Julita
02.07.2024, 16:12
Hallo Freunde der Schwarmintelligenz, ich brauche euren Rat.
Meine Geschichte: Ich arbeite als Assistenzärztin im 2. WBJ an einer Uniklinik, meine Abteilung ist nicht sehr forschungslastig, die Klinik liegt in einer kleineren Unistadt. Ich selbst bin wegen der ganz guten Ausbildung dorthin und weil ich den Job bekommen habe. Ich führe eine 500 km Fernbeziehung, plan ist, dass ich zurückziehe zu meinem Partner, an seinem Wohnort ist auch unser gesamtes soziales Umfeld.
Während des Studium musste ich leider aus diversen Gründen eine DA abbrechen. In meiner Abteilung kann man grundsätzlich natürlich promovieren. Allerdings habe ich jetzt mal die Promotionsdatenbank der Uni durchforstet und gemerkt, dass es ggf. nicht sinnvoll ist, an meinem Arbeitsplatz zu promovieren. Grund: Entweder wurden sehr "billige", irgendwie "zusammengeschusterte" Arbeiten produziert, die teilweise sehr aufgebläht wirkten. Oder sie waren eben sehr aufwendig. Auffällig ist auch, dass die Promovenden oftmals extrem lange gebraucht haben, tlw. 8 Jahre (egal bei welcher Art der Arbeit), obwohl sie während des Studiums angefangen und teilweise auch ausgesetzt hatten. Ich plane eigentlich so schnell wie möglich zurückzuziehen. Allerdings ist der Stellenmarkt mau am Ort meines Partners, es kann sein, dass ich noch einige Zeit festhänge. Es gibt 2 Unikliniken in seiner "Nähe", bei beiden hat man als unpromovierte Person wenige Chancen, allgemein ist es so oder so schwer dort reinzukommen.
Andere Abteilungen meiner Klinik hatte ich auch schon bedacht, habe aber allerdings nicht so recht andere Arbeiten oder Betreuer gefunden, die mich überzeugt hätten. Ich würde gerne was retrospektives machen.
Nun habe ich mich mit ehemaligen Kommilitonen ausgetauscht und gemerkt, dass es an meiner alten Uni einen Prof gibt, der meistens publikationsbasieret Metadatenanalysen gut betreut, oftmals remote. Teilweise interessante Themen, bei manchen wäre es mir alledings auch peinlich, das als DA zu haben (zb. Nutzung von Internetquellen von betroffenen Patienten mit Krankheit x).
Jetzt meine Frage: Wie soll ich vorgehen. Es gibt 4 Möglichkeiten:
1. An meiner derzeitigen Arbeit ein Thema suchen. Risiko: Es könnte schlecht betreut sein und 100 Jahre dauern.
2. Dem Prof meiner alten Uni schreiben, und fragen ob er sich Betreuung vorstellen kann (ich weiß, fragen kostet nichts, möchte es aber nicht unbedacht machen)
3. Hoffen, eine Stelle heimatnah zu erhalten, dann an dortiger Uni nach retrospektiver Arbeit anfragen (ich würde in kommunalen Häusern mich bewerben bevor ich DA hätte)
4. Dem Prof aus der alten Uni schreiben, Thema bestenfalls erhalten, Anfangen damit und dann falls ich heimatnah wechseln kann, ein "besseres" thema suchen
Meine Sorge bei der Metadatenanalyse: Ich brauche eine DA, da ich heimatnah an der Uni kaum Chancen habe, aber wenn ich eine billige Arbeit habe, nehmen sie mich vllt auch nicht. (Ich weiß aber, eine DA ist besser als keine DA)!
Freue mich über Input :) Und sorry für die länge des Beitrages.
Meine Geschichte: Ich arbeite als Assistenzärztin im 2. WBJ an einer Uniklinik, meine Abteilung ist nicht sehr forschungslastig, die Klinik liegt in einer kleineren Unistadt. Ich selbst bin wegen der ganz guten Ausbildung dorthin und weil ich den Job bekommen habe. Ich führe eine 500 km Fernbeziehung, plan ist, dass ich zurückziehe zu meinem Partner, an seinem Wohnort ist auch unser gesamtes soziales Umfeld.
Während des Studium musste ich leider aus diversen Gründen eine DA abbrechen. In meiner Abteilung kann man grundsätzlich natürlich promovieren. Allerdings habe ich jetzt mal die Promotionsdatenbank der Uni durchforstet und gemerkt, dass es ggf. nicht sinnvoll ist, an meinem Arbeitsplatz zu promovieren. Grund: Entweder wurden sehr "billige", irgendwie "zusammengeschusterte" Arbeiten produziert, die teilweise sehr aufgebläht wirkten. Oder sie waren eben sehr aufwendig. Auffällig ist auch, dass die Promovenden oftmals extrem lange gebraucht haben, tlw. 8 Jahre (egal bei welcher Art der Arbeit), obwohl sie während des Studiums angefangen und teilweise auch ausgesetzt hatten. Ich plane eigentlich so schnell wie möglich zurückzuziehen. Allerdings ist der Stellenmarkt mau am Ort meines Partners, es kann sein, dass ich noch einige Zeit festhänge. Es gibt 2 Unikliniken in seiner "Nähe", bei beiden hat man als unpromovierte Person wenige Chancen, allgemein ist es so oder so schwer dort reinzukommen.
Andere Abteilungen meiner Klinik hatte ich auch schon bedacht, habe aber allerdings nicht so recht andere Arbeiten oder Betreuer gefunden, die mich überzeugt hätten. Ich würde gerne was retrospektives machen.
Nun habe ich mich mit ehemaligen Kommilitonen ausgetauscht und gemerkt, dass es an meiner alten Uni einen Prof gibt, der meistens publikationsbasieret Metadatenanalysen gut betreut, oftmals remote. Teilweise interessante Themen, bei manchen wäre es mir alledings auch peinlich, das als DA zu haben (zb. Nutzung von Internetquellen von betroffenen Patienten mit Krankheit x).
Jetzt meine Frage: Wie soll ich vorgehen. Es gibt 4 Möglichkeiten:
1. An meiner derzeitigen Arbeit ein Thema suchen. Risiko: Es könnte schlecht betreut sein und 100 Jahre dauern.
2. Dem Prof meiner alten Uni schreiben, und fragen ob er sich Betreuung vorstellen kann (ich weiß, fragen kostet nichts, möchte es aber nicht unbedacht machen)
3. Hoffen, eine Stelle heimatnah zu erhalten, dann an dortiger Uni nach retrospektiver Arbeit anfragen (ich würde in kommunalen Häusern mich bewerben bevor ich DA hätte)
4. Dem Prof aus der alten Uni schreiben, Thema bestenfalls erhalten, Anfangen damit und dann falls ich heimatnah wechseln kann, ein "besseres" thema suchen
Meine Sorge bei der Metadatenanalyse: Ich brauche eine DA, da ich heimatnah an der Uni kaum Chancen habe, aber wenn ich eine billige Arbeit habe, nehmen sie mich vllt auch nicht. (Ich weiß aber, eine DA ist besser als keine DA)!
Freue mich über Input :) Und sorry für die länge des Beitrages.