? Könnte ja auch ein Ansatz sein, ist ja aber auch aufgeteilt Grundversicherung, Zusatzversicherung...

Tramaldol
15.06.2024, 18:21
So einfach ist das nicht. Wir haben jetzt schon nur eine Basisversorgung für die breite Bevölkerung, die GKVs bezahlen ja nicht mehr, als unbedingt nötig. Sehhilfen, Zahnarzt, Facharzttermine, man kennt es. Und das ist zum Teil nicht mal kostendeckend für die Betreiber der Krankenhäuser und Praxen. Die sind darauf angewiesen, dass sie PKV-Patienten haben, die viel mehr bezahlen, um die GKV-Patienten querzufinanzieren. Wenn du die PKV reduzieren willst, fehlt das Geld im System und die GKV muss mehr bezahlen. Dadurch wird am Ende nichts gespart. Auch die Zahl der GKVen zu reduzieren spart wenig Geld, weil der allergrößte Teil für Leistungen draufgeht, und es egal ist, wer die bezahlt. Die Verwaltungskosten spielen keine große Rolle, im Gegenteil, der Wettbewerb zwischen den Unternehmen zwingt sie ohnehin, die so weit wie möglich zu reduzieren.

Ach herrje. Hier ist ja alles vorne und hinten falsch. Nein, hier gibt es zu viel Versorgung. Nach dem Motto "Oma Erna hat leichte Hüfteschmerzen und hat 5 Ortho Kliniken, die ihr ne Tep übermorgen einbauen wollen." Zahnarzt? Sogar die Zahnreinigung kann man bei bestimmten Zahnärzten inzwischen für Umme bekommen.
PKV subventioniert GKV? Das Quatschargument der PKV-Versicherung zum Selbsterhalt. Die 0815-Klinik finanziert sich aus GKV Beiträgen. Gebaut wurde sie auch vom Steuerzahler. Reine PKV-Kliniken und Praxen sind Raritäten, die keiner braucht und nur zusätzliche Arbeitsplätze vom Markt wegnehmen.
Hinzukommt, dass die ganzen Beamten mit PKV viel zu teuer sind für uns alle. Für die täte es auch die GKV und schon wären die Personalkosten dort niedriger. Und die Mehrheit der PKV Patienten sind Beamte. Der nächste Schritt wäre sie in die DRV zahlen zu lassen.


Senkung der Rentenbeiträge, hahahaha. Dir ist schon klar, dass die Renter die größte verbliebene Wählergruppe der CDU (und SPD, die bald verschwindet) darstellt? Wenn da auch nur 1€ zusätzlich reinkommt, buttert man den sofort doppelt und dreifach in Rentenerhöhungen um die aussterbenden Wähler zu sichern...


Ja eine Schande, dass wir zu einer greisen Rentnerrepublik geworden sind, wo den jungen viel höhere Rentenbeiträge aufgebrummt werden als den Boomern und Rentner das Lieblingswahlvolk der Politiker sind.

h3nni
15.06.2024, 20:12
Es ist nicht zu viel, es ist falsch. Wieso kriegt sie keine Physio? Bzw wieso kriegt sie die Physio erst nach der TEP?

Dafür, dass sich die Klinik aus GKV finanziert, drückt der Chef bei den Privaten aber immer ziemlich auf die Tube mit Untersuchungen anmelden usw.
Auch PKV-Versicherte sind Steuerzahler. Und zahlen mit ihren Steuern übrigens auch GKV-Bundeszuschuss, von welchem sie eigentlich gar nichts haben...

Wieso nehmen die Arbeitsplätze am Markt weg? Dann gibt es wenigstens einen Markt...
Zu den Beamten hätte ich gern einen Datenpunkt. Ich glaube eher, durch die PKV (und Beihilfe) spart der Staat einiges, weil er eben nicht immer 7% als AG-Anteil abdrücken muss, sondern nur im Krankheitsfall die Krankheitskosten zur Hälfte decken muss. Und auch das nur eingeschränkt nach Gesetzes-Verordnungen.
Wenn du Evidenz dagegen hast, gerne.

DRV für Beamte ist linke Tasche rechte Tasche. Und: es braucht Argumente, Beamter zu werden. Wenn ich nicht PKV kriege, keine besondere Pension/BU/Arbeitslosen-Absicherung usw, wieso gehe ich dann nicht in die Privatwirtschaft? Da gibt es auch Stellen, an denen man sich kein Bein ausreißt und ggf ähnlich verdient.

freak1
15.06.2024, 22:07
Deutschland hat so unendlich viele Beamte im Vergleich zu jeder anderen westlichen Demokratie. Wasserkopf ist da glaube ich der richtige Begriff. Mmn gehört GKV/PKV abgeschafft und ein System analog zu NL (Grundversorgung für jeden, Pflichtmitglied (egal ob Kaiser von China, Beamter, oder Arbeitsloser) und der Rest über Private Zusatzversicherungen, die aber einem gewissen Kontrahierungszwang unterworfen sind (z.B. Aufschläge für Vorerkrankungen ok, aber gesetzlich limitierte höhen dieser Zuschläge und ablehnen dürfen sie keinen deswegen). Aber so korrupt wie unsere Politikerklasse mittlerweile ist, wird das nie kommen und man schaut dem System einfach zu bis es komplett zusammenbricht (und hofft, dass es nicht die eigene Legislaturperiode ist).

Tramaldol
17.06.2024, 18:11
Es ist nicht zu viel, es ist falsch. Wieso kriegt sie keine Physio? Bzw wieso kriegt sie die Physio erst nach der TEP?

Dafür, dass sich die Klinik aus GKV finanziert, drückt der Chef bei den Privaten aber immer ziemlich auf die Tube mit Untersuchungen anmelden usw.
Auch PKV-Versicherte sind Steuerzahler. Und zahlen mit ihren Steuern übrigens auch GKV-Bundeszuschuss, von welchem sie eigentlich gar nichts haben...



Genau. Falsche Anreize maximal viele Hüft-Knie-Teps oder Herzkatheter durchzuführen.
Das 0815-Krankenhaus gibts nur dank Poliktik und GKV. Würden die GKV Patienten nicht mehr kommen (dürfen), kann der Laden nach 2 Monaten pleite. Deine armen PKV Patienten haben also sehr wohl was von ihren Zuschuss. Die PKV Kliniken und Praxen gibt es nunmal nicht so häufig und haben ein beschränktes Spektrum.



Wieso nehmen die Arbeitsplätze am Markt weg? Dann gibt es wenigstens einen Markt...


Es gibt im Gesundheitswesen keinen Markt, was schon daran liegt dass wir alle zwangversichert sind und nicht Hinz-Kunz 5 Kliniken mit demselben Sepktrum direkt nebeneinander eröffnen können.
Wenn Ärzte sich aus Bequemlichkeit in eine PKV Praxis zurückziehe und Botox spritzen usw. , ja dann sind sie vom Arbeitsmarkt weg und 400k , die der Steuerzahler in ihr Studium gebuttert hat.



Zu den Beamten hätte ich gern einen Datenpunkt. Ich glaube eher, durch die PKV (und Beihilfe) spart der Staat einiges, weil er

Nein, in der PKV sind dieselben Leistungen deutlich teurer als in der GKV. Und diesen Luxus brauchen Beamte nicht als "Basics" Versicherung. Das können die mit einer Zusatzversicherung regeln auf eigene Kosten.



DRV für Beamte ist linke Tasche rechte Tasche. Und: es braucht Argumente, Beamter zu werden. Wenn ich nicht PKV kriege, keine besondere Pension/BU/Arbeitslosen-Absicherung usw, wieso gehe ich dann nicht in die Privatwirtschaft? Da gibt es auch Stellen, an denen man sich kein Bein ausreißt und ggf ähnlich verdient.

Wir haben wirklich viele Beamte. Wenn die Privatwirtschaft so toll wäre, würden die schon gehen.

Tramaldol
17.06.2024, 18:12
Deutschland hat so unendlich viele Beamte im Vergleich zu jeder anderen westlichen Demokratie. Wasserkopf ist da glaube ich der richtige Begriff. Mmn gehört GKV/PKV abgeschafft und ein System analog zu NL (Grundversorgung für jeden, Pflichtmitglied (egal ob Kaiser von China, Beamter, oder Arbeitsloser) und der Rest über Private Zusatzversicherungen, die aber einem gewissen Kontrahierungszwang unterworfen sind (z.B. Aufschläge für Vorerkrankungen ok, aber gesetzlich limitierte höhen dieser Zuschläge und ablehnen dürfen sie keinen deswegen). Aber so korrupt wie unsere Politikerklasse mittlerweile ist, wird das nie kommen und man schaut dem System einfach zu bis es komplett zusammenbricht (und hofft, dass es nicht die eigene Legislaturperiode ist).

Das sehe ich auch so. Aber hier wird lieber garnix gemacht anstatt was zu verändern.