BirkoG
22.07.2024, 19:44
Hello!
Wir hatten heute Abteilungsversammlung (bin in der Anästhesie).
Problem: Durch eine Klinikschließung im kommunalen Verbund und damit verbundener Abteilungszusammenlegungen haben wir in der Anästhesie einen Personalüberhang. Wir sind nominell zwei Assistenten und zwei Fachärzte/Oberärzte zu viel.
Verschärft wird das Problem, dass es durch eben diese Zusammenlegung auch einige personelle Weggänge gab, davon ist insbesondere die Viszeralchirurgie betroffen. Im Endeffekt bedeutet dies momentan einen stehenden OP-Saal und damit weniger Personalbedarf bei uns.
Jetzt ist irgendjemand in der Teppichetage auf eine grandiose Idee gekommen: Die Assistenten aus der Anästhesie helfen einmal die Woche in der Viszeralchirurgie als Assistenz im OP aus plus übernehmen eine Wochenend-Rufbereitschaft im Monat. Dadurch könnten mindestens zwei Stellen bei uns erhalten werden. Befristet ist das ganze Projekt erst mal auf 6 Monate. Es wird nur umgesetzt, wenn alle teilnehmen. Personalvertretung hat bereits ihre Zustimmung erteilt.
Unser Chef steht kurz vor der Rente, dem ist inzwischen alles egal. Seitens der Oberärzte (die selbst davon nicht betroffen sind) wurde doch Druck ausgeübt, dem zuzustimmen.
Unter den Assistenten herrscht jetzt ziemlich große Panik, dass zwei oder sogar drei gekündigt werden könnten (wobei relativ klar ist, wer das sein wird... Probezeit bzw. Übernahme als Facharzt am Ende des Weiterbildungsvertrags... ich bin im 3. WBJ relativ safe...), so dass die breite Mehrheit für den Plan ist.
Ich selbst möchte das nicht. Ich möchte am Ende meine Weiterbildungszeit dadurch nicht verlängern und habe auch an der Chirurgie im Allgemeinen und an dieser Abteilung im Besonderen ("Haken halten, Fresse halten, anbrüllen lassen") kein großes Interesse.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Natürlich möchte ich nicht, dass jemand gehen muss, aber ich hab' auch keinen Bock auf die Chirurgie.
LG, Birko
Wir hatten heute Abteilungsversammlung (bin in der Anästhesie).
Problem: Durch eine Klinikschließung im kommunalen Verbund und damit verbundener Abteilungszusammenlegungen haben wir in der Anästhesie einen Personalüberhang. Wir sind nominell zwei Assistenten und zwei Fachärzte/Oberärzte zu viel.
Verschärft wird das Problem, dass es durch eben diese Zusammenlegung auch einige personelle Weggänge gab, davon ist insbesondere die Viszeralchirurgie betroffen. Im Endeffekt bedeutet dies momentan einen stehenden OP-Saal und damit weniger Personalbedarf bei uns.
Jetzt ist irgendjemand in der Teppichetage auf eine grandiose Idee gekommen: Die Assistenten aus der Anästhesie helfen einmal die Woche in der Viszeralchirurgie als Assistenz im OP aus plus übernehmen eine Wochenend-Rufbereitschaft im Monat. Dadurch könnten mindestens zwei Stellen bei uns erhalten werden. Befristet ist das ganze Projekt erst mal auf 6 Monate. Es wird nur umgesetzt, wenn alle teilnehmen. Personalvertretung hat bereits ihre Zustimmung erteilt.
Unser Chef steht kurz vor der Rente, dem ist inzwischen alles egal. Seitens der Oberärzte (die selbst davon nicht betroffen sind) wurde doch Druck ausgeübt, dem zuzustimmen.
Unter den Assistenten herrscht jetzt ziemlich große Panik, dass zwei oder sogar drei gekündigt werden könnten (wobei relativ klar ist, wer das sein wird... Probezeit bzw. Übernahme als Facharzt am Ende des Weiterbildungsvertrags... ich bin im 3. WBJ relativ safe...), so dass die breite Mehrheit für den Plan ist.
Ich selbst möchte das nicht. Ich möchte am Ende meine Weiterbildungszeit dadurch nicht verlängern und habe auch an der Chirurgie im Allgemeinen und an dieser Abteilung im Besonderen ("Haken halten, Fresse halten, anbrüllen lassen") kein großes Interesse.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Natürlich möchte ich nicht, dass jemand gehen muss, aber ich hab' auch keinen Bock auf die Chirurgie.
LG, Birko