Leolinaa03
21.06.2024, 23:13
Hallo an alle!
Ich hoffe sehr dass jemand hier vielleicht einen Tipp/Ratschlag für meine sehr vertrackte Situation hat.
Es ist wie folgt.. Ich bin in Abteilung A seit 3 Jahren angestellt und habe hier die Weiterbildung zum Facharzt A begonnen. Zuletzt war ich nun 6 Monate für meine Intensivrotation in Abteilung B. Das ganze war nie vertraglich festgehalten, sondern wurde quasi mündlich durch CA Sektion A & Sektion B sowie Direktor der Klinik B abgesegnet. Mein Vertrag und Bezahlung lief weiterhin in Klinik A.
Wärend dieser Zeit habe ich die Entscheidung getroffen die Weiterbildung zu Facharzt A nicht weiter fortzuführen. Mein Chef in Abteilung A hatte dafür auch Verständnis und hat mich hier unterstützt, das Kündigungsgespräch lief hier wohlwollend und professionell.
Da meine Intensivzeit bereits abgeschlossen ist und ich nicht am aktuellen Haus und vor allem auch nicht in Sektion B bleiben wollte, habe ich mich dann entschieden nach 6 Monaten ITS im Rahmen meiner rechtlichen Kündigungsfrist zum Quartalsende zu kündigen, eig war die Rotation für 1 Jahr vorgesehen.
Leider gab es mit CA der Sektion B immer wieder Konflikte.
- Nach Teilnahme am Warnstreik wurde ich in sein Büro zitiert und es wurde mir Unkollegialität & Patientengefährdung vorgerworfen. Ein Notdienstplan seitens der Abteilungsleitung hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Ich und mitstreikende Kolleginnen hatten aber Team und OA über unsere Abwesenheit informiert. Der CA kritisierte aber, dass keine persönliche Abmeldung bei ihm erfolgte.
- Im Gespräch zur Mitteilung meiner Kündigung wurde er sofort sehr ausfallend und bezeichnete mich aufgrund meiner Entscheidung als egoistisch. Nach Gründen für meine Kündigung fragte er nicht.
- Aufgrund der Einschüchterungen im Vorfeld und dem Wunsch von CA B, dass ich bis Ende meiner Zeit noch dort arbeite, habe ich mich nicht getraut Resturlaub/Überstundenfrei zu nehmen. Es folgte eine lange Odyssee und ein hin und her zwischen Stamm/Rotationsabteilung wer die Kosten für die Auszahlung trägt. Letztlich wurde hier mein eig. CA A durch CA B solange unter Druck gesetzt bis er seine Unterschrift für die Auszahlung über seine Kostenstelle gab.
- mein eLogbuch will der CA B nun auch nicht unterzeichnen/mir kein Zeugnis für die ITS-Zeit ausstellen (trotz vorhandener WB-Befugnis), sondern ich wurde an den Direktor der Klinik B verwiesen. Mit dem hatte ich jedoch noch nie zu tun. Bei einer Kollegin sagte dieser Direktor noch vor wenigen Wochen bzgl Logbuch "das wird dann nicht von mir, sondern von der ITS dokumentiert"
Wenn all das noch nicht genug wäre, so habe ich jetzt folgendes akutes Problem:
Ich wurde sehr kurzfristig für kommende Woche zu einem Vorstellungsgespräch in meiner Wunschklinik eingeladen. Das Gespräch lässt sich von Seiten der Wunschklinik nicht auf einen anderen Tag verschieben. Ich möchte es aber unbedingt wahrnehmen. An dem Tag müsste ich arbeiten. Es ist meine allerletzte Arbeitswoche. Ich habe alle Leute die für einen Diensttausch / Einspringen in Frage kommen bereits privat kontaktiert, niemand kann.
Ich brauche also euren Rat:
Krank melden wäre mit Ansage und meine Sorge ist, dass der CA B der ohnehin ein schlechtes Bild von mir hat, hinterher Wind davon kriegt und dies noch mehr als Affront sieht. Im schlimmsten Fall befürchte ich, dass 1. die ungeklärte Logbuch Situation sich zuspitzt und 2. er vllt sogar meine Wunschklinik anruft (gleiches Fach, man kennt sich ja doch) und mich in ein schlechtes Licht rückt. Ich bin einfach so sehr eingeschüchtert von diesem CA, dass ich ihm zutrauen würde mich dort zu diffamieren, nur um mir nochmal eins auszuwischen. Aber vielleicht halte ich mich da für zu wichtig & am Ende hat er Besseres zu tun und macht sich die Mühe nicht.
Gibt es bei bereits gekündigten Arbeitsstelle nicht auch ein Recht auf Freistellung für Vorstellungsgespräche? Ich habe dazu im Tarifvertrag aber nichts gefunden. Weiß jemand mehr?
Ich ärgere mich letztlich selbst, dass ich mich von jemandem so unter Druck setzten lasse, obwohl ich weiß, dass ich mich stets kollegial und auch im rechtlichen Rahmen verhalten habe. Ich bin immer eingesprungen, habe mich kein einziges mal krank gemeldet und habe auch nichts gesagt, wenn ich mal wieder 3 Wochenende im Monat arbeiten musste. Mit allen KollegInnen und OberärztInnen kam ich auch gut aus.
Ich möchte auf keinen Fall eine weitere Eskalation des Konfliktes riskieren, aber jetzt nur aus Angst vor dem CA nicht das Vorstellungsgespräch wahrzunehmen und ggf die Chance auf meine Wunschstelle zu verspielen, fühlt sich auch total irrational an.
