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Panik3
03.07.2024, 12:52
Hallo zusammen!

Ich habe gerade ein Problem mit der Anmeldung bei der Ärztekammer. Ich will in Bayern das Arbeiten beginnen, dort ist für die Anmeldung der Ärztliche Kreisverband des Landkreises zuständig, an dem mein Arbeitsplatz liegt.
Jetzt habe ich vor sechs Wochen, gleich nach Zusage meines Arbeitsplatzes, meine Anmeldung per Post dort hingeschickt und bislang keine Rückmeldung bekommen.
Ich benötige jedoch zum Arbeitsbeginn am 1. August einen elektronischen Heilberufsausweis und Zugriff auf mein E-Logbuch was ohne Anmeldung nicht geht.
Jetzt werde ich natürlich etwas panisch. Leider ist beim Büro vom Kreisverband telefonisch nie jemand erreichbar und auch auf E-Mails bekomme ich keine Antwort.
Ich habe daraufhin bei der nächsthöheren Ebene, dem Bezirksverband angerufen. Dort wurde mir nur sehr unfreundlich gesagt, dass die Kreisverbände sehr überlastet sind und man mir auch nicht helfen kann. Mir wurde nur sehr unfreundlich gesagt, dass man sich halt rechtzeitig um sein Zeug kümmern soll.
Da die Ausstellung des eHBA wohl auch noch mal vier Wochen dauert, habe ich beim Arbeitgeber noch mal vorsichtig nachgefragt, was ist, wenn ich bis zum 1. August keinen habe. Man hat mir gesagt, dass man vielleicht zwei Wochen überbrücken kann, aber dann muss ich einen haben, da er für das Entlassmanagment von Patienten zwingend benötigt wird und auch Sicherheitsfunktionen in der Software davon abhängen. Außerdem braucht man meine Mitgliedsnummer für den Personalfragebogen, da ich ohne Kammermitgliedschaft eigentlich gar nicht ärztlich arbeiten darf und v.a. nicht versichert bin.
Ich bin jetzt etwas verzweifelt und mit der Bürokratie komplett überfordert. Muss ich jetzt wirklich die Stelle absagen?

Fr.Pelz
03.07.2024, 15:00
Nein, ich würde die Stelle nicht absagen, ich würde dem Arbeitgeber das so mitteilen und dann muss er sich fügen bzw kann ja selber mal in der Ärztekammer anrufen. Irgendjemand muss sie Stelle ja besetzen, der im Zweifelsfall auch erst die anmeldung braucht... Vielleicht wäre es ein Weg, den für Gesundheit zuständigen Beamten in der Kreisverwaltung mal zu fragen, ob er Druck machen kann. Ärzte werden überall gebraucht und es kann sich im Grunde keine Kommune mehr leisten, wegen der Bürokratie auf einen Arzt/Ärztin zu verzichten, die im zweifelsfall woanders hingeht. Den e-HBA muss übrigens der Arbeitgeber zahlen, der kostet ja um 500 Euro.

Aber stell dich drauf ein, dass du zeit deines arbeitslebens immer wieder bürokratischem Mist ausgesetzt bist.

davo
03.07.2024, 15:54
Dort wurde mir nur sehr unfreundlich gesagt, dass die Kreisverbände sehr überlastet sind und man mir auch nicht helfen kann. Mir wurde nur sehr unfreundlich gesagt, dass man sich halt rechtzeitig um sein Zeug kümmern soll.

Solche frechen Aussagen sollte man direkt zurückspielen... wenn die Kreisverbände so überlastet sind, dann müssen sie eben mehr Leute einstellen. Es ist ja nicht deine Schuld, dass die Ärztekammer unfähig ist, für einen adäquaten Personalschlüssel zu sorgen. Hab gerade nachgesehen - ein Kreisverband hat durchschnittlich gerade mal 1121 Ärzte zu verwalten! Wenn sie nicht einmal damit klarkommen, sollten sie mal in der freien Wirtschaft in die Nachschulung gehen.

Heerestorte
04.07.2024, 10:05
Und wenn man dann noch bedenkt was uns Ärzte diese Zwangsmitgliedschaft kostet, dann hat das Ganze noch mehr ein Gschmäckle!