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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beitrag Ärztekammer



Unkrautvergehtnicht
21.06.2024, 20:48
Guten Abend,

ich hätte eine kurze Frage zu den Beiträgen der Ärztekammer, ich habe in der Suchfunktion leider nur ältere Posts gefunden.
Und zwar habe ich kürzlich den Bescheid über den Mitgliedsbeitrag der Ärztekammer Ba-Wü bekommen und finde den Betrag relativ hoch, um die 300 Euro (kann auch daran liegen, dass ich meinen Lohnsteuerbescheid noch nachreichen muss). Ich habe allerdings von Kollegen im 5. WBJ gehört, dass er bei ihnen über 400 Euro lag (und auch das finde ich viel!). Scheinbar wurde der Beitrag erst kürzlich aufgrund der "Digitalisierung"erhöht.

Mich würde interessieren, wie es in anderen Bundesländern aussieht?

kcw72
21.06.2024, 21:38
In Schleswig-Holstein sind es 0,6% vom Jahresbruttoeinkommen abzüglich Werbungskosten. Da ist man schnell bei mehreren hundert Euro.

anignu
22.06.2024, 00:35
In Bayern hat man 0,38%, dazu kommen dann noch die Beiträge der Kreisverbände.

abcd
22.06.2024, 07:53
In BW seit 2024 0,58% (https://www.aerztekammer-bw.de/aenderung-des-beitragsfaktors-c306bf4594bc9903)

crossie
22.06.2024, 08:52
In Sachsen aktuell 0,49%.

Man erlaube mir die Bemerkung, dass das angesichts der dafür erbrachten Leistungen der Kammer praktisch ein Schnäppchen ist. Wo sonst bekommt man nichts für so viel Geld.

milz
22.06.2024, 09:47
Mit Verlaub, man wird in Deutschland an jeder Ecke über den Tisch gezogen.
Ärztekammer, GEZ, Kirche (selbst wenn man ausgetreten ist), Steuern ohne Ende*, die sinnlos verbraten werden (PKW Maut usw), Arbeitgeber (!!!).
Um das beste draus zu machen kann man nur das eigene Leben optimieren.
Möglichst hohen Netto-Stundenlohn und Work-Life-Balance anstreben (durch strategische Stellenwechsel, Teilzeit, konsequent Mittagspause machen, keine unbezahlten Überstunden, wenn krank dann auch zuhause bleiben, kündigen wenn es sch**e ist usw.).
Als erfahrener FA kann man für Tarifgehalt malochen oder frei verhandelt >200t pro Jahr mit nach Hause nehmen, um einmal die Extreme zu nennen. Da tun die 1000 € für die ÄK wenngleich ärgerlich dann auch nicht mehr weh, die kann man auch von der Steuer absetzen.
Ansonsten kann auch mal jemand eine Petition zur Entschlackung der ÄK starten.

https://www.youtube.com/watch?v=GTggD1vShoA

Bonnerin
22.06.2024, 10:01
Dieses Jahr waren es knapp unter 400€, kommendes Jahr werde ich die 400€-Grenze knacken.

Es ist wirklich nur zum Kotzen. Abkassieren ohne Ende, aber wenn man mal eine Frage hat, wartet man durchaus 2+ Monate auf die Antwort. Ist besonders klasse, wenn da dann auch als Bereichsleitungen Personen arbeiten, die ihre Erfahrungen im Gesundheitssystem damit gesammelt haben, dass sie vorher an irgendeinem Krankenhaus kaufmännisch in der Teppichetage waren und jetzt eben in der Kammer den Ärzten das Leben schwer machen.

Die Kammerwahl ist auch eine reine Farce.

Hilft aber nix, man wird ja gezwungen, horrende Summen für diese Institution auszugeben. Wenigstens bekommt man etwas davon bei der Steuer zurück.

Lakemond
22.06.2024, 13:43
Über 400 Euro würde ich mich freuen. Habe dieses Jahr über 1.000€ bezahlt. Das tut echt weh...

Heerestorte
22.06.2024, 22:24
Ich finde auch absurd, dass man hunderte Euro im Jahr bezahlt und dann trotzdem noch jede Prüfung für egal was separat bezahlen muss. Einfach lächerlich. Wären die Prüfungen für Facharzt und ZB dann gratis und es wäre noch eine Berufshaftpflicht oder Rechtsschutz integriert, wäre es zwar immer noch zu viel, aber würde nicht mehr ganz so sinnlos erscheinen wie jetzt. ÄKWL bin ich dieses Jahr auch mit über 400€ dabei gewesen.

anignu
22.06.2024, 23:50
Bayern scheint da irgendwie am Günstigsten zu sein und die Facharztprüfungen sind auch kostenlos ;-)

Unkrautvergehtnicht
23.06.2024, 17:16
Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Dann bin ich zumindest insofern beruhigt, dass ich nicht die einzige bin, die das Wucher findet. Die Leistung der Ärztekammer scheint wirklich bescheiden zu sein, die Anerkennung meiner Weiterbildungszeit im Ausland war auch kostenpflichtig. Und für die Fortbildungen darf man meist auch extra bezahlen. Irgendwie traurig.

anignu
23.06.2024, 21:41
Als ich mir eine PV-Anlage aus Dach geschnallt hab (vor einigen Jahren) und dafür ein Gewerbe angemeldet hab, war ich gleich mal Zwangsmitglied in der IHK und die haben als gleich mal nach meinem Einkommen gefragt um den Beitrag berechnen zu können... Da sind die Ärzte nicht die Einzigen denen es so geht.
Auf der anderen Seite ist die Pflege neidisch drauf dass es eine Kammer gibt die sich kümmert und die wollten das auch man einführen in Bayern...

freestyler
24.06.2024, 12:06
Über 400 Euro würde ich mich freuen. Habe dieses Jahr über 1.000€ bezahlt. Das tut echt weh...

Hier 1255€. Und jeder Antrag kostet extra.