Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : H24 M2 Tag 1 - A18/ B46 - LAE Diagnostik bei Schwangeren
Unregistriert
08.10.2024, 20:14
Nach der S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie ist die Szintigrafie nach der CT-Angio Mittel der zweiten Wahl in der Diagnostik der LAE bei Schwangeren. Echokardiografie sollte nur ergänzend zur Risikostratifizierung angewendet werden.
Unregistriert
09.10.2024, 13:09
In der Leitlinie steht aber auch: "Wird bei klinischem Verdacht auf eine Lungenembolie eine tiefe Venenthrombose nachgewiesen,
sollte direkt therapiert und auf eine Bildgebung mit Strahlenexposition verzichtet werden."
Trillion
11.10.2024, 11:41
Wir haben einen Verdacht auf TVT(eigentlich ja schon nachgewiesen) und V.a. LAE(ohne bessere DD): das sind bereits 6 Wells-Score. Patientin muss ins CT für die Diagnose-Bestätigung.
EKG wäre zur Risikostratifizierung und Szintigrafie ist dem CT als Mittel der Zweiten Wahl hintergestellt.
Wir hatten in Frage 44 die TVT gesichtert und in 45 angefangen zu behandeln.
Frage 46 ist für die Diagnose einer Komplikation unerlässlich. Mit Komplikationen wegen der Schwangerschaft ist nicht zu rechnen, diese stehen nicht im Verhältnis zu einer LAE.
Vollheparinisierung ohne LAE-Nachweis ist nicht gerade das was ich unterschreiben wollen würde. 50% haben schließlich keine LAE.
FirebirdUSA
11.10.2024, 13:07
Wir haben einen Verdacht auf TVT(eigentlich ja schon nachgewiesen) und V.a. LAE(ohne bessere DD): das sind bereits 6 Wells-Score. Patientin muss ins CT für die Diagnose-Bestätigung.
EKG wäre zur Risikostratifizierung und Szintigrafie ist dem CT als Mittel der Zweiten Wahl hintergestellt.
Wir hatten in Frage 44 die TVT gesichtert und in 45 angefangen zu behandeln.
Frage 46 ist für die Diagnose einer Komplikation unerlässlich. Mit Komplikationen wegen der Schwangerschaft ist nicht zu rechnen, diese stehen nicht im Verhältnis zu einer LAE.
Vollheparinisierung ohne LAE-Nachweis ist nicht gerade das was ich unterschreiben wollen würde. 50% haben schließlich keine LAE.
Kenne den gesamten Fall nicht, aber alleine aus diesen Angaben: TVT alleine ist doch schon Indikation für Vollhep?
https://register.awmf.org/assets/guidelines/065-002k_S2k_Venenthrombose-Lungenembolie_2023-08.pdf
hier sind die aktuellen Leitlinien zur D + T von LE/ TVT.... unter Punkt 3.5/3.6/3.15 ist eindeutig zu entnehmen, dass Szinthi und CT gleichwertig sind.
33685
Szinti ist gleichwertig zu CT und bei Schwangeren ist eine (hohe) Strahlenbelastung möglichst zu vermeiden.. .
33684
Aber wöre nicht auch echokardio indiziert um Beteiligung von Herzschaden bei lungenimbolie auszuschließen?
ChatGPT meinte da , was sagt ihr ?
Die Szintigrafie wird in der Regel nicht als erste Untersuchungsmethode zur Abklärung von Dyspnoe und plötzlichen Schwellungen bei schwangeren Frauen empfohlen, aus mehreren Gründen:
Strahlenexposition: Die Szintigrafie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das eine Strahlenbelastung mit sich bringt. In der Schwangerschaft ist die Minimierung der Strahlenexposition für den Fötus von großer Bedeutung, weshalb andere Verfahren wie die Echokardiografie, die keine Strahlung erfordert, bevorzugt werden.
Quelle: American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Die ACOG-Statements betonen, dass nicht-invasive Verfahren wie die Echokardiografie sicherer sind und keine Risiken für den Fötus darstellen.
Verfügbarkeit und Dringlichkeit: In einer Notfallsituation wie bei Dyspnoe und plötzlicher Beinanschwellung ist es entscheidend, schnell eine Diagnose zu stellen. Die Echokardiografie ist eine leicht verfügbare und sofort durchführbare Untersuchung in den meisten Notaufnahmen. Szintigrafie kann oft nicht sofort verfügbar sein und benötigt mehr Zeit zur Durchführung.
Quelle: Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging. Sie weisen darauf hin, dass Szintigrafie in akuten Fällen weniger praktisch ist als andere bildgebende Verfahren.
Primäre Ursachen: Bei einer schwangeren Frau mit Dyspnoe und Beinödemen könnte ein kardiovaskuläres Problem wie eine Herzinsuffizienz oder eine pulmonale Embolie vorliegen. Die Echokardiografie ist eine sehr geeignete Methode zur Beurteilung der Herzfunktion und zur Identifizierung solcher Probleme. Die Szintigrafie ist weniger geeignet, um akute kardiovaskuläre Probleme zu beurteilen.
Quelle: UpToDate. Sie empfehlen, bei Dyspnoe und Verdacht auf kardiale Ursachen die Echokardiografie als bevorzugtes Diagnosewerkzeug einzusetzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Szintigrafie aufgrund der Strahlenexposition, der Verfügbarkeit und der Eignung für die Diagnose akuter kardiovaskulärer Probleme nicht die erste Wahl bei der Abklärung der beschriebenen Symptome in der Schwangerschaft ist. Die Echokardiografie ist in diesem Kontext die bessere Option.
cactusicetea
12.10.2024, 14:28
https://register.awmf.org/assets/guidelines/065-002k_S2k_Venenthrombose-Lungenembolie_2023-08.pdf
hier sind die aktuellen Leitlinien zur D + T von LE/ TVT.... unter Punkt 3.5/3.6/3.15 ist eindeutig zu entnehmen, dass Szinthi und CT gleichwertig sind.
33685
Szinti ist gleichwertig zu CT und bei Schwangeren ist eine (hohe) Strahlenbelastung möglichst zu vermeiden.. .
33684
Gut zu wissen, dass Szinti und CT-A gleichwertig sind, wenn die Diagnose unsicher ist... hätte ich persönlich nicht gedacht, dass Szinti vor einer CT-A den vorzug bekommt. Nun aber zur richtigen Antwort für unsere Frage:
Die von dir zitierte Leitlinie beantwortet doch im 2. & 3. Absatz doch exakt die Frage, wieso nur Echo richtig sein kann (man bedenke, dass die Frage nach der Maßnahme zur sorfortigen weiteren Abklärung fragt und nicht nach einer sicheren Diagnosesicherung fragt)
- "Um die Strahlenexposition für Mutter und Kind zu minimieren, sollen zunächst alle Möglichkeiten der Diagnostik ohne Strahlenbelastung ausgeschöpft werden"
-> Echo ist ohne Strahlenbelastung und absolut relevant um abzuklären, ob hämodynamische Auswirkung der LAE im Sinne einer Rechtsherzbelastung
"Wird bei klinischem Verdacht auf eine Lungenembolie eine tiefe Venenthrombose nachgewiesen, sollte direkt therapiert werden und auf eine Bildgebung mit Strahlenexposition verzichtet werden"
-> Genau das ist doch der Fall in der Frage: Wir haben eine hohe klinische Wahrscheinlichkeit für eine LAE ohne Anlass für eine anderweitige Kardiopulmonale Diagnose, wir haben eine klinische klare TVT in den zwei Fragen vorher per Kompressionssonografie diagnostiziert und behandelt (wenn es keine durch US gesicherte Diagnose wäre, dann hätte wir nicht in Frage 45 die nun "am ehesten Therapie der Wahl" auswählen sollen). Die Leitlinie beschreibt doch hier genau den Fall, der bei uns in der Prüfung vorliegt
Außerdem ist die Patientin in RR, HF, Sättigung und AF jeweils stabil und wir haben eine hohe Wahrscheinlichkeit für LAE bei TVT und keinen Anhalt für eine andere Kardiopulmonale Diagnose... welchen Mehrwert erwarten wir denn von einem CT (als Nebeninfo: Hier steht als Antwortmöglichkeit auch nur Spiral-CT und nicht CT-Angio, die ich hier eher erwarten würde) oder Szinti und wäre dieses Mehrwissen eine Strahlenbelastung wert? Du würdest ja eh wie durch die Antwortmöglichkeiten in der Frage danach auch klar wird mit Heparinen therapieren... wenn es also an Therapie und Management der Patientin nichts ändert und wir auch durch die Klinik, die Vitalwerte und ggf. das Echo in nächster Zeit keine instabil werdende Patientin erwarten, was würde uns eine zusätzliche Szinti (oder ein Spiral-CT) bringen und damit die zusätzliche Strahlenbelastung gerechtfertigen ?
Sehe es genau so wie du. Ob es jedoch jetzt Echo (zeigt ja eig nur die reHerz Belastung), Spiral CT (Strahlenbelastung und müsste eig CT-A zum Embolienachweis sein) oder als gleichwertige Version Szinti (mit Strahlen) ist, ist ja eig relativ egal. Mit der Argumentation ist die Frage nicht korrekt und man kann die Frage ohne Probleme anfechten, sodass sie aus der Wertung zu nehmen ist...
cheyenne99
14.10.2024, 10:21
Hat es jemand eingereicht?
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