yannik_ains
07.10.2024, 19:22
Ich habe am 1.9. meine erste Stelle in der Anästhesie angetreten. Leider ist bei der Einstellung etwas schiefgelaufen, so dass ich nicht im Haupthaus gelandet bin, sondern in einer ausgelagerten Abteilung für Orthopädie, Neurochirurgie und elektive Unfallchirurgie.
Leider interessiert sich dort keiner richtig für Lehre. Ich habe schon etwas Erfahrung aus Famulatur und PJ, so dass ich schon ab der zweiten Woche meinen eigenen Saal hatte.
Ich mache jetzt Standardeinleitung, Larynxmaske rein und sitze dann so den Tag ab. Wenn's auch nur den Hauch eines Problems gibt, werde ich nicht an die Hand genommen und mir erklärt, wie ich das Problem lösen kann, sondern ich soll einen anderen Patienten übernehmen.
Nachmittag darf ich dann als einer der wenigen Muttersprachler in die Prämed-Ambulanz...
Fragen werden grundsätzlich mit "keine Zeit" beantwortet, es geht nur um schnelle Wechsel.
Endotracheal intubieren, TIVA, Regionalverfahren etc. darf ich nicht ran. Klar nicht alleine, aber auch nicht unter Aufsicht und Anleitung.
Leider ist eine Rotation frühestens nach einem Jahr vorgesehen und der zuständige Oberarzt hat sich ziemlich deutlich geäußert, dass sich an meinem Status als "dressierter Affe" so lange nichts ändern wird.
Ich habe jetzt Angst, dass ich in einem Jahr rotiere und dann weit hinter meinem geplanten Ausbildungsstand hinterher bin und in der neuen Abteilung Probleme bekomme. Es wird erwartet, dass ich da quasi dienstreif bin, d.h. Spinale stechen kann, Arterie und ZVK legen kann, schwierigen Atemweg zumindest halbwegs handeln kann etc.
Ich möchte mir zumindest theoretisch ein paar Fertigkeiten anlesen und Antworten auf meine Fragen finden und suche dazu praxisnahe Möglichkeiten. Also bitte keine Lehrbücher à la Striebel mit "X ist definiert als Y" oder "Medikament Z: Indikationen ..., Nebenwirkungen ..., Kontraindikationen ..." sondern eher in der Form "Kochrezepte für Anfänger", also was mache ich bei einem Patienten mit intrinsischem Peep, wie kann ich eine kardial vorerkrankte Person propofolsparend einleiten, woher kommt eine verzitterte Beatmungskurve (Wasser im System... hat mir ein Pfleger gezeigt...)
Hat da jemand gute Tipps? Bücher, Websites, Videos, Podcasts?
Bevor die Frage kommt: Ja, kündigen wäre eine Möglichkeit, aber frühestens nach sechs Monaten und mit Umzug verbunden, insofern momentan nur Plan B.
Leider interessiert sich dort keiner richtig für Lehre. Ich habe schon etwas Erfahrung aus Famulatur und PJ, so dass ich schon ab der zweiten Woche meinen eigenen Saal hatte.
Ich mache jetzt Standardeinleitung, Larynxmaske rein und sitze dann so den Tag ab. Wenn's auch nur den Hauch eines Problems gibt, werde ich nicht an die Hand genommen und mir erklärt, wie ich das Problem lösen kann, sondern ich soll einen anderen Patienten übernehmen.
Nachmittag darf ich dann als einer der wenigen Muttersprachler in die Prämed-Ambulanz...
Fragen werden grundsätzlich mit "keine Zeit" beantwortet, es geht nur um schnelle Wechsel.
Endotracheal intubieren, TIVA, Regionalverfahren etc. darf ich nicht ran. Klar nicht alleine, aber auch nicht unter Aufsicht und Anleitung.
Leider ist eine Rotation frühestens nach einem Jahr vorgesehen und der zuständige Oberarzt hat sich ziemlich deutlich geäußert, dass sich an meinem Status als "dressierter Affe" so lange nichts ändern wird.
Ich habe jetzt Angst, dass ich in einem Jahr rotiere und dann weit hinter meinem geplanten Ausbildungsstand hinterher bin und in der neuen Abteilung Probleme bekomme. Es wird erwartet, dass ich da quasi dienstreif bin, d.h. Spinale stechen kann, Arterie und ZVK legen kann, schwierigen Atemweg zumindest halbwegs handeln kann etc.
Ich möchte mir zumindest theoretisch ein paar Fertigkeiten anlesen und Antworten auf meine Fragen finden und suche dazu praxisnahe Möglichkeiten. Also bitte keine Lehrbücher à la Striebel mit "X ist definiert als Y" oder "Medikament Z: Indikationen ..., Nebenwirkungen ..., Kontraindikationen ..." sondern eher in der Form "Kochrezepte für Anfänger", also was mache ich bei einem Patienten mit intrinsischem Peep, wie kann ich eine kardial vorerkrankte Person propofolsparend einleiten, woher kommt eine verzitterte Beatmungskurve (Wasser im System... hat mir ein Pfleger gezeigt...)
Hat da jemand gute Tipps? Bücher, Websites, Videos, Podcasts?
Bevor die Frage kommt: Ja, kündigen wäre eine Möglichkeit, aber frühestens nach sechs Monaten und mit Umzug verbunden, insofern momentan nur Plan B.