PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium mit 32 Jahren, Baby im Anflug u. Ziel Allgemeinmedizin



Karpfen93
06.10.2024, 15:08
Hallo zusammen! :)

Ich hoffe der Post hier ist okay, da ich ihn aufgrund der Familiensituation lieber hier als im Zweitstudium-Abschnitt posten möchte.

Es gibt ja bereits unzählige Beiträge und Meinungen zu den verschiedenen Möglichkeiten für ein Zweitstudium, insbesondere im Bereich Medizin.

Meine Geschichte ist wahrscheinlich ähnlich wie die vieler anderer, die schon lange den Wunsch verspüren, doch noch Medizin zu studieren. Vielleicht unterscheide ich mich in einem Punkt/Ziel: Ich möchte unbedingt in die Allgemeinmedizin, mit dem Ziel, entweder in Anstellung oder vielleicht irgendwann in einer eigenen Praxis in einem dünn besiedelten Gebiet in Bayern zu arbeiten.

Ich habe, wie viele andere, erstmal einen Bachelor, einen Master und aktuell eine Promotion im Bereich Ingenieurwesen gemacht. Forschung und Lehre bereiten mir zwar Freude, aber die Aussicht auf eine Professur in meinem Fachgebiet ist momentan gleich null. Auch in der Wirtschaft habe ich schon einiges an Erfahrung gesammelt, aber wie viele von euch, kann ich mir nicht vorstellen, das ein Leben lang zu machen.

Über die Jahre habe ich mir etwas Geld angespart. Meine Partnerin ist zwar keine Akademikerin, aber sie hat bereits eine eigene Immobilie abbezahlt, eine weitere gekauft und verdient für ihre Stunden im Pflegemanagement ganz „okay“. Wir erwarten nun unser Wunschkind und planen, wenn alles gut läuft, eine 4- bis 5-köpfige Familie.

Wie viele werdende Eltern stelle ich berufliche Wünsche oft hinten an, um für die Familie da zu sein. Gleichzeitig lässt mich der Gedanke, noch Medizin zu studieren, seit einem Jahrzehnt nicht los. Ich habe es bisher einmal über eine private Uni probiert (während der chaotischen COVID-Zeit), bin dort laut Auswahlgremium aber knapp an der fehlenden Berufserfahrung (4 Wochen Praktikum, die während COVID einfach nicht machbar waren) gescheitert. Danach wollte ich erstmal meine Promotion abschließen. Ein Zweitstudium habe ich vor Jahren gar nicht versucht, weil die Messzahlen mit WiWi einfach undenkbar waren; inzwischen sieht es mit etwa 5 Punkten an manchen Unis etwas besser aus, aber jetzt bin ich natürlich auch wieder ein paar Jahre älter.

Viele von euch sind diesen Weg schon gegangen, und ich habe von einigen gelesen, dass sie während des Studiums ein Kind bekommen haben usw. Natürlich bin ich ein wenig ortsgebunden (Würzburg, Erlangen, Bayreuth wären definitiv möglich oder nochmal PMU probieren), aber es ist alles nicht so einfach planbar.

Glaubt ihr, dass es mit 32 Jahren und meinen Voraussetzungen überhaupt noch Sinn macht, diesen Weg zu gehen? Ich kenne nur eine Person, die mit ihrer Familie nach Bulgarien gegangen ist, um das Studium dort zu beginnen, mit dem Ziel, irgendwann nach Deutschland zurückzukehren. Das ist für mich jedoch schwer vorstellbar, ob das klappen kann. Meine Partnerin kennt meine "Wünsche" und ist nicht abgeneigt, da sie selbst aus dem Bereich kommt, hat aber eher Bedenken in Richtung Familiengründung, Versorgung etc. Natürlich wäre das alleinstehend alles einfacher damals gewesen, aber dann hätte ich vermutlich meine Partnerin nie kennengelernt:-D

Die finanziellen Aspekte habe ich mir schon oft durchgerechnet, und der Gehaltsverlust von mindestens 6 Jahren ist natürlich nicht unerheblich. Es geht mir jedoch nicht unbedingt darum, alles finanziell wieder reinzuholen oder am Ende besser dazustehen als jetzt. Vielmehr möchte ich etwas finden, das ich bis zum Ende meines Arbeitsleben was ausübe, das ich bis zum Ende meines Arbeitslebens mit Freude machen kann.

