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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Radiologie Assistenzarzt in der Schweiz Fragen



rsfp14
11.09.2024, 20:06
Hallo,

mein Partner lebt in der Schweiz (Zürich) und ich kann mir mittlerweile sehr gut vorstellen, nach meinem Studium (momentan 8. Semester) meinen Radiologie-Facharzt dort zu machen. Vielleicht könnt ihr mir mit ein paar Fragen weiterhelfen :)

- Wie gut stehen die Chancen, als Deutsche einen Radiologie Facharzt-Platz in & rund um Zürich zu bekommen? Sind A-Spitäler direkt unrealistisch und wie sieht es bei B-Spitälern aus? Ist der Bereich in der Schweiz generell kompetitiv? Ich kann bisher ein Jahr Forschung in der Radiologie vorweisen.

- Sollte ich mein Radiologie PJ-Tertial in einem Haus machen, wo ich evtl. schon realistische Chancen hätte für eine spätere Bewerbung? Oder evtl. sogar schon eine Famulatur davor?

- Ich habe gelesen, dass in der Schweiz Verträge oft schon vor dem Uni-Abschluss fix gemacht werden. Wie kann man sich das vorstellen - sollte man bei PJ Bewerbung direkt Interesse mitteilen, nach dem Studium auch den Facharzt in dem Haus zu machen?

- Wenn man in einem B-Spital anfängt, muss man sich Sorgen machen, keinen Platz in einem A-Spital nach 2 Jahren zu bekommen? In der Aufteilung blicke ich noch nicht ganz so durch��

Ich freue mich über jegliche Infos, vielen Dank!

ProximaCentauri
12.09.2024, 20:20
Schau dir mal die SIWF-Angaben für den Radiologen an, dann weisst du schon mal, was du alles machen musst. Generell ist in den meisten Programmen mindestens ein Klinikwechsel vorgesehen - daher macht es meistens sehr viel Sinn, erst am kleineren Haus anzufangen, und dann ans grössere Haus zu wechseln.
Es ist weiterhin Ärztemangel in CH, da wir nur ungefähr 50% der Ärzte ausbilden, die wir eigentlich benötigen - es gibt also immer irgendwo Jobs.
Da die CH klein ist, läuft ganz viel über Vitamin B. Es macht daher durchaus Sinn, das entsprechende Haus schon via Praktikum/PJ kennen zu lernen. Dann kann man tatsächlich einfach gleich sagen, dass man dann mal dort anfangen möchte. Wenns ein A-Haus ist, wäre es dann vielleicht gut das auf x Jahre nach dem Ende des Studiums zu planen, aber vermutlich sind die Kliniken lokal eh miteinander verbandelt, und dann kann ein einem gewogener Chef da durchaus mal anfragen und im anderen Haus einen Job klar machen.
Bei uns hatten >90% bei Studiumsende bereits mindestens den ersten Vertrag in der Tasche, die anderen % haben noch ein Jahr frei gemacht oder so. Manche haben in kompetitiveren Fächern dann auch schon mal 1-2 Verträge in der Zukunft in der Tasche, weil man ja eh Klinik wechseln muss (und in manchen Fachgebieten gibts da noch mehr auflagen).
Und nein, Sorgen um einen Job muss man sich kaum machen.