Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zulage für Dienstplanung
Hallo zusammen,
ich soll ab 1.1.25 für meine Abteilung das Schreiben des Dienstplans übernehmen, weil unser jetziger Dienstplaner in Rente geht.
Nun frage ich mich, wieviel Geld ich mit dem Geschäftsführer für diese Tätigkeit aushandeln kann/soll. Ich weiß, dass mein Kollege für den Dienstplan auch eine Zulage bekommt (aber er sagt leider nicht, wieviel).
Ich dachte so an 500€ und 1-2 Tage (OP-)frei pro Monat (an denen ich dann den Plan schreibe).
FRAGE: Gibt es hier jemanden, der in seiner Abteilung den Dienstplan schreibt, eine Zulage dafür bekommt und mir die Höhe dessen verraten möchte bzw. anderweitig Erfahrungen dazu hat und mir die Frage beantworten kann?
DANKE schon mal im Voraus!
Schönes Wochenende
Spannend. Ich wusste nicht dass irgendwer Zulagen für die Dienstplangeschichten bekommt. Ich hab das selbst in zwei Kliniken gemacht und da gab es nichts dafür. Das hat man nebenbei gemacht...
Für lau und nebenher mach ich das nicht. Ich mache bei uns auch die OP-Koordination und auch für die habe ich Verhandlungen geführt.
Ich schreibe unseren Assistentendienstplan und das auch ohne zusätzliche Bezahlung oder Freistellung. Sind aber ne kleine Abteilung und ich schreibe den meist so in 1-2 Stunden runter, die bekomme ich schon in meiner Arbeitszeit unter.
Dienstplanung war bei uns vorher ein riesen Chaos war und (bereits veröffentlichte) Dienstpläne wurden ständig random geändert, daher ist es mir alleine schon für die eigene Planungssicherheit wert, das Ding zu schreiben.
Relaxometrie
08.06.2024, 17:33
Ich dachte so an 500€ und 1-2 Tage (OP-)frei pro Monat (an denen ich dann den Plan schreibe).
Diese Forderung halte ich für völlig übertrieben. Kostenlos würde ich es allerdings auch nicht machen.
Wie lange braucht der aktuelle Dienstplaner denn für den Plan und wie kooperativ sind Deine Kollegen? Wenn sie sich überwiegend an den einmal fertigen Plan halten und Du nach Fertigstellung des Plans fast keine Arbeit mehr hast, würde ich es für angemessen halten, wenn Du jeden Monat ein paar Stunden freigestellt wirst, um den Plan zu entwerfen. Von mir aus auch noch Stunden draufrechnen, weil Du dich noch einarbeiten musst.
Aber zeitliche Freistellung + zusätzlich noch Geld zu fordern, halte ich nicht für gerechtfertigt, da Du den Plan ja in der bezahlten Arbeitszeit entwirfst und einfach nur andere Arbeit als Stationsarbeit/ OP machst.
Diese Forderung halte ich für völlig übertrieben. Kostenlos würde ich es allerdings auch nicht machen.
Wie lange braucht der aktuelle Dienstplaner denn für den Plan und wie kooperativ sind Deine Kollegen? Wenn sie sich überwiegend an den einmal fertigen Plan halten und Du nach Fertigstellung des Plans fast keine Arbeit mehr hast, würde ich es für angemessen halten, wenn Du jeden Monat ein paar Stunden freigestellt wirst, um den Plan zu entwerfen. Von mir aus auch noch Stunden draufrechnen, weil Du dich noch einarbeiten musst.
Aber zeitliche Freistellung + zusätzlich noch Geld zu fordern, halte ich nicht für gerechtfertigt, da Du den Plan ja in der bezahlten Arbeitszeit entwirfst und einfach nur andere Arbeit als Stationsarbeit/ OP machst.
Der aktuelle Dienstplaner gibt den Dienstplan meist kurz vor knapp raus und plant...und plant...und plant. Da sind dann auch viele Fehler drin, Wünsche nicht berücksichtigt etc. Der Plan ändert sich dann meist so ca. 10 Mal, bis er grundsätzlich als verlässlich gelten kann. Von meinen Kollegen ist keiner mit der aktuellen Planung zufrieden. Die würden sich freuen, wenn ich das mache (sagen sie zumindest ;-))
Ich meinte mit "zeitlicher Freistellung", dass ich an 1 Tag im Monat halt nicht im OP eingeteilt nen Saal mache, sondern stattdessen in meinem Büro sitze und den DP schreibe (Zeitaufwand von mir getestet 6-8 Std.).
Die Idee mit der Vergütung hatte mein Chef, weil er weiß, dass der jetzige Dienstplaner auch eine bekommt.
ICH will grundsätzlich nur ausreichend Zeit für den Dienstplan (also nicht nebenbei während Narkosen) und ich möchte gerne zu meinem OA-Titel das Präfix "geschäftsführend" (auch passend wegen OP-Management...).
Mir ging es letztlich nur darum, wie die Tätigkeit bei anderen honoriert wird...
FirebirdUSA
08.06.2024, 18:50
Finde die Forderung so ok und wenn der Chef schon sagt "fordern sie Zulage" würde ich auch mit 500 uns Rennen gehen. Runterhandeln kann man sich immernoch lassen.
Ich mach es auch für lau... hab aber in meiner Arbeitszeit dafür Zeit
Relaxometrie
08.06.2024, 19:49
Wenn Dein Chef sogar eine Vergütung anbietet, würde ich sie natürlich nehmen ;-)
Ich kannte es aus meiner Klinikzeit (allerdings auf Assistentenebene) nur so, dass die Kollegen, die den Dienstplan geschrieben haben, dafür ein paar Stunden lang freigestellt worden sind, und fand diese Regelung auch fair.
Was ich nie verstanden habe und als Dienstplanschreiberin auch nicht akzeptieren würde (solange es rein von den Arbeitszeiten/ Dienstanzahl pro Kollege regelbar ist und nicht so viele Stellen unbesetzt sind, dass der Dienstplan eigentlich gar nicht mehr machbar ist), sind Kollegen, die die Dienste andauernd aus nichtigen Gründen tauschen wollen. Sofern sie Wünsche abgegeben haben, würde ich sie natürlich einarbeiten. Wenn Wünsche von unterschiedlichen Kollegen miteinander kollidieren, muss man natürlich eine Lösung finden, was bei halbwegs kollegialen Menschen ja auch machbar sein müsste. Einen einmal fertiggestellten Plan würde ich dann auch als nahezu unverrückbar deklarieren. Manche Kollegen muss man wohl leider darauf hinweisen, dass die Dienstzahl und die Arbeitsbelastung durch permanentes Getausche und Gemeckere nicht geringer wird.
Das größte Problem ist, dass es viele Kollegen gibt, die sehr kurzfristig mal einen freien Tag brauchen (Kinder müssen versorgt werden, Krankheitsbehandlung, Eltern sind krank etc.), was dazu führt, dass es im OP echt knapp wird. Und als OP-Manager krieg ich natürlich Brechreiz, wenn ich einen Saal schließen muss.
Das Dienste tauschen klappt eigentlich ganz gut und geht unter der Hand zwischen den Tauschpartnern. Die Dienstwünsche allgemein in der Abteilung sind sehr hoch; besonders von den Teilzeitkräften, die sehr auf ihre gewünschten, freien Tage bestehen. Man versucht wirklich alle Wünsche zu erfüllen, aber es gibt auch oft Diskussionen und Streit. Aktuell kümmern wir uns schon um die Besetzung für Weihnachten/Silvester, damit es da nicht wieder kurzfristig zu Chaos kommt.
Aber so ist es nun mal...und ich wollte auch gar nicht so weit in diese Richtung abschweifen. :-)
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.