Natürlich weiß niemand, wie sich die Situation für Praxen, Trends zu MVZs usw. weiterentwickeln wird, aber zumindest hoffe ich, dass es in der Allgemeinmedizin etwas Planungssicherheit gibt.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und Tipps :)

Kandra
06.10.2024, 16:15
Wie alt ist denn deine Partnerin? Mit 32 noch 2-3 Kinder zu planen kann ja so schon sehr ambitioniert sein. Das Studium ist stellenweise sehr zeitintensiv, du musst viele Praktika machen und am Ende das PJ, alles mehr oder weniger unbezahlt. Mit Kinderplanung würde ich - auch wenn du der Mann bist - eher 7-8 Jahre fürs Studium rechnen wie 6.
Was schreckt dich denn an der Wirtschaft ab? Die Arbeitsbedingungen sind dort vermutlich tendenziell besser wie im Gesundheitswesen.

Karpfen93
06.10.2024, 16:38
Wie alt ist denn deine Partnerin? Mit 32 noch 2-3 Kinder zu planen kann ja so schon sehr ambitioniert sein. Das Studium ist stellenweise sehr zeitintensiv, du musst viele Praktika machen und am Ende das PJ, alles mehr oder weniger unbezahlt. Mit Kinderplanung würde ich - auch wenn du der Mann bist - eher 7-8 Jahre fürs Studium rechnen wie 6.
Was schreckt dich denn an der Wirtschaft ab? Die Arbeitsbedingungen sind dort vermutlich tendenziell besser wie im Gesundheitswesen.

Meine Partnerin ist 31 geworden und ein Kind ist quasi, wenn alles gesund weiter verläuft, bald da. Ein weiteres bzw. noch zwei wären schön, aber das sind ja erstmal nur Gedanken.

Das Studium ist definitiv zeitintensiv und Anwesenheit in vielen Veranstaltungen auch quasi Pflicht.

Die Arbeitsbedingungen sind und werden nicht ganz mehr so rosig wie in den letzten Jahren in Deutschland sein (siehe bspw. Autoindustrie) und der Weg in die Selbständigkeit ist generell unfassbar schwierig. Auch in gut bezahlten Konzernen wird einem oftmals ab +50 die Message vermittelt, dass man Platz für die "Jungen" machen soll. Ich meine, dass man im Arztberuf gar etwas länger als üblich tätig sein kann usw. Die verrichtete Arbeit in der Industrie ist zwar nicht immer monoton, aber Empathie o.ä. werden nicht geschätzt bzw. es kommen gar nicht die Situationen auf, wo sie geschätzt werden können.

Sosylos
07.10.2024, 02:46
Für Empathie ist in der Medizin kein Platz mehr. Da ist nur noch Fließbandarbeit am Menschen.

Karpfen93
07.10.2024, 07:25
Das glaube ich, aber man findet sicher einen Bereich, wo dies weniger der Fall sein kann bzw. weniger extrem.

Matzexc1
07.10.2024, 08:42
Sehr schwierig, was sagt deine Partnerin dazu?

Empathie ist wie gesagt ein Fremdwort geworden, Zeit sowieso. Ausbildung findet auch nur bedingt statt(O-Ton: Schauen sie ins Buch da steht es drin). Dazu Wochenend- und Nachtdienste hinzukommend zwischenmenschliche Probleme mit Kollegen, Patienten, Angehörigen.

Ich kann verstehen das du deinem Traum folgen willst, habe selbst nach 6 Jahren Wartezeit endlich studieren können, muss nur bemerken daß dein Plan in meinen Augen sehr viel Problene auslösen kann.
Hast du auch mal mit einem Allgemeinmediziner üner deine Pläne gesprochen?

Karpfen93
07.10.2024, 11:30
Sehr schwierig, was sagt deine Partnerin dazu?

Empathie ist wie gesagt ein Fremdwort geworden, Zeit sowieso. Ausbildung findet auch nur bedingt statt(O-Ton: Schauen sie ins Buch da steht es drin). Dazu Wochenend- und Nachtdienste hinzukommend zwischenmenschliche Probleme mit Kollegen, Patienten, Angehörigen.

Ich kann verstehen das du deinem Traum folgen willst, habe selbst nach 6 Jahren Wartezeit endlich studieren können, muss nur bemerken daß dein Plan in meinen Augen sehr viel Problene auslösen kann.
Hast du auch mal mit einem Allgemeinmediziner üner deine Pläne gesprochen?

QUOTE=Matzexc1;2284361]Sehr schwierig, was sagt deine Partnerin dazu?

Empathie ist wie gesagt ein Fremdwort geworden, Zeit sowieso. Ausbildung findet auch nur bedingt statt(O-Ton: Schauen sie ins Buch da steht es drin). Dazu Wochenend- und Nachtdienste hinzukommend zwischenmenschliche Probleme mit Kollegen, Patienten, Angehörigen.

Ich kann verstehen das du deinem Traum folgen willst, habe selbst nach 6 Jahren Wartezeit endlich studieren können, muss nur bemerken daß dein Plan in meinen Augen sehr viel Problene auslösen kann.
Hast du auch mal mit einem Allgemeinmediziner üner deine Pläne gesprochen?[/QUOTE]

Und dafür bin ich dir dankbar ... ich bin gar nicht hier, dass man mich nur "blind" ermutigt und Beiträge wie deine, sind absolut hilfreich. Mir ist auch indirekt bewusst, dass sich das Gesundheitssystem, die Bürokratie usw. verändert hat und weiter verändern wird. Meine Mutter, meine Partnerin und meine Schwester sind allesamt in der direkten Pflege tätig. In der Industrie kann man das natürlich besser ausblenden, aber auch da gibt es oft große Probleme, Schikanen im Hinblick auf "Karriere".

Natürlich kann ich mir stets sowas vorwerfen wie "wieso bin ich nicht direkt nach dem Abi/Bachelor/Master ins Ausland, wenn es hier nicht geklappt hat/hätte..?", aber zieht einen natürlich eher runter.

Dass Dienste mit Ende 30 sicherlich eine ganz andere Hausnummer sind als im jungen Alter, kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist zwar lange her, aber ich habe vor 10 Jahren über ein halbes Jahr Vollzeitpraktikum in der Altenpflege gemacht, sodass ich mir in etwa vorstellen kann was im Pflegepraktikum auf einen zukommen kann. In der Weiterbildung zum FA Allgemeinmedzin müsste ich natürlich einen großen Teil außerhalb einer Praxis durchziehen können.

Ich habe tatsächlich mehrmals über die Jahre mit meiner eigenen Hausärztin (ländliche aber voll ausgelastete Praxis) gesprochen, die mich seit der Geburt betreut. Mich fasziniert einfach dass sie auch mit über 65 noch derart motiviert ist den Job auszuüben, wobei sie überdurchschnittlich lang Sprechstunde macht (oft bis 21 Uhr und länger). Sie rät irgendwo dazu, aber sie hatte einfach auch einen anderen Werdegang (Studienbeginn mit 21 usw., 3 schwanger über Assi- und Weiterbildungszeit, sodass das Ganze wohl eher Zweitstudis, Mütter und Väter während der Ausbildung besser beurteilen können.

Meine Partnerin ist absolut verständnisvoll, was natürlich schon mal als erster Schritt wichtig ist. Wenn, dann hat sie eher Bedenken, ob man weitere Kinder während dieser Zeit irgendwie einplanen kann. Da spielt natürlich das Finanzielle eine Rolle, aber umso wichtiger ist es ja auch, dass man Zeit mit den Kindern verbringen und sie aufwachsen sehen kann. Als Außenstehender kann man das schwer beschreiben, und ein Nicht-Medizin-Fernstudium wird man schnell als "machbar" ansehen können, aber Medizin ist als Fach der Anwendung, Präsenz usw. da einfach eine ganz andere Hausnummer.

Mich interessiert vor allem, wie ihr es durchgezogen habt? Wie ihr das finanziell geschafft habt? Ob eure Kinderplanung ggf. erst später los ging usw.?

Das Forum habe ich bereits komplett durchwühlt:-D und so viele - also abgesehen von vielen Zweitstudis ohne Family oder Info - sind es gar nicht so viele mit einer ähnlichen Situation. Entscheiden kann mans am Ende nur selbst, aber wenn vieles darauf hindeutet, dass man gefühlt das Ganze leben inkl. allem was daran hängt aufs Spiel setzt, so macht es dann natürlich auch keinen Sinn.

Besten Dank für eure Meinungen und Tipps!

Espressa
07.10.2024, 13:19
Also vorweg - ich bin kein Allgemeinmediziner. Als niedergelassener Augenarzt hab ich aber auch mehr oder weniger Fließbandarbeit.
Es war immer schon mein Traumberuf, und ich mache ihn bis heute gerne. Wollte immer schon genau das machen und hab daher auch nichts anderes gelernt.
Und jetzt das „ABER“.
Ich hab Kinder bekommen (insgesamt 5 Stück als ich zwischen 30 und 39 Jahre alt war, da ist bei euch aus meiner Sicht noch einiges drin…), und auf einmal war der Beruf gar nicht mehr so wichtig. Ich hätte gern mehr Zeit mit ihnen, ich hätte gern Home-Office, manchmal wäre ich am liebsten Lehrer und hätte alle Ferien frei.

Bedenke vielleicht auch das. Besonders wenn sich das Studium wirtschaftlich gesehen „nicht mehr rechnet“, würde ich es mir scharf überlegen, ob es das wert ist.

denkstdu
07.10.2024, 21:28
Bedenke auch dass du in einer Praxis auch nicht immer pünktlich rauskommst.In der Infektzeit stapeln sich die Leute und die Sprechzeiten dauern öfters länger.
Ich bin fertig mit der Ausbildung habe mein erstes Kind im letzten Jahr der FA Ausbiildung bekommen.Ich habe die Zeit, die man mit einer möglichen Teilzeitrbeit hat sehr genossen und somit mehr Zeit für die Kidis zu haben.Du bist dann Vollzeitstudent und sicherlich in der Klinik auch Vollzeit weil du ja fertig werden willst.Deine Kinder gehen dann mindestens in die Grundschule wenn du fertig bis mit dem Studium und dann kommt noch die Klinik.Es ist die Frage wieviel du deine Kinder sehen möchtest.

Matzexc1
07.10.2024, 22:49
Ich werde in ein paar Monaten 40 und bin in der Anästhesie und kann dir sagen das jeder Dienst stärker schlaucht als mit Mitte 20,
du musst in die Klinik für Allgemeinmedizin und dort ist verheizt werden der Standard, egal wo.
Ich muss dir auch sagen, dass du mit dem Altenpflegepraktikum vor 10 Jahren wenig von der aktuellen Realität mitbekommen hast, vor allem im Unterschied Altenheim vs Krankenhaus vs Notaufnahme

Ich habe finanziell gesehen mein Erbe verbraucht und nebenher nach dem Physikum gearbeitet, hatte aber weder Familie noch andere Verpflichtungen. Ich würde dir empfehlen alle Vor und nachteile aufzuschreiben und gegenüber zu stellen.

Medness
15.10.2024, 21:25
Hallo Karpfen,

ich habe auch mit 32 nach einer Promotion in der Anglistik mit dem Medizinstudium angefangen. Ich habe den Studienplatz über wissenschaftliche Gründe bekommen. Wenn man ein vernünftiges Projekt skizziert und schon wissenschaftlich gearbeitet hat, kann das funktionieren. Ich vermute aber, dass es auch etwas von der Uni abhängt.

Während des Studiums habe ich zwei Kinder bekommen und die meiste Zeit 20h/Woche gearbeitet. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nicht in Regelstudienzeit fertig geworden bin. Bis zum M2 lief es noch ganz gut, aber da musste ich das erste mal ein Semester "dranhängen", weil mir noch ein paar Wochen Famulatur fehlten, die ich vorher wegen Schwangerschaft/Baby nicht geschafft habe und das PJ zieht sich jetzt auch schon eine Weile, weil ich im PJ noch einmal schwanger geworden bin und es dann unterbrechen musste. Ich gehe davon aus, dass sich auch meine Facharztausbildung länger hinzieht, weil ich mit den beiden kleinen Kindern wahrscheinlich nicht Vollzeit arbeiten kann.

Ob es grundsätzlich funktionieren kann, hängt mMn von einigen Faktoren ab:

- Steht Deine Partnerin hinter Dir? Auch wenn Du ständig lernen musst, Praktika ohne Bezahlung in Vollzeit absolvieren musst, am Wochenende lernst, statt etwas zu unternehmen und dann ggfs. als Unterstützung bei der Kinderbetreuung ausfällst?

- Auch wenn ihr finanziell scheinbar ganz gut aufgestellt seid, sind 6 Jahre ohne Einkommen eine lange Zeit. Ein flexibler Job (am besten Homeoffice, ohne feste Zeiten) hilft enorm. Ich hatte einen Job mit relativ freier Zeiteinteilung, aber schon einzelne Meetings können stressig werden, wenn man gleichzeitig eine Pflichveranstaltung oder Prüfung hat. Als promovierter Mensch hat man i.d.R. Jobs, in denen man nicht wie bei einem typischen Studentenjob sagen kann " ich kann nicht, ich hab da Uni", weil es auf der Arbeit auch um etwas Wichtiges geht.

-Soziales Netzwerk bei der Kinderbetreuung: Kinder sind das größte Geschenk, aber auch in einem Maße anstrengend, das man sich vorher kaum vorstellen kann. In den ersten Jahren müssen sie 24/7 betreut werden. Auch, wenn man einen Kita-Platz hat, heißt das nicht, dass das Kind sicher betreut ist. Die Kleinen werden ständig krank, die Kita hat zu wegen Streik oder Personalmangel usw. Dann muss jemand zu Hause bleiben. Habt ihr ein Netzwerk, das dies mitträgt, wenn Du eine Prüfung hast und Deine Frau dringend auf die Arbeit muss? Außerdem bleibt abzuwarten, wie zufrieden Deine Partnerin "mit Kind zu Hause" ist. Für manche ist diese Zeit die Erfüllung, andere finden es sehr herausfordernd und zählen die Minuten bis endlich jemand kommt, der mithilft.

Ich bereue meine Entscheidung nicht, auch wenn ich feststellen muss, dass alles viel weniger "glamourös" sein wird, als ich dachte. Ich werde als Assistenzärztin Ü40 sein. Meine OberärztInnen sind wahrscheinlich wesentlich jünger als ich. In meinem alten Job war ich Expertin. Dann werde ich wieder Anfängerin sein....

Ich würde relativ konkret durchplanen, wie das Studium umsetzbar wäre. Schau Dir die Stundenpläne Deiner Wunschunis in den ersten Semestern an. Schau, wann Du "frei" haben könntest. Reicht das aus um Job, Betreuung Deines Kindes und Dein Leben zu stemmen? (Bedenke dabei, dass man viel lernen muss).
Kann man die Vorklinik ggfs. geplant auf 5 oder 6 Semester strecken um sich entsprechende Freiräume zu schaffen. Findest Du einen flexiblen Job. Seid Ihr beide bereit für 6 Jahre auf ein gutes Gehlat (Urlaub, die teure Biokinderkleidung, das neue Auto) zu verzichten?

Wenn Du denkst, dass es irgendwie passen kann, würde ich mich einfach bewerben. Die Chancen einen Platz zu bekommen sind ja nicht sooo gut. Wenn Du Ihn wirklich bekommst, hast Du zwar nicht lange Zeit zum überlegen, aber auch dann kann man noch einen Rückzieher machen. Und wenn Du startest, hast Du mit Kindern auch Unterstützung. Manche Unis bieten Kinderbetreuung an. Oft kann man sich Gruppen für Praktika aussuchen, damit Sie sich mit der Betreuung vereinbaren lassen.

Ich wünsche eine gute Entscheidungsfindung und viel Erfolg bei der Bewerbung.