Bitte helft mir :(
Ich hoffe sehr dass jemand hier vielleicht einen Tipp/Ratschlag für meine sehr vertrackte Situation hat.
Es ist wie folgt.. Ich bin in Abteilung A seit 3 Jahren angestellt und habe hier die Weiterbildung zum Facharzt A begonnen. Zuletzt war ich nun 6 Monate für meine Intensivrotation in Abteilung B. Das ganze war nie vertraglich festgehalten, sondern wurde quasi mündlich durch CA Sektion A & Sektion B sowie Direktor der Klinik B abgesegnet. Mein Vertrag und Bezahlung lief weiterhin in Klinik A.
Wärend dieser Zeit habe ich die Entscheidung getroffen die Weiterbildung zu Facharzt A nicht weiter fortzuführen. Mein Chef in Abteilung A hatte dafür auch Verständnis und hat mich hier unterstützt, das Kündigungsgespräch lief hier wohlwollend und professionell.
Da meine Intensivzeit bereits abgeschlossen ist und ich nicht am aktuellen Haus und vor allem auch nicht in Sektion B bleiben wollte, habe ich mich dann entschieden nach 6 Monaten ITS im Rahmen meiner rechtlichen Kündigungsfrist zum Quartalsende zu kündigen, eig war die Rotation für 1 Jahr vorgesehen.
Leider gab es mit CA der Sektion B immer wieder Konflikte.
- Nach Teilnahme am Warnstreik wurde ich in sein Büro zitiert und es wurde mir Unkollegialität & Patientengefährdung vorgerworfen. Ein Notdienstplan seitens der Abteilungsleitung hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Ich und mitstreikende Kolleginnen hatten aber Team und OA über unsere Abwesenheit informiert. Der CA kritisierte aber, dass keine persönliche Abmeldung bei ihm erfolgte.
- Im Gespräch zur Mitteilung meiner Kündigung wurde er sofort sehr ausfallend und bezeichnete mich aufgrund meiner Entscheidung als egoistisch. Nach Gründen für meine Kündigung fragte er nicht.
- Aufgrund der Einschüchterungen im Vorfeld und dem Wunsch von CA B, dass ich bis Ende meiner Zeit noch dort arbeite, habe ich mich nicht getraut Resturlaub/Überstundenfrei zu nehmen. Es folgte eine lange Odyssee und ein hin und her zwischen Stamm/Rotationsabteilung wer die Kosten für die Auszahlung trägt. Letztlich wurde hier mein eig. CA A durch CA B solange unter Druck gesetzt bis er seine Unterschrift für die Auszahlung über seine Kostenstelle gab.
- mein eLogbuch will der CA B nun auch nicht unterzeichnen/mir kein Zeugnis für die ITS-Zeit ausstellen (trotz vorhandener WB-Befugnis), sondern ich wurde an den Direktor der Klinik B verwiesen. Mit dem hatte ich jedoch noch nie zu tun. Bei einer Kollegin sagte dieser Direktor noch vor wenigen Wochen bzgl Logbuch "das wird dann nicht von mir, sondern von der ITS dokumentiert"
Wenn all das noch nicht genug wäre, so habe ich jetzt folgendes akutes Problem:
Ich wurde sehr kurzfristig für kommende Woche zu einem Vorstellungsgespräch in meiner Wunschklinik eingeladen. Das Gespräch lässt sich von Seiten der Wunschklinik nicht auf einen anderen Tag verschieben. Ich möchte es aber unbedingt wahrnehmen. An dem Tag müsste ich arbeiten. Es ist meine allerletzte Arbeitswoche. Ich habe alle Leute die für einen Diensttausch / Einspringen in Frage kommen bereits privat kontaktiert, niemand kann.
Ich brauche also euren Rat:
Krank melden wäre mit Ansage und meine Sorge ist, dass der CA B der ohnehin ein schlechtes Bild von mir hat, hinterher Wind davon kriegt und dies noch mehr als Affront sieht. Im schlimmsten Fall befürchte ich, dass 1. die ungeklärte Logbuch Situation sich zuspitzt und 2. er vllt sogar meine Wunschklinik anruft (gleiches Fach, man kennt sich ja doch) und mich in ein schlechtes Licht rückt. Ich bin einfach so sehr eingeschüchtert von diesem CA, dass ich ihm zutrauen würde mich dort zu diffamieren, nur um mir nochmal eins auszuwischen. Aber vielleicht halte ich mich da für zu wichtig & am Ende hat er Besseres zu tun und macht sich die Mühe nicht.
Gibt es bei bereits gekündigten Arbeitsstelle nicht auch ein Recht auf Freistellung für Vorstellungsgespräche? Ich habe dazu im Tarifvertrag aber nichts gefunden. Weiß jemand mehr?
Ich ärgere mich letztlich selbst, dass ich mich von jemandem so unter Druck setzten lasse, obwohl ich weiß, dass ich mich stets kollegial und auch im rechtlichen Rahmen verhalten habe. Ich bin immer eingesprungen, habe mich kein einziges mal krank gemeldet und habe auch nichts gesagt, wenn ich mal wieder 3 Wochenende im Monat arbeiten musste. Mit allen KollegInnen und OberärztInnen kam ich auch gut aus.
Ich möchte auf keinen Fall eine weitere Eskalation des Konfliktes riskieren, aber jetzt nur aus Angst vor dem CA nicht das Vorstellungsgespräch wahrzunehmen und ggf die Chance auf meine Wunschstelle zu verspielen, fühlt sich auch total irrational an.
Bitte helft mir :(