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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versicherungen - was sollte ich als Assistenzarzt abschließen? Und wo?



medipassions
19.08.2024, 14:59
Hallo!

Welche Versicherungen (z.B. Berufshaftpflicht) sollte ich als Assistenzarzt abschließen? Welche Versicherungen habt ihr abgeschlossen? Wo lohnt es sich, diese abzuschließen, ohne über den Tisch gezogen zu werden?

Danke für eure Empfehlung!

Viele Grüße!

medipassions

sammy123
19.08.2024, 15:16
Als Assistenzarzt bist du i.d.R. über die Berufshaftpflicht des Arbeitgebers abgesichert. Sinnvoll sind noch eine private Haftpflichtversicherung und eine Reisekrankenversicherung, weil die Beiträge niedrig sind und sie im Schadensfall den finanziellen Ruin verhindern können. Manche finden Berufsunfähigkeitsversicherungen toll, mir sind die aber zu teuer. Allgemein sollte man es mit Versicherungen nicht übertreiben. Beim Preisvergleich helfen allgemein bekannte Vergleichsportale.

davo
19.08.2024, 15:16
Zu diesem Thread gibt es bereits sehr viele Threads.

Matzexc1
19.08.2024, 15:23
Ich:
Berufs/Privathaftpflichtkombi

Rechtsschutz(neu) nach Beratung durch eine Versicherungsberaterin(die zahlt man selbst)
Berufsrechtschutz kann auch häufig über den Berufsverband abgedeckt werden

Berufsunfähigkeit( Achtung hier gibt es die meisten Methoden einen über den Tisch zu ziehen oder Fehlerhaftes zu bekommen), empfehle hierzu Verbraucherzentrale, den Blog von Hartmut Walz und die Suche nach spezialisierten Maklern oder Honorarberatern)
wird Akademikern gerne mit vermeintlichen Steuervorteilen als Zusatz Altersvorsorge verkauft

Hausratversicherung

Versicherungen für das Auto (Haft und Kasko)

Nicht alles aufschwatzen lassen, Angebote einholen und vergleichen

Strukturvertriebe(viele mit 3 oder 4 Buchstaben Abkürzungen), Einzelvertreter und Banken sind mit Vorsicht zu betrachten.

StuartProwerFaktor
19.08.2024, 16:07
Das ist natürlich auch immer Meinungssache, ich würde prinzipiell so wenig wie möglich für Versicherungen ausgeben
1) Berufshaftpflicht - meiner Meinung nach zu teuer bei zu abstraktem Risiko. Hättest du ein Problem damit, nach einem Unfall "gezwungen" zu werden z.B. Psychiatrie oder Amtsarzt zu werden, weil du körperlich nichts anderes mehr kannst? Wenn nein, dann relativ sinnlos. Und wenn du so platt bist, dass du nicht mal mehr Schreibtischarbeit machen kannst, ich glaube dann ist der Rest auch egal ...
2) Private Rentenversicherung - definitiv sinnvoll, umso früher man anfängt umso besser. Alternativ selber machen mittels ETF oder vernünftig gestreuten Aktien etc.
3) Rechtsschutz - als Angestellter meiner Meinung nach sinnlos. Eine Rechtsberatung ist auch über den Marburger Bund (sofern Mitglied) und ich glaub auch Hartmann Bund möglich.
4) Private Krankenversicherung - auch prinzipiell sinnvoll. Umso früher umso mehr Geld sparst du erstmal. Die Beiträge in die GKV werden, bei schlechter werdenden Leistungen, bald mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit massiv steigen ...
4) Haftpflicht (am besten auch den Beruf abdeckend, falls du mal z.B. KV-Dienste oder ähnliches machen willst) sowie Hausrat natürlich ein Muß.

Matzexc1
19.08.2024, 20:47
1) ist Berufsunfähigkeit, die abstrakte Verweisung ist ein Risiko wenn der Vertrag Schrott ist. Daher gute Beratung gibt es bei Strukturvertrieben, Banken und Einzelvertretern fast nie. Honorarberatung oder spezialisierter Versicherungsmakler wenn gewünscht
2) hier lohnen nur Nettotarife mit ETF, alles andere frisst die Rendite auf, Risiko das eine Gesetzesänderung den Vorteil killt. Ein Depot ist da flexibler
3) machen beide nur Arbeitsrecht, so mein Kenntnisstand. Ich hab meine Rechtsschutz allerdings als Marburger Bund Mitglied geholt
4) muss zu den Lebenszielen passen und es müssen Altersruckstellungen gebildet werden. Hier genau beraten lassen da ein Fehler Gesundheitshistorie höllichsch gefährlich sein wird, schlimmer als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.
5) volle Zustimmung, ich fahre noch Notarzt nebenher und das war eine Vorraussetzung