Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : England - das sinnvollste Vorgehen
thequeenofcells
14.09.2024, 15:43
Moin,
Ich brauche Euer Schwarmwissen.
Für mich steht es fest, dass ich in den nächsten 10 Jahren wieder nach England möchte. Nun bin ich mir nicht sicher, wie es am sinnvollsten gehen könnte.
So Gott will, habe ich ein Jahr bis zum M2, dann PJ (Auslandstertial). Ergibt es Sinn, direkt danach zu gehen und den normalen Track zu gehen, mit FY, Training, etc., oder ergibt es mehr Sinn, hier die Weiterbildung zu machen und als Consultant zu gehen?
Gibt es hier jemanden, der den Weg gegangen ist?
England ist halt gehaltsmäßig nicht besonders toll, weder als Assi noch als FA. Das muss einem klar sein.
Ich bin noch nicht fertig und werde immer wieder von NHS-Recruitern kontaktiert - wenn man in einem gefragten Fach ist, dürfte es also recht einfach sein, als FA nach England zu gehen.
Die Details für den Anerkennungs- und Registrierungsprozess stehen alle auf der GMC-Seite: https://www.gmc-uk.org/registration-and-licensing/join-the-register/eea-countries/germany
Die unkomplizierte FA-Anerkennung ist allerdings nicht mit jedem FA möglich - dafür sollte man sich https://www.gmc-uk.org/-/media/documents/factsheet---international-apps---relevant-european-qualifications-list---dc11865_pdf-78131156.pdf genau anschauen. Dermatologie, Herzchirurgie und PMR sind z.B. nicht anerkennbar, und Onkologie ist nur als Hämatologie, aber nicht als Onkologie anerkennbar. Dafür kann man sich Thoraxchirurgie als Herz- und Thoraxchirurgie anerkennen lassen - ob das fachlich sinnvoll ist, lass ich mal offen :-)) Mit Fachärzten, die nicht im verlinkten Dokument genannt sind, müsste man die Anerkennung über den sogenanten Portfolio pathway machen - was kompliziert klingt.
Umgekehrt ist es natürlich auch nicht garantiert, dass einem der britische Facharzt in Deutschland anerkannt wird. Auch da sollte man sich also wieder sorgfältig informieren.
Wenn man langfristig in England arbeiten will, ist es sicher sinnvoll, den Facharzt dort zu machen. So bist du von Anfang an mit den Rahmenbedingungen vertraut, mit den Abkürzungen, der Infrastruktur, den Handelsnamen der Medikamente, usw.
Wenn es hingegen nur darum geht, dort mal ein paar Jahre zu verbringen, sieht die Sache schon ganz anders aus.
thequeenofcells
14.09.2024, 20:51
England ist halt gehaltsmäßig nicht besonders toll, weder als Assi noch als FA. Das muss einem klar sein.
Ich bin noch nicht fertig und werde immer wieder von NHS-Recruitern kontaktiert - wenn man in einem gefragten Fach ist, dürfte es also recht einfach sein, als FA nach England zu gehen.
Die Details für den Anerkennungs- und Registrierungsprozess stehen alle auf der GMC-Seite: https://www.gmc-uk.org/registration-and-licensing/join-the-register/eea-countries/germany
Die unkomplizierte FA-Anerkennung ist allerdings nicht mit jedem FA möglich - dafür sollte man sich https://www.gmc-uk.org/-/media/documents/factsheet---international-apps---relevant-european-qualifications-list---dc11865_pdf-78131156.pdf genau anschauen. Dermatologie, Herzchirurgie und PMR sind z.B. nicht anerkennbar, und Onkologie ist nur als Hämatologie, aber nicht als Onkologie anerkennbar. Dafür kann man sich Thoraxchirurgie als Herz- und Thoraxchirurgie anerkennen lassen - ob das fachlich sinnvoll ist, lass ich mal offen :-)) Mit Fachärzten, die nicht im verlinkten Dokument genannt sind, müsste man die Anerkennung über den sogenanten Portfolio pathway machen - was kompliziert klingt.
Umgekehrt ist es natürlich auch nicht garantiert, dass einem der britische Facharzt in Deutschland anerkannt wird. Auch da sollte man sich also wieder sorgfältig informieren.
Wenn man langfristig in England arbeiten will, ist es sicher sinnvoll, den Facharzt dort zu machen. So bist du von Anfang an mit den Rahmenbedingungen vertraut, mit den Abkürzungen, der Infrastruktur, den Handelsnamen der Medikamente, usw.
Wenn es hingegen nur darum geht, dort mal ein paar Jahre zu verbringen, sieht die Sache schon ganz anders aus.
Danke für deine Antwort!
In meinem früheren Leben nach dem erststudium habe ich einige Jahre in England gelebt und möchte langfristig da bleiben.
Wie du sagst, ergibt es vermutlich doch Sinn, direkt den FA da zu machen, also hoffen, eine Training-Stelle in Psychiatrie zu finden. Ich interessiere mich eher für kleinere Städte, idealerweise irgendwo in der Nähe von Nottingham.